Wenn Bäume ein halbes Jahr lang ohne Laub auskommen, warum machen sie sich überhaupt die Mühe, welches wachsen zu lassen? Die Vermutung liegt doch nahe, dass Bäume auch ein ganzes Jahr ohne Atmung zurecht kommen.
Mein Verdacht: Die Paarung kostet zu viel Energie. Kaum wird es warm genug, sprießen die Blüten, die Pollen, Samen, Kerne, Früchte, Harz und Wurz.
Also sind Bäume im Normalzustand eigentlich kahl. Die Rinde als Ur-Laub, sozusagen. Rinde statt Kinder. Ein kahler Baum genügt sich selbst und muss noch nicht einmal Luft holen. Der ganze Aufwand wegen Sex.
Was mich außerdem umtreibt. Ich kenne diese ganzen Evolutionsstammbäume von Primaten, Säugetieren und Vögeln in- und auswendig. Die ganzen abgelutschten Verzweigungen von Fisch, Amphibium, Reptil, Dinosaurier und Mini-Nager, die meist gleich hunderte von Millionen von Jahren überspannen.
Gibt es so etwas auch für Pflanzen? Weiß man, wer die Vorfahren der Birke waren? Gibt es eine Doku auf National Geographic "Als Bäume die Welt beherrschten!" über die Baumriesen des Karbonzeitalters? Wer war der Stammvater der Stämme?
Ich glaube, wir wissen zu wenig über Bäume. Was, wenn sie doch kommunizieren und bewusst sind? Da kratzen wir doch grad erst an der Oberfläche. Erste Forschungs-Ergebnisse deuten jedenfalls an, dass...
Aber wenn ich meine ganze Oberfläche außen trage und mehr von mir in der Erde steckt als oberhalb, dabei ein halbes Jahrtausend alt werde und fast nicht zu atmen brauche... nehme ich dann einen einzelnen Menschen überhaupt wahr? Oder eine Ansiedlung? Vielleicht sind Menschen und Bäume wie Zwei, die in der selben Wohnung leben, aber einander überhaupt nicht richtig wahrnehmen.
Wer garantiert uns, dass, wenn einst Außerirdische landen, sie nicht zuerst mit den Bäumen Kontakt aufnehmen wollen? Was, wenn sie das schafften?
Was, wenn das schon passiert ist?
Mittwoch, 9. März 2011
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen