"Ein Mann wie eine Wunderkerze - filigran, rauh und glitzernd", so heißt es schon bei Albert Einsteins leider verschollenen "Briefen an die Nachwelt".
Meisenburg war eines jener Universalgenies wie es sie seit Leibniz immer weniger und heute überhaupt nicht mehr gibt. Er hatte von 1250 bis 1380 den Lehrstuhl für Mediavistik in Unna inne, den er jedoch später auf Grund eines Zerwürfnisses mit dem Lordkanzler gegen eine Professur für Provinzographie in Peine eintauschte.
Hier erarbeitete er auch sein einflußreichstes Werk, jene "Peiner Postulate", die ihn zunächst fast auf den Scheiterhaufen brachten, im späteren Verlauf aber ein kirchliches Hochamt der "Brüder unserer heiligen Frau Jürgen zu Itzehoe", das er zwar zunächst aus Gewissensgründen ablehnte, später aber doch annahm, und zwar "der erquicklichen Kutte wegen".
Kern der "Peiner Postulate", mithin unvergessen und in ihren Auswirkungen auf die moderne Physik nur sehr schwer zu unterschätzen ist die Meisenburg'sche Unschärferelation, derzufolge in einer Wohnung mit einem Kleinkind immer nur entweder Wohnzimmer oder Küche aufgeräumt sein können, niemals jedoch beide zugleich.
Meisenburg blieb auch nach seiner Emeritierung bis ins hohe Alter aktiv und widmete sein Leben dem Kampf gegen die Karettschildkröte. Aus seinen letzten Aufzeichnungen ist noch der Vers erhalten:
So kämpft' ich gegen diese Kröte
Wenn sich mir nur ihr Anblick böte
Man kann sich nur den Worten seines wandernden Biografs Gisbert von Hohenneuköln anschließen: "…er war ein dünner Mann!"
Montag, 29. März 2010
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