Wenn ein Twi'lek sich bei hoher Geschwindigkeit in einem gasförmigen Medium bewegt, oder sich ein gasförmiges Medium mit hoher Geschwindigkeit um einen Twi'lek herum bewegt, müsste es eigentlich bedingt durch Verwirbelungen der Zipfel an beiden Tentakeln zu Peitschenknall-Geräuschen kommen, bedingt durch die kurzzeitig auftretenden Überschallbewegungen. Der Zipfel. In den Tentakeln.
Eines Twi'leks.
Das macht das gesamte erste Level von Jedi Academy mit dieser Charakterklasse vollkommen UNREALISTISCH, aber "echt ey!" (Barbara Wilkes/Lukas Kobuszewski). Niemals könnte man sich als Twi'lek auf einem dahinrasenden Zug an einen Entführer heranschleichen, denn das ewige Geknalle machte ja alles zunichte. Das Leben als Twi'lek ist bestimmt nicht einfach, Jedi-Kräfte hin oder her. Entweder sie werden als leichtbekleidete Tänzerinnen und Sklavinnen vertickt oder es knallt.
Was ich auch nicht verstehe: Darth Vader kippt den Imperator in den Ausguss und gibt danach den Löffel ab. Hinfort grinsen alle Leuchtjedis topfdoof in die Kamera, aber was bitte schön hat das mit Gleichgewicht zu tun? Wenn überhaupt, dann müsste der Imperator bereits zu Darth Maul Sätze sagen wie: "Du wirst einst das Gleichgewicht herstellen, aber natürlich erst wenn DU JEDEN EINZELNEN DIESER MOTHERFUCKER PLATTMACHST, BIS AUF ZWEI!!"
Bis dahin nämlich sind die Sith total in der Unterzahl. Und soll mir keiner erzählen, das gleichen die durch Bösartigkeit aus, so böse kann selbst Darth Vader nicht sein. Die Sith sind doch eine Minderheit, eine urbane Randgruppe, fehlt bloß noch, dass Darth Maul anfängt zu rappen - ich verstehe übrigens nicht, wie man sich als Rapper Bushido nennen kann, ich meine, die Verarsche mit Mushido liegt doch auf der Hand, oder wie?
Jedenfalls - Gleichgewicht. Das ist mitnichten am Ende von Return of the Jedi wieder hergestellt, ganz im Gegenteil! Das Gegenteil fehlt. Aus der Sicht des Gleichgewichts ist Return of the Jedi ein Gruselfilm, mit leuchtenden Zeugen Jehovas in grobem Linnen.
Was das für eine Scheiße ist, will mir übrigens auch nicht in die Birne. Ich meine nicht die Leuchterei. Wenn ich mich als Erzähler schon darauf versteife, dass die Toten erscheinen, dann sollen sie verdammt noch mal auch leuchten, ich mein, wo sind wir denn? Aber warum ist es die größte Leistung eines Jedi, den eigenen körperlichen Tod durch völliges Dematerialisieren abzuwenden? Das wird doch auch als das Meister-Kunststück angepriesen, das Anakin erlernen will, weil irgendein Sith das mal irgendwann hingekriegt hat... Warum fragt man ihn dann nicht? Irgendwo muss er ja rumgurken, der Armleuchter.
Aber darum geht's mir gar nicht. Worum es mir geht: Sith und Jedi haben ja offenbar beide so ihre Probleme mit dem Ableben. Das ist mir schon immer sauer aufgestoßen. Das ist doch kein Hinweis auf Ausgeglichenheit und Friede und lecker Midichlorianer und den ganzen Bull-Sith.
Da stimmt doch was nicht. Offensichtlich allesamt keine großen Leuchten, da können die noch so heilig vor sich hin glimmen.
Das hat doch alles mit Balance nichts zu tun. Wenn Yoda nur halb so Tao-mäßig drauf wäre, wie er tut, die kleine grüne Ratte, dann müsste er doch denken: "Lass die Sith mal machen, im Großen und Ganzen gleicht sich das alles wieder aus..."
Aber dann hätten wir nichts zu gucken.
Und ich nix zu schreiben.
Es gleicht sich also im Großen und Ganzen alles wieder aus.
Nur das mit den Twi'leks tut mir immer noch ein bisschen leid. Dann wünschte ich, jemand würde ihnen mal über die Tentakeln streicheln, so ganz ohne Sex und so, und sagen: "Jedes Mal, wenn Du Dich durch ein gasförmiges Medium bewegst und Deine Tentakeln knallen, dann stirbt irgendwo ein Midichlorianer."
Und dann könnte man sie lächeln sehen.
Donnerstag, 10. März 2011
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