Freitag, 4. Februar 2011

Labyrinth

Ach Geliebte, komm! Komm in meine Arme!
Ich war zu lange fort, ich war zu weit da draußen.

Ich trieb in tausend Träumen haltlos vor mich hin
Ich trank in hundert Räumen lautlos ohne Sinn
Ich nahm und nahm und hatte nichts zu geben
Ich war ein Dummkopf und ich wollte leben

Ich und ich und ich ging in mir vor
Und Du bliebst immer an mir dran

Du nahmst viel zu oft den falschen Weg
nach ganz weit Innen, wo ich keinen Steg
und keine Straße fand, mich zu Dir zu führen
Ich blieb und musste Dich verlieren

All das ist nun vorbei, bis zum nächsten Mal
Wo wieder einer von uns beiden sich verirrt

Doch weiß ich, dass in keinem Irrgarten
dieser Welt einer von uns beiden
muss zu lang auf den andern warten
muss zu lang alleine leiden
Am roten Faden gleitet einer von uns zweien
zum andern, geführt von Vergebung, vom Verzeihen.