Die Woche begann mit einem Highlight: dem Dortmunder Künstlertreffen im Wichernhaus.
Wir waren zwölf Personen, darunter Musiker, Schriftsteller, Bühnenkünstler (Kabarettisten, Sänger), Webcomic-Erfinder und Veranstalter. Zwei Stunden lang qualmten die Köpfe, und ich muss sagen, es war genau so ergiebig wie ich gehofft hatte. Wir treffen uns im Mai wieder, um über unsere Presseinfos zu sprechen, Vertrieb und Publicity-Stunts ins Auge zu fassen sowie Einzelprojekte und Förderungen ins rechte Licht zu rücken.
Am Dienstag trat das Daddy Weyland Trio im Bam Boomerang auf. Obwohl der Sound glasklar war (Danke Peter!) und die Bühne sowie der Raum sehr hübsch, muss ich sagen, dass wir es auf jeden Fall vermeiden sollten jemals wieder während eines Champion-League Spiels aufzutreten. Das erinnert mich an einen Auftritt, den ich 1996 während des Europameisterschaftsfinales (!) mit Deutscher Teilnahme (!!) machte. Wir haben echt gerockt, aber es hat niemand mitbekommen...
Am Mittwoch brach die Familie ohne mich zur Kur auf, so dass ich momentan sturmfreie Bude habe. Hauptunterschied ist bis jetzt, dass ich durchschlafen kann - das erste Mal seit ca. einem Jahr. Mit meinem Immunsystem geht es folglich rasant bergauf.
Am Freitag jedoch musste ich fest stellen, dass das Navigationsgerät von der Liebsten in ein schwer aufzuspürendes Versteck verbracht wurde, so dass ich mir eine Google-Wegbeschreibung zum Auftrittsort in Solingen ausdrucken musste. Diese hatte mit meinem Zielort jedoch nichts am Hut. Ich verspätete mich um dreißig Minuten, machte einen sehczig Sekunden Soundcheck, warf mir Bühnenkleidung über und konnte pünktlich eine sehr schöne Show vor einem Solinger Publikum beginnen, dass mir in Nullkommanix ans Herz wuchs. Aufmerksam, aktiv und begeisterungsfähig. Es ist eine traurige Wahrheit (und in gewisser Weise auch ein Geheimnis), dass Künstler immer nur so gut sind wie ihr Publikum. Das Solinger Publikum macht es einem leicht, gut zu sein.
Gleiches ließe sich im Übrigen über das Publikum im Subrosa sagen, welches am Samstag den ersten Auftritt der Daddy Weyland Band zu sehen und vor allem zu hören bekam. Bass, Gitarre, Schlagzeug, Keyboard und Sänger auf die Bühne der Hafenschaenke zu bringen, war eine Herausforderung, aber ich möchte sagen, dass wir uns zumindest näher gekommen sind - vor allem musikalisch. So gut hatten wir bis dato die Songs noch nicht gespielt, der Sound war Knaller und die Leute bis zum Schluss mit voller Aufmerksamkeit dabei.
Nun ist erst einmal zwei Wochen Ruhe mit Auftritten, was ganz gut ist, denn so habe ich Zeit, den nächsten Vertriebs- und Marketingpusch einzustielen. Außerdem gehe ich kommende Woche Schwitzen und auf Visionssuche, doch davon mehr, wenn ich hiervon zurück gekehrt bin. Den Wochenrückblick gibt es dann ein wenig später...
Sonntag, 25. April 2010
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