Das Töchterchen sitzt mit glänzenden Lippen am Frühstückstisch. Ich halte es für Unsinn, sich noch vor dem Frühstück zu schminken und frage nach. Sie beteuert, sich nicht geschminkt zu haben. Ihre Lippen werfen Lichtpunkte in den Raum wie eine Discokugel.
"Die sind auf jeden Fall geschminkt", beharre ich.
"Das ist vielleicht von gestern, als wir Bauernmädchen und Supertusse gespielt haben."
"Wie geht das denn?"
"Eine ist das Bauernmädchen. Die ist nicht geschminkt und doof angezogen. Das Bauernmädchen mag die Kotze von Schweinen und so was. Und zwei andere sind die Supertussen und sind ganz doll geschminkt. Wir haben zwanzig Handys und finden es normal, wenn wir tausend Euro bekommen und so. Und dann sind wir alle in einer Klasse und die Supertussen finden das Bauernmädchen ganz doof. Aber dann haben wir alle das selbe Muttermal, das aussieht wie eine Krone, weil wir alle Schwestern sind, und dann ist das Bauernmädchen die Tusse und wir sind Bauernmädchen."
Woraufhin sie mir ihr Handgelenk zeigt, auf dem der Filzstift-Schatten eines Muttermals in Form einer Krone zu sehen ist.
Mein Hirn ist noch zu keiner abschließenden Bewertung des Vorfalls gekommen. Vielleicht wird das auch auf lange Sicht nicht möglich sein. Ich dokumentiere bloß. Was bleibt mir anderes übrig?
Dienstag, 28. September 2010
Freitag, 24. September 2010
Aus den Würfeln gesogen - Storyspiel
Ihr Geschichtenerzähler!
Lasst uns spielen! Das Spiel geht ganz einfach. Ich habe mir Storycubes gekauft, welche allerlei Symbole fürs freie Assoziieren und gebundene Brillieren enthalten.

Jeden Freitag würfle ich und stelle ein solches Bild online.
Dann fangt ihr an.
Es gibt nur folgende Regeln:
- Erzähle eine Geschichte!
- Verwende die Bilder der Würfel!
Abgesehen davon sind wir frei. Wir können dichten oder Prosa schreiben, lang oder kurz, laut oder leise. Ihr dürft es meinetwegen auch mit Bildern versuchen, denn "Geschichtenerzähler" ist ein dehnbarer Begriff. Ein Comic, beispielsweise, käme einer Heldentat gleich! Wenn ihr mögt, könnt ihr die Nummerierung benutzen, um in eueren Geschichten zu zeigen, welchen Würfel ihr gerade verwertet (die Nummer in Klammern einfügen).
Meist merkt man das zwar auch ohne Hinweis, doch wer zu solchen Heldentaten wir Tobi Katze fähig ist, fügt die Nummer am besten doch mit ein.
Zitat Tobi:

"Er zog sich an!"
Als Geschichtenanfang schlage ich, neben dem Klassiker "es war einmal..." vor:
- "Eines Tages, auf dem Amt für Gerechtigkeiten..." (ein Anfang, den wir Katja Freese verdanken!)
- "Was Klaus nicht wusste, war..."
- "Am letzten Tag meines Lebens..."
Postet eure Beiträge als Kommentare hier im Weblog, denn hier findet das Spiel statt! Wir freuen uns auf euere Geschichten.
P.S.: Wegen Spamschutz muss ich alle Kommentare noch einmal sehen und aktivieren. Lasst euch also nicht ins Bockshorn jagen, das Posting klappt schon!
Lasst uns spielen! Das Spiel geht ganz einfach. Ich habe mir Storycubes gekauft, welche allerlei Symbole fürs freie Assoziieren und gebundene Brillieren enthalten.

Jeden Freitag würfle ich und stelle ein solches Bild online.
Dann fangt ihr an.
Es gibt nur folgende Regeln:
- Erzähle eine Geschichte!
- Verwende die Bilder der Würfel!
Abgesehen davon sind wir frei. Wir können dichten oder Prosa schreiben, lang oder kurz, laut oder leise. Ihr dürft es meinetwegen auch mit Bildern versuchen, denn "Geschichtenerzähler" ist ein dehnbarer Begriff. Ein Comic, beispielsweise, käme einer Heldentat gleich! Wenn ihr mögt, könnt ihr die Nummerierung benutzen, um in eueren Geschichten zu zeigen, welchen Würfel ihr gerade verwertet (die Nummer in Klammern einfügen).
Meist merkt man das zwar auch ohne Hinweis, doch wer zu solchen Heldentaten wir Tobi Katze fähig ist, fügt die Nummer am besten doch mit ein.
Zitat Tobi:

"Er zog sich an!"
Als Geschichtenanfang schlage ich, neben dem Klassiker "es war einmal..." vor:
- "Eines Tages, auf dem Amt für Gerechtigkeiten..." (ein Anfang, den wir Katja Freese verdanken!)
- "Was Klaus nicht wusste, war..."
- "Am letzten Tag meines Lebens..."
Postet eure Beiträge als Kommentare hier im Weblog, denn hier findet das Spiel statt! Wir freuen uns auf euere Geschichten.
P.S.: Wegen Spamschutz muss ich alle Kommentare noch einmal sehen und aktivieren. Lasst euch also nicht ins Bockshorn jagen, das Posting klappt schon!
Donnerstag, 2. September 2010
Das Tüpfelchem auf dem Iiih.
Nach allem, was ich so von der Diskussion um dumme Türken mitbekomme, sind die Kernthesen folgende:
- überdurchschnittlich viele muslimische Migranten sind dumm
- sie bekommen überdurchschnittlich viele Kinder
- darum wird Deutschland insgesamt dümmer
- weil es sich um ein genetisches Problem handelt, muss sich am deutschen Schulwesen nichts ändern.
- weil es sich um ein genetisches Problem handelt, müssen deutschstämmige Deutsche sich nicht ändern.
Ich weiß jetzt nicht, wo bei solch kaltem Kaffee der Aufreger sein soll. Schnee von gestern.
Solcherlei müssen wir uns doch schon seit bald dreißig Jahren anhören.
Neu ist lediglich, dass so Viele neuerdings denken, es handele sich um eine Leistung, dieses Gedankengut an die Öffentlichkeit zu bringen - als müsse man hierfür gegen den Strom schwimmen.
Es ist nämlich leider nicht so, dass es "endlich mal einer sagt". Im Gegenteil. Es setzt so langsam ein gewisser Ermüdungseffekt ein, weil man schon wieder das gleiche Lied geschmettert bekommt.
Aber kein Unheil ist so groß, dass es nicht durch berufene Stimmen "aus den eigenen Reihen" noch vergrößert werden könnte: Wenn man bei faz.net lesen darf, dass Osmanen durch Leseverbote Dummheit herangezüchtet haben (ich verstehe nicht viel von Genetik, aber dass Leseverbote sich auf das Genom auswirken, wäre eine Sensation), während die Deutschen einhellig als die Söhne Bachs beschrieben werden...
...ja, dann bin ich fast versucht, der These der überdurchschnittlichen Dummheit eine Chance zu geben. Für einen solchen Text muss man wohl eingewandert sein.
- überdurchschnittlich viele muslimische Migranten sind dumm
- sie bekommen überdurchschnittlich viele Kinder
- darum wird Deutschland insgesamt dümmer
- weil es sich um ein genetisches Problem handelt, muss sich am deutschen Schulwesen nichts ändern.
- weil es sich um ein genetisches Problem handelt, müssen deutschstämmige Deutsche sich nicht ändern.
Ich weiß jetzt nicht, wo bei solch kaltem Kaffee der Aufreger sein soll. Schnee von gestern.
Solcherlei müssen wir uns doch schon seit bald dreißig Jahren anhören.
Neu ist lediglich, dass so Viele neuerdings denken, es handele sich um eine Leistung, dieses Gedankengut an die Öffentlichkeit zu bringen - als müsse man hierfür gegen den Strom schwimmen.
Es ist nämlich leider nicht so, dass es "endlich mal einer sagt". Im Gegenteil. Es setzt so langsam ein gewisser Ermüdungseffekt ein, weil man schon wieder das gleiche Lied geschmettert bekommt.
Aber kein Unheil ist so groß, dass es nicht durch berufene Stimmen "aus den eigenen Reihen" noch vergrößert werden könnte: Wenn man bei faz.net lesen darf, dass Osmanen durch Leseverbote Dummheit herangezüchtet haben (ich verstehe nicht viel von Genetik, aber dass Leseverbote sich auf das Genom auswirken, wäre eine Sensation), während die Deutschen einhellig als die Söhne Bachs beschrieben werden...
...ja, dann bin ich fast versucht, der These der überdurchschnittlichen Dummheit eine Chance zu geben. Für einen solchen Text muss man wohl eingewandert sein.
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