Samstag, 27. März 2010

Rückblick, Was jetzt schon?

Entgeistert stelle ich fest, dass schon wieder eine Woche hin ist.

Ich hätte heute mittag genug Zeit für einen Rückblick gehabt, aber dann hätte ich das Konzert am heutigen Abend nicht mitnehmen können -  das wäre nicht angemessen gewesen. Vielleicht mache ich den Rückblick auch künftig besser am Wochenende, aber ich sitze ja schon so viel am Rechner.

Wie auch immer.

Fangen wir mit dem Konzert an: Ich spiele in der Band von Johannes Weyland, oder auch Hannes - aus reiner Begeisterung für seine Musik. Heute hat der harte Kern dieser Band bestehend natürlich aus Hannes selbst und dem Drummer Bubbles, welcher die Cajon zerkloppt und meiner Wenigkeit ein Konzert im Kreuzviertel gegeben, wo den Besuchern dreistimmiger Gesang und countrylastiger Folk-Pop vom gediegensten feil geboten wurde.
Es hat nach wie vor etwas unglaublich Befreiendes, ohne irgendwelche technischen Geräte aufzutreten. Wir packen unsere Instrumente aus und legen los. Deswegen trete ich auch so gerne in Bibliotheken auf: Ich komme, packe aus und lege los!

Natürlich stehe ich aber auch auf Technik, das scheint ein Männerding zu sein. Heute vormittag traf mein neuer Vorverstärker für Gesang und Gitarre und was weiß ich noch ein, der der erste Baustein einer neuen musikalischen Vision ist, die viele Instrumente, einige Neuanschaffungen und ein gerüttelt Maß an Kopftraining erfordern wird.
Ich erwähne das hier nur, damit ich in einem zukünftigen Eintrag hier hin zurück verweisen kann und behaupten kann, ich hätte es euch ja gleich gesagt…

Wie fing die Woche eigentlich an?
Mit drei Auftragstagen, was dem Portemonnaie gut tat. In diesem Fall tat es auch dem Murat als solchen gut, denn ich sprang bei meinem ehemaligen Arbeitgeber noch einmal kurz für eine Akquiseunterstützung ein, und es war schön, mal wieder auf die alten Kollegen zu treffen und überhaupt die alte Büroluft zu schnuppern.
Ebenfalls schön daran war allerdings, auch wieder zu meinem jetzigen Beruf zurück zu kehren. Es war, als hätte ich noch einmal direkt vergleichen dürfen, wie sich beides anfühlt. Und wenn man weiß, wie gut ein Verhältnis zu einem ehemaligen Arbeitgeber sein muss, damit dieser mit einer solchen Anfrage kommen kann (und man auch Lust hat, zuzusagen), dann heißt es eine Menge, wenn ich trotzdem mein jetziges Leben als die beste Berufssituation einstufe, die ich je hatte.

Am Donnerstag musste ich ein Faxtelefon erstehen, denn ich bekam am Mittwoch in Abwesenheit eine sehr interessante Anfrage, die die Liebste aber nicht genau entgegen nehmen konnte, da der Sohnemann auf mehreren Ebenen simultan Schwerstarbeit einforderte - Wickeln, betütteln, ernähren und Ansprechpartner versorgen ist denn doch ein wenig zu viel. Damit in Zukunft keine Betreuungslücke entsteht, kann man mich nun unter einer rein geschäftlichen Nummer erreichen, die ich in Kürze auf meiner Kontaktseite veröffentlichen werde…

Termin und höchstwahrscheinlich auch Ort für das erste Treffen von Dortmunder freien Künstlern, welches ich mit Boris Gott zusammen ins Leben rufe, stehen so gut wie fest und werden kommende Woche (wahrscheinlich sogar noch am Wochenende) unter anderem im Blog veröffentlicht. Wir haben schon Zusagen aus den verschiedensten kreativen Branchen und ich freu mich wie Hulle auf die neuen Gesichter!
Die beste Agentin von allen hatte eine gute Idee für einen Treffpunkt/Veranstaltungsort, den ich allerdings noch einmal checken muss. Von daher: Obacht!

Schließlich und endlich stehen die Finalisten des Deutschen Twitter Kurzgeschichtenpreises fest! Ich freue mich darauf, in Kürze die drei Gewinnertexte bekannt zu geben. Auf diese wartet neben dem Preisgeld noch eine kleine Überraschung, mit der ich aber noch hinter dem Berg halte, weil es nichts schöneres gibt, als Sachen anzudeuten…

Abschließen aber muss ich mit der Tritonprobe vom Donnerstag. Katja hat mal wieder mit einer derart treffsicheren Reinheit kleine Bilder und Szenen erschaffen und diese mit einer zerbrechlichen Stimme zum Leben erweckt, dass ich Gefahr lief, vor Begeisterung den Anschluss im Song zu verpassen.

Deswegen gibt es nun hier ohne Bearbeitung frisch aus dem Probenraum einen Einblick in das Werden unserer Musik. Unfertig, aber komplett mit Dummzeugslabern, was alle Musiker in allen Probenräumen ein ewig gleich starkes Bedürfnis ist. Ich habe den Verdacht, es hängt mit der unglaublichen Konzentration während des Musizierens zusammen und ist Kompensation. Oder wir haben einfach nur ein am Appel. Man weiß es nicht.
Dreht die Laustärke ein wenig auf...

Bis bald