<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267</id><updated>2011-12-29T12:49:30.735+01:00</updated><category term='Schreiben'/><category term='Werkzeug'/><category term='Internet'/><category term='Autoren'/><category term='Schreibwerkstatt'/><category term='Lesungen'/><title type='text'>Murat Kayi: was Sache ist...</title><subtitle type='html'>Weblog des Dortmunder Autors Murat Kayi über seine Arbeit im Besonderen und den Rest der Welt im Allgemeinen.</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><link rel='next' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default?start-index=101&amp;max-results=100'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>117</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-6743298152057305989</id><published>2011-08-28T13:58:00.000+02:00</published><updated>2011-08-28T13:58:44.148+02:00</updated><title type='text'>Liebe Mittdreißiger Weicheier!</title><content type='html'>Auch ich bekomme Zustände, wenn ich Kinder mit Fahrradhelm auf dem Klettergerüst sehe, aber bitte, bitte hört auf mir Listen mit Gründen zuzusenden, warum man ein harter Hund ist, wenn man vor 1978 geboren wurde. Die eine Hälfte von euch saß vor Atari, C64 und Heidi, die andere wurd im Schulbus verprügelt. Also tut nich so hart, nur weil ihr aufm Rücksitz nich angeschnallt wart. Gegen unsere Großväter waren wir alle nur Luschen, nehmt es hin, anstatt überversichert und untermotiviert in euren nine-to-five Jobs zu beteuern, dass Risiko euer zweiter Vorname ist. Danke.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-6743298152057305989?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/6743298152057305989/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=6743298152057305989' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/6743298152057305989'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/6743298152057305989'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2011/08/liebe-mittdreiiger-weicheier.html' title='Liebe Mittdreißiger Weicheier!'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-1892242444040835130</id><published>2011-07-19T12:20:00.000+02:00</published><updated>2011-07-19T12:20:17.809+02:00</updated><title type='text'>Mensch verschüttet</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/im-westen/Dortmunder-OB-Sierau-legt-sich-mit-Polizisten-an-id4882472.html"&gt;http://www.derwesten.de/nachrichten/im-westen/Dortmunder-OB-Sierau-legt-sich-mit-Polizisten-an-id4882472.html &lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich verweise hierauf, nicht etwa, weil ich finde, alle Bürger Dortmunds gehörten gleich behandelt und was dergleichen Mumpitz mehr ist. Als ob das etwa irgendjemand wirklich will... wozu pflegen wir denn die Spaltung in mehrere soziale Kasten? Auch finde ich, ein OB sollte sich nicht erklären müssen. Er sollte vielmehr Sänften, Rikschas und derlei Annehmlichkeiten gestellt bekommen, ganz im Sinne des von &lt;a href="http://www.facebook.com/profile.php?id=505105693"&gt;Jan Coenen&lt;/a&gt; angeregten Schuhverbots. Diese kleinkarierte Pfennigfuchserei bei unseren Beherrschern geht mir schon seit langem gegen den Strich. Es gibt einfach keine richtigen Untertanen mehr da draußen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nein, ich verweise hierauf, weil der OB sagt, da sei ihm "der Mensch durchgekommen".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und alles was recht ist, aber... ihhh.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich meine, es ist schon schlimm genug, dass ein OB gezwungen ist, sich mit dem Hinweis zu rechtfertigen, er habe ein Dienstgespräch geführt. Ich war eigentlich davon ausgegangen, dass er sich seinen Amtsgeschäften mit etwas mehr Konzentration widmet. Noch lieber wäre mir die Ausflucht gewesen, es habe sich um persönliches von hoher Dringlichkeit gehandelt, sagen wir die Anfrage nach einer Nierenspende oder ähnlich Heikles. Und wie ich schon sagte, überhaupt müssten Polizeibeamte doch wissen, dass niemand erwartet, dass alle gleich behandelt werden, und sich entsprechend verhalten, also sozusagen Präventivkuschen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber diese Formulierung. Da kam mir der Mensch durch. Als handele es sich um einen eingesperrten, halbbezwungenen Wesensmakel. Mir stellt sich die Frage, als was ist der Mann ansonsten unterwegs? Wenn ihm nicht der Mensch durchkommt? Was geschieht in diesen endlosen Ortsvereinssitzungen mit den Menschen?&amp;nbsp; Wo gehen sie hin? Warum kommen sie wieder? Und warum wählt ihr sie?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fragen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-1892242444040835130?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/1892242444040835130/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=1892242444040835130' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/1892242444040835130'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/1892242444040835130'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2011/07/mensch-verschuttet.html' title='Mensch verschüttet'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-9013625142877685295</id><published>2011-03-22T14:42:00.001+01:00</published><updated>2011-09-19T11:05:27.325+02:00</updated><title type='text'>Werkzeug für Autoren: introspektives Schreiben</title><content type='html'>Introspektives Schreiben ist eine Form des automatischen Schreibens.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beim automatischen Schreiben kommt es auf einen von jeglichem Kritisieren ungestörten Schreibfluss an. Gerade für Autoren, die sehr kontrolliert, stilsicher und formbewusst schreiben, ist es daher ein wenig wie Urlaub von der eigenen Pedanterie. Es kann den eigenen Stil auffrischen, neue und ungewöhnliche Gedanken hervorrufen und auch die Lösung einiger Schreibprobleme sein. Man kann Ideen finden, es als Brainstorming-Methode nutzen oder mit wirklich sehr tief verborgenen Teilen des eigenen Selbst in Kontakt treten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Automatisches Schreiben funktioniert so, dass man beginnt zu schreiben, am besten ohne Satzzeichen, und einfach auf gar nichts achtet. Außer auf die Tatsache, dass man weiterschreibt. Unsinn befreit und ist erwünscht. Einem kontrollierten Satzbau ist zu misstrauen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Introspektives Schreiben fügt noch ein zwei Randbedingungen hinzu, die meiner Meinung nach sehr förderlich für den Prozess sind:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich schreibe am Rechner - mit geschlossenen Augen. Hierfür muss man entweder einen Schreibmaschinenkurs kaufen, bzw. belegen oder aber seit Jahren geschrieben haben als hätte man nichts besseres zu tun gehabt. Bei mir trifft zweites zu. Wenn man die Fingerspitzen über die Tasten huschen lässt ohne hinzusehen, kann man am Rechner einen Schreibfluss erzeugen, der mit noch weniger Reibung vor sich geht als mit dem besten Füllfederhalter. Man kann auf diese Art sehr schnell schreiben, schneller als auf Papier, vor allem aber schneller als der eigene kopfinterne Kritiker - und darauf kommt es an.&lt;br /&gt;Unsere Fähigkeit, laufend zu hinterfragen, was wir zu tun im Begriff sind, ist ein großer Segen, denn ansonsten liefe ich im Sommer nackt durch die Öffentlichkeit, würde bei jedem Parkwutanfall fremde Windschutzscheiben demolieren und äße morgens, mittags und abends Schokoladeneis. Nackt, fett und gewalttätig landete ich also früher oder später in der Klapse.&lt;br /&gt;Beim kreativen Chaos allerdings ist der Kritiker nicht nur überflüssig - er schadet. Und er nervt hochgradig. Wer etwas erschafft, will vor allem spielen. Und spielen macht ohne Bewertung am meisten Freude. Der Kritiker kann später, wenn aus dem Chaos Form gewonnen werden muss, hinzu gezogen werden! Dann ist es noch früh genug.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis dahin also, Augen zu, den Kopf am besten nach hinten abstützen und leicht nach oben richten. Grad so gemütlich, dass man nicht direkt weg pennt. Die Arme ein wenig ausgestreckt und los geht es. Es hilft im Übrigen, wenn man sich vorstellt, das Gehör nach hinten auszurichten. Warum das so ist, weiß ich nicht, aber es hilft, aus den Regionen des Kopfes heraus zu kommen, in denen der Kritiker sich tummelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man sollte sich ein Zeitlimit setzen. Innerhalb dieser Begrenzung ist die Freiheit um so größer, denn erstens will man die kostbare Zeit nicht mit Denken verschwenden, und zweitens habe ich oft erlebt, dass vollkommene Spielfreiheit innerhalb eines begrenzenden Rahmens oft die schöpferischen Kräfte zu ungeahnten Höhen treibt. Vielleicht braucht man ein bisschen Restreibung, vielleicht mag der Geist die Herausforderung, das weiß man nicht.&lt;br /&gt;Außerdem hilft einem das Zeitlimit, sich nicht rettungslos in den eigenen Assoziationsketten verlieren. Unvorbereitet und mit ungünstiger Stimmungslage kann einen diese Übung nämlich ganz leicht aus dem Alltagsgeschehen werfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein wichtiges Zeichen dafür, dass man sich aus dem Fluss des automatischen Schreibens entfernt, sind Pausen. Pausen sind meist Denkpausen. Denken aber ist unerwünscht. Wenn der Lärm der Tasten abebbt, weiß ich, es läuft was schief und tippe etwas. Vorzugsweise Wörter, und zwar wirklich vollkommen schnurz welche. Aber wenn die Verzweiflung gar zu groß wird, tun es auch wilde Buchstabenkombinationen, aus denen - wenn man viel Glück hat - Wörter erwachsen können. In solch schönen Augenblicken läuft das introspektive Schreiben zur Hochform auf, denn man erreicht einen Zustand, in dem der Text sich selbst träumt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schließlich und endlich kommt das Aufräumen. Die Schreibsoftware hat mich mit ihrem Zeitlimit ans Aufhören erinnert und ich finde ins normale Autorendasein zurück. In diesem allerdings starre ich dann nicht selten auf einen Haufen Wörter, die man vielleicht unter Pseudonym beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb vorlesen kann, aber ganz bestimmt nicht als eigenen Text ausgeben will.&lt;br /&gt;Das macht aber nichts. Denn ich verfüge ja über ein ausgezeichnetes Werkzeug für diese Phase der Arbeit: den kopfinternen Kritiker. Hier darf er sich austoben, Passagen per "Entf" ins ewige Vergessen schicken, Absätze neu ordnen, das Ende an den Anfang stellen und was dergleichen Späße mehr sind. Nicht selten jedoch ist er, der sonst nie die Klappe hält, auffällig still. Weil er sich wundert, was da aus mir heraus gekommen ist. Und dann zucken wir mit den Schultern und bewahren die seltsamsten Gedanken in einem kleinen Kästchen auf, das wir immer dann öffnen, wenn wir in der Stimmung sind, jemanden zu bestürzen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-9013625142877685295?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/9013625142877685295/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=9013625142877685295' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/9013625142877685295'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/9013625142877685295'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2011/03/werkzeug-fur-autoren-introspektives.html' title='Werkzeug für Autoren: introspektives Schreiben'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-3926964291082082848</id><published>2011-03-17T12:41:00.000+01:00</published><updated>2011-03-17T12:41:00.849+01:00</updated><title type='text'>Gedichtspiel literarischer Spielplatz: Einschneidende Erfahrung</title><content type='html'>Hier mal ein Gedicht, das beim Gedichtspiel während des literarischen Spielplatzes entstand.  Beim Gedichtspiel gibt uns das Publikum Wörter und wir dichten. Wir  versprechen nichts, man muss nicht alle Wörter nutzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu verbauen gab es :&lt;br /&gt;Morgenröte&lt;br /&gt;Klabusterbärchen&lt;br /&gt;Reizdarm&lt;br /&gt;Morbus Crohn&lt;br /&gt;Kassettenrekorder&lt;br /&gt;Stichsäge&lt;br /&gt;Entsorgungsunternehmen&lt;br /&gt;Piratenschiff&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Es ist zur zarten Morgenröte,&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;da ich dich behutsam töte.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Behutsam, mit der Stichsäge,&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;detailverliebt, fast träge.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Klabusterbärchen, Reizdarm, Brust&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;zerteile ich mit großer Lust.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Ich brauche dich nicht mal zu&amp;nbsp; lähmen.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Das Entsorgungsunternehmen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;nimmt dich in kleinen Tüten mit.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Das ist genial - obwohl durch Schnitt&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beim Vorlesen macht die Schreibweise von "durch Schnitt" keinen großen Unterschied, aber ich habe "Durchschnitt", "Durch-Schnitt" und obiges zur Auswahl und mag es so am liebsten...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-3926964291082082848?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/3926964291082082848/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=3926964291082082848' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/3926964291082082848'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/3926964291082082848'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2011/03/gedichtspiel-literarischer-spielplatz.html' title='Gedichtspiel literarischer Spielplatz: Einschneidende Erfahrung'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-7663349189923201399</id><published>2011-03-16T12:25:00.000+01:00</published><updated>2011-03-16T12:25:00.147+01:00</updated><title type='text'>Tacheles Gedichtspiel: Torso</title><content type='html'>Noch ein Gedicht, das im "Guten Tacheles!"-Gedichtspiel entstand.  Beim Gedichtspiel gibt uns das Publikum Wörter und wir dichten. Wir  versprechen nichts, man muss nicht alle Wörter nutzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier waren zu verarbeiten&lt;br /&gt;Freitag&lt;br /&gt;Torso&lt;br /&gt;Morgengrauen&lt;br /&gt;Spinat&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich war direkt im Thema und da habe ich Spinat beim besten Willen nicht eingebaut bekommen.&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Wir lauschten sieben Tage, sieben bange Nächte&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Hoffend auf die eine Stund', die Erlösung brächte&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Am Freitag ging dein Atem tief, zitternd deine Händ'.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Dein Torso lag im Morgengrau'n friedlich hier am End'.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Mein Kind, ich lasse dich, ich lasse dich nun gehen.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Dein Lachen, deine Seel', ich seh, wie sie verwehen.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rückblickend muss ich sagen, ein wenig zu viel Silbengetrickse für meinen Geschmack, aber die Stimmung haut wohl hin...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-7663349189923201399?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/7663349189923201399/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=7663349189923201399' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/7663349189923201399'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/7663349189923201399'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2011/03/tacheles-gedichtspiel-torso.html' title='Tacheles Gedichtspiel: Torso'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-2100039066611561268</id><published>2011-03-15T08:41:00.002+01:00</published><updated>2011-03-15T08:41:57.189+01:00</updated><title type='text'>Wege in dir</title><content type='html'>Wenn Atmen den Geschmack von frischem Morgentau&lt;br /&gt;auf dem Laub der Weiden vom nahem Fluss mitbringt,&lt;br /&gt;Wenn die Nacht zurückweicht, der erste Vogel singt,&lt;br /&gt;Und das Tal im Nebel liegt da im ersten Blau,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann will ich nur weiter, will ich alles sehen,&lt;br /&gt;dann muss ich Schritt um Schritt diese Welt erkunden.&lt;br /&gt;Ich und die Reise, wir haben uns gefunden.&lt;br /&gt;Und unterwegs daheim, werde ich verstehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dein Morgentau, dein Duft nach Laub bewegt mich nun.&lt;br /&gt;Dein erstes Licht, die Ahnung von der Welt darin, &lt;br /&gt;es zieht mich hin zu dir und schafft uns den Beginn&lt;br /&gt;von langer Freundschaft und von allem, was wir tun.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Schritt zu dir wird uns die Wege weisen.&lt;br /&gt;Glaub mir, mein Freund, wir werden uns bereisen!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-2100039066611561268?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/2100039066611561268/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=2100039066611561268' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/2100039066611561268'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/2100039066611561268'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2011/03/wege-in-dir.html' title='Wege in dir'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-6937901749411659319</id><published>2011-03-14T12:25:00.000+01:00</published><updated>2011-03-14T12:25:27.435+01:00</updated><title type='text'>Tacheles Gedichtspiel: Nachtkrankenschwesterwechselschicht</title><content type='html'>Hier mal ein Gedicht, das im "Guten Tacheles!"-Gedichtspiel entstand. Beim Gedichtspiel gibt uns das Publikum Wörter und wir dichten. Wir versprechen nichts, man muss nicht alle Wörter nutzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei diesem Gedicht fiel das Wort "Nachtkrankenschwesterwechselschicht", und schon war's um mich geschehen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Ein Ruf der Klage hängt im dunklen Flur.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Ein tiefer Schmerz, der ohne Antwort bleibt.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Bis auf das Tickgeräusch der Zimmeruhr,&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Die deine Lebenszeit in Ruh' hinschreibt.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;So einsam wird es sein, wenn Tod dich sticht.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;So stumm - zur Nachtkrankenschwesterwechselschicht.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie ich mich grad erinnere, kann man sich das von dem Tag auch noch einmal anhören!&lt;br /&gt;&lt;a href="http://muratkayi.blogspot.com/2010/02/live-gedichtspiel-bei-guten-tacheles.html"&gt;Blogeintrag mit Audio Live-Mitschnitt - klick mich!&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-6937901749411659319?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/6937901749411659319/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=6937901749411659319' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/6937901749411659319'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/6937901749411659319'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2011/03/tacheles-gedichtspiel.html' title='Tacheles Gedichtspiel: Nachtkrankenschwesterwechselschicht'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-6410108971563911032</id><published>2011-03-14T02:18:00.002+01:00</published><updated>2011-03-14T02:52:42.896+01:00</updated><title type='text'>Lazarus</title><content type='html'>Regen auf den Gräbern, wo ich nach Geistern such'.&lt;br /&gt;Nachtlicht wirft nun Schatten auf mich und meinen Fluch.&lt;br /&gt;Geister brauchen Hüllen, und dieser Leib ist leer.&lt;br /&gt;Doch kein Geist&amp;nbsp; regt sich hier - sie fürchten mich zu sehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irrend ohne Ziele trägt mich kein Schritt hinfort.&lt;br /&gt;Ich laufe, doch ich bleib' an meinem dunklen Ort.&lt;br /&gt;Der dunkle Ort in mir, ein Grab ganz ohne Stein,&lt;br /&gt;worin gebettet ich zerfall' hier ganz allein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Hauch aus Schmerz und Staub, aus Zittern und aus Leid&lt;br /&gt;bin ich und bleibe es, verflucht für alle Zeit.&lt;br /&gt;Ein neuer Lazarus, der niemals aufersteht.&lt;br /&gt;Für alle Wunder ist es dieses Mal zu spät.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Still in meiner Tiefe, in die sich senkt kein Lot,&lt;br /&gt;Liege ich zerbrochen am Leben vor dem Tod.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-6410108971563911032?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/6410108971563911032/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=6410108971563911032' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/6410108971563911032'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/6410108971563911032'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2011/03/lazarus.html' title='Lazarus'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-3070612606954008449</id><published>2011-03-11T15:58:00.000+01:00</published><updated>2011-03-11T15:58:00.126+01:00</updated><title type='text'>Randlose Brote und andere mathematische Ungeheuer</title><content type='html'>Wenn das Töchterchen das morgendliche Brot geschnitten bekommt, dann bekomme ich nicht selten die Anweisung, eine Schnitte zu erstellen, die gefälligst keinen Rand haben soll.&lt;br /&gt;"Aber ohne Rand!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das geht mir gegen den Strich. Denn der Rand ist auch Brot, mithin essbar und überhaupt, ich habe ja auch für den Rand bezahlt. Da müsste ich ja eigentlich schon beim Bäcker sagen, dass ich es dieses Mal nicht geschnitten brauche, sondern bitte ohne Rand. Das möchte ich mal sehen, wie lange die brauchen, bis die auch nur begreifen, wo was weggeschnitten werden soll.&lt;br /&gt;Einmal ganz drum rum um den Laib. Und dann haben die ein halbes Pfund Rand in der Hand und dann sage ich, die Verpackung brauche ich nicht, wozu soll ich die zahlen? Aber das hülfe nichts, denn der Rand muss ja laut Töchterchen manchmal auch bei Broten entfernt werden, die weich sind, bis zur letzten Grenzkrume. Da soll ich Brote entranden, die derart pampig gebacken sind, dass auch noch ein AOK-gepflegtes Gebiss im letzten Lebensjahr das zerteilt bekäme. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was mich eigentlich aber noch viel stärker entsetzt - jedes einzelne Mal - ist eine viel heimlichere Art von Widerwillen. Es handelt sich um das Wissen, dass ich der Aufgabe nicht gerecht werden kann.&lt;br /&gt;Es gibt kein randloses Brot.&lt;br /&gt;Die Fläche einer Brotscheibe hat nun mal einen Rand, da kann ich schnippeln wie ich will. Ich müsste schon das mathematische Fachgebiet der Topologie bemühen, um eine randlose Fläche zu finden. Ich müsste eine Scheibe Roggenbrot in Kugelform biegen, um eine randlose Fläche zu erzeugen, denn Kugeloberflächen haben keinen Rand, vorher aber müsste ich eine geeignete Projektion auswählen, mit der man normalerweise eine Kugeloberfläche in einen flachen Kartennetzentwurf überträgt, wie bei unseren Weltkarten der eigentlich kugelförmigen Erde. Die Mercatorprojektion unserer Landkarten ist aber witzlos, winkeltreu bis zum Abwinken, aber nicht flächentreu. Alles am Äquator ist viel zu klein dargestellt, zu den Polen wird es viel zu groß, deswegen nehmen wir uns auf der Nordhalbkugel auch so angenehm wichtig. Wegen der Scheiß Mercator-Projektion.&lt;br /&gt;Die Frage ist also, wie soll ich die Fläche eines Roggenbrotes entsprechend strecken, bzw. in der Rückabwicklung zur Kugeloberfläche, entsprechend stauchen, dass die Mercatorprojektion als Leitfaden für die Erstellung einer Kugeloberfläche herhalten kann? &lt;br /&gt;Um sieben Uhr morgens?!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So etwas macht mich wahnsinnig. Das ist wie, als ich im Matheunterricht erfuhr, dass ein Punkt der kleinste Bestandteil einer Fläche ist, und somit selbst natürlich keine Fläche hat. Natürlich. Aber da das so ist, summieren sich alle Punkte dieser Welt niemals zu einer Fläche auf, kann ja gar nicht, woher kommen also die Flächen, bei ausdehnungslosen Punkten? Einen Punkt kann ich mir nicht vorstellen, das ist wie Nullvolumen. Wenn einer in meiner Gegenwart einen solchen Begriff erwähnt, ist gleich der ganze Tag im Arsch. Dann versuche ich mir die ganze Zeit vorzustellen, wie ein Nullvolumen aussieht und bekomme Kopfschmerzen. Davon, dass Flächen keine Ausdehnung in die dritte Dimension haben, will ich gar nicht erst anfangen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So oder so kann ich mich ja nicht zum Töchterchen umdrehen und entgeistert ausrufen: "Ach jaa, Du willst ein Brot ohne Rand? Da aber eine randlose Fläche in die dritte Dimension gebogen sein muss und ich ja wohl schlecht das Brot am künftigen Pol stauchen kann wie Sau, kannst Du mir vielleicht auch sagen, wie ich das hinkriegen soll?!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Deswegen habe ich einen Traum: Hohle Brote. In Kugelform. Ein solches mathematisch perfektes Ungeheuer könnte ich mit Leberwurst bestreichen und sie würde befehlen "Ohne Rand!". Ich aber hielte es dem Töchterchen hin und sagte: "Ja. Dieses Brot ist randlos."&lt;br /&gt;Man müsste mal mit einem Bäcker über diese Sache sprechen.&lt;br /&gt;Aber ich glaub, ich halt besser einfach den Rand.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-3070612606954008449?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/3070612606954008449/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=3070612606954008449' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/3070612606954008449'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/3070612606954008449'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2011/03/randlose-brote-und-andere-mathematische.html' title='Randlose Brote und andere mathematische Ungeheuer'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-1027542001543141912</id><published>2011-03-10T14:14:00.003+01:00</published><updated>2011-03-10T14:14:00.543+01:00</updated><title type='text'>Unnütze Gedanken beim Müßiggang: Star Whores, Tao und das Lächeln der Twi'leks</title><content type='html'>Wenn ein &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_Star_Wars_species_%28P%E2%80%93T%29#Twi.27lek"&gt;Twi'lek&lt;/a&gt; sich bei hoher Geschwindigkeit in einem gasförmigen Medium bewegt, oder sich ein gasförmiges Medium mit hoher Geschwindigkeit um einen Twi'lek herum bewegt, müsste es eigentlich bedingt durch Verwirbelungen der Zipfel an beiden Tentakeln zu Peitschenknall-Geräuschen kommen, bedingt durch die kurzzeitig auftretenden Überschallbewegungen. Der Zipfel. In den Tentakeln.&lt;br /&gt;Eines Twi'leks.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das macht das gesamte erste Level von Jedi Academy mit dieser Charakterklasse vollkommen UNREALISTISCH, aber "echt ey!" (Barbara Wilkes/Lukas Kobuszewski). Niemals könnte man sich als Twi'lek auf einem dahinrasenden Zug an einen Entführer heranschleichen, denn das ewige Geknalle machte ja alles zunichte. Das Leben als Twi'lek ist bestimmt nicht einfach, Jedi-Kräfte hin oder her. Entweder sie werden als leichtbekleidete Tänzerinnen und Sklavinnen vertickt oder es knallt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was ich auch nicht verstehe: Darth Vader kippt den Imperator in den Ausguss und gibt danach den Löffel ab. Hinfort grinsen alle Leuchtjedis topfdoof in die Kamera, aber was bitte schön hat das mit Gleichgewicht zu tun? Wenn überhaupt, dann müsste der Imperator bereits zu Darth Maul Sätze sagen wie: "Du wirst einst das Gleichgewicht herstellen, aber natürlich erst wenn DU JEDEN EINZELNEN DIESER MOTHERFUCKER PLATTMACHST, BIS AUF ZWEI!!"&lt;br /&gt;Bis dahin nämlich sind die Sith total in der Unterzahl. Und soll mir keiner erzählen, das gleichen die durch Bösartigkeit aus, so böse kann selbst Darth Vader nicht sein. Die Sith sind doch eine Minderheit, eine urbane&amp;nbsp; Randgruppe, fehlt bloß noch, dass Darth Maul anfängt zu rappen - ich verstehe übrigens nicht, wie man sich als Rapper Bushido nennen kann, ich meine, die Verarsche mit Mushido liegt doch auf der Hand, oder wie?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jedenfalls - Gleichgewicht. Das ist mitnichten am Ende von Return of the Jedi wieder hergestellt, ganz im Gegenteil! Das Gegenteil fehlt. Aus der Sicht des Gleichgewichts ist Return of the Jedi ein Gruselfilm, mit leuchtenden Zeugen Jehovas in grobem Linnen.&lt;br /&gt;Was das für eine Scheiße ist, will mir übrigens auch nicht in die Birne. Ich meine nicht die Leuchterei. Wenn ich mich als Erzähler schon darauf versteife, dass die Toten erscheinen, dann sollen sie verdammt noch mal auch leuchten, ich mein, wo sind wir denn? Aber warum ist es die größte Leistung eines Jedi, den eigenen körperlichen Tod durch völliges Dematerialisieren abzuwenden? Das wird doch auch als das Meister-Kunststück angepriesen, das Anakin erlernen will, weil irgendein Sith das mal irgendwann hingekriegt hat... Warum fragt man ihn dann nicht? Irgendwo muss er ja rumgurken, der Armleuchter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber darum geht's mir gar nicht. Worum es mir geht: Sith und Jedi haben ja offenbar beide so ihre Probleme mit dem Ableben. Das ist mir schon immer sauer aufgestoßen. Das ist doch kein Hinweis auf Ausgeglichenheit und Friede und lecker Midichlorianer und den ganzen Bull-Sith.&lt;br /&gt;Da stimmt doch was nicht. Offensichtlich allesamt keine großen Leuchten, da können die noch so heilig vor sich hin glimmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das hat doch alles mit Balance nichts zu tun. Wenn Yoda nur halb so Tao-mäßig drauf wäre, wie er tut, die kleine grüne Ratte, dann müsste er doch denken: "Lass die Sith mal machen, im Großen und Ganzen gleicht sich das alles wieder aus..."&lt;br /&gt;Aber dann hätten wir nichts zu gucken.&lt;br /&gt;Und ich nix zu schreiben.&lt;br /&gt;Es gleicht sich also im Großen und Ganzen alles wieder aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nur das mit den Twi'leks tut mir immer noch ein bisschen leid. Dann wünschte ich, jemand würde ihnen mal über die Tentakeln streicheln, so ganz ohne Sex und so, und sagen: "Jedes Mal, wenn Du Dich durch ein gasförmiges Medium bewegst und Deine Tentakeln knallen, dann stirbt irgendwo ein Midichlorianer."&lt;br /&gt;Und dann könnte man sie lächeln sehen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-1027542001543141912?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/1027542001543141912/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=1027542001543141912' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/1027542001543141912'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/1027542001543141912'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2011/03/unnutze-gedanken-beim-muiggang-star.html' title='Unnütze Gedanken beim Müßiggang: Star Whores, Tao und das Lächeln der Twi&apos;leks'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-58227023041670942</id><published>2011-03-09T14:14:00.000+01:00</published><updated>2011-03-09T14:14:26.972+01:00</updated><title type='text'>Unnütze Gedanken beim Müßiggang: Bäume und Aliens</title><content type='html'>Wenn Bäume ein halbes Jahr lang ohne Laub auskommen, warum machen sie sich überhaupt die Mühe, welches wachsen zu lassen? Die Vermutung liegt doch nahe, dass Bäume auch ein ganzes Jahr ohne Atmung zurecht kommen.&lt;br /&gt;Mein Verdacht: Die Paarung kostet zu viel Energie. Kaum wird es warm genug, sprießen die Blüten, die Pollen, Samen, Kerne, Früchte, Harz und Wurz.&lt;br /&gt;Also sind Bäume im Normalzustand eigentlich kahl. Die Rinde als Ur-Laub, sozusagen. Rinde statt Kinder. Ein kahler Baum genügt sich selbst und muss noch nicht einmal Luft holen. Der ganze Aufwand wegen Sex.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was mich außerdem umtreibt. Ich kenne diese ganzen Evolutionsstammbäume von Primaten, Säugetieren und Vögeln in- und auswendig. Die ganzen abgelutschten Verzweigungen von Fisch, Amphibium, Reptil, Dinosaurier und Mini-Nager, die meist gleich hunderte von Millionen von Jahren überspannen.&lt;br /&gt;Gibt es so etwas auch für Pflanzen? Weiß man, wer die Vorfahren der Birke waren? Gibt es eine Doku auf National Geographic "Als Bäume die Welt beherrschten!" über die Baumriesen des Karbonzeitalters? Wer war der Stammvater der Stämme?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich glaube, wir wissen zu wenig über Bäume. Was, wenn sie doch kommunizieren und bewusst sind? Da kratzen wir doch grad erst an der Oberfläche. Erste Forschungs-Ergebnisse deuten jedenfalls an, dass...&lt;br /&gt;Aber wenn ich meine ganze Oberfläche außen trage und mehr von mir in der Erde steckt als oberhalb, dabei ein halbes Jahrtausend alt werde und fast nicht zu atmen brauche... nehme ich dann einen einzelnen Menschen überhaupt wahr? Oder eine Ansiedlung? Vielleicht sind Menschen und Bäume wie Zwei, die in der selben Wohnung leben, aber einander überhaupt nicht richtig wahrnehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer garantiert uns, dass, wenn einst Außerirdische landen, sie nicht zuerst mit den Bäumen Kontakt aufnehmen wollen? Was, wenn sie das schafften?&lt;br /&gt;Was, wenn das schon passiert ist?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-58227023041670942?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/58227023041670942/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=58227023041670942' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/58227023041670942'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/58227023041670942'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2011/03/unnutze-gedanken-beim-muiggang-baume.html' title='Unnütze Gedanken beim Müßiggang: Bäume und Aliens'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-144387855475816469</id><published>2011-03-07T13:33:00.000+01:00</published><updated>2011-03-07T13:33:46.496+01:00</updated><title type='text'>Werkzeug für Autoren: 10-Punkte-Text-ÜV und Papyrus Autor</title><content type='html'>"Streich doch mal den ersten Absatz!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist ein Hinweis, den jeder Autor unheimlich gerne als Rat entgegen nimmt, speziell von jemandem, der den fraglichen Text nicht einmal gelesen hat.&lt;br /&gt;Warum gebe ich eine solche Ungeheuerlichkeit von mir? Weil ich bemerkt habe, dass es oft das Richtige ist. Selten ist man bereits mit dem ersten Wort als Autor voll da. Man schreibt sich eben erst einmal in Rage oder muss schlicht warm werden.&lt;br /&gt;Wenn ich Gitarre spiele, leg ich auch nicht direkt mit dem schwierigsten Stück im Repertoire los, sondern lockere alle Muskeln durch ein bisschen Warmspielen.&lt;br /&gt;Den Absatz testweise zu streichen, ist natürlich nicht einfach, aber das Leben ist kein Ponyhof.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Weisheit ist, wie eigentlich das meiste andere, was ich so von mir gebe, nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern stammt von &lt;a href="http://www.andreaseschbach.de/"&gt;Andreas Eschbach&lt;/a&gt;, der diesen und andere Überarbeitungstips in seinem &lt;a href="http://www.andreaseschbach.de/schreiben/page96/page96.html"&gt;10-Punkte-Text-ÜV&lt;/a&gt; zusammen gefasst hat. Mit dieser Sammlung von Überarbeitungsvorschlägen kann man jeglichen eigenen (oder fremden) Text durchgehen und auf mögliche Schwachstellen prüfen.&lt;br /&gt;"Schwach" ist hierbei allerdings definiert als "schwer zugänglich", bzw. "Schwer zu lesen". Wenn es das Ziel des Autors ist, den Leser zu verwirren, einen schon als Typographie verstörenden Text zu tippen oder schlicht als besonders hochtrabend intellektuell aufzutreten, sind diese Tips nicht zielführend. Sie machen den Text nämlich tatsächlich leicht zugänglich und lassen mitunter den Autor als Wortschmied etwas in den Hintergrund treten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Text-TÜV rät zu solchen Dingen wie Adjektive streichen (ja, alle!), Blähwörter kennzeichnen, Dialogauszeichner unterstreichen, lange Sätze markieren usw.&lt;br /&gt;Wenn man das alles getan hat, sind drei Dinge passiert:&lt;br /&gt;1. Der Text lebt noch. Man hat zwar Streichvorschläge, aber es ist noch nichts passiert. Also, Ruhe bewahren!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2. Man hat sich intensiver mit den Innereien seines Textes beschäftigt, als es bei den allermeisten Autoren ohne einen solchen Fahrplan der Fall ist. Die meisten lesen einen Text leise zur Kontrolle und stellen hier und da etwas um. Der Text-TÜV will eine ganz andere Form von Gründlichkeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;3. Alle möglichen Dinge springen einem ins Auge. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ab hier ist es wichtig, sich in Erinnerung zu rufen, dass es sich um Überarbeitungsvorschläge handelt. Man kann auch alles so lassen, wie es war. Wenn man weiß, dass eine Passage nun mal sperrig gehört, wenn man will, dass ein Erzähler sich wiederholt, dann ist das eben so. Oft jedoch wollte man eigentlich nur eine Geschichte erzählen. In dem Fall beginnt an dieser Stelle die eigentliche Arbeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Text-TÜV (den Namen fänd ich eigentlich um Längen besser, aber egal) ist ein schönes Stück Autorenerfahrung. Er funktioniert mit Stift und Zettel und benötigt im Wesentlichen Hingabe, Fleiß und den Willen, den eigenen Text besser zu machen.&lt;br /&gt;Wenn man auf Technik steht, kann man für schlappe 169,00 Euro auch die &lt;a href="http://www.papyrus.de/Autor.htm"&gt;Software "Papyrus Autor"&lt;/a&gt; kaufen. Ich will mich gar nicht allzu lange über dieses Programm auslassen. Es hat einige unglaubliche Vorteile, hat mich andererseits aber nicht genug umgehauen, dass ich das Geld bisher direkt auf den Tisch gelegt hätte. Falls ich jedoch mal eine professionelle Software speziell für Autoren kaufen sollte, wird es "Papyrus Autor" werden. Und dann lege ich auch noch einmal einen ausführlicheren Bericht nach.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schöne Funktionen sind unter anderem:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Ablenkungsfreies Schreiben, ähnlich zu &lt;a href="http://muratkayi.blogspot.com/2009/11/werkzeug-fur-autoren-writemonkey.html"&gt;WriteMonkey&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;- automatisches Umwandeln des Textes in eine Standardseite&lt;br /&gt;- integrierte Vollversion des Duden Korrektor(!)&lt;br /&gt;- Zielvorgaben, Abgabetermine, ausufernde Textstatistiken&lt;br /&gt;- Notizenbereich&lt;br /&gt;- Kapitelübersicht&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für den Text-TÜV-Liebhaber am interessantesten ist jedoch, dass Papyrus Autor unter Mithilfe von Andreas Eschbach eine Stilanalyse nach obigem Prinzip eingebaut hat, die auf Knopfdruck die ganze Markierungsarbeit erledigt und den unbedarften Autor in tiefe Verzweiflung stürzt. Denn man muss es sich gerade dann noch einmal ins Gedächtnis rufen, dass es sich lediglich um Vorschläge handelt, wenn eine Maschine den eigenen Text in Frage stellt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Erfahrungen mit einer Testversion von "Papyrus Autor", die Texte bis zu einer gewissen Länge analysierte, waren jedenfalls erstaunlich. Von rein äußerlichen Stolperfallen geriet ich schnell in eine tiefere Beschäftigung mit der Erzählung hinter dem Text. Und darum geht es am Ende: Um die Geschichte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Probiert es einfach mal aus. Dieser Text wurde nicht voll durchanalysiert, aber ich habe den ursprünglich ersten Absatz gestrichen. Diesen Tip habe ich derart verinnerlicht, dass ich es fast automatisch mache. Ein bisschen wie "Papyrus Autor"...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-144387855475816469?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/144387855475816469/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=144387855475816469' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/144387855475816469'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/144387855475816469'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2011/03/werkzeug-fur-autoren-10-punkte-text-uv.html' title='Werkzeug für Autoren: 10-Punkte-Text-ÜV und Papyrus Autor'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-4887249734521900449</id><published>2011-02-16T20:11:00.002+01:00</published><updated>2011-02-16T20:11:00.363+01:00</updated><title type='text'>Geschenke eines Fiebers</title><content type='html'>Es ist Nacht, tiefe Nacht. Ich glühe. Ich bin irgendwo über 39°. Ich bin heiß, von Kopf bis Fuß. Es fühlt sich passend an. Vor ein paar Stunden fing ich an zu zittern und bekam kalte Füße - bei gemessenen 37,5° ein deutliches Zeichen, dass das Fieber noch in ungeahnte Höhen steigen würde. Ich habe beschlossen, nicht dagegen anzugehen. Ich bin krank, der Körper will Extraschicht. Bitte schön. Wollen doch mal sehen, wer hier das Sagen hat. Die Viren oder ich. Jetzt hat mein Körper sich eingeglüht. Ich bin gleichzeitig vollkommen erschöpft und hibbelig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gräusch im Kopf. Gräusch. Das ist schon kein Geräusch mehr, das ist ein Gräusch. vollkommen undeutbar - ich komme da gar nicht mehr mit. &lt;br /&gt;Und das Herz klopft. &lt;br /&gt;Luft bekomme ich auch keine. Das nehme ich mehr so nebenbei zur Kenntnis. Es klingt behämmert, aber man kann sich daran gewöhnen, ständig zu wenig Luft zu bekommen. Als Asthmatiker lernt man, darüber nicht in Panik zu verfallen. Oder sagen wir, zumindest nicht sofort in Panik zu verfallen.&lt;br /&gt;Ich habe eine Hand auf der Stirn, eine auf dem Herzen. Ich versuche, zur Ruhe zu kommen. Das Fieber wird mich eh noch durchrütteln, heute Nacht. Da sollte ich ein wenig nach innen gehen. Und innen treffe ich...&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; "Es liegt"&lt;br /&gt;Da hat sie recht, ich liege flach. Aber so was von. Andererseits liege ich gedanklich überhaupt nicht flach, also danke für den Hinweis. &lt;br /&gt;In meinem Kopf ist Lärm, wie auf dem Potsdamer Platz in den zwanziger Jahren, es ist auch alles so ruckelig, wie in den zwanziger Jahren. Früher sind die Leute ja alle so ruckelig gegangen und alles war immer schwarz-weiß...&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; "Sollst Du schweigen?"&lt;br /&gt;Ja, das soll ich. Ich soll die Klappe halten, nur wie? Schon merke ich, wie ich den Vorschlag fiebrig auseinandernehme, ihn kommentiere, weiter erzähle...&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; "Sollst Du lauschen?"&lt;br /&gt;Ja, das soll ich. Worauf lauschen? Mein Herz hämmert. Grippostad ist voller Koffein und Allergospasmin kann zu Herzklopfen führen, aber das da… das ist nicht normal. So schlägt kein Herz. So traktiert Einer die Wand seiner Gummizelle. Mein Herz kreist umher wie ein viel zu wildes Tier im rostigen Käfig eines schäbigen Vorortzoos. Das soll ich mir anhören?&lt;br /&gt;Offensichtlich.&lt;br /&gt;Ich höre. &lt;br /&gt;Das ist nicht angenehm. In diesem Herzen steckt was fest, etwas, das heraus muss. Ich habe gesehen, wie Dinge, die in Herzen feststecken, Menschen beinahe getötet haben. Das geht schnell. Also, was steckt da drin? &lt;br /&gt;Ich will's eigentlich lieber doch nicht wissen. Außerdem kann ich mich nicht konzentrieren. In meinem Kopf rennen mindestens drei Gedankengänge nebeneinander her, stummfilm-ruckelig, sinnlos. Männer in Zylindern sagen Auf Wiedersehen! Wo kommen die her?&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; "Verabschiede Dich von den Statisten und schlaf!"&lt;br /&gt;Oh, ich schlafe ein! Dort will sie mir etwas zeigen. Ich befinde mich also an der Schwelle zur hypnagogen Phase, in der mein Hirn mich hypnotisieren wird. Ich habe aber zu viel Übung im Klarträumen, als dass ich an dieser Stelle einfach so den Bewusstheitslöffel abgeben könnte. &lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; "Vergiss es! - diesen Traum nicht mit klarem Kopf"&lt;br /&gt;Na gut. Dann eben nicht. Ich bin wieder wach. Ich habe die Hände noch auf der Stirn und auf dem Herz, ich bekomme nach wie vor keine Luft und mein Herz sucht nach der Lücke zwischen seinen Bewachern. So geht das eine Weile bis mich mein Unterbewusstsein irgendwann von hinten erwischt, und ich endlich einschlafe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich stehe auf einer Klippe. Sie nimmt Anlauf und stößt mich mit beiden flachen Händen vor den Brustkasten. Ich falle nach hinten die Klippe hinab. Ich falle und schaue mir von oben beim Fallen zu und mein Brustkasten öffnet sich und mein Herz öffnet sich und Papier flattert heraus, beschriebenes Papier! "Am Ende zählt die Geschichte", höre ich mich sagen und fahre auf, ich erwache wie aus einem Alptraum.&lt;br /&gt;Ich schnappe nach Luft. Mit dieser Bewegung bekomme ich einen Hörsturz - glaube ich. Jedenfalls höre ich plötzlich nichts mehr. Bis mir aufgeht, dass lediglich die Geräusche in meinem Kopf weg sind. Restlos verschwunden.&lt;br /&gt;Außerdem hat mein Herz allem Anschein nach aufgehört zu schlagen. Es dauert einen Moment, bis ich es überhaupt wieder wahrnehme. Friedlich pulsiert es vor sich hin.&lt;br /&gt;Und ich kann atmen. Also hatte die Kurzatmigkeit nichts mit meinem Asthma zu tun. Aber wenn das vorhin keine Asthma-Atemnot war, was zum Henker… dunkel erinnere ich mich, dass es einen Namen für einen solchen Zustand gab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber zuvor muss ich diesen Traum ergründen. Dass mein geöffnetes Herz einen Text ausspuckt, führt mir noch einmal vor Augen, dass ich wohl in diesem Leben als Musiker nicht mehr so gut werden kann wie als Autor. Ich nehme diese Erkenntnis im Vorübergehen mit, denn eigentlich geht es um etwas anderes. "Am Ende zählt die Geschichte" und dieses Bild: das hieß irgend etwas Ungeheuerliches, etwas Obszönes, etwas Gruseliges.&lt;br /&gt;Und mit einem Mal wird es mir klar. Wenn ich sehe, wie meine Brust sich öffnet und mein Herz aufgeht, dann will ich keinen Text sehen! Wo sind die Gesichter der Menschen, die ich liebe? &lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; "Ja, wo?"&lt;br /&gt;Die Familie ist mir am Wichtigsten. Aber Kinder haben ja diese lästige Gewohnheit. Sie wollen sich täglich satt essen. Also ist das, was Essen auf den Tisch bringt am Wichtigsten. Also muss man Opfer bringen. Also ist die Arbeit am Wichtigsten. So gekonnt kann nur ich mich selbst austricksen! Und ich weiß wieder, wie man diesen Lärm vorhin nennt. Ich hatte Panik, blanke Panik. Kein Wunder. Irgendein Teil von mir hatte allem Anschein nach eben noch nicht den Verstand verloren und hatte den Alarmknopf gedrückt gehalten. Und ich musste nur hinhören. Ich sehe wieder klar. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich mich jetzt allerdings aus Panikattacken einfach herauslauschen kann, sollte ich mal meiner Therapeutin Bescheid sagen, dass ich sie nicht mehr brauche. Die macht auch drei Kreuze, wenn ich weg bin...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-4887249734521900449?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/4887249734521900449/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=4887249734521900449' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/4887249734521900449'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/4887249734521900449'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2011/02/geschenke-eines-fiebers.html' title='Geschenke eines Fiebers'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-7541414660210765314</id><published>2011-02-15T15:26:00.000+01:00</published><updated>2011-02-15T15:26:00.482+01:00</updated><title type='text'>Ponyhof</title><content type='html'>Einen Moment! So fühlt sich dein Helfen an?&lt;br /&gt;Tu doch lieber nichts, dann hast Du mehr getan!&lt;br /&gt;Ach so, und das soll Freundschaft sein?&lt;br /&gt;Lieber bliebe ich dann doch allein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dieses Trudeln, dieses Schwanken&lt;br /&gt;Dieses jammervolle Zweifeln&lt;br /&gt;Dieses rechtzeitig Erkranken&lt;br /&gt;und stete Sorge mir Einträufeln -&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ist das Unter Arme Greifen?&lt;br /&gt;Oder doch ein Silberstreifen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht lebst Du ja demnächst ab?&lt;br /&gt;Ich leg dann Blumen auf Dein Grab&lt;br /&gt;und bedau're Dich und Deine Leiden.&lt;br /&gt;Ich werde keine Mühe meiden,&lt;br /&gt;dich über den grünen Klee zu loben&lt;br /&gt;Liegst ja drunter, und ich oben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dein Leben ist ein Trümmerfeld. Ich werde Dich vermissen.&lt;br /&gt;Ich kehr zurück in meines - ein Ponyhof, wie alle wissen...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-7541414660210765314?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/7541414660210765314/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=7541414660210765314' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/7541414660210765314'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/7541414660210765314'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2011/02/ponyhof.html' title='Ponyhof'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-5328427784082638905</id><published>2011-02-09T17:12:00.000+01:00</published><updated>2011-02-09T17:12:37.680+01:00</updated><title type='text'>Murat Kayi im Reviergespräch</title><content type='html'>Am morgigen Donnerstag um 12.00 und um 23.00 Uhr wird ein Gespräch zwischen mir und Friedhelm Görgens auf Center.tv ausgestrahlt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Infos und Stream auch hier: http://www.centertv-ruhr.de/&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-5328427784082638905?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/5328427784082638905/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=5328427784082638905' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/5328427784082638905'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/5328427784082638905'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2011/02/murat-kayi-im-reviergesprach.html' title='Murat Kayi im Reviergespräch'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-2473914878863918603</id><published>2011-02-05T12:00:00.002+01:00</published><updated>2011-02-05T12:00:07.453+01:00</updated><title type='text'>Eiland</title><content type='html'>Ich bin hier gestrandet. Gestrandet an irgendeiner Isolation. Und ich stehe mit Bart und verwitterter Kleidung am Meer und kneife die Augen zusammen. Ich starre auf den Horizont, ich habe kein Holz, kein Feuer, keine Leuchtraketen, gar nichts um auf mich aufmerksam zu machen. Niemand befährt diese Route, niemand wird mich bemerken - ich und meine Insel, wir treiben langsam ab, und ich mag es. Ich schaue auf den Horizont, hoffend, dass kein Schiff auftaucht, kein Rettungstrupp. Ich habe etwas gefunden, weit draußen in meinem Meer, längst Vergessenes, Verschollenes, auf einem Eiland ohne Worte. Das Salz der Zeit gerbt meinen Körper und ich lasse nach. Langsam, ganz langsam kann ich mich hinsetzen, die Zehen im Sand, und fange an es zu glauben. Ich beginne es zu glauben, und merke, wie aus der Hoffnung Gewissheit wird - es gibt keine Rettung für mich und meine Insel. Wir sind unterwegs.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-2473914878863918603?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/2473914878863918603/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=2473914878863918603' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/2473914878863918603'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/2473914878863918603'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2011/02/eiland.html' title='Eiland'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-1786831051162368937</id><published>2011-02-04T14:55:00.002+01:00</published><updated>2011-02-04T14:55:17.178+01:00</updated><title type='text'>Labyrinth</title><content type='html'>Ach Geliebte, komm! Komm in meine Arme! &lt;br /&gt;Ich war zu lange fort, ich war zu weit da draußen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich trieb in tausend Träumen haltlos vor mich hin&lt;br /&gt;Ich trank in hundert Räumen lautlos ohne Sinn&lt;br /&gt;Ich nahm und nahm und hatte nichts zu geben&lt;br /&gt;Ich war ein Dummkopf und ich wollte leben&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich und ich und ich ging in mir vor&lt;br /&gt;Und Du bliebst immer an mir dran&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Du nahmst viel zu oft den falschen Weg&lt;br /&gt;nach ganz weit Innen, wo ich keinen Steg&lt;br /&gt;und keine Straße fand, mich zu Dir zu führen&lt;br /&gt;Ich blieb und musste Dich verlieren&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;All das ist nun vorbei, bis zum nächsten Mal&lt;br /&gt;Wo wieder einer von uns beiden sich verirrt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch weiß ich, dass in keinem Irrgarten&lt;br /&gt;dieser Welt einer von uns beiden&lt;br /&gt;muss zu lang auf den andern warten&lt;br /&gt;muss zu lang alleine leiden&lt;br /&gt;Am roten Faden gleitet einer von uns zweien&lt;br /&gt;zum andern, geführt von Vergebung, vom Verzeihen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-1786831051162368937?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/1786831051162368937/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=1786831051162368937' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/1786831051162368937'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/1786831051162368937'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2011/02/labyrinth.html' title='Labyrinth'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-514134660918922361</id><published>2011-02-04T14:23:00.000+01:00</published><updated>2011-02-04T14:23:27.196+01:00</updated><title type='text'>Marschroute Februar</title><content type='html'>mich mehr bewegen mehr mitgehen weniger initiieren mehr schwimmen mich mehr erden mehr nach draußen mehr atmen mehr Taiji weniger wollen. &lt;br /&gt;weniger machen, mehr tun. &lt;br /&gt;in die Leere zurück &lt;br /&gt;aufhören zu wollen&lt;br /&gt;folgen nicht führen &lt;br /&gt;aufhören, aufgeben, nachgeben, einsinken, Demut zeigen, nachgeben, aufhorchen, lauschen, bejahen, bewegen, den Füßen vertrauen, lächeln, befolgen, abwarten, inne halten&lt;br /&gt;Weniger denken, mehr fühlen&lt;br /&gt;weniger komponieren, mehr improvisieren&lt;br /&gt;weniger suchen, mehr finden&lt;br /&gt;Eins werden&lt;br /&gt;Und dann schreibe ich mir ein Lied. Und dann sage ich danke. So wird's gemacht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-514134660918922361?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/514134660918922361/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=514134660918922361' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/514134660918922361'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/514134660918922361'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2011/02/marschroute-februar.html' title='Marschroute Februar'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-2360339870856917597</id><published>2011-01-21T19:36:00.000+01:00</published><updated>2011-01-21T19:36:45.123+01:00</updated><title type='text'>Storyspiel - aus den Würfeln gesogen...</title><content type='html'>Ihr Geschichtenerzähler!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lasst uns spielen! Das Spiel geht ganz einfach. Ich habe mir &lt;a href="http://www.storycubes.com/" target="_blank"&gt;Storycubes &lt;/a&gt;gekauft, welche allerlei Symbole fürs freie Assoziieren und gebundene Brillieren enthalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://www.muratkayi.de/cpg/albums/userpics/10001/DSC00062.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="298" src="http://www.muratkayi.de/cpg/albums/userpics/10001/DSC00062.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;An manchen Freitagen würfle ich und stelle ein solches Bild online.&lt;br /&gt;Dann fangt ihr an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt nur folgende Regeln:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;- Erzähle eine Geschichte!&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;- Verwende die Bilder der Würfel!&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abgesehen   davon sind wir frei. Wir können dichten oder Prosa schreiben,  lang  oder  kurz, laut oder leise. Ihr dürft es meinetwegen auch mit  Bildern   versuchen, denn "Geschichtenerzähler" ist ein dehnbarer  Begriff. Ein   Comic, beispielsweise, käme einer Heldentat gleich! Wenn  ihr mögt,  könnt  ihr die Nummerierung benutzen, um in eueren Geschichten  zu  zeigen,  welchen Würfel ihr gerade verwertet (die Nummer in Klammern   einfügen).&lt;br /&gt;Meist merkt man das zwar auch ohne Hinweis, doch wer zu solchen  Heldentaten wir &lt;a href="http://www.derkatze.de/" target="_blank"&gt;Tobi Katze&lt;/a&gt; fähig ist, fügt die Nummer am besten doch mit ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zitat Tobi:&lt;br /&gt;&lt;img align="left" alt="" src="http://www.muratkayi.de/jm/images/stories/magnet.jpg" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;b&gt;"Er zog sich an!"&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Geschichtenanfang schlage ich, neben dem Klassiker "es war einmal..." vor:&lt;br /&gt;- "Eines Tages, auf dem Amt für Gerechtigkeiten..." (ein Anfang, den wir Katja Freese verdanken!)&lt;br /&gt;- "Was Klaus nicht wusste, war..."&lt;br /&gt;- "Am letzten Tag meines Lebens..."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Postet eure Beiträge als Kommentare hier im Weblog, denn hier findet das Spiel statt! Wir freuen uns auf euere Geschichten.&lt;br /&gt;&lt;b&gt;P.S.:  Wegen Spamschutz muss ich alle Kommentare noch einmal sehen und   aktivieren. Lasst euch also nicht ins Bockshorn jagen, das Posting   klappt schon!&lt;/b&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-2360339870856917597?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/2360339870856917597/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=2360339870856917597' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/2360339870856917597'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/2360339870856917597'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2011/01/storyspiel-aus-den-wurfeln-gesogen.html' title='Storyspiel - aus den Würfeln gesogen...'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-8939820107642410542</id><published>2011-01-19T16:21:00.000+01:00</published><updated>2011-01-19T16:21:17.937+01:00</updated><title type='text'>Werkzeug für Autoren - Evernote Mobile</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: left;"&gt;&lt;a href="http://www.muratkayi.de/jm/index.php?option=com_content&amp;amp;view=category&amp;amp;layout=blog&amp;amp;id=47&amp;amp;Itemid=69"&gt;Zu den anderen Artikeln der Reihe "Werkzeug für Autoren"&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: left;"&gt;&lt;a href="http://www.muratkayi.de/jm/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=78:werkzeug-fuer-autoren-evernote&amp;amp;catid=47&amp;amp;Itemid=69"&gt;Zum Evernote Hauptartikel&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: left;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://muratkayi.de/cpg/albums/userpics/10001/evernote_tagautocomplete.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;a href="http://muratkayi.de/cpg/albums/userpics/10001/evernote_TagView.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Mit den Notizen ist es ja so eine Sache… &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Regal meines Büros stehen fein säuberlich aufgereiht die Gedanken der Jahre nebeneinander in kleinen handschriftlichen Bänden. Seit &lt;a href="http://www.muratkayi.de/jm/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=138:werkzeug-fuer-autoren-livescribe-und-der-stift-der-zukunft&amp;amp;catid=47&amp;amp;Itemid=69"&gt;Livescribe &lt;/a&gt;kann diese Handschrift zwar wesentlich mehr, als einfach nur gelesen zu werden, aber eines haben diese Bände gemeinsam: Sind die Bücher voll, bleiben sie im Regal.&lt;br /&gt;Das heißt auch, dass ich auf diese Notizen nur bedingt Zugriff habe. Die Bedingung ist eben, dass ich da bin, wo die Notizen sind. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist mit &lt;a href="http://www.evernote.com/"&gt;Evernote &lt;/a&gt;anders. Ich will jetzt gar nicht den ganzen Dienst beschreiben, nicht zuletzt deswegen, weil ich das schon an anderer Stelle getan habe. Wer jenen anderen Artikel nicht lesen will und das wichtigste in Kürze braucht: Evernote legt alle Arten von Notizen online ab und stellt sie dem Nutzer überall zur Verfügung. Notizen können getippter Text, Dateien, Klänge, Bilder (nach Text durchsuchbar!) oder spezielle Freihand-Dateien, sogenannte "inks" sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Worum es heute geht ist, was genau aus Evernote wird, wenn der Dienst auch unterwegs genutzt wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.evernote.com/about/download/android.php"&gt;Evernote mobile. &lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mobil kann vieles heißen. Evernote hat neben dem Webclient, der also überall läuft, wo man einen Browser starten kann und Zugriff aufs Internet hat, noch weitere mobile Zugriffssoftware fürs &lt;a href="http://www.evernote.com/about/download/iphone/"&gt;iPhone&lt;/a&gt;, Android, &lt;a href="http://www.evernote.com/about/download/windows_mobile.php"&gt;Windows mobile&lt;/a&gt; und sonstige.&lt;br /&gt;Ich beziehe mich hier auf den Android-Client, also die Software (neudeutsch:"App"), die speziell entworfen ist für internetfähige Handys und Smartphones mit dem Google-eigenen Betriebssystem.&lt;br /&gt;Zu Android gäbe es einiges zu sagen, aber auch darum geht es heute hier nicht. Tatsache ist, Android-Handys werden immer beliebter, und die Softwarehersteller stellen inzwischen so gut wie immer einen Android-Ableger ihrer Produkte zur Verfügung. So auch Evernote.&lt;br /&gt;Dieser Bericht bezieht sich im Einzelnen auf ein x10 mini pro Smartphone von Sony Ericsson. Wichtig hieran ist, dass das x10 mini pro tatsächlich einen viel kleineren Bildschirm als die meisten anderen Smartphones hat. Wen es interessiert: Das Handy läuft mit der Betriebssystemversion 2.1-update1 (Kernel 2.6.29). &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was ist drin?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hat man Evernote installiert, findet sich neben dem normalen Icon in der Liste der Anwendungen auch ein sogenanntes "Widget". Diese Schnellansicht, die man sich nach Belieben an eine Stelle des Startbildschirms legen kann, bietet Zugriff auf die wichtigsten Funktionen von Evernote (v.l.n.r.):&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://muratkayi.de/cpg/albums/userpics/10001/evernote_Widget.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://muratkayi.de/cpg/albums/userpics/10001/evernote_Widget.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Zum Startbildschirm von Evernote gehen&lt;br /&gt;- Neue Notiz erstellen&lt;br /&gt;- Bild knipsen und in neue Notiz ablegen&lt;br /&gt;- Klang aufnehmen und in neue Notiz ablegen&lt;br /&gt;- Notizen suchen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist praktisch, denn gerade das Erstellen von Notizen muss oft schnell gehen. Auf diese Art hat man die wesentlichen Infos meist fix erfasst, ohne sich überhaupt näher mit der Software auseinander gesetzt zu haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Bildfunktion startet die standardmäßige Handykamerasoftware, mit der man auch andere Bilder aufnimmt. &lt;br /&gt;Die Klangaufnahme wird von Evernote selbst geregelt, was ein Segen ist, denn auf dem x10 mini pro ist beispielsweise keine Aufnahmesoftware vorinstalliert.&lt;br /&gt;Ob es das Abfotografieren von Visitenkarten oder kleiner handschriftlicher Notizen ist, ob man eine Formulierung aufspricht oder ein bisschen Musik einfängt - mit solcherlei leichtem Gerät wird das Datensammeln ein Kinderspiel.&lt;br /&gt;In unkomfortabler Form ging so etwas auch vorher schon über MMS-Nachrichten, die man an eine spezielle Evernote-E-Mail-Adresse schickte. Bilder und Klang ließen sich so einfangen und wurden automatisch in einem Standard-Notizbuch für eingehende Nachrichten abgelegt. &lt;br /&gt;Neben dem erhöhten Komfort ist natürlich in dieser Software das Ablegen viel besser und genauer. Wo man vorher die Infos einfach reingeschmissen hat, kann man nun alles fein säuberlich Einordnen. So kann man das Notizbuch angeben, in dem die Notiz abgelegt werden soll, die "Tags" (ordnende Namens-Etiketten für alle Notizen)auswählen und Titel vergeben. Die "Tags" vervollständigt Evernote beim Erstellen einer Notiz auch selbst, so dass man sich nicht fragen muss, ob man einen Kontakt unter "Adresse", "adresse", "Adressen" oder sonstwas abgelegt hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://muratkayi.de/cpg/albums/userpics/10001/evernote_tagautocomplete.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://muratkayi.de/cpg/albums/userpics/10001/evernote_tagautocomplete.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Startet man die Hauptanwendung sieht man, dass mobil hier so gut wie alles geht. Suchen, Ordnen, Erstellen, Editieren (mit Vorbehalten, rich text mit blumigen Formatierungen muss man noch am PC bearbeiten)…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://muratkayi.de/cpg/albums/userpics/10001/evernote_start.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://muratkayi.de/cpg/albums/userpics/10001/evernote_start.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie findet man seine Notizen wieder?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun, man kann sich zunächst einfach eine Liste anschauen, die auf Wunsch auch kleine Vorschaubilder enthält.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://muratkayi.de/cpg/albums/userpics/10001/evernote_NoteList.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://muratkayi.de/cpg/albums/userpics/10001/evernote_NoteList.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Klickt man auf eine Notiz, wird der Inhalt geladen und dargestellt. Bei großen Bildern kann es speziell auf einem kleinen Bildschirm ungemütlich werden. Die Zoomfunktion ist unzulänglich, weil man entweder nicht weit genug heraus oder nicht nah genug heran zoomen kann. Fairer weise muss man aber dazu sagen, dass sich dieses Problem auf die Darstellung von hochauflösen eingescannten Briefen bezieht. Kleinere Bilder sind gut zu lesen und zu betrachten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich kann man auch Notizen suchen. Die Suchfunktionen von Evernote sind generell sehr umfangreich. Das geht viel weiter, als ich hier beschreiben will. Man kann nach "Tags" suchen, nach Text, nach Text, der in Bildern vorkommt(!), man kann nach Erstelldatum, angehängten Dateien, To-Dos und weiteren Inhalten suchen. Man kann auch Suchen neu starten, die man zuvor gespeichert hatte ("Finde mir alle Notizen vom sounsovielten, die dieses und jenes enthalten"). All das geht nun auch unterwegs.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://muratkayi.de/cpg/albums/userpics/10001/evernote_Notesearch.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://muratkayi.de/cpg/albums/userpics/10001/evernote_Notesearch.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man kann sich auch die Notizen nach Tags oder Notizbuch anzeigen lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://muratkayi.de/cpg/albums/userpics/10001/evernote_TagView.jpg" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" src="http://muratkayi.de/cpg/albums/userpics/10001/evernote_TagView.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Funktionen sind eigentlich wichtiger als der ganze Komfort beim Ablegen. Denn nun habe ich alles unterwegs im Zugriff, was ich entweder am heimatlichen PC, im Büro oder sonstwo am PC oder eben auch unterwegs in Evernote abgelegt habe. Das können auch Dateien jeglichen Formats sein, wenn man Premium-Nutzer ist. Für Standardnutzer beschränkt sich das Dateiformat auf PDF.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Konkret bedeutet das, dass ich schon einmal eine Lesung hatte, bei der ich einen Teiltext vom Handy vorgelesen habe, weil ich bis zum Auftritt keine Möglichkeit zum Ausdruck hatte (Hallo Druckerhersteller! Mobiler Drucker!). Irgendwann verlor ich aber die Panik und konnte mich auf die Organisation der Lesung konzentrieren, weil mir auffiel, dass ich den Text ja schon dabei hatte… in Evernote! Denn Evernote "überwacht" mein Verzeichnis für neue Texte im Bürorechner und legt alle neu hinzugekommenen Dateien automatisch in Evernote ab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich könnte noch viele Beispiele geben, &lt;a href="http://blog.evernote.com/2010/03/25/user-profile-patrick-jones-living-with-traumatic-brain-injury-with-help-from-evernote/"&gt;aber keines reicht an das heran, was ich hier lesen konnte…&lt;/a&gt; das Versprechen von "remember everything everywhere" kann für einige Menschen äußerst wichtig sein. So oder so: Für Standardnutzer ist der Dienst sowie alle Clients (PC, web, Handy-App) umsonst. Klare Empfehlung für alle, die Notizen machen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-8939820107642410542?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/8939820107642410542/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=8939820107642410542' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/8939820107642410542'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/8939820107642410542'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2011/01/werkzeug-fur-autoren-evernote-mobile.html' title='Werkzeug für Autoren - Evernote Mobile'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-5116379994628340979</id><published>2011-01-18T09:49:00.002+01:00</published><updated>2011-01-18T09:49:43.415+01:00</updated><title type='text'>Gedächtnis und Erinnerung</title><content type='html'>"Ich habe das Gefühl, ich war gar nicht da." &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So fasste das Töchterchen die Zeit zusammen, an die sie sich nicht erinnern kann. Das Langzeitgedächtnis wird erst ab einem bestimmten Zeitpunkt befüllt, so sagt man. Obwohl das nun jeder bestätigen könnte, wackelt allein diese Aussage an so vielen Stellen, dass sie schön veranschaulicht, welch ungreifbares Konzept hinter dem Begriff Gedächtnis steckt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man kann dem Gedächtnis nicht trauen. Seine Erinnerungen garantieren nicht, dass man etas auch wirklich erlebt hat, über manche Dinge verrät es einem nichts und was man schließlich noch weiß, muss man noch lange nicht voll verstanden haben...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die frühesten Erinnerungen der meisten Menschen setzen irgendwann im dritten oder vierten Lebensjahr ein. Wenn man sich als Vater vor Augen hält, wie viel Leben, wie viel Nähe und gemeinsame Zeit man bis dahin mit einem Kind hatte, dann kann es einem ganz anders werden. Stürbe man in dieser Zeit, behielte das Kind nicht einmal ein Gesicht im Kopf. Es würde als erwachsener Mensch dereinst behaupten, seinen Vater nie kennen gelernt zu haben. Tatsächlich kenne ich diesen Satz von einem Freund, dessen Vater früh starb. Ich habe wenig Erinnerungen an meinen leiblichen Vater, auch wenn ich ihn erst mit 11 Jahren das letzte Mal sah. Wenn man die verlebte Zeit der Erinnerungen aufaddiert, kommt man maximal auf ein paar Tage.&lt;br /&gt;Wer noch beide Elternteile hat, kann sein Gedächtnis ja anhand weit weniger dramatischer Ereignisse testen und die Nervenzellen nach einem sehr schönen Urlaub befragen. Immerhin sind Ferien und Urlaub Gelegenheiten, viele neue Eindrücke zu sammeln. Die bleiben ja gerne besonders stark haften. Wie viel bleibt übrig? Das Langzeitgedächtnis sollte seinen Dienst im Erwachsenenalter bereits sehr viel besser verrichten, als im Kleinkindalter - und doch behält man nicht viel mehr als einen Flickenteppich von Gesichtern und ein paar tiefen Atemzügen irgendwo in der Landschaft.&lt;br /&gt;Nur weil man etwas besonderes erlebt hat, heißt das noch lange nicht, dass man sich daran erinnert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damit nicht genug. &lt;br /&gt;Der Inhalt des Gedächtnisses selbst ist außerdem auch noch massiv in Zweifel zu ziehen. Menschen konstruieren sich Erinnerungen zurecht. Man kann Menschen dazu bringen, sich an Ereignisse zu erinnern, die sie nie erlebt haben. Dazu braucht es keine Hypnose. Eine simple Fotomontage kann da ausreichen, wie Versuche gezeigt haben. Bugsierte man Bilder von Versuchspersonen in Aufnahmen von Kirmesbesuchen, waren sie plötzlich in der Lage, einem allerlei Details eines solchen Tages zu berichten.&lt;br /&gt;Dass man sich an etwas erinnert, heißt noch lange nicht, dass man es auch erlebt hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unangenehmes oder Unverständliches verbirgt das Gedächtnis gerne vor seinem Wirt. Das Konzept der Verdrängung ist sehr erfolgreich, denn es hilft Menschen, Traumata und große Schrecken zu überleben. Probleme entstehen, wenn die Umstände sich ändern, aber die Person an dem alten Überlebensmechanismus festhält. Die Eindrücke, die ein bestimmtes Verhalten hervorgerufen haben, sind ja vor einem verborgen. Man kann sich also nicht selbst zur Räson rufen. Folglich rennt man in gewisser Weise ferngesteuert von den eigenen Traumata durch die Gegend und verhält sich unangemessen. &lt;br /&gt;Nur weil man sich an ein Erlebnis nicht erinnert, heißt das noch lange nicht, dass man nicht von ihm gelenkt wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine "Pflegeschwester" konnte sich noch daran erinnern, dass sie und ihr damaliger Freund mich zur Betreuung bei meiner leiblichen Mutter aus Lünen abholten, als meine Schwester ungefähr 16 Jahre alt war. Diese Erinnerung verwirrte sie. Meine leibliche Familie lebte damals nicht in Lünen. Warum wurde ich in Lünen abgeholt? Die Verwirrung stand ihr ins Gesicht geschrieben. Ihr damaliger Freund ist ihr heutiger Mann. Er ist ein paar Jahre älter. Er hatte damals die entscheidenden paar Jährchen mehr Lebenserfahrung und konnte sich - getrennt befragt - entsinnen: Meine Mutter hatte fluchtartig mit mir die Wohnung verlassen und sich in einem Hotel einquartiert. Er hatte die Situation bereits damals voll verstanden und entsprechend abgespeichert. Meine Schwester hingegen betrachtet die Erinnerung hieran auch im Alter von rund 50 Jahren immer noch mit dem geistigen Horizont einer Sechzehnjährigen. Sie kann gar nicht anders. Ihr Gedächtnis ist so beschaffen. Man kann nicht Fakten aus dem Gedächtnis abrufen wie aus einer Festplatte, um sie dann objektiv zu analysieren. Man kann sich maximal ins gleiche Unverständnis zurück versetzen, das man einst hatte. Es erinnert sich immer die Person, die man zum Zeitpunkt des Erlebens einer Erinnerung war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach all diesen Fragezeichen hinter unserem Gedächtnis drängt sich die letzte Frage auf: Was bleibt uns von unserem Leben?&lt;br /&gt;Wer sind wir, ohne unser Gedächtnis? Wir müssten uns bei jeder Situation jeglichen Urteils enthalten, denn ohne Gedächtnis kein Deutungshorizont. Alles bliebe im Unbestimmten, einschließlich unseres Ichs. &lt;br /&gt;Meine Großmutter hatte einmal rund zwei Stunden, um mir von ihrem Lebenslauf zu erzählen. Heraus kamen circa fünfzehn Minuten vor dem Krieg, fünfzehn Minuten für die gesamte Zeit von 1945 bis 2009 - und sehr viele Eindrücke aus dem Krieg selbst im Rest der Gesprächszeit. Rund vier Jahre Schrecken. Die Bilanz eines Lebens? Was ist mit ihren Glücksmomenten, ihrer Kindheit?&lt;br /&gt;Hat mein Freund wirklich seinen Vater nie kennen gelernt? Wo sind die väterlichen Berührungen hin, die Gerüche der Kleidung, der Klang der Stimme? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich glaube, Gedächtnis und Erinnerung sind zwei verschiedene Dinge. Erinnerung geht tiefer. Sie ist ohne Gestalt. Sie hält sich länger. &lt;br /&gt;Wenn man zur Ruhe kommt, wenn man mal nichts tut, wirklich einfach auf der Couch sitzt und nichts tut, nicht einmal meditieren… dann sinkt man unweigerlich in sich selbst ein, wie in lichter Watte. Und dort, jenseits aller Deutung und Emotion findet sich der formlose Eindruck eines ganzen Lebens, gleichermaßen destilliert in einem einzigen Gefühl. &lt;br /&gt;Darum schrecken die meisten vor einem innigen Besuch dieses Orts zurück: man weiß ja nicht, worauf man dort trifft. Auf Angst oder auf Liebe.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-5116379994628340979?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/5116379994628340979/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=5116379994628340979' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/5116379994628340979'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/5116379994628340979'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2011/01/gedachtnis-und-erinnerung.html' title='Gedächtnis und Erinnerung'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-2462785412711250386</id><published>2011-01-06T12:11:00.000+01:00</published><updated>2011-01-06T12:11:38.108+01:00</updated><title type='text'>Werkzeug für Autoren - Livescribe und der Stift der Zukunft</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.muratkayi.de/jm/index.php?option=com_content&amp;amp;view=category&amp;amp;layout=blog&amp;amp;id=47&amp;amp;Itemid=69"&gt;(zu den anderen Artikeln der Reihe "Werkzeug für Autoren") &lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Handschriftliche Notizen kommen durch Services wie &lt;a href="http://www.evernote.com/"&gt;Evernote &lt;/a&gt;und mobile Endgeräte mit ausreichend großer Tastatur ein wenig außer Mode. Allerdings bin ich ein großer Verfechter traditioneller Schreibmethoden und Datenspeicher. Gleichzeitig bin ich begeisterter Evernote-Nutzer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.livescribe.com/"&gt;Livescribe &lt;/a&gt;kombiniert beide Welten. Livescribe ist 19. Jahrhundert meets 21. Jahrhundert.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Livescribe ist ein Unternehmen, welches sogenannte Smartpens und passende Notizbücher herstellt und vertreibt. Der Smartpen ist ein Kugelschreiber, der außerdem noch folgendes enthält:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- ein Mikrofon&lt;br /&gt;- einen Lautsprecher&lt;br /&gt;- eine Infrarotkamera&lt;br /&gt;- ein Display&lt;br /&gt;- eine Recheneinheit &lt;br /&gt;- ab 2 bis ca. 16 GB Speicher, je nach Modell&lt;br /&gt;- einen USB Anschluss&lt;br /&gt;- einen Eingang für ein Stereo-Mic/Kopfhörer Headset&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Was kann man damit machen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun, das läuft so: Man schlägt sein Notizbuch auf, tippt mit dem Stift auf&amp;nbsp; die aufgedruckten Record/Play/Pause Knöpfe auf dem Papier, um beispielsweise eine Aufnahme zu starten und macht dann während eines Gesprächs handschriftliche Notizen. Am Ende der Aufnahme kann man irgendwo im Notizbuch auf eine Notiz tippen und hört, was zu dem Zeitpunkt des Niederschreibens der Notiz gerade gesagt wurde.&lt;br /&gt;Das ist so abwegig, dass man es sehen muss, um es voll zu begreifen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;object width="320" height="266" class="BLOGGER-youtube-video" classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0" data-thumbnail-src="http://i.ytimg.com/vi/e_4EhvWzN8I/0.jpg"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/e_4EhvWzN8I?f=user_uploads&amp;c=google-webdrive-0&amp;app=youtube_gdata" /&gt;&lt;param name="bgcolor" value="#FFFFFF" /&gt;&lt;embed width="320" height="266" src="http://www.youtube.com/v/e_4EhvWzN8I?f=user_uploads&amp;c=google-webdrive-0&amp;app=youtube_gdata" type="application/x-shockwave-flash"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So etwas funktioniert über stundenlange Gespräche hinweg, denn in der kleinsten Speicherversion kann man bereits über hundert Stunden Audio in mittlerer Qualität aufzeichnen. Neben der reinen Steuerung der Audio-Aufnahme kann man über das Papier aber auch Lesezeichen anlegen (die man nach Beenden der Aufnahme über Papierknopfdruck auch wieder ansteuern kann), die Lautstärke sowie andere Einstellungen des Stiftes regeln, oder einen standardmäßig aufgedruckten Taschenrechner benutzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Interaktion Papier/Stift kann auch über Drittanbieter erweitert werden. So gibt es Software, mit der man das Notizbuch in einen Übersetzer verwandeln kann: deutsches Wort aufschreiben, der Stift gibt die Übersetzung aus. &lt;br /&gt;Oder man malt eine Zeitangabe im Format hh:mm:ss und der Stift macht auf Kommando (d.h. Druck aufs Papier) einen Countdown. Das ist zum Beispiel nützlich fürs Brainstorming, welches ja mit Zeitbegrenzung laufen soll.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Was stellt man am Ende mit seinen Notizen an?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da der Stift am Rechner angeschlossen werden kann, kann&amp;nbsp; man die handschriftlichen Notizen sowie das Audiomaterial auf eine Desktopsoftware übertragen, die alle Notizen sauber verwaltet. Die Verknüpfung zwischen Notiz und Audio bleibt dabei erhalten, das heißt, man kann mit der Maus auf sein Gekritzel tippen und man hört wieder, was zu dem Zeitpunkt gesagt wurde. Eine solche Datei kann man auch separat abspeichern, in einem sogenannten "Pencast".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Spezialpapier von Livescribe ist mit einem sehr feinen kaum sichtbaren Punktmuster übersät, welches dieses technische Wunder erst möglich macht. Das bedeutet, man muss das Papier benutzen. Entweder kauft man die Notizbücher von Livescribe oder man druckt das Papier samt Muster via Software selbst aus. Hierzu benötigt man aber einen postscriptfähigen Laserdrucker. &lt;br /&gt;Ich kaufe einfach Notizbücher. Die Kosten halten sich in Grenzen (beispielsweise 19 Euro für vier Bücher mit je 160 Seiten).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sind die Notizen im Rechner kann man die handschriftlichen Notizen auch durchsuchen. Die Volltextsuche über meine Sauklaue von Handschrift war dabei erstaunlich erfolgreich. Ich habe mir keine Mühe gegeben, besonders leserlich zu schreiben und Livescribe hat alle Stichwörter gefunden und hinterlegt die Fundstellen dabei mit gelber Farbe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für Evernote-Nutzer besonders interessant ist die Kooperation zwischen Livescribe und Evernote. Alle Notizen können als Audio, Bilddatei oder mit beidem automatisch in Evernote abgelegt werden. Auf die Art werden die Notizen direkt im momentan besten Notizenspeicher abgelegt, der sich denken lässt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Was geht noch?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Stereo-Audioaufnahmen über das mitgelieferte Stereoheadset&lt;br /&gt;- Transkription der handschriftlichen Notizen in Textdateien über kostenpflichtigen Drittanbieter (nicht getestet)&lt;br /&gt;- Archivierung alter Notizen. Wenn das Buch voll ist, oder der Speicher im Stift verbraucht, kann man die Notizen im Archiv ablegen. Damit kann man dann Speicher freimachen, verliert aber die Verbindung zwischen Buch und Stift, die fürderhin nur noch im Archiv enthalten ist.&lt;br /&gt;- Online-Konvertierung der gesamten Notiz-Session in einen interaktiven Flash-Film&lt;br /&gt;- Konvertierung in PDF (nur Bild) oder natives Format (Bild und Audio)&lt;br /&gt;- man kann in einem Gespräch auch nur die Audioaufnahme im Stift starten und keine Notizen machen. Falls man später, beim reinen Nachhören, beginnt Notizen zu machen, werden diese auf die bekannte Art und Weise mit dem Audiomaterial verknüpft. In manchen Gesprächssituationen äußerst praktisch, wenn man sich ganz auf die Unterhaltung konzentrieren möchte.&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;br /&gt;Gibt es auch Nachteile?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Klar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Die Evernote-Verknüpfung ist noch inkonsequent, denn noch kann Evernote nicht selbst die sogenannten Pencasts abspielen. Die Desktopsoftware muss also auf dem Rechner installiert sein. Da Evernote aber davon lebt, dass man es eben nicht nur auf dem heimischen Rechner nutzt, ist das ein Nachteil. Allerdings hat die Kooperation der beiden Dienste erst kürzlich begonnen. Da steht noch einiges ins Haus.&lt;br /&gt;- Die Pencasts können nur online in Flash konvertiert werden. Man kann die&amp;nbsp; resultierende Flashdatei aber nicht herunterladen. Wer den Pencast sehen will, muss sich registrieren. Das nervt. Kaum jemand, der den Stift nicht hat, wird sich das antun wollen, um zum Beispiel ein Protokoll einer Sitzung zu sehen.&lt;br /&gt;- Es gibt keine kleine Abspielsoftware für die Pencasts. Damit ein Pencast also so leicht zu öffnen ist wie eine PDF-Datei, muss noch ein bisschen was passieren. Denn keiner, der nur die Notiz sehen will, hat Lust, gleich die komplette Desktopsoftware zu installieren.&lt;br /&gt;- Ich rate überhaupt von der Nutzung des Online-Dienstes ab. Die Speicherung der Pencasts ist zwar standardmäßig von der Öffentlichkeit abgeschirmt - mit anderen Worten, andere können die Datei nur sehen, wenn man sie explizit dazu einlädt. Aber es gibt kein Statement von Livescribe zur Datensicherheit. Die Übertragung ist nicht verschlüsselt, und auch die Daten liegen hinterher unverschlüsselt auf dem Server. Wenn man also Besprechungen oder Interviews mit vor allem sensitivem Audiomaterial aufnimmt, behält man diese Daten besser lokal. &lt;br /&gt;- Nicht direkt ein Nachteil, eher eine Benutzungsanweisung: man muss natürlich die Gesprächspartner davon informieren, was man gerade tut, denn&amp;nbsp; unerlaubte Audioaufnahmen von Gesprächen sind unzulässig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Fazit:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich diese Technologie das erste Mal benutzt habe, dachte ich, ich bin in der Zukunft. Endlich!&lt;br /&gt;Die Begeisterung hält an. Wer viele Notizen macht, wer sich oft mit anderen bespricht, wer Interviews führt, wer in Lernsituationen ist, findet hier ein Produkt, welches wirklich einmal den abgenudelten Begriff "innovativ" mit Bedeutung füllt. Kaufempfehlung!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-2462785412711250386?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/2462785412711250386/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=2462785412711250386' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/2462785412711250386'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/2462785412711250386'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2011/01/werkzeug-fur-autoren-livescribe-und-der.html' title='Werkzeug für Autoren - Livescribe und der Stift der Zukunft'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-8382170251193747942</id><published>2011-01-05T14:12:00.002+01:00</published><updated>2011-01-06T09:10:45.255+01:00</updated><title type='text'>RUHR2011 - Musik</title><content type='html'>Das Geld ist nun also alle, aber die gute Nachricht ist: die Repräsentationskultur zwischen Großprojekt und Opernhaus kann wieder sein, was sie von jeher war - die Spitze des Eisbergs nämlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Kulturhaupstadt ist nun auch wieder das, was sie schon immer war. Eine zerfaserte Region, die vor großartiger Kultur überquillt, die sich meist einen Scheiß drum kümmert, ob irgendjemand außerhalb Notiz nimmt (und die sich im Übrigen von Geldmangel nicht beeindrucken lässt). Da laufen vielleicht sonderbare Leute herum. Da wird Bier statt Sekt getrunken (und zwar nicht zu knapp). Da wird auch mal herumgeschrien oder man sitzt mit zehn Leuten da und weint leise vor sich hin, weil man nicht fassen kann, dass man diesen wunderbaren Augenblick nur mit so wenigen wildfremden Menschen teilen kann.&lt;br /&gt;Aber so sieht Kultur nun mal aus, wenn es nicht nur darum geht, andere zu beeindrucken. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich möchte euch also alle einladen, nach dieser besinnungslosen Geltungssucht-Orgie des letzten Jahres an einer Rückbesinnung teilzunehmen. Dortmund (und eben von mir aus auch die Region) hat derart aufregende Kulturszenen, dass man jeden Tag unterwegs sein könnte, um sich irgendetwas tolles anzusehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beispielsweise Musik. &lt;br /&gt;Neulich wurde ich von einer Zugereisten gefragt, wo man denn in Dortmund so hingehen könne, wenn man Musik sehen wolle. Damit war ganz eindeutig nicht das Schauspielhaus, die Oper oder das Konzerthaus gemeint. Ich beginne hier mal aufzulisten, bestimmt habe ich Dinge übersehen. Ich hoffe also darauf, dass ggf. Leser die Liste bereichern…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Gitarren-Café im Fritz-Henssler-Haus&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;jeden ersten Dienstag im Monat&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.fhh.de/veranstaltungen/index_termine.htm"&gt;http://www.fhh.de/veranstaltungen/index_termine.htm&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Beschallungsanlage vom allerfeinsten auf der professionell ausgeleuchteten Bühne, Bistrotische und ein Raum vollgestopft mit ultrakritischen Gitarrenprofessoren zwischen 40 und 60 Jahren. Hier habe ich magische Momente erlebt, sowohl auf, als auch abseits der Bühne. 14jährige Wunderkinder spielen moderne Meister, Hausfrauen aus Essen vertonen Selbstgedichtetes und schnoddrige Gitarren-Antiquitätensammler spielen den Blues. Ohne Ti-Äitsch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier wird Gitarre gespielt; jeder darf ran. Den Opener macht seit einiger Zeit eine hierfür gedungene (Semi-)professionelle Truppe, aber ansonsten ist Dilettant und Gitarrengott gleichermaßen aufgerufen, sich herzuzeigen. Die offenen Weihnachtsfeiern (Mitbringbuffet!) sind stets besonders besonders. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Akkordeon-Café im Fritz-Henssler-Haus&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;jeden ersten Mittwoch im Monat&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.fhh.de/veranstaltungen/index_termine.htm"&gt;http://www.fhh.de/veranstaltungen/index_termine.htm&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Akkordeon-Café. &lt;br /&gt;Ernsthaft. &lt;br /&gt;Grad entdeckt. War ich noch nie. Werde ich aber ändern. Wer Lust hat, mich zu begleiten, funkt mich an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Fritz-Henssler-Haus&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das FHH ist generell eine Top-Adresse für Konzerte, die leicht abseits vom Mainstream liegen. Hier habe ich Tommy Emmanuel erlebt und Don Ross und Andy McKee. Im Bistro. Mit Meet &amp;amp; Greet. Schluck das, Youtube!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Talentschuppen im Subrosa&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;am letzten Donnerstag im Monat&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.hafenschaenke.de/schedule.html"&gt;http://www.hafenschaenke.de/schedule.html&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Subrosa ist einen eigenen Eintrag wert, aber zuvor ein Wort über den Talentschuppen: Hingehen! Hier ist mal wieder offene Bühne, aber im Gegensatz zum Gitarrencafé kann man hier auch mit Hang-Drum aufkreuzen, A capella singen oder sich nackt ausziehen. Boris Gott leitet das Ganze mit der üblichen Rampensau-Verve und wenn der Liebling des Abends gewählt ist, wissen alle, dass hier die wahren Superstars geboren werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;3Klang Bonsai-Festival im Subrosa&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Termine hier: &lt;a href="http://www.daddyweyland.de/?page_id=259"&gt;http://www.daddyweyland.de/?page_id=259&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Subrosa ist einen eigenen… ähh Moment.&lt;br /&gt;Das 3Klang-Festival ist eines jener Musikereignisse, die einem als Zuschauer das Gefühl geben, Teil von etwas besonderem zu sein. Drei geladene, teils überregionale Bands spielen je ca. 30 Minuten und hinterlassen meist einen so intensiven Eindruck beim Publikum, dass man stets wünscht, es möge noch nicht aufhören. Ich weiß aus sicherer Quelle, dass das Lineup der kommenden Konzerte beim 3Klang derart spektakulär wird, dass ich versucht bin, die Ausgabe von Dauerkarten anzuregen. Lasst euch das nicht entgehen.&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Das Subrosa.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Über das Subrosa werde ich in den kommenden Tagen einen eigenen Text schreiben, denn es handelt sich um nicht weniger als um das Kongresszentrum der freien Künstlerschar Dortmunds, das schangelige Wohnzimmer ehemaliger Dortmunder Innenhofkinder, die erste Anlaufstelle für Kultur am Abend, Unmengen Bier und einen Satz heiße Ohren, direkt vom Wirt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Im Takt der Stadt - Musikreihe im Bam Boomerang &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Jeden Dienstag!&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.bam-boomerang.de/pages/im-takt-der-stadt.php"&gt;http://www.bam-boomerang.de/pages/im-takt-der-stadt.php &lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn man am Kneipentisch sitzt und die Füße direkt auf der Bühne ablegen kann und dann nicht sicher ist, ob man Akustik-Metal, Countryballaden oder sexy Retrorockerinnen aus Bochum serviert bekommt, dann ist man wohl im Bam Boomerang gelandet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Bluesstammtisch im Trödler&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Termine hier: &lt;a href="http://www.bluesstammtisch.de/about.php%20"&gt;http://www.bluesstammtisch.de/about.php &lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da war ich noch nie. Das klingt paradox, denn wenn man mir alles wegnimmt, mich nackt auszieht und an der Haut kratzt kommt nichts anderes als Blut und Blues zum Vorschein. &lt;br /&gt;Aber die Bluespuristen haben mir immer ein gewisses Unbehagen bereitet. Und Bluesstammtisch klingt nach Bluespuristen. Ich liege bestimmt falsch und werde mich durch einen Feldversuch widerlegen. Hat wer Bock mitzukommen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Jazz am Dienstag (1. und 3.)&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://troedler-einstein.de/?p=70"&gt;http://troedler-einstein.de/?p=70&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ebenfalls im Trödler wird regelmäßig gejazzt. Auch hier gilt, hingehen und  selber prüfen, denn da ich kein Jazzer bin und wohl auch keiner mehr werde, kann ich nichts anderes hierüber sagen, als dass es da ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Jazzsession im Café Corso&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.projazz.de/Konzerte/Monday%20Night%20Session/session%20corso/"&gt;http://www.projazz.de/Konzerte/Monday%20Night%20Session/session%20corso/&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch im Corso wird gejazzt - Rhythm Section scheint immer da zu sein, und wenn die Ladies &amp;amp; Gentlemen aufeinander eingestimmt sind, kann mit dem Rest der Mucke eigentlich nicht mehr viel schief gehen…&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Jazz-Session, jeden Montag im Domicil&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.domicil-dortmund.de/"&gt;http://www.domicil-dortmund.de/&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Soweit ich weiß, wurde das Domicil Dortmund in einem amerikanischen Jazzmagazin zu einem der hundert besten Jazzclubs gewählt. Weltweit.&lt;br /&gt;Wer sich noch an den miesen Keller in der Leopoldstraße erinnert, weiß, dass man nicht viel Repräsentation für wahre Größe braucht, aber das neue Domizil des Domicils macht natürlich mehr her.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Rock-Session Kultur-Bistro Legato im DKH&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;jeden Mittwoch &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Leopoldstr. 50-58&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Dietrich-Keuning-Haus setzt hier eine Tradition fort, die im Cosmotopia/Neotopia irgendwann ein Ende fand: die offene Bühne für Rockmusik. Wie immer bei offenen Bühnen kann man an einem solchen Abend als Zuhörer Glück haben - oder unsägliches Pech. Aber wer das Risiko scheut ist mit einem Abonnement der öffentlich subventionierten Sicherheitskultur ohnehin besser beraten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Ergänzung vom &lt;a href="http://schlakks.de/"&gt;Schlakks&lt;/a&gt;:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;span data-jsid="text"&gt;"Hinzuzufügen hätt' ich noch die &lt;b&gt;Freistil-Session  im Domicil, jeden 3. Mittwoch im Monat.&lt;/b&gt; "Funk Rock Soul Rap Jazz"...nach  der Opener-Band um Sista Silk und Kid Mo ist die Bühne offen, oftmals  eine schöne Verschmelzung von Musikstilen, es wird gefunkt, gejazzt,  gerappt...teils echt gute Musiker dabei, schön. Und wer, wenn's sich  gegen halb 1 dem Ende neigt, noch heiß ist, zieht weiter ins Legato, wo  man dann so einige Gestalten aus dem Domicil wieder trifft."&lt;/span&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Soweit regelmäßige Musiktermine, wie ich sie mir gerade aus dem Hut zaubere. Habe ich was vergessen? Bestimmt! Teilt es mir mit, ich nehme es mit in die Liste auf. Und dann lasst uns da raus gehen und Musik hören, wie sie nicht im Radio kommt, wie man sie nur da draußen erleben kann, wie man sie nicht per Filesharing auf den Rechner bekommt. In Echt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-8382170251193747942?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/8382170251193747942/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=8382170251193747942' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/8382170251193747942'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/8382170251193747942'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2011/01/ruhr2011-musik.html' title='RUHR2011 - Musik'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-3938296300765778802</id><published>2011-01-04T17:12:00.001+01:00</published><updated>2011-01-04T17:12:41.994+01:00</updated><title type='text'>Der Kreis der Wunden</title><content type='html'>Als ich 21 und auf dem Höhepunkt meiner jugendlichen Körperkraft, zudem rank und schlank und durchtrainiert, bei alledem aber offensichtlich nicht allzu helle war, sprang ich kopfüber aus drei Metern Höhe in flaches Wasser.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Handgelenk war schon gebrochen, da war mein Hintern noch nicht nass. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem ich im nahe gelegenen Krankenhaus einer komplexen Operation unterzogen worden war, nicht ohne zuvor einige mitleidige Blicke ertragen zu müssen, weil ich in dem Sommer bestimmt der hundertste Depp war, der im Baggersee das Flachwasser nicht erkennt, war meine Hand wieder voll funktionstüchtig. Das war ein Segen, denn ich stand kurz vor einer Eignungsprüfung, die mir ein Musikstudium ermöglichen sollte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist nun schon fast zwanzig Jahre her, und es ist schon komisch, aber ich habe das Gefühl, dass mein Handgelenk erst in den letzten Jahren angefangen hat, hier und da zu schmerzen. Bei den nichtigsten Verrichtungen merke ich plötzlich: Handgelenk! &lt;br /&gt;Was bedeutet: &lt;br /&gt;Zeit heilt eben nicht alle Wunden. &lt;br /&gt;Selbst die rein körperlichen nicht. Mit der Zeit werden manche Wunden immer weher, und es ist absehbar, dass ich dereinst die Schürfwunde wieder spüren werde, die ich mir zuzog, kurz nachdem ich sagte "Nein, ohne Stützräder!"&lt;br /&gt;Vielleicht ängstigt es mich schon bald darauf, verlassen zu werden, wie mit fünf Jahren, als ich meinen Eltern zusah, wie sie mich bei der Tagesmutter ließen. Und schon bald darauf stoße ich wieder einen Geburtsschrei aus, den niemand hören kann, da er in einer anderen Welt erschallt, wo ich dann endlich verstanden haben werde, wie der Kreis der Wunden sich schließt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-3938296300765778802?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/3938296300765778802/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=3938296300765778802' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/3938296300765778802'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/3938296300765778802'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2011/01/der-kreis-der-wunden.html' title='Der Kreis der Wunden'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-3034013961087429796</id><published>2011-01-03T10:51:00.000+01:00</published><updated>2011-01-03T10:51:23.730+01:00</updated><title type='text'>Liebesbrief ans neue Jahr</title><content type='html'>Hallo 2011,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;wir kennen uns noch nicht so lang, aber Du hast mich bereits ganz für Dich eingenommen. Ich habe den Eindruck, Du steckst bis unter die Hutkante voll mit Musik, was ich herrlich finde, denn da stimmen wir beide voll überein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch scheinst Du mir in vielerlei Hinsicht ruhiger zu sein als Deine Schwester 2010 - das passt mir ganz gut. Nicht, dass ich irgendetwas gegen 2010 zu sagen hätte. Wir hatten großartige Zeiten. In der Tat kann ich mich an kein anderes Jahr erinnern, in dem ich derart durchgehend großartiger Stimmung war; selbst zu Zeiten mieser Laune. Diesen Gegensatz kann wohl nur verstehen, wer ebenfalls jenen Satz von sich sagen kann, den ich als meine Quintessenz des Jahres 2010 ermittelt habe: &lt;br /&gt;Ich will genau da sein, wo ich bin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Allerdings riechst Du auch nach Veränderung, 2011. Das ist ein Duft, der gleichermaßen berückend wie beängstigend ist. Wenn Du Dir meine letzten Beziehungen zu Deinen Schwestern so anschaust, wirst Du feststellen, dass viele von Ihnen diesen Duft an sich trugen. &lt;br /&gt;2008 war eine stürmische Draufgängerin. Ich wusste selbst nicht mehr, wo mir der Kopf steht und habe mich am Ende gar nicht mehr wieder erkannt. Leider hat mir das Miststück auch jede Menge Schmerzen bereitet.&lt;br /&gt;2009 war eine Übergangsfreundin. Tut mir leid, dass so sagen zu müssen, aber sie konnte nicht von Dauer sein, oder jedenfalls hat sie mir klar gemacht, dass nichts von Dauer ist. Dafür hat sie mir einen großen Wechsel, beziehungsweise eine große Veränderung erleichtert. Ich denke voller Dankbarkeit an sie zurück.&lt;br /&gt;2010 war ein großartiger Fick. &lt;br /&gt;Kann man nicht anders sagen. &lt;br /&gt;Die Zeit zog wie im Rausch an mir vorüber. Im Hinblick auf viele Feiern mit großartigen Künstlern um mich herum muss man sogar vielmehr sagen: Die Zeit zog im Rausch an mir vorüber.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gleichzeitig habe ich das erste Mal mein volles Potential gespürt. Es ist wie ein Märchen, in dem ich selbst der Wunsch bin, der hier in Erfüllung ging.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun hat sie mich verlassen und Dich hierher geschickt. Ihr habt in eurer Familie komische Sitten, die Männer so an die Schwestern weiter zu reichen, aber ich will mich nicht beschweren. In ihrem Abschiedsbrief hieß es nämlich, dass nichts mir die Erfahrungen mit ihr nehmen kann. Und das war ja schließlich und endlich der Grund, warum ich mich überhaupt auf sie eingelassen habe. Sie bleibt mir also ein bisschen erhalten, wie all ihre Vorgängerinnen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So reicht ihr mich also weiter, und ich werde jede von euch mit Kusshand in Empfang nehmen, bis mich schließlich eine von euch überleben wird.&lt;br /&gt;So ist das nämlich mit meiner Familie. Wir sind samt und sonders vergänglich. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Deswegen lass uns keine Zeit verlieren. &lt;br /&gt;Willst Du mit mir gehen?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-3034013961087429796?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/3034013961087429796/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=3034013961087429796' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/3034013961087429796'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/3034013961087429796'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2011/01/liebesbrief-ans-neue-jahr.html' title='Liebesbrief ans neue Jahr'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-2081648478822723413</id><published>2010-12-21T15:09:00.000+01:00</published><updated>2010-12-21T15:09:38.109+01:00</updated><title type='text'>An zwei anonyme Zuschauerinnen...</title><content type='html'>Sehr geehrte Damen,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es freut mich, dass Sie beide bei meinem Auftritt waren. Ich glaube, wir hatten alle einen schönen Abend. Es freut mich außerdem, Post von Ihnen bekommen zu haben, denn das ist eine in Vergessenheit geratene Kunst und eine seltene Freude.&lt;br /&gt;Des weiteren ist es schön, dass ich etwas in Ihnen anstoßen konnte, denn einen solchen Brief schreibt man nur, wenn man aufgewühlt ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hatte "Stille Nacht, heilige Nacht" gespielt und etwas über den ständigen Flüchtlingsstatus der heiligen Kleinfamilie erzählt. Außerdem habe ich darauf hingewiesen, dass aus dem Sohn nichts geworden ist, dass er ohne Job durchs Land zog, dass er ständig anderen auf der Tasche lag und schließlich im Tempel herum pöbelte. Wie es dazu kommen konnte, ist klar: Jesus hatte Migrationshintergrund. &lt;br /&gt;Soweit die kleine Pointe. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In salbungsvollem Ton weisen Sie mich nun darauf hin, dass Jesus geistlich gesehen niemals gescheitert sei. Dies scheine nur menschlich so.&lt;br /&gt;Danke auch für diese Meinung. &lt;br /&gt;Diese und eine weitere Kernaussage sind mit viel christlichem Dämmstoff eingekleidet, der den Brief bei genauerer Betrachtung bei mir hätte einschweben lassen müssen und hier nicht wiedergegeben werden muss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danke auch für die christlichen Kalender, die Sie meinen Kindern beigelegt haben. Ich denke, ich werde Sie lieber selbst behalten, denn meine Tochter würde sie mir wahrscheinlich befremdet vor die Schlafzimmertür legen. Sie hat mir kürzlich ihren Glaubenswerdegang so beschrieben:&lt;br /&gt;"Erst habe ich gedacht, wenn man stirbt wird man ein Engel und muss die ganze Zeit Gott dienen. Dann habe ich geglaubt, wenn man stirbt kann man sich aussuchen, was man werden will, Hexe oder Vampir oder so…"&lt;br /&gt;"Und was glaubst du jetzt?"&lt;br /&gt;"Jetzt glaube ich, dass wir wieder geboren werden."&lt;br /&gt;Unsere Kinder sind konfessionslos, weil die Kindstaufe ein Vorgang von geradezu gotteslästerlicher Dummheit ist. Ich bin gespannt, zu welchen Schlüssen über Gott meine Tochter im Weiteren noch kommt. Man kann ja so viel lernen, wenn man ein bisschen zuhört.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zur anderen Kernaussage.&lt;br /&gt;Ihnen ist einmal etwas in die richtigen Textzeilen gerutscht, was  in Ihrem Brief ansonsten nur zwischen den Zeilen zu lesen ist: "Wenn Sie evangelischer Türke sein wollen…"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine anonymen Damen (und dass Sie als Absenderinnen anonym blieben, spielt ebenfalls eine Rolle - doch dazu später mehr)! &lt;br /&gt;Kommen wir mal zu den zwei Punkten, die Ihren Brief  zu einem Dokument Ihres mangelnden Gottvertrauens machen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1. "Jesus ist nicht gescheitert."&lt;br /&gt;Doch. &lt;br /&gt;Ist er. &lt;br /&gt;Wenn man überhaupt etwas über diesen Mann sagen kann, dann, dass er sagenhaft erfolglos war. Und zwar nach heutigen, wie nach damaligen gesellschaftlichen Maßstäben. Unverheiratet, ohne Nachkommen, ohne Einkommen, ohne Habe durchs Land gezogen, ein paar wankelmütige Gefolgsleute, Verrat in den eigenen Reihen, als Verbrecher hingerichtet. Sieht so ein grandioser Lebenslauf aus? &lt;br /&gt;Es gibt wohl kaum eine andere historische Figur, aus deren Scheitern soviel erwachsen ist. Wenn man den spärlichen Dokumenten glauben darf, hat Jesus selbst sein Gottvertrauen in dem ganzen Vorgang zwischenzeitig verloren (siehe Matthäus 27.46, auch wenn es eigentlich ein Sterbe-Psalm ist). &lt;br /&gt;Nehmen Sie es hin. Christ zu sein, bedeutet, Vertrauen in den Vorgang des Scheiterns zu haben. Wenn Ihnen dieser Umstand so viel Angst macht, begeben Sie sich ins Gebet. Falls Sie diesbezüglich Mitteilungsbedürfnis haben, akzeptieren Sie zumindest den Beginn eines Gesprächs und nennen Sie Ihre Namen; Sie könnten sonst versehentlich den Eindruck machen, als wollten Sie mir etwas aufzwingen, damit es Ihnen besser geht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2. "Wenn Sie evangelischer Türke sein wollen…"&lt;br /&gt;Ihr Brief ist von einem überbordenden Missionierungsdrang beherrscht, der Sie zur Annahme verleitet, mir meinen Glauben erklären zu müssen. &lt;br /&gt;Ich nehme stark an, dass Sie sich fühlen, als hätten Sie etwas zu geben. Dabei wollen Sie in erster Linie, dass ich Ihnen etwas nehme: &lt;br /&gt;die Angst, falsch zu liegen. &lt;br /&gt;Wenn Ihnen eine kleine Pointe schon so viel Angst einjagt, wie ist es dann um Ihren Glauben bestellt? Verträgt ihr Weltbild eigentlich die Tatsache, dass unglaublich viele Menschen da draußen anderer Meinung sind? Können Sie sich vorstellen, dass es Gott vollkommen egal ist, ob man an sie glaubt? Wenn ihr Gottvertrauen groß genug ist, dass es solche Allerweltsdinge wie Zweifel, Meinungs- und Glaubensvielfalt, Atheismus und Wandel zulässt, sind Sie vielleicht auch bereit, auf "Empfang" umzuschalten. Das ist nämlich die schöne Doppeldeutigkeit des Wortes "Mission" und der Grund, warum ich allergisch auf Missionierung reagiere. Sie fühlen sich ausgesandt und sind auf "Sendung", eine Antwort wollen Sie jedoch nicht und bleiben lieber anonym. Es drängt sich ein Bild auf: Sie sitzen da, reden unablässig auf mich ein und halten die Zeigefinger tief in den Gehörgang. Dabei heißt es doch, wer Ohren hat, zum Hören, der höre! &lt;br /&gt;Wer missioniert, dokumentiert sein mangelndes Gottvertrauen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie ich in einem anderen Text mal zusammen gefasst habe: &lt;br /&gt;In der Wahrheit können eine Aussage und ihr Gegenteil widerspruchslos vereinigt werden. &lt;br /&gt;Das Bild von der Welt, das am ehesten der Wahrheit entspricht, ist stets um jeden Widerspruch, auf den es getroffen ist, bereichert worden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicht der Widerspruch muss aus der Welt geschafft werden. Die Welt muss in den Widerspruch hinein.&lt;br /&gt;Amen und Over.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-2081648478822723413?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/2081648478822723413/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=2081648478822723413' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/2081648478822723413'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/2081648478822723413'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2010/12/zwei-anonyme-zuschauerinnen.html' title='An zwei anonyme Zuschauerinnen...'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-6918948387422664499</id><published>2010-11-05T13:31:00.000+01:00</published><updated>2010-11-05T13:31:00.116+01:00</updated><title type='text'>Wider dem Kulturimperialismus sein leichtes Spiel</title><content type='html'>Die fünfte Jahreszeit naht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Halbverkleidete Volldeppen bereiten sich hochtrunken auf die Freuden des Fremdgehens vor. Das habe ich alles zu ertragen gelernt. Was nicht geht, jedoch, sind Dortmunder Westfalen, die "Viva Colonia!" singen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist keine 800 Jahre her, dass zwischen Dortmund und Köln &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fe_Dortmunder_Fehde"&gt;Krieg &lt;/a&gt;herrschte! Das ist, wie soll ich sagen? Vorhin! Neulich! Jedesmal, wenn ich einen dieser verräterischen Wirrköpfe das Lied der Feinde singen höre, habe ich das Bedürfnis, diese im Schandkäfig vom First der Reinoldikirche baumeln zu sehen! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja, wenn gesungen würde: &lt;br /&gt;"Komm Tremonia! | den rothen Hahn aufs Dach | den Köllnern gesetzt!"&lt;br /&gt;...da wäre ich dabei. Geschichtsvergessene Säuferbande.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-6918948387422664499?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/6918948387422664499/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=6918948387422664499' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/6918948387422664499'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/6918948387422664499'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2010/11/wider-dem-kulturimperialismus-sein.html' title='Wider dem Kulturimperialismus sein leichtes Spiel'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-5117159210394786643</id><published>2010-10-30T13:51:00.001+02:00</published><updated>2010-10-30T13:51:12.495+02:00</updated><title type='text'>Ankündigung: Ergänzungen zu "Werkzeug für Autoren" und e-book</title><content type='html'>Bei manchen Werkzeugen hat sich in der Zwischenzeit so einiges getan. Evernote, beispielsweise, hat v&amp;#246;llig neue Nutzungsaspekte f&amp;#252;r mich bekommen. Aber auch Tabbles entwickelt sich im Raketentempo. &lt;p&gt;Ich werde also diese und andere Artikel auf den neuesten Stand bringen, neue Artikel hinzu f&amp;#252;gen und dann die ganze Reihe als E-Book heraus bringen, was hochtrabend neudeutsch ist f&amp;#252;r: man kann es dann als eine PDF-Datei herunterladen...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-5117159210394786643?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/5117159210394786643/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=5117159210394786643' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/5117159210394786643'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/5117159210394786643'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2010/10/ankundigung-erganzungen-zu-werkzeug-fur.html' title='Ankündigung: Ergänzungen zu &quot;Werkzeug für Autoren&quot; und e-book'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-3134740896780145726</id><published>2010-10-20T15:25:00.005+02:00</published><updated>2010-11-09T22:17:49.402+01:00</updated><title type='text'>Die Apokayilypse</title><content type='html'>Ich finde meine Konfession ja sehr gelungen.  &lt;br /&gt;Protestant zu sein bedeutet, sich denen angeschlossen zu haben, denen man keine Angst einjagen konnte. Revolution, bitches!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das sind alles Vorgänge, die ein halbes Jahrtausend zurück liegen. Da sind ja Dinge geschehen, so strunzdumm, man macht sich keine Vorstellung. Da sind wir nun, 500 Jahre später, schon bedeutend weiter. Wir lassen uns nicht so leicht manipulieren, ablenken und kontrollieren - wir wissen, was Sache ist.  &lt;br /&gt;Aber damals waren die Leute halt vielleicht einfach dümmer als wir. Anders kann man sich nicht erklären, dass zum Beispiel die katholische Kirche so erfolgreich damit war, die Menschen mit Angst zu kontrollieren.  &lt;br /&gt;Das lief ja so: Da zogen Agitatoren durchs Land und haben den Menschen erzählt: "Die Welt geht unter!"  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ehrlich!&lt;br /&gt;Die Menschen haben das geglaubt. Die wussten: "Alter, noch ein zwei Generationen, dann ist hier Schluss, das ganze Scheißhaus wird in Flammen aufgehen!" Und dann, wenn die Menschen wirklich Schiss hatten, hatte man die Möglichkeit, Geld dafür zu bezahlen, dass man sich weniger schuldig als die anderen fühlen musste. Schuld wollte jedenfalls keiner haben. Also hat man so einen Wisch gekauft, der einem bescheinigte, dass man selbst nicht Schuld ist. Die anderen schon, aber man selbst war weitgehend aus dem Schneider. Begnadigt, sozusagen. So blöd waren die damals!  &lt;br /&gt;Dann kam Luther und hat eigentlich nur eine kleine Idee gehabt, die alles gesprengt hat:  &lt;br /&gt;Gnade kann man nicht erzwingen. Tatsächlich kann nichts und niemand Gnade hervorbringen. Du bist Schuld, akzeptiere es einfach.  &lt;br /&gt;Gnade passiert dem Dummkopf und übergeht den Intelligenten. Der Eine führt ein asketisches Leben, betet jahrelang darum und kommt nie in ihre Nähe.  &lt;br /&gt;Der andere begegnet ihr zufällig wenn er gerade mal lang genug nüchtern ist, um in sich hinein zu spüren.  &lt;br /&gt;Gnade wird dem Reichen gewährt, wahrend der Arme unfrei bleibt, ein Leben lang.  &lt;br /&gt;Gnade hat nichts mit Gerechtigkeit zu tun, deswegen heißt es ja "Gnade vor Recht". Deswegen ist Gnade auch wichtiger als Gerechtigkeit, denn wenn wir alle bekämen, was wir verdienen, wären wir ganz schön am Arsch!&lt;br /&gt;Du kannst dich für Gnade bereit halten. Du kannst im Voraus dankbar für sie sein. Wenn du keine Dankbarkeit spürst, kannst Du es als Vorstufe mit Demut versuchen. Wenn dir Demut schwer fallt, mach ein paar Übungen in Akzeptanz, dann kommt die Demut von allein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Akzeptanz, Demut, Dankbarkeit und dann vielleicht: Gnade.&lt;br /&gt;Keine Schuldscheine, kein Ablass, keine Buße, kein Kriechen im Dreck - Vor Gott bist Du ein freier Mensch. Mach Dich einfach bereit für Gnade.  &lt;br /&gt;Wenn sie kommt, ist sie ein Geschenk.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum erzähl ich euch das?  &lt;br /&gt;Nun, ich habe eine Neuigkeit für euch. Die Welt geht nicht unter. &lt;br /&gt;Schon wieder nicht.  &lt;br /&gt;Ich weiß, dass man euch das Gegenteil erzählt.  &lt;br /&gt;Ich kann mich noch an ein Schülermagazin aus dem Jahr 1982 erinnern, auf dem abgestorbener Wald zu sehen war, darüber eine Uhr, die fünf vor zwölf zeigt. Seit beinahe dreißig Jahren bekomme ich in rhythmischen Abständen erzählt, dass die Welt demnächst untergeht. Immer ist es kurz vorm Dicken.  &lt;br /&gt;Es gibt den Deutschen Wald übrigens immer noch. Was war mit dem Waldsterben? Das ist unklar. Die Ursache, so meint man heute, könnten neben saurem Regen auch in Pilzbefall und Schädlingen zu suchen sein.  &lt;br /&gt;Auf jeden Fall ist heute eines klar: man hat sich damals verzählt. Bei der Erfassung wurden unterschiedliche Bewertungssysteme benutzt, und plötzlich waren die Bestände in der Statistik völlig falsch und man dachte ein ganzes Jahrzehnt, bald gibt's keinen Schatten mehr.&lt;br /&gt;In der Zwischenzeit rannten alle herum und waren Schuld. Einige mehr als andere. Wenn man kein Auto fuhr und sich den Arsch mit der Hand abwischte, war man weniger Schuld dran.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute geht ja schon wieder die Welt bald unter.  &lt;br /&gt;Und es gibt auch wieder jene, die weniger Schuld sein wollen. Unbedingt!  &lt;br /&gt;Und was machen die dann? Die kaufen für Geld zum Beispiel einen Wisch, der ihnen bestätigt, dass der letzte Flug in die Urlaubsreise wieder gegen-aufgeforstet wird. Dann wissen sie: „Ich bin nicht so schuldig wie die anderen“, und finden das ein gutes Gefühl. Manche fühlen sich einfach nur dann gut, wenn sie sich besser als andere fühlen können.  &lt;br /&gt;Oder sie kaufen sich ein gutes Gefühl, indem sie ein Papier kaufen, dass ihnen bescheinigt, dass sie an Atomkraftwerken nicht ganz so doll schuld sind, auch wenn aus ihren Steckdosen natürlich nach wie vor Atomstrom kommt.&lt;br /&gt;Geld hinlegen, Papier in der Hand, Schuld weg, gutes Gefühl.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich kenne ein noch besseres Gefühl: ein freier Mensch zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wisst ihr, die Welt muss nicht gerettet werden. Das verspreche ich euch. Sie wird es weiter geben. Es ist auch nicht der Mensch gegen die Natur. Der Mensch ist Teil der Natur. Die Natur entwickelt sich innerhalb des Prinzips Mensch gerade mit Riesenschritten innerhalb von Wimpernschlägen. Wenn der Eisbar da nicht mit halten kann, dann denkt die Natur: &lt;br /&gt;Scheiß auf den Eisbären!  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn das Klima sich verändert, ist das Teil der Natur, bewirkt durch den Teil von ihr, den wir Menschheit nennen.&lt;br /&gt;Öl im Meer? Sinkt ab, sedimentiert, 500 Jahre, ist der Drops gelutscht.&lt;br /&gt;Plastikmüll im Wald? Hält sich gut, tut aber nix. Nach zweihunderttausend Jahren bemerkt das keiner mehr.&lt;br /&gt;Radioaktiver Müll? Maximal eine Million Jahre, hat der Dreck ausgestrahlt. Erdgeschichtlich ist das nix!&lt;br /&gt;Wie sagte Luther? „Und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht, ich pflanzte heute noch ein Apfelbäumchen." &lt;br /&gt;Fünfhundert Jahre ist das her und noch immer so aktuell wie damals.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nehmt mal an, ihr wäret frei von Angst. Dann wäret ihr zwar an der Gesamtlage unweigerlich beteiligt, weil ihr ja Teil des Systems Mensch seid, ihr wäret sogar Schuld, falls ihr findet, die Situation ist gerade unerträglich.  &lt;br /&gt;Aber niemand kann euch mit Angst kontrollieren. Und ihr könntet vollkommen frei zu einer Entscheidung kommen, was ihr gerade am dringendsten verändern wollt.&lt;br /&gt;Wenn das das Wetter ist, dann bitte schön. Niemand hält euch auf.&lt;br /&gt;Aber sobald ihr frei seid, akzeptiert ihr auch die Freiheit aller anderen. Und dann kämpft ihr nicht mehr gegen etwas und schon gar nicht gegen jemanden. Dann steht ihr für etwas ein. Vielleicht ja sogar für jemanden.  &lt;br /&gt;Denn mit der Freiheit kommt die Liebe.&lt;br /&gt;Vielleicht kommt ihr am Ende auch zu dem Schluss, dass es nach wie vor am unerträglichsten ist, dass jeden Tag Menschen verhungern, oder dass dieser Planet Zäune hat, die die simpelste aller Wahrheiten leugnen: dass die gesamte Erde eines jeden Menschen Heimat ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was auch immer ihr dann tut. Ihr wäret freie Menschen. Irgendwann käme dann die Gnade ganz von selbst. Und dann spürt ihr vielleicht, dass wir auf der besten aller Welten leben.&lt;br /&gt;Und dass ein Mensch, egal welche Entscheidungen sie fällt, egal, was er tut, alle Liebe verdient hat, die ihr aufbringen könnt. Ihr könntet euch das leisten, weil ihr wüsstet:&lt;br /&gt;Akzeptanz und Freiheit führt am schnellsten zu Veränderungen. Das Beispiel Luther zeigt nämlich schließlich und endlich noch etwas ganz anderes:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn sich sehr viele Menschen gleichzeitig frei von Angst fühlen, ist eines unausweichlich: die Revolution.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-3134740896780145726?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/3134740896780145726/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=3134740896780145726' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/3134740896780145726'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/3134740896780145726'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2010/10/die-apokayilypse.html' title='Die Apokayilypse'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-175584955025058559</id><published>2010-10-16T22:18:00.002+02:00</published><updated>2010-10-16T22:18:02.560+02:00</updated><title type='text'>Vater werden ist nicht schwer...?</title><content type='html'>Es gibt zwei Sorten von Menschen. Die eine bekommt bei der Geburt eines nicht-ehelichen Nachkommens automatisch das Sorgerecht. Die andere nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die eine Sorte hat den ganzen Vertrauensvorschuss, den die Gesellschaft ihr schuldet. Wir nehmen alle an, dass diese eine Sorte Mensch fähig ist, die Sorge für ein Kind zu übernehmen, Verantwortung zu&amp;nbsp; tragen, nicht selbstsüchtig zu agieren, das Kindeswohl im Blick zu haben. Die andere Sorte bekommt dieses Vertrauen nicht. Wir verweigern dieser Sorte Mensch diese Grundannahme.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die eine Sorte Mensch hat die Macht, der anderen Sorte Mensch den zeitlichen Umfang des Umgangs mit dem eigenen Kind zu diktieren. Sie bekommt diese Macht von der Gesellschaft. Wenn die machthabende Sorte kooperativ oder großzügig ist, kann diese Machtverteilung wie Gleichberechtigung aussehen. Sie ist es aber nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieses Ungleichgewicht erhalten wir alle als Gesellschaft aus nur einem Grund am Leben. Der Grund ist, dass "die andere Sorte Mensch" etwas hat, was "die eine Sorte Mensch" nicht hat: einen Penis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie hieß es noch gleich, wenn einem Menschen gleiche Rechte auf Grund des Geschlechts verweigert werden?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-175584955025058559?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/175584955025058559/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=175584955025058559' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/175584955025058559'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/175584955025058559'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2010/10/vater-werden-ist-nicht-schwer.html' title='Vater werden ist nicht schwer...?'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-7460486814797342522</id><published>2010-10-03T13:32:00.001+02:00</published><updated>2010-10-03T13:34:09.174+02:00</updated><title type='text'>Aus den Würfeln gesogen - Storyspiel Nr. 2</title><content type='html'>Ihr Geschichtenerzähler!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lasst uns spielen! Das Spiel geht ganz einfach. Ich habe mir &lt;a href="http://www.storycubes.com/" target="_blank"&gt;Storycubes &lt;/a&gt;gekauft, welche allerlei Symbole fürs freie Assoziieren und gebundene Brillieren enthalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://muratkayi.de/cpg/albums/userpics/10001/cubes_2.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="312" src="http://muratkayi.de/cpg/albums/userpics/10001/cubes_2.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jeden Freitag würfle ich und stelle ein solches Bild online.&lt;br /&gt;Dann fangt ihr an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt nur folgende Regeln:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;- Erzähle eine Geschichte!&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;- Verwende die Bilder der Würfel!&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abgesehen  davon sind wir frei. Wir können dichten oder Prosa schreiben,  lang oder  kurz, laut oder leise. Ihr dürft es meinetwegen auch mit  Bildern  versuchen, denn "Geschichtenerzähler" ist ein dehnbarer  Begriff. Ein  Comic, beispielsweise, käme einer Heldentat gleich! Wenn  ihr mögt, könnt  ihr die Nummerierung benutzen, um in eueren Geschichten  zu zeigen,  welchen Würfel ihr gerade verwertet (die Nummer in Klammern  einfügen).&lt;br /&gt;Meist merkt man das zwar auch ohne Hinweis, doch wer zu solchen  Heldentaten wir &lt;a href="http://www.derkatze.de/" target="_blank"&gt;Tobi Katze&lt;/a&gt; fähig ist, fügt die Nummer am besten doch mit ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zitat Tobi:&lt;br /&gt;&lt;img align="left" alt="" src="http://www.muratkayi.de/jm/images/stories/magnet.jpg" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;b&gt;"Er zog sich an!"&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Geschichtenanfang schlage ich, neben dem Klassiker "es war einmal..." vor:&lt;br /&gt;- "Eines Tages, auf dem Amt für Gerechtigkeiten..." (ein Anfang, den wir Katja Freese verdanken!)&lt;br /&gt;- "Was Klaus nicht wusste, war..."&lt;br /&gt;- "Am letzten Tag meines Lebens..."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Postet eure Beiträge als Kommentare hier im Weblog, denn hier findet das Spiel statt! Wir freuen uns auf euere Geschichten.&lt;br /&gt;P.S.: Wegen Spamschutz muss ich alle Kommentare noch einmal sehen und  aktivieren. Lasst euch also nicht ins Bockshorn jagen, das Posting  klappt schon!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-7460486814797342522?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/7460486814797342522/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=7460486814797342522' title='10 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/7460486814797342522'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/7460486814797342522'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2010/10/aus-den-wurfeln-gesogen-storyspiel-nr.html' title='Aus den Würfeln gesogen - Storyspiel Nr. 2'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>10</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-3636233085532775506</id><published>2010-09-28T14:03:00.000+02:00</published><updated>2010-09-28T14:03:56.278+02:00</updated><title type='text'>Bauernmädchen und Supertusse</title><content type='html'>Das Töchterchen sitzt mit glänzenden Lippen am Frühstückstisch. Ich halte es für Unsinn, sich noch vor dem Frühstück zu schminken und frage nach. Sie beteuert, sich nicht geschminkt zu haben. Ihre Lippen werfen Lichtpunkte in den Raum wie eine Discokugel.&lt;br /&gt;"Die sind auf jeden Fall geschminkt", beharre ich.&lt;br /&gt;"Das ist vielleicht von gestern, als wir Bauernmädchen und Supertusse gespielt haben."&lt;br /&gt;"Wie geht das denn?"&lt;br /&gt;"Eine ist das Bauernmädchen. Die ist nicht geschminkt und doof angezogen. Das Bauernmädchen mag die Kotze von Schweinen und so was. Und zwei andere sind die Supertussen und sind ganz doll geschminkt. Wir haben zwanzig Handys und finden es normal, wenn wir tausend Euro bekommen und so. Und dann sind wir alle in einer Klasse und die Supertussen finden das Bauernmädchen ganz doof. Aber dann haben wir alle das selbe Muttermal, das aussieht wie eine Krone, weil wir alle Schwestern sind, und dann ist das Bauernmädchen die Tusse und wir sind Bauernmädchen."&lt;br /&gt;Woraufhin sie mir ihr Handgelenk zeigt, auf dem der Filzstift-Schatten eines Muttermals in Form einer Krone zu sehen ist.&lt;br /&gt;Mein Hirn ist noch zu keiner abschließenden Bewertung des Vorfalls gekommen. Vielleicht wird das auch auf lange Sicht nicht möglich sein. Ich dokumentiere bloß. Was bleibt mir anderes übrig?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-3636233085532775506?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/3636233085532775506/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=3636233085532775506' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/3636233085532775506'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/3636233085532775506'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2010/09/bauernmadchen-und-supertusse.html' title='Bauernmädchen und Supertusse'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-4730002321693422371</id><published>2010-09-24T16:39:00.005+02:00</published><updated>2010-09-25T18:55:57.507+02:00</updated><title type='text'>Aus den Würfeln gesogen - Storyspiel</title><content type='html'>Ihr Geschichtenerzähler!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lasst uns spielen! Das Spiel geht ganz einfach. Ich habe mir &lt;a href="http://www.storycubes.com/" target="_blank"&gt;Storycubes &lt;/a&gt;gekauft, welche allerlei Symbole fürs freie Assoziieren und gebundene Brillieren enthalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img alt="" class="story" src="http://www.muratkayi.de/jm/images/stories/cubes_1.jpg" /&gt;&lt;br /&gt;Jeden Freitag würfle ich und stelle ein solches Bild online.&lt;br /&gt;Dann fangt ihr an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt nur folgende Regeln:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;- Erzähle eine Geschichte!&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;- Verwende die Bilder der Würfel!&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abgesehen  davon sind wir frei. Wir können dichten oder Prosa schreiben, lang oder  kurz, laut oder leise. Ihr dürft es meinetwegen auch mit Bildern  versuchen, denn "Geschichtenerzähler" ist ein dehnbarer Begriff. Ein  Comic, beispielsweise, käme einer Heldentat gleich! Wenn ihr mögt, könnt  ihr die Nummerierung benutzen, um in eueren Geschichten zu zeigen,  welchen Würfel ihr gerade verwertet (die Nummer in Klammern einfügen).&lt;br /&gt;Meist merkt man das zwar auch ohne Hinweis, doch wer zu solchen  Heldentaten wir &lt;a href="http://www.derkatze.de/" target="_blank"&gt;Tobi Katze&lt;/a&gt; fähig ist, fügt die Nummer am besten doch mit ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zitat Tobi:&lt;br /&gt;&lt;img align="left" alt="" src="http://www.muratkayi.de/jm/images/stories/magnet.jpg" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;b&gt;"Er zog sich an!"&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Geschichtenanfang schlage ich, neben dem Klassiker "es war einmal..." vor:&lt;br /&gt;- "Eines Tages, auf dem Amt für Gerechtigkeiten..." (ein Anfang, den wir Katja Freese verdanken!)&lt;br /&gt;- "Was Klaus nicht wusste, war..."&lt;br /&gt;- "Am letzten Tag meines Lebens..."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Postet eure Beiträge als Kommentare hier im Weblog, denn hier findet das Spiel statt! Wir freuen uns auf euere Geschichten.&lt;br /&gt;P.S.: Wegen Spamschutz muss ich alle Kommentare noch einmal sehen und aktivieren. Lasst euch also nicht ins Bockshorn jagen, das Posting klappt schon!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-4730002321693422371?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/4730002321693422371/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=4730002321693422371' title='14 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/4730002321693422371'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/4730002321693422371'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2010/09/aus-den-wurfeln-gesogen-storyspiel.html' title='Aus den Würfeln gesogen - Storyspiel'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>14</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-8345194251550859386</id><published>2010-09-02T12:15:00.001+02:00</published><updated>2010-09-02T12:16:49.082+02:00</updated><title type='text'>Das Tüpfelchem auf dem Iiih.</title><content type='html'>Nach allem, was ich so von der Diskussion um dumme Türken mitbekomme, sind die Kernthesen folgende:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- überdurchschnittlich viele muslimische Migranten sind dumm&lt;br /&gt;- sie bekommen überdurchschnittlich viele Kinder&lt;br /&gt;- darum wird Deutschland insgesamt dümmer&lt;br /&gt;- weil es sich um ein genetisches Problem handelt, muss sich am deutschen Schulwesen nichts ändern.&lt;br /&gt;- weil es sich um ein genetisches Problem handelt, müssen deutschstämmige Deutsche sich nicht ändern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich weiß jetzt nicht, wo bei solch kaltem Kaffee der Aufreger sein soll. Schnee von gestern.&lt;br /&gt;Solcherlei müssen wir uns doch schon seit bald dreißig Jahren anhören.&lt;br /&gt;Neu ist lediglich, dass so Viele neuerdings denken, es handele sich um eine Leistung, dieses Gedankengut an die Öffentlichkeit zu bringen - als müsse man hierfür gegen den Strom schwimmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist nämlich leider nicht so, dass es "endlich mal einer sagt". Im Gegenteil. Es setzt so langsam ein gewisser Ermüdungseffekt ein, weil man schon wieder das gleiche Lied geschmettert bekommt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber kein Unheil ist so groß, dass es nicht durch berufene Stimmen "aus den eigenen Reihen" noch vergrößert werden könnte: Wenn man bei &lt;a href="http://www.faz.net/s/Rub9B4326FE2669456BAC0CF17E0C7E9105/Doc%7EE0A47A9BA62F54940957049B1C02B0EDA%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html"&gt;faz.net lesen darf&lt;/a&gt;, dass Osmanen durch Leseverbote Dummheit herangezüchtet haben (ich verstehe nicht viel von Genetik, aber dass Leseverbote sich auf das Genom auswirken, wäre eine Sensation), während die Deutschen einhellig als die Söhne Bachs beschrieben werden...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;...ja, dann bin ich fast versucht, der These der überdurchschnittlichen Dummheit eine Chance zu geben. Für einen solchen Text muss man wohl eingewandert sein.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-8345194251550859386?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/8345194251550859386/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=8345194251550859386' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/8345194251550859386'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/8345194251550859386'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2010/09/das-tupfelchem-auf-dem-iiih.html' title='Das Tüpfelchem auf dem Iiih.'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-2193826753602098420</id><published>2010-08-25T11:14:00.002+02:00</published><updated>2010-08-25T11:14:33.711+02:00</updated><title type='text'>Dein ist mein ganzes Herz...</title><content type='html'>&lt;div class="UIComposer_InputArea_Base UIComposer_InputArea"&gt;&lt;div class="UIComposer_InputShadow"&gt;&lt;div class="Mentions_Input" contenteditable="true" id="c4c74dc021c24322616e96_input" style="width: 511px;"&gt;Heute Tagesgespräch WDR 5 über Organtransplantation und trotz der Redaktion ein paar interessante Fakten mitbekommen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Hirntod ist eine ungefähre Näherung an eine hypothetische Vereinbarung, kein klar umrissener Zustand. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Die Entnahme von Organen bei Hirntoten findet unter Narkose + Mitteln zur Muskelentspannung statt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Hirntote zeigen allerlei Reaktionen von hormonellen Veränderungen bis  hin zu Erektionen. Ihr Zustand ist einem Koma vergleichbar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Solang durch den Spender nicht klar abgegrenzt, kann undifferenzierte  Zustimmung zu Organspende auch Gewebespende bedeuten, was zur  Ausschlachtung für kosmetische sowie plastische Chirurgie führt. Ein  Mensch beinhaltet medizinisch verwertbares Material von ca. 100.000  Euro.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Manchmal stelle ich mir vor, wie in fünfhundert Jahren ein Historienfilm  zeigt, wie wir sterbende Menschen ausschlachten und die Zuschauer jene  Gänsehaut bekommen, die wir bekommen, wenn wir historischen Figuren beim  Aderlass zusehen...&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-2193826753602098420?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/2193826753602098420/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=2193826753602098420' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/2193826753602098420'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/2193826753602098420'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2010/08/dein-ist-mein-ganzes-herz.html' title='Dein ist mein ganzes Herz...'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-578381063198519871</id><published>2010-05-21T12:00:00.002+02:00</published><updated>2010-05-21T12:48:37.126+02:00</updated><title type='text'>Drei heimliche Arten der Faulheit und wie man sie erkennt</title><content type='html'>Liebe Brüder und Schwestern!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tut Muße!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hatte schon seit einiger Zeit einen kleinen Abriss der wichtigsten Unterarten der Faulheit vor Augen. Nachdem ich nun durch eine intensive Mußephase gegangen bin, erscheint mir die Angelegenheit umso dringlicher. Eine Angelegenheit, die also keinen Aufschub duldet. Dass ich sie trotzdem erledige, ist bereits Teil des Problems.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Darum hier zunächst die wichtigsten Unterarten der Faulheit und ein anderes Mal die Gegenüberstellung von Faulheit und Muße, damit ihr künftig erkennt, wie echter Fleiß aussieht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;1. Faule Menschen malochen viel.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin ein glühender Verfechter des Werts ehrlicher Arbeit. Wie mein Schwiegervater neulich in der Schwitzhütte richtig bemerkte, steckt hinter dieser tief-bürgerlichen Formulierung "ehrliche Arbeit" paradoxer weise ein zutiefst unbürgerlicher Gedanke: nur diejenige Arbeit zu tun, die man wirklich und wahrhaftig tun will, der man ehrlich mit ganzer Hingabe nachgehen kann. &lt;br /&gt;Das muss ein Normalbürger als Anmaßung empfinden. Sie alle machten immerhin ja irgendetwas, was sie nicht wirklich wollten. Das Leben sei ja schließlich kein Ponyhof. Es gelte, gerade die unangenehmen Dinge früh und gründlich zu erledigen, um sich nicht dem Vorwurf der Faulheit ausgesetzt zu sehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Interessant hieran finde ich, speziell beim berühmten Ponyhof, dass für Otto-Normal-Arbeitnehmer das Gegenmodell zur Maloche, zum Job mithin, den man ausschließlich des Geldes wegen macht, nicht etwa eine Tätigkeit ist, die dem eigenen Herzenswunsch entspricht, sondern der lustbestimmte ziellose Taumel eines Lebens auf dem Ponyhof. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der ewige Urlaub oder die ewige Qual der Maloche, dazwischen ist nichts. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Mensch, der ein solches Lebensbild lebt, ist einer der schlimmsten Faulpelze überhaupt: er ist geistig faul. Diese Menschen haben vergessen, was es heißt, einen Herzenswunsch zu haben. Meist haben sie vergessen, wie man träumt und fast immer wie man Träume in Ziele verwandelt. Das ist ja nicht schlimm. Sich an all diese Dinge wieder zu erinnern und also ehrlich zu selbst zu sein, kostet lediglich ein bisschen Arbeit. &lt;br /&gt;Doch der Faule malocht lieber.&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;br /&gt;2. Kein Ziel, kein Plan: Legen wir los!&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denken kostet ohnehin die meiste Arbeit. Es zehrt an den Kräften. Und es gibt einem erst nach langer Übung das Gefühl, produktiv zu sein. &lt;br /&gt;Ich habe Kisten geschleppt und Dächer gedeckt, Gruben ausgehoben und Zäune gezogen, ich habe Wände aufgestemmt und in einer Küche gearbeitet und kann sagen: Je mehr du körperlich schuftest, um so größer das Gefühl der Produktivität, desto befriedigender die Arbeit.&lt;br /&gt;"Hömma, wenne deine Hände suchst: die sind in der Tasche!" &lt;br /&gt;Ein großartiger Spruch aus dem tiefsten Westfalen, der das Gesicht des Träumers direkt in die Arbeit vor den eigenen Händen drückt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So weit so gut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber keine Mauer ohne Lot und Wasserwaage, keine Küche ohne Menükarte, und auch beim Wände aufstemmen muss man planen, was man tut, &lt;a href="http://muratkayi.blogspot.com/2009/12/was-willi-und-ich-gemeinsam-haben.html"&gt;wie Willi weiß&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;Wer loslegt, ohne dass die Denkarbeit getan wurde, sei es von ihm selbst oder von jemandem, auf den man sich hierbei verlassen will und kann, wer also einfach macht, Hauptsache, es passiert was, der nervt alle Umstehenden und Anwesenden mit einer sehr heimlichen und heuchlerischen Art der Fauhlheit: hektische Betriebsamkeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hektische Betriebsamkeit macht mich aggressiv. Eine Herde Grottenolme auf dem Weg zur Häutung hat mehr Plan von seinem Tun, ein Schaf mehr Eigenständigkeit im Denken, eine Ameise hat größere Besonnenheit und Charlie Brown hat mehr Aussicht auf Erfolg als der einsame Idiot, der in hektische Betriebsamkeit verfällt. &lt;br /&gt;Zuweilen steckt der einsame Idiot ein ganzes Büro oder ein ganzes Team mit seiner Tarnung an, denn hektische Betriebsamkeit ist von außen nur für den Kenner von wirklichem Arbeitsfluss zu unterscheiden. Ich will hier nicht alle Tricks verraten, aber wer die Zeit hat, kann einfach abwarten: hektische Betriebsamkeit führt nämlich zu nichts. Spätestens dann weiß man Bescheid. Das weiß der Faulpelz natürlich - deswegen überlagern und überschneiden sich bei ihm gerne drei oder vier Aufgaben, so dass man nie weiß, woran gerade gearbeitet wird. Wenn man es mit einem solchen Saboteur zu tun hat, muss man sich von ihm trennen oder ihn bloßstellen, je nachdem wie die Rahmenbedingungen sind. Sonst reißt er auf Dauer alle mit in den Abgrund.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;3. Perfektionismus ist eine Mangelkrankheit&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Perfektionist ist immer noch kein Schimpfwort. Das allein zeigt, dass wir mental noch immer im Kindergarten herum dümpeln. Manchmal sieht man leidlich erfolgreiche Künstler oder (sehr viel seltener!) Geschäftsleute in Talkshows mit dem Wort "Perfektionist" kokettieren, sie bescheinigen sich selbst eine solche oder ein solcher zu sein, die Umgebung habe es nicht immer leicht, aber sie seien halt nun einmal so und so weiter und so fort.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich halte das für einen Denkfehler. &lt;br /&gt;Hallo, ihr Talkshowgäste dieser Welt! Vielleicht leidet eure Umgebung vor allem deswegen, weil es ein Kreuz ist, mit euch zu arbeiten? Vielleicht seid ihr penibel, kleinlich, verhaltet euch wie Diven oder Tyrannen oder was weiß ich - dass ihr Perfektionisten seid, ist jedenfalls die unwahrscheinlichste Option.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum?&lt;br /&gt;Weil ihr in Talkshows auftretet. Ihr habt Erfolg. Ihr kriegt euren Scheiß gebacken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Perfektionist kriegt überhaupt nichts auf die Reihe. Ein Perfektionist wird nie fertig, und wenn doch, dann ist er unzufrieden und zeigt seine Arbeit niemandem her, verschließt sie in irgendeiner Schublade und macht sich an etwas anderes. Die ganze Zeit aber nagt der Gedanke an "die Unvollendete" in der Schublade an seiner Konzentration. Der Perfektionist ist nie da, wo er ist. &lt;br /&gt;"Ich muss da noch mal dran"&lt;br /&gt;"Das ist noch nicht fertig"&lt;br /&gt;"Noch ein Take!"&lt;br /&gt;"Es ist nicht gut geworden"&lt;br /&gt;Sätze wie diese fallen einem Perfektionisten zu einer Arbeit ein, an der er bereits zehn Mal so lange sitzt wie andere aus seiner Branche.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dem Perfektionisten mangelt es an Selbstvertrauen, an Selbstwertgefühl und oft an Können bzw. Handwerk. Perfektionisten wollen keinen Erfolg. Warum? Ich habe keine Ahnung, aber es ist zweifellos so, denn man muss sich immer nur das Ergebnis einer Bemühung ansehen, um ihr ursprüngliches Ziel zu ergründen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-578381063198519871?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/578381063198519871/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=578381063198519871' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/578381063198519871'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/578381063198519871'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2010/05/drei-heimliche-arten-der-faulheit-und.html' title='Drei heimliche Arten der Faulheit und wie man sie erkennt'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-3378841889939341610</id><published>2010-05-20T12:00:00.000+02:00</published><updated>2010-05-20T12:00:03.913+02:00</updated><title type='text'>Liebe Linksalternative und Autonome...</title><content type='html'>&lt;a href="http://muratkayi.blogspot.com/2008/09/liebe-linksalternative-und-autonome.html"&gt;Ich bin's schon wieder. Und ihr seid's schon wieder.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im April 2010 streifte ich so durch die Straßen der Nordstadt, machte Fotos der pittoresken Urbanverödung und freute mich meines Lebens, bis mit einem Mal Hubschraubergebrumm, Polizeiaufwand und heiseres Gekreisch aus Megaphonen euer Kommen ankündigten.&lt;br /&gt;Mein Fotoapparat hatte zwischenzeitig den Geist aufgegeben (Batterien), was mich allerdings nicht ärgerte, denn solcherlei Zusammentreffen von Vorbereitung, Gelegenheit und Vereitelung finde ich meist belustigend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Thema.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ihr drangt in die Münsterstraße ein, wo, wie teils im Internet zu lesen ist, euer martialisches Auftreten samt Vermummung und Fahnenschwenkerei angeblich von den Eingeborenen "gut aufgenommen" wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieder einmal habe ich den Eindruck, wenn ich es euch nicht sage, sagt es euch keiner: ihr habt amüsiert. Bestenfalls.&lt;br /&gt;Dass die Leute in den Fenstern hingen, dass man Gespräch verstummen und Besorgung unerledigt ließ, um euern Zug zu bestaunen, hat nichts mit dem zu tun, was ihr euch vielleicht als Reaktion auf euere etwas herablassende Solidaritätsattitüde&amp;nbsp; wünschtet.&lt;br /&gt;Seht ihr, es ist nämlich so. In der Münsterstraße und Umgebung wohnen mehrheitlich Menschen aus dem nahen Osten, Türkei, Nordafrika. Zum großen Teil mithin das, was man früher als Orient bezeichnete, aber das war zu Zeiten, als die Menschen im Gegenzug noch die Bedeutung des Wortes Okzident kannten. Da ich sozusagen orientstämmig bin, bringe ich hier mal eine Information an, die mir schon seit längerem als Klarstellung im Kopf herum geht und die euch vielleicht einen entscheidenden Schritt weiter bringt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Orientale als solcher ist meist konservativ. Ihr mögt zwar meinen, die Tatsache dass einige von denen sich hier nur schwer zurecht finden und Berührungsängste mit dem haben, was ihr etwas ungenau als Gesellschaft bezeichnet, deute darauf hin, dass es Überschneidungen mit eurem Gedankengut gebe, aber da irrt ihr. Eure Eltern verstehen euch besser als die Objekte eurer en passant ausgestreuten Solidarität. Merkt es euch einfach hiermit:&amp;nbsp; Oriental = Ayşe rustikal.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So weit so gut. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun fielt ihr also wie ein Spielmannszug in der Nordstadt ein und einer der Anwohner nahm das Spektakel auf seiner Handykamera auf, worauf hin vermummte Kämpfer gegen Rechts ihn an der Einmündung einer Nebenstraße bedrohten und eindringlich nahe legten, mit der Filmerei auf zu hören, sonst… &lt;br /&gt;Nur zur Klarstellung: ihr seid Teilnehmer in einem öffentlichen Zug. Nicht nur durfte er euch filmen, er hätte die Aufnahmen sogar veröffentlichen dürfen, ohne euere Zustimmung einzuholen. Schlagt es bei Gelegenheit mal nach.&lt;br /&gt;Aber hauptsächlich fiel mir diese Szene auf, weil mir klar wurde, dass es zwar das Wort "scheißliberal" gibt, für jene hochnäsige und verlogene Art mit seiner Toleranz zu kokettieren um damit die eigene Borniertheit zu kaschieren - aber es gibt noch kein Wort für die selbstgerechte Heuchelei mit der man gleichzeitig gegen Rechts sein kann ohne im Mindesten in der Lage zu sein, auf Menschen mit anderem kulturellen Hintergrund einzugehen, ihren Standpunkt einzunehmen, ganz zu schweigen davon, für sie einzustehen.&lt;br /&gt;Sonst hättet ihr wahrscheinlich gemerkt, dass der Grundgedanke dieses Mannes und noch weiterer Anwohner dort nach der Kundgebung wohl eher in die Richtung ging: "Noch so ein Haufen Asis, die hier einfallen und sich nicht zu benehmen wissen…"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und darum wird das auch vorerst nichts mit eurer Solidarität. &lt;br /&gt;Das soll ja heißen, ihr verbündet euch, ihr steht ein für etwas oder jemanden. Ihr steht aber nur für euch selbst ein. Ihr fühlt euch verbunden mit gar nichts und mit niemandem, oder jedenfalls nur solange ihr nicht in echt mit dem Gegenstand eurer Solidarität in Kontakt kommt. Und wenn ihr nun meint, so war das ja auch nicht gemeint, ihr erklärt euch lediglich solidarisch mit der Linken als solchen, die Ausländer können ja mit machen oder bleiben wo der Pfeffer wächst, dann gibt es hier als Bonus noch eine Hilfestellung: Wenn man nur mit sich selbst solidarisch ist, dann heißt es nicht Solidarität. Dann heißt es Selbstsucht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Keine Ursache.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-3378841889939341610?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/3378841889939341610/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=3378841889939341610' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/3378841889939341610'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/3378841889939341610'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2010/05/liebe-linksalternative-und-autonome.html' title='Liebe Linksalternative und Autonome...'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-122993609768192538</id><published>2010-05-19T14:33:00.002+02:00</published><updated>2010-05-19T14:39:30.107+02:00</updated><title type='text'>Aus der Stille zurück</title><content type='html'>Vier Wochen tiefster und dringendst benötigter Stille liegen hinter mir. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich kündige an, dass ich einen Bericht über die heimlichen Arten der Fauhleiheit schreiben muss, denn ich habe den Müßiggang wieder entdeckt und muss ihn für uns alle einmal von Faulheit abgrenzen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber vorher muss ich eine frohe Botschaft zum Thema Verantwortung überbringen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neulich saß ich einem &lt;a href="http://www.michaelconstantin.com/"&gt;Meschenleser &lt;/a&gt;gegenüber, der binnen kürzester Zeit tief in mich hinabblickte. Und mit kürzester Zeit meine ich ca. zwei Stunden.&lt;br /&gt;Es war eine Freude und unheimlich. Er lag in Dingen richtig, die Kollegen mit denen ich täglich mehrere Stunden zubrachte, erst nach Monaten heraus gekriegt haben. &lt;br /&gt;Und doch lag er in einem falsch. Er nahm an, dass es in meinem Leben Dinge gab, die ich gerne änderte, wenn ich könnte; dass ich genau wüsste, um welche Dinge es sich handelte, dass ich Traumata aus der Vergangenheit benennen kann und sie richtete, wenn ich könnte. Das ist nur halb richtig. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich könnte sie sofort benennen. Aber um keinen Preis tilgte ich eins von ihnen aus meinem Leben. &lt;br /&gt;Und zwar nicht, weil ich einfach nur erkannt habe, dass das nun mal alles zu meinem Leben gehört und ich mich voll annehme, als der der ich gerade bin. Das ist alles schön und gut, trifft aber nicht den Kern. &lt;br /&gt;Ich bereue nichts von dem, was mir zugestoßen ist, weil ich weiß, dass bereits diese Formulierung zu ungenau ist. Denn alles geschah mit meiner Beteiligung.&lt;br /&gt;Ich habe von Anfang an meine Entscheidungen gefällt wie alle anderen Menschen um mich herum auch. Nichts in meinem Leben geschah mir einfach wie einer unbeteiligten Person. Alles war wie ein gemeinsamer Tanz, dessen Bewegungen erst miteinander vollständigen Sinn ergeben. Darum muss ich mich auch nicht fühlen, als wäre ich entmachtet auf die Welt gekommen, in einem Scheißesturm gefangen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als mein kleiner Sohn fünf Sekunden alt war, wie er da auf unserem Wohnzimmerboden lag, nackt und verschreckt, da überwältigte mich die Erkenntnis, wie sehr er sich von seiner Schwester unterschied. Er war bereits seine eigene kleine Persönlichkeit. Er nahm das Leben vollkommen anders an, begegnete uns vollkommen anders als seine Schwester es tat. Innerhalb von fünf Sekunden hatte er ein paar wichtige Entscheidungen gefällt. Wie konnte das nur sein? &lt;br /&gt;Soziale Prägung ist vollkommen überschätzt. In einem gewissen Sinn können wir immer nur die sein, die wir sind. Daran gibt es nichts zu ändern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die frohe Botschaft hieran lautet also: das Leben geschieht uns nicht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich trage meinen Teil der Verantwortung. Du trägst Deinen Teil der Verantwortung. Wer sich je gefangen fühlte im undurchschaubaren Dickicht seiner Biografie (und meiner Erfahrung nach sind das fast alle, die ein bisschen in sich hinein lauschen können), kann erlöst aufatmen. &lt;br /&gt;Du bist frei. Wir alle bekamen vollkommene Freiheit zum Preis vollkommener Verantwortung. Mit anderen Worten: wir stehen alle da, wo wir unbedingt hin wollten, denn alles andere erschien uns zu kostspielig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gib Dir einen tiefen Atemzug.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-122993609768192538?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/122993609768192538/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=122993609768192538' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/122993609768192538'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/122993609768192538'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2010/05/aus-der-stille-zuruck.html' title='Aus der Stille zurück'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-9072483366473823007</id><published>2010-04-25T15:31:00.000+02:00</published><updated>2010-04-25T15:31:43.810+02:00</updated><title type='text'>Der siebente Tag KW 16</title><content type='html'>Die Woche begann mit einem Highlight: dem Dortmunder Künstlertreffen im Wichernhaus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir waren zwölf Personen, darunter Musiker, Schriftsteller, Bühnenkünstler (Kabarettisten, Sänger), Webcomic-Erfinder und Veranstalter. Zwei Stunden lang qualmten die Köpfe, und ich muss sagen, es war genau so ergiebig wie ich gehofft hatte. Wir treffen uns im Mai wieder, um über unsere Presseinfos zu sprechen, Vertrieb und Publicity-Stunts ins Auge zu fassen sowie Einzelprojekte und Förderungen ins rechte Licht zu rücken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Dienstag trat das &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=O-hlT-NOnRw"&gt;Daddy Weyland Trio im Bam Boomerang&lt;/a&gt; auf. Obwohl der Sound glasklar war (Danke Peter!) und die Bühne sowie der Raum sehr hübsch, muss ich sagen, dass wir es auf jeden Fall vermeiden sollten jemals wieder während eines Champion-League Spiels aufzutreten. Das erinnert mich an einen Auftritt, den ich 1996 während des Europameisterschaftsfinales (!) mit Deutscher Teilnahme (!!) machte. Wir haben echt gerockt, aber es hat niemand mitbekommen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Mittwoch brach die Familie ohne mich zur Kur auf, so dass ich momentan sturmfreie Bude habe. Hauptunterschied ist bis jetzt, dass ich durchschlafen kann - das erste Mal seit ca. einem Jahr. Mit meinem Immunsystem geht es folglich rasant bergauf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Freitag jedoch musste ich fest stellen, dass das Navigationsgerät von der Liebsten in ein schwer aufzuspürendes Versteck verbracht wurde, so dass ich mir eine Google-Wegbeschreibung zum Auftrittsort in Solingen ausdrucken musste. Diese hatte mit meinem Zielort jedoch nichts am Hut. Ich verspätete mich um dreißig Minuten, machte einen sehczig Sekunden Soundcheck, warf mir Bühnenkleidung über und konnte pünktlich eine sehr schöne Show vor einem Solinger Publikum beginnen, dass mir in Nullkommanix ans Herz wuchs. Aufmerksam, aktiv und begeisterungsfähig. Es ist eine traurige Wahrheit (und in gewisser Weise auch ein Geheimnis), dass Künstler immer nur so gut sind wie ihr Publikum. Das Solinger Publikum macht es einem leicht, gut zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gleiches ließe sich im Übrigen über das Publikum im Subrosa sagen, welches am Samstag den ersten Auftritt der Daddy Weyland Band zu sehen und vor allem zu hören bekam. Bass, Gitarre, Schlagzeug, Keyboard und Sänger auf die Bühne der &lt;a href="http://www.hafenschaenke.de/"&gt;Hafenschaenke &lt;/a&gt;zu bringen, war eine Herausforderung, aber ich möchte sagen, dass wir uns zumindest näher gekommen sind - vor allem musikalisch. So gut hatten wir bis dato die Songs noch nicht gespielt, der Sound war Knaller und die Leute bis zum Schluss mit voller Aufmerksamkeit dabei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun ist erst einmal zwei Wochen Ruhe mit Auftritten, was ganz gut ist, denn so habe ich Zeit, den nächsten Vertriebs- und Marketingpusch einzustielen. Außerdem gehe ich kommende Woche &lt;a href="http://www.5rhythmen-unna.de/concms/cms/front_content.php?idart=103"&gt;Schwitzen und auf Visionssuche&lt;/a&gt;, doch davon mehr, wenn ich hiervon zurück gekehrt bin. Den Wochenrückblick gibt es dann ein wenig später...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-9072483366473823007?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/9072483366473823007/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=9072483366473823007' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/9072483366473823007'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/9072483366473823007'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2010/04/der-siebente-tag-kw-16.html' title='Der siebente Tag KW 16'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-4113486152659933727</id><published>2010-04-17T12:19:00.000+02:00</published><updated>2010-04-17T12:19:20.140+02:00</updated><title type='text'>Der Siebente Tag - KW 15</title><content type='html'>Diese Woche hat mich irgendwie geplättet. Ich bin erkältet und lahme. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem wirklich wunderbaren Wandertag letzten Samstag mit einem alten Freund fing der Fuß an zu schmerzen (etwa einen Tag später) - keine Ahnung wieso. Ich musste jedenfalls ständig an verschiedenste Filmszenen denken, in denen Pferde von ihren Besitzern erschossen werden, weil sie lahmen. Ich habe mich in diesen Tagen oft gefragt, ob das eigentlich so eine Szene ist, die Autoren schon seit Jahrzehnten voneinander abschreiben oder ob das wirklich die adequate Vorgehensweise ist, bzw. war? Ich meine, muss man das Tier direkt abknallen, nur weil es sich den Fuß geprellt hat? Das geht einem so durch den Kopf, wenn man selbst hinkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Inzwischen haben wir übrigens 11 Anmeldungen für das &lt;a href="http://www.muratkayi.de/jm/index.php?option=com_content&amp;amp;view=category&amp;amp;layout=blog&amp;amp;id=49&amp;amp;Itemid=76"&gt;Künstlertreffen&lt;/a&gt;, auf das ich mich wie Hulle freue. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bleibt noch anzumerken, dass auch wenn ich durch Erkältung und Fußzerrung mit angezogener Handbremse unterwegs bin, sich immer auch etwas in Richtung Auftritte tut: Zum Einen hat der erste Veranstalter sich so für "&lt;a href="http://www.muratkayi.de/jm/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=110&amp;amp;Itemid=73"&gt;Migrantenpop&lt;/a&gt;" begeistern können, dass man uns engagiert hat. Die eigentliche Premiere ist für September angesetzt, aber es ist natürlich schön, wenn das Konzept so überzeugt, dass man schon Auftritte für danach vereinbaren kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Andern hatte ich gestern einen sehr schönen Auftritt mit Hannes und Bubbles anlässlich der Releaseparty von &lt;a href="http://www.daddyweyland.de/"&gt;Daddy Weylands&lt;/a&gt; neuer EP, auf der ich Steel Guitar beigesteuert habe.&lt;br /&gt;Besonders verzaubert hat mich am gestrigen Abend neben dem schönen &lt;a href="http://www.cafe-barendorf.de/Barendorf/Willkommen.html"&gt;Auftrittsort in Iserlohn&lt;/a&gt; vor allem &lt;a href="http://www.myspace.com/dogsrunfreemusic"&gt;Dogsrunfree &lt;/a&gt;aus Bremen, die am Abend vor uns gespielt haben.&lt;br /&gt;Die beiden sind nicht einfach nur zwei unglaublich sympathische Typen - das Konzert hat mich völlig umgehauen. Zwei Gitarren, tief melancholisch, dabei zu jeder Zeit einwandfreier Groove und immer wieder spannende musikalische Ideen. Das kann heißen; ein Metall-o-phon(?), eine kleine Kastenorgel oder schlicht schöne Harmonien, die so lange geprügelt werden, dass man irgendwann aufhört, sich zu fragen, wie es weiter geht und sich einfach im Lauschen verliert.&lt;br /&gt;Hiermit ergeht eine dringende Hingeh-Empfehlung! Guckt euch die beiden an! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich geht mir dabei auch durch den Kopf, dass ich selbst nicht so viele tolle Künstler und Musiker kennen lernte, wenn ich nicht ständig selbst auf der Bühne stünde und allein deswegen viel unterwegs bin. Soll heißen, ich säße mit dem Hintern wahrscheinlich viel zu oft auf der Couch daheim, geschlaucht vom Alltag und die Fernbedienung in der Hand. Ich möchte euch sagen: Ich kenne dieses Gefühl. &lt;br /&gt;Aber wir alle kennen doch auch dieses Gefühl, wenn man sich aufgerafft hat, unterwegs war und auf einem kleinen Konzert Musik gehört hat, die einen nicht mehr los lässt, Geschichten gehört hat, die noch nach Wochen in einem nachklingen - und das alles meist von Künstlern, die man zuvor nicht kannte, die wenig oder gar nicht in den Medien auftauchen und die hauptsächlich durch Mund-zu-Mund-Propaganda Verbreitung finden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Geht mal wieder da raus. Es lohnt sich.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-4113486152659933727?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/4113486152659933727/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=4113486152659933727' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/4113486152659933727'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/4113486152659933727'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2010/04/der-siebente-tag-kw-15.html' title='Der Siebente Tag - KW 15'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-4144121754622185517</id><published>2010-04-16T14:56:00.000+02:00</published><updated>2010-04-16T14:56:29.366+02:00</updated><title type='text'>Murat Kayi im Interview</title><content type='html'>Beim &lt;a href="http://www.kulan.de/"&gt;Kulturmagazin Kulan &lt;/a&gt;bin ich momentan Covergirl! Und wer diesen Blogeintrag nach April 2010 liest, dem bleibt immer noch &lt;a href="http://www.kulan.de/dateien/muratkayi0410.html"&gt;das Interview mit mir&lt;/a&gt; im Inhaltsteil des Magazins!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-4144121754622185517?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/4144121754622185517/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=4144121754622185517' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/4144121754622185517'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/4144121754622185517'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2010/04/murat-kayi-im-interview.html' title='Murat Kayi im Interview'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-7227544101549461779</id><published>2010-04-12T15:54:00.000+02:00</published><updated>2010-04-12T15:54:34.946+02:00</updated><title type='text'>Dortmund - wo Menschenhandel noch Spaß macht.</title><content type='html'>Ich will nur mal auf die schnelle eine Meinung zum Thema Mindener Straße los werden, vor allem, da eine kurze Recherche zu diesem Stichwort vor allem Internetseiten von begeisterten Freiern nach oben spült.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis vor einiger Zeit war die Mindener Straße der Dortmunder Straßenstrich für die Verarmten ohne Perspektive (und ich meine nicht die Freier) und als solches in erster Linie ein lebendiges Zeugnis der Verelendung der Nordstadt sowie der sozialen Kälte in unserer Gesellschaft allgemein. Der Monat dauert noch, das Geld ist bereits alle, es bleibt der Verkauf des Körpers.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun gut. Ich will nicht so tun, als stünde es mir zu, den Beteiligten irgendwelche Weisheiten zu diesem Vorgang hinter die Ohren zu schreiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Inzwischen aber ist die Mindener Straße nichts anderes als die offen zur Schau gestellte Unterstützung aller Dortmunder für den internationalen Menschenhandel. Die Frauen, bzw. Mädchen, die da stehen, machen auf keinen, der nicht blind durchs Leben geht, den Eindruck von selbstbestimmten Bürgerinnen oder autonomen Huren.&lt;br /&gt;Man kann der Polizei keinen Vorwurf machen - sie fährt da ja nicht mehr lang und weiß wahrscheinlich von nichts. Vielleicht sagt mal einer Bescheid?&lt;br /&gt;Wie man von &lt;a href="http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/Investiert-Rotlichtgroesse-am-Strassenstrich-id409022.html"&gt;derwesten.de erfährt, ist man bei der Stadtverwaltung zudem der Auffassung&lt;/a&gt;, der ganze Tatbestand sei unglaublich schwer nachzuweisen. Damit ist bereits etwas so offensichtliches wie die Hurerei als solche gemeint. Mit welchen Menschen dort allerdings Prostitution in Dortmund zum Standortfaktor gemacht wird, ist doch wohl vor allem das Problem. Und das lässt sich ja noch viel schwerer ergründen. Eine Befragung der Betroffenen wäre wohl auch schwierig - wenn man gerade noch in Osteuropa zur Schule ging und sich plötzlich am Dortmunder Straßenstrich wiederfindet, ist es mit den Sprachkenntnissen auch nicht so weit her. Schade.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Freier, die mehrheitlich mit den Kennzeichen MK, EN, HSK und UN das Ganze am Leben erhalten, tragen natürlich ihren Teil der Verantwortung. Mir ist aber schlicht und einfach rätselhaft, warum wir alle der Auffassung sind, das müsse eben alles so sein, "importierte" Mädchen, Schlepperbanden, und so weiter und so fort? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einen anderen Grund kann es nicht geben, denn was in unserer Stadt geschieht, obliegt ja nicht der Verantwortung irgendwelcher Ratsherren, der Polizei oder sonstigen Institutionen. Die spiegeln doch alle immer nur den wahrgenommenen Willen der Bevölkerung in dieser Stadt, immerhin der Souverän im Staat. Die Mindener Straße sieht so aus, wie sie aussieht, weil wir alle offensichtlich wollen, dass es das gibt. In genau dieser Form.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Lässt sich nicht ändern"?&lt;br /&gt;Dass ich nicht lache.&lt;br /&gt;Wollen ist die Frage.&lt;br /&gt;Alles andere findet sich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;P.S.: &lt;a href="http://www.standort-dortmund.de/mitternachtsmission/"&gt;Wer natürlich entgegenwirken will, kann zum Beispiel hier ansetzen und beispielsweise spenden...&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-7227544101549461779?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/7227544101549461779/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=7227544101549461779' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/7227544101549461779'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/7227544101549461779'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2010/04/dortmund-wo-menschenhandel-noch-spa.html' title='Dortmund - wo Menschenhandel noch Spaß macht.'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-8654630133910736312</id><published>2010-04-09T19:49:00.000+02:00</published><updated>2010-04-09T19:49:15.986+02:00</updated><title type='text'>Der siebente Tag - KW 14</title><content type='html'>Der Plan nimmt Formen an.&lt;br /&gt;Wahrscheinlich ist es für die meisten Leser schwierig, sich vor zu stellen, wie man über Wochen hinweg jeden Schritt plant - das war es für mich auch bis vor ein paar Jahren. Inzwischen ist mir nicht ganz klar, wie man ohne einen solchen übergreifenden Plan überhaupt seine Ziele erreichen will.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und tatsächlich schreite ich seit der Zeit, in der ich begann, Dinge zu planen mit einem ganz anderen Tempo voran, als vormals. Wem das zu unspontan vorkommt, dem sei gesagt, dass sich die Improvisation ganz von allein zu ihrem Recht verhilft. Ich habe noch keinen Plan bis zu 100% erfüllt. Aber ich weiß immerhin, zu wieviel Prozent ich tue, was ich mir vornehme, denn auch die Kontrolle gehört zu einem vollständigen Plan.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich erzähle deswegen so viel davon, weil mein Plan mich momentan die meiste Zeit über beschäftigt. Daneben war natürlich der Auftritt bei &lt;a href="http://www.georg-schnitzler.net/fettundkursiv/fettundkursiv/Home.html"&gt;Fett und Kursiv, der Kölner Leseshow&lt;/a&gt; im Wohnzimmertheater, ein Glanzlicht in dieser Woche für mich, denn ich habe dort eine ganze Reiher wundervoller Künstler kennen gelernt, dich ich euch wärmstens ans Herz legen möchte. Näheres erfuhr, wer meinen Newsletter abonniert hatte. Die Anderen können hier nachlesen: &lt;a href="http://www.muratkayi.de/jm/index.php?option=com_communicator&amp;amp;task=view&amp;amp;Itemid=74&amp;amp;id=17"&gt;Newsletter April 2010 auf muratkayi.de&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Hinfahrt erwies sich per Bahn allerdings als Hürdenlauf. Ich muss dazu mal in Ruhe und mehr Zeit noch einmal etwas schreiben, aber von dem überheblichen "Berater" am Automaten, der der Meinung war ich müsse doch wirklich einfach wissen, wie ich ein Ticket mit Verkehrsverbund-Übergang, Bahncard 25 und VRR-Ticket+Zusatzticket selbst lösen könne (er half mir und "verkaufte" mir so prompt das falsche Ticket, wie ich erst hinterher vom Zugbegleiter erfuhr, der mich ermahnte, mir schleunigst ein anderes zu kaufen!), bis zur schieren Fahrtdauer war das ein grausiges Erlebnis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute komme ich praktisch frisch vom Interview für eine Sondersendung von &lt;a href="http://www.tief-im-westen.com/"&gt;"Tief im Westen"&lt;/a&gt; auf Radio 91.2. Hannes und ich erklären uns und unsere Musik in gemeinsamen und Soloprojekten. Die Sendung läuft kommende Woche Donnerstag, ich mache zuvor noch einmal Meldung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für das &lt;a href="http://www.muratkayi.de/jm/index.php?option=com_content&amp;amp;view=category&amp;amp;layout=blog&amp;amp;id=49&amp;amp;Itemid=76"&gt;Dortmunder Künstlertreffen &lt;/a&gt;ist der Raum gebucht, Internet und Beamer bestellt, Getränke werden heran gekarrt und Menschen melden sich an. Es wird ein toller Abend werden und ihr seht besser zu, dass ihr dabei seid!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abschließend sei noch kurz erwähnt, dass ich diese Woche "walk the line" sah und nicht nur Bono recht geben muss, der meinte "Wir sind alle Weicheier im Vergleich zu Johnny Cash", sondern zum Einen in der Wahl von schwarz als Farbe meines Bühnenoberteils bestätigt wurde und dies künftig in ehrendem Gedenken an Johnny Cash noch viel öfter tun werde, zum anderen aber auch völlig begeistert von dieser wunderbar erzählten Love Story bin und mich frage, ob Reese Witherspoon sich so entzückend "gespielt" hat oder tatsächlich so bezaubernd ist. Wer sie kennt, darf es mir sagen, dann wär die Frage auch vom Tisch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;bis dann&lt;br /&gt;Mu&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-8654630133910736312?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/8654630133910736312/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=8654630133910736312' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/8654630133910736312'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/8654630133910736312'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2010/04/der-siebente-tag-kw-14.html' title='Der siebente Tag - KW 14'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-2935058927809159954</id><published>2010-04-02T19:25:00.000+02:00</published><updated>2010-04-02T19:25:20.567+02:00</updated><title type='text'>Der siebente Tag - KW 13</title><content type='html'>Die Woche stand natürlich unter dem Zeichen des Twitter Kurzgeschichtenpreises.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fangen wir also mit den drei Gewinnerinnen an:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier ist der Platz 3 des Wettbewerbs:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://twitter.com/xXErebXx/status/9114208645"&gt;http://twitter.com/xXErebXx/status/9114208645&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wortgewaltig und abgründig gerät man hier auf 140 Zeichen in einen finsteren Psychothriller hinein. Das ist uns eine Platzierung wert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier ist der Platz 2 des Wettbewerbs:&lt;br /&gt;&lt;a href="http://twitter.com/punktuell/status/8627622191"&gt;http://twitter.com/punktuell/status/8627622191&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn man sehr viele Geschichten mit 140 Zeichen liest, von denen nicht wenige ihr gesamtes Zeichenkontingent ausschöpfen, ist diese Miniatur wie ein nasses Handtuch ins Gesicht. Tatsächlich wirkt diese Geschichte jeden Tag etwas anders auf mich - die Geste am Schluß wird zum Spiegel der eigenen Tagesform. Außerdem ist es natürlich schlicht genial, eine Geschichte aus zwei Sätzen zu beginnen mit…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier ist der Platz 1 und Gesamtsieger des Wettbewerbs:&lt;br /&gt;&lt;a href="http://twitter.com/_vel/status/8852828790"&gt;http://twitter.com/_vel/status/8852828790&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch hier gilt: Man kann schnell drüber weglesen, und wenn man einen herztoten Tag hat, perlt die Geschichte an einem ab. Eine sehr gute Kurzgeschichte braucht einen aktiven Mitleser. Wie mir Tobi Rauh heute noch erzählt hat, ist er generell der Auffassung, dass der Leser zum Miterzähler wird. &lt;br /&gt;Diese Geschichte zeichnet auf engstem Raum präzise Figuren. Man wird die Geschwister nicht los - ich kann das inzwischen beurteilen, nach mehreren Wochen mit euren Geschichten. Unter der scheinbar unbeteiligten Oberfläche der Erzählung herrscht eine Eiseskälte, und man hat am Ende nicht das Gefühl, dass aufgeschlossen wird. &lt;br /&gt;Ganz im Gegenteil: hier schließen sich Auswege.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir möchten uns bei allen bedanken, die mit Geschichten, Kommentaren und hilfreicher Kritik diesen Wettbewerb nicht nur zu einem großen Erfolg sondern auch zu einer sehr schönen Erfahrung für die Veranstalter gemacht haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;hr /&gt;&lt;br /&gt;Die Woche hatte außerdem mal wieder erfreulichen Auftragseingang, zu dem ich demnächst ein paar Worte verliere.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für diesen öffentlichen Rückblick wichtiger ist die Tatsache, dass Zeit und Ort des Dortmunder Künstlertreffens fest stehen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img alt="Künstlertreffen" mce_src="/jm/images/stories/icon.png" src="http://www.muratkayi.de/jm/images/stories/icon.png" title="Künstlertreffen" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Du lebst in &lt;b&gt;Dortmund&lt;/b&gt;?  Du bist als &lt;b&gt;freischaffender Künstler oder Künstlerin&lt;/b&gt; tätig,  hauptberuflich oder nebenberuflich? &lt;b&gt;Du verdienst also Geld damit?&lt;/b&gt;  Oder aber Du stehst &lt;b&gt;kurz und sehr konkret vor dem Sprung &lt;/b&gt;in  diesen Wahnwitz?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann ist das &lt;b&gt;Dortmunder Künstlertreffen&lt;/b&gt;  genau das Richtige für Dich!&lt;br /&gt;Wenn Du Dich mit anderen aus der  Branche treffen willst, wenn Du anderen neue Impulse geben möchtest,  Gleichgesinnte oder eben Leute, die es ganz anders machen treffen  willst, wenn Du Dich vielleicht auch einfach nur davon überzeugen willst  "Ja, es gibt noch andere wie mich...", dann merk Dir:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span mce_style="font-size: large;" style="font-size: large;"&gt;&lt;b&gt;Am 19. April  2010, um 18:00 Uhr im Wichernhaus&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;span mce_style="font-size: x-large;" style="font-size: x-large;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;span mce_style="font-size: x-large;" style="font-size: x-large;"&gt;&lt;img class="story" mce_src="http://www.wichern.net/typo3temp/pics/c45a7cdee1.jpg" src="http://www.wichern.net/typo3temp/pics/c45a7cdee1.jpg" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;kannst  Du all das tun!&lt;br /&gt;Wir zählen auf Dich! Die Teilnahme ist kostenlos,  aber Anmeldung erforderlich. &lt;a href="http://www.muratkayi.de/jm/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=51&amp;amp;Itemid=58" mce_href="/jm/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=51&amp;amp;Itemid=58"&gt;Schick  mir einfach eine E-Mail oder ruf mich an!&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.muratkayi.de/jm/index.php?option=com_content&amp;amp;view=category&amp;amp;layout=blog&amp;amp;id=49&amp;amp;Itemid=76"&gt;Diese Info gibt es auch hier.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://51nord.de/aktuelles/2010/dortmunder-kuenstlertreffen"&gt;Und auch auf der Seite von 51° Nord.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das war's im Grunde zu dieser Woche. Im April steht eine Menge auf dem Terminkalender, so dass die Wochenrückblicke auch weiter prall gefüllt bleiben. Was genau ansteht, erfährt man natürlich am schnellsten, komfortabelsten und überhaupt am besten, &lt;a href="http://www.muratkayi.de/jm/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=57&amp;amp;Itemid=18"&gt;wenn man sich für meinen Newsletter einträgt&lt;/a&gt;.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-2935058927809159954?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/2935058927809159954/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=2935058927809159954' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/2935058927809159954'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/2935058927809159954'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2010/04/der-siebente-tag-kw-13.html' title='Der siebente Tag - KW 13'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-7071652116498073709</id><published>2010-03-29T19:33:00.003+02:00</published><updated>2010-04-17T12:23:03.217+02:00</updated><title type='text'>Auszug aus den "Borkumer Biografien untergewichtiger Männer: Ludwig Meisenburg"</title><content type='html'>"Ein Mann wie eine Wunderkerze - filigran, rauh und glitzernd", so heißt es schon bei Albert Einsteins leider verschollenen "Briefen an die Nachwelt".&lt;br /&gt;Meisenburg war eines jener Universalgenies wie es sie seit Leibniz immer weniger und heute überhaupt nicht mehr gibt. Er hatte von 1250 bis 1380 den Lehrstuhl für Mediavistik in Unna inne, den er jedoch später auf Grund eines Zerwürfnisses mit dem Lordkanzler gegen eine Professur für Provinzographie in Peine eintauschte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier erarbeitete er auch sein einflußreichstes Werk, jene "Peiner Postulate", die ihn zunächst fast auf den Scheiterhaufen brachten, im späteren Verlauf aber ein kirchliches Hochamt der "Brüder unserer heiligen Frau Jürgen zu Itzehoe", das er zwar zunächst aus Gewissensgründen ablehnte, später aber doch annahm, und zwar "der erquicklichen Kutte wegen".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kern der "Peiner Postulate", mithin unvergessen und in ihren Auswirkungen auf die moderne Physik nur sehr schwer zu unterschätzen ist die Meisenburg'sche Unschärferelation, derzufolge in einer Wohnung mit einem Kleinkind immer nur entweder Wohnzimmer oder Küche aufgeräumt sein können, niemals jedoch beide zugleich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meisenburg blieb auch nach seiner Emeritierung bis ins hohe Alter aktiv und widmete sein Leben dem Kampf gegen die Karettschildkröte. Aus seinen letzten Aufzeichnungen ist noch der Vers erhalten: &lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;br /&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;So kämpft' ich gegen diese Kröte&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Wenn sich mir nur ihr Anblick böte&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man kann sich nur den Worten seines wandernden Biografs Gisbert von Hohenneuköln anschließen: "…er war ein dünner Mann!"&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-7071652116498073709?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/7071652116498073709/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=7071652116498073709' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/7071652116498073709'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/7071652116498073709'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2010/03/auszug-aus-den-borkumer-biografien.html' title='Auszug aus den &quot;Borkumer Biografien untergewichtiger Männer: Ludwig Meisenburg&quot;'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-2638087865265568518</id><published>2010-03-27T00:20:00.004+01:00</published><updated>2010-03-27T00:31:37.404+01:00</updated><title type='text'>Rückblick, Was jetzt schon?</title><content type='html'>Entgeistert stelle ich fest, dass schon wieder eine Woche hin ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hätte heute mittag genug Zeit für einen Rückblick gehabt, aber dann hätte ich das Konzert am heutigen Abend nicht mitnehmen können -&amp;nbsp; das wäre nicht angemessen gewesen. Vielleicht mache ich den Rückblick auch künftig besser am Wochenende, aber ich sitze ja schon so viel am Rechner.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie auch immer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fangen wir mit dem Konzert an: Ich spiele in der Band von&lt;a href="http://www.daddyweyland.de/"&gt; Johannes Weyland, oder auch Hannes&lt;/a&gt; - aus reiner Begeisterung für seine Musik. Heute hat der harte Kern dieser Band bestehend natürlich aus Hannes selbst und dem Drummer Bubbles, welcher die Cajon zerkloppt und meiner Wenigkeit ein Konzert im Kreuzviertel gegeben, wo den Besuchern dreistimmiger Gesang und countrylastiger Folk-Pop vom gediegensten feil geboten wurde. &lt;br /&gt;Es hat nach wie vor etwas unglaublich Befreiendes, ohne irgendwelche technischen Geräte aufzutreten. Wir packen unsere Instrumente aus und legen los. Deswegen trete ich auch so gerne in Bibliotheken auf: Ich komme, packe aus und lege los!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich stehe ich aber auch auf Technik, das scheint ein Männerding zu sein. Heute vormittag traf mein neuer Vorverstärker für Gesang und Gitarre und was weiß ich noch ein, der der erste Baustein einer neuen musikalischen Vision ist, die viele Instrumente, einige Neuanschaffungen und ein gerüttelt Maß an Kopftraining erfordern wird. &lt;br /&gt;Ich erwähne das hier nur, damit ich in einem zukünftigen Eintrag hier hin zurück verweisen kann und behaupten kann, ich hätte es euch ja gleich gesagt…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie fing die Woche eigentlich an? &lt;br /&gt;Mit drei Auftragstagen, was dem Portemonnaie gut tat. In diesem Fall tat es auch dem Murat als solchen gut, denn ich sprang bei meinem ehemaligen Arbeitgeber noch einmal kurz für eine Akquiseunterstützung ein, und es war schön, mal wieder auf die alten Kollegen zu treffen und überhaupt die alte Büroluft zu schnuppern. &lt;br /&gt;Ebenfalls schön daran war allerdings, auch wieder zu meinem jetzigen Beruf zurück zu kehren. Es war, als hätte ich noch einmal direkt vergleichen dürfen, wie sich beides anfühlt. Und wenn man weiß, wie gut ein Verhältnis zu einem ehemaligen Arbeitgeber sein muss, damit dieser mit einer solchen Anfrage kommen kann (und man auch Lust hat, zuzusagen), dann heißt es eine Menge, wenn ich trotzdem mein jetziges Leben als die beste Berufssituation einstufe, die ich je hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Donnerstag musste ich ein Faxtelefon erstehen, denn ich bekam am Mittwoch in Abwesenheit eine sehr interessante Anfrage, die die Liebste aber nicht genau entgegen nehmen konnte, da der Sohnemann auf mehreren Ebenen simultan Schwerstarbeit einforderte - Wickeln, betütteln, ernähren und Ansprechpartner versorgen ist denn doch ein wenig zu viel. Damit in Zukunft keine Betreuungslücke entsteht, kann man mich nun unter einer rein geschäftlichen Nummer erreichen, die ich in Kürze auf meiner Kontaktseite veröffentlichen werde…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Termin und höchstwahrscheinlich auch Ort für das erste Treffen von Dortmunder freien Künstlern, welches ich mit &lt;a href="http://www.borisgott.de/"&gt;Boris Gott&lt;/a&gt; zusammen ins Leben rufe, stehen so gut wie fest und werden kommende Woche (wahrscheinlich sogar noch am Wochenende) unter anderem im Blog veröffentlicht. Wir haben schon Zusagen aus den verschiedensten kreativen Branchen und ich freu mich wie Hulle auf die neuen Gesichter!&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.arthemis-cultureservice.com/"&gt;Die beste Agentin von allen&lt;/a&gt; hatte eine gute Idee für einen Treffpunkt/Veranstaltungsort, den ich allerdings noch einmal checken muss. Von daher: Obacht!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schließlich und endlich stehen &lt;a href="http://www.dew21kultur.de/Default.aspx/g/621/l/1031/r/-1/t/372522/on/372522/a/3/id/735308"&gt;die Finalisten des Deutschen Twitter Kurzgeschichtenpreises&lt;/a&gt; fest! Ich freue mich darauf, in Kürze die drei Gewinnertexte bekannt zu geben. Auf diese wartet neben dem Preisgeld noch eine kleine Überraschung, mit der ich aber noch hinter dem Berg halte, weil es nichts schöneres gibt, als Sachen anzudeuten…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abschließen aber muss ich mit der Tritonprobe vom Donnerstag. Katja hat mal wieder mit einer derart treffsicheren Reinheit kleine Bilder und Szenen erschaffen und diese mit einer zerbrechlichen Stimme zum Leben erweckt, dass ich Gefahr lief, vor Begeisterung den Anschluss im Song zu verpassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Deswegen gibt es nun hier ohne Bearbeitung frisch aus dem Probenraum einen Einblick in das Werden unserer Musik. Unfertig, aber komplett mit Dummzeugslabern, was alle Musiker in allen Probenräumen ein ewig gleich starkes Bedürfnis ist. Ich habe den Verdacht, es hängt mit der unglaublichen Konzentration während des Musizierens zusammen und ist Kompensation. Oder wir haben einfach nur ein am Appel. Man weiß es nicht.&lt;br /&gt;Dreht die Laustärke ein wenig auf... &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis bald&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div id="jwplayer13"&gt;&lt;embed allowfullscreen="true" allownetworking="all" allowscriptaccess="always" flashvars="bufferlength=3&amp;amp;controlbar=bottom&amp;amp;frontcolor=#ffffff&amp;amp;icons=true&amp;amp;image=http://www.muratkayi.de/jm/&amp;amp;lightcolor=#ffcc00&amp;amp;file=http://www.muratkayi.de/jm/media/audio/ganzAllein_comp.mp3&amp;amp;playlistsize=0&amp;amp;repeat=none&amp;amp;screencolor=#000000&amp;amp;backcolor=#000000&amp;amp;volume=50" height="20" id="ply" name="ply" quality="high" src="http://www.muratkayi.de/jm/modules/mod_jwmedia/player.swf" type="application/x-shockwave-flash" width="200" wmode="transparent"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/div&gt;&lt;script src="http://www.muratkayi.de/jm/modules/mod_jwmedia/swfobject.js" type="text/javascript"&gt;&lt;/script&gt;&lt;script type="text/javascript"&gt;var so13 = new SWFObject('http://www.muratkayi.de/jm/modules/mod_jwmedia/player.swf', 'ply','200','20','9');so13.addParam('allownetworking','all');so13.addParam('allowscriptaccess','always');so13.addParam('wmode','transparent', 'false');so13.addParam('allowfullscreen','true');so13.addVariable('bufferlength','3');so13.addVariable('controlbar','bottom');so13.addVariable('frontcolor','#ffffff');so13.addVariable('icons','true');so13.addVariable('image','http://www.muratkayi.de/jm/');so13.addVariable('lightcolor','#ffcc00');so13.addVariable('file','http://www.muratkayi.de/jm/media/audio/ganzAllein_comp.mp3');so13.addVariable('playlistsize','0');so13.addVariable('repeat','none');so13.addVariable('screencolor','#000000');so13.addVariable('backcolor','#000000');so13.addVariable('volume','50');so13.write('jwplayer13');&lt;/script&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-2638087865265568518?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/2638087865265568518/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=2638087865265568518' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/2638087865265568518'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/2638087865265568518'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2010/03/ruckblick-was-jetzt-schon.html' title='Rückblick, Was jetzt schon?'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-6611878371990373376</id><published>2010-03-19T10:15:00.001+01:00</published><updated>2010-03-19T10:16:19.486+01:00</updated><title type='text'>Der Wochenrückblick ist das neue Schwatz</title><content type='html'>Ich gebe mich einer neuen Marotte hin: allwöchentlich zum Freitag werde ich einen kleinen öffentlichen Wochenrückblick wagen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Woche begann mit Krankheitsausfall in der Familie, weswegen direkt Babysitter ins Haus geordert werden mussten, so dass ich zum Arbeiten kam. Ich muss hier vielleicht erklärend hinzufügen, dass meine Woche sehr genau durchgeplant ist, so dass ich auf Anfrage Auskunft darüber geben kann, was ich mir am Donnerstag um, sagen wir 13:30 vorgenommen habe.&lt;br /&gt;Nun, der Plan ist eine Sache, die Realität eine andere. &lt;br /&gt;Um den Plan jedenfalls einigermaßen aufrecht zu erhalten, mussten eine erkleckliche Anzahl Babysitter der Großelterngeneration sich die Klinke in die Hand geben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Montag traf ich mich mit dem Dortmunder Sänger &lt;a href="http://www.borisgott.de/"&gt;Boris Gott &lt;/a&gt;und wir haben uns mit qualmenden Köpfen, hochkonzentriert und unter dem Einfluss nicht geringer Mengen Koffeins über das Dasein als freier Künstler ausgetauscht.&lt;br /&gt;Dieses Treffen war so ergiebig und anregend, dass wir direkt beschlossen, einen regelmäßigen "Stammtisch" für freie Künstler in Dortmund ins Leben zu rufen. &lt;br /&gt;Stammtisch in Anführungszeichen, da ich noch nicht sicher bin, ob wir wirklich, wie es klassischer weise der Fall wäre, in eine Kneipe oder ein Café o.ä. hierfür gehen. Die Atmosphäre ist nicht so fokussiert. Außerdem erwies es sich als recht praktisch, dass man den Rechner anwerfen konnte, gegenseitig die jeweiligen Press Kits einsehen oder Zahlen prüfen konnte. Eine Räumlichkeit sollte also Charme haben, nicht zu laut sein und mindestens einen Hotspot haben. Wer Vorschläge hat, her damit. Terminvorschläge sowie generell organisatorisches natürlich in Kürze hier im Weblog.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Dienstag hatte ich einen Gig in Bergkamen. Dieser stach gleich wegen mehrerer Besonderheiten heraus. Da ist zum einen die sehr freundliche Atmosphäre, die Jutta Koch (stv. Ltg) erzeugt, wie ich von inzwischen mehreren Auftritten in der dortigen Bibliothek weiß. Das ist nicht selbstverständlich und macht dem Künstler Freude.&lt;br /&gt;Das andere war die Tatsache, dass die Bergkamener anfangs wohl nicht recht wussten, ob die Sache nun eine bierernste Lesungs-Veranstaltung werden sollte (was natürlich nicht der Fall war), weswegen sie zunächst ein wenig verwirrt waren, wenn ich Dinge zum Besten gab, die nicht dazu gedacht waren, allzu ernst genommen zu werden. Das legte sich allerdings schnell, so dass das Publikum und ich einen schönen Abend verlebten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mittwoch war rückblickend ein Übergangstag, so wie es zwischen den Jahreszeiten Übergangswochen gibt, unbestimmbares Wetter, für das man unbestimmbare Kleidung bräuchte, die indes noch nicht erfunden ist, so dass man zu solchen Zeiten gleichzeitig schwitzt und friert - eindeutig eine weltweit einzigartige Eigenheit des deutschen Klimas. &lt;br /&gt;Wo war ich?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Donnerstag sah lange Gespräche mit Freunden und Bekannten, darunter eines mit einem Freund, den es bald in den Süden Deutschlands verschlagen wird. Zu seinem baldigen Abschied aus dem Ruhrgebiet werden wir ein zünftiges Abschiedsspiel auf dem Bolzplatz organisieren, komplett mit Grillen, eingeflogenen Spielern, Anhang und Laufkundschaft auf Picknickdecken und einer ausreichenden Menge Bier. Wobei ich nicht weiß, was das überhaupt heißen soll, "ausreichend". Dies ist eine ähnlich esoterische Mengenangabe wie jenes rätselhafte "Bierchen", das man zusammen trinken wird. Bei dem "Bierchen" bleibt es ja nie, denn nie trinkt man derer nur eines. Aber das nur am Rande.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Triton-Probe am Donnerstag verlief unter dem klanglichen Eindruck zweier neuer Goldstücke von Gitarren, die sich Maik kürzlich zugelegt hatte und die, so ließ sich Katja vernehmen, klangen, "als ob Gold- und Silberfäden ineinander verwoben würden" - dem ist nichts mehr hinzuzufügen (außer vielleicht an gegebener Stelle eine Probenaufnahme).&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-6611878371990373376?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/6611878371990373376/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=6611878371990373376' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/6611878371990373376'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/6611878371990373376'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2010/03/der-wochenruckblick-ist-das-neue.html' title='Der Wochenrückblick ist das neue Schwatz'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-9198150055830447132</id><published>2010-03-16T15:36:00.001+01:00</published><updated>2010-03-16T15:37:51.899+01:00</updated><title type='text'>Update zum Twitter-Kurzgeschichtenpreis</title><content type='html'>Liebe Wettbewerbsteilnehmer,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;liebend gerne möchten wir euch die Finalisten präsentieren, warten aber immer noch auf Rückmeldung von einigen Teilnehmern.&lt;br /&gt;Diese haben noch bis zum Montag, den 22.03.2010 um 09:00 Uhr Zeit sich zu melden, und zwar per DM über Twitter, damit wir das ohne Zweifel zuordnen können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span mce_style="font-size:  large;" style="font-size: large;"&gt;&lt;b&gt;Gemeint  sind noch: &lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span mce_style="font-size: large;" style="font-size: large;"&gt;&lt;b&gt;@&lt;a href="http://twitter.com/5teffka" mce_href="http://twitter.com/5teffka" rel="nofollow"&gt;5teffka&lt;/a&gt; @&lt;a href="http://twitter.com/punktuell" mce_href="http://twitter.com/punktuell" rel="nofollow"&gt;punktuell&lt;/a&gt; @&lt;a href="http://twitter.com/TAAR111" mce_href="http://twitter.com/TAAR111" rel="nofollow"&gt;TAAR111&lt;/a&gt; @&lt;a href="http://twitter.com/Blitzgeschichte" mce_href="http://twitter.com/Blitzgeschichte" rel="nofollow"&gt;Blitzgeschichte&lt;/a&gt;  &lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer es bis dahin versäumt, uns mehr als ein Pseudonym zukommen zu lassen, dessen Beiträge werden vom weiteren Verlauf ausgeschlossen, bzw. die Teilnehmer werden disqualifiziert. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Montag um 09:01 Uhr gebe ich unsere Finalisten an die DEW21 weiter, die diese auf deren Internetseite stellen. Wenn es bis dahin weniger als 20 verifizierte sind, dann ist das eben so. Ich fände das schade, aber alles andere wäre sowohl inkonsequent als auch regelwidrig.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-9198150055830447132?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/9198150055830447132/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=9198150055830447132' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/9198150055830447132'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/9198150055830447132'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2010/03/update-zum-twitter-kurzgeschichtenpreis_16.html' title='Update zum Twitter-Kurzgeschichtenpreis'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-8061923494021740902</id><published>2010-03-12T17:23:00.000+01:00</published><updated>2010-03-12T17:23:14.942+01:00</updated><title type='text'>Update zum Twitter-Kurzgeschichtenpreis</title><content type='html'>An alle Teilnehmer!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir benötigen von ein paar von euch persönliche Daten, können euch aber nicht direkt kontaktieren, weil ihr @MuratKayi noch nicht folgt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das muss sich ändern! Also flugs &lt;a href="http://twitter.com/MuratKayi"&gt;auf die entsprechende Twitter-Seite&lt;/a&gt; und folgt mir!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-8061923494021740902?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/8061923494021740902/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=8061923494021740902' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/8061923494021740902'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/8061923494021740902'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2010/03/update-zum-twitter-kurzgeschichtenpreis.html' title='Update zum Twitter-Kurzgeschichtenpreis'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-6273397976306370070</id><published>2010-02-23T13:38:00.000+01:00</published><updated>2010-02-23T13:38:27.304+01:00</updated><title type='text'>Werkzeug für Autoren - Starke Kombo: Celtx und Dropbox</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;Nun wird es dramatisch. Das heißt, es gibt eine Anregung für Schreiber und Schreiberinnen dramatischer Texte. Unter diesem Sammelbegriff möchte ich mal alles zusammenfassen, was stark dialogorientiert ist und als Vorlage für eine wie auch immer geartete Folgeproduktion gedacht ist, sei es nun Theater, Hörspiel, Film, aber auch Comics.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich arbeite momentan an Hörspielen und Comic-Skripten. Die Comic-Skripte sind reine Liebhaberei und nicht zur Einreichung in Redaktionen gedacht, haben aber nichtsdestotrotz ähnliche Anforderungen wie ein Hörspiel-Skript.&lt;br /&gt;In der Vergangenheit hatte ich als&lt;a href="http://www.muratkayi.de/downloads/XSELF.pdf"&gt; Übungs-Comic-Skript eine Transkription einer Science-Fiction Kurzgeschichte&lt;/a&gt; verfasst, &lt;a href="http://www.heise.de/kiosk/archiv/ct/2005/1/212"&gt;die 2005 in der c't erschien&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mich persönlich treibt es in den Wahnsinn, ein solches Script in OpenOffice bzw. Word zu tippen, denn die Standardformatierung erfordert Verrenkungen auf der Tastatur als ob die Finger "Twister" miteinander spielen. Der ständige Wechsel zwischen verschiedenen Einrückungen, Ausrichtungen und Groß-/Kleinschreibung hält auf.&lt;br /&gt;Man kann es auch erst herunter tippen und anschließend formatieren. Ein anderer Weg ist, sich einen Dreck um die Formatierung zu kümmern und zu hoffen, dass in der Redaktion oder im Lektorat ein derartiger Hunger auf das eigene Manuskript herrscht, dass man es auch als handschriftliche Steno-Notiz auf der Rückseite eines Kassenbons einreichen könnte. So weit bin ich noch nicht. Vielleicht darf Ralf König das, oder Eugen Egner mit seinen Hörspielen? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einfacher ist es, man nutzt direkt eine &lt;a href="http://www.celtx.com/"&gt;Software wie Celtx&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Celtx wendet sich an alle AutorInnen, die Skripte für Hörspiel, Film, Theater oder Comics verfassen und sieht, nachdem man ein "Projekt" gestartet oder geöffnet hat, folgendermaßen aus:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.muratkayi.de/jm/images/stories/celtx.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="230" src="http://www.muratkayi.de/jm/images/stories/celtx.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kern des Ganzen ist natürlich das Textverarbeitungsfenster, aber auch die anderen Features haben es in sich. Da der Editor jedoch einige Besonderheiten aufweist, ein paar Worte hierzu:&lt;br /&gt;Der Editor ist wie eine endlose Klorolle. Es gibt keine Unterteilung in Seiten. Jeder Absatz im Editor wird automatisch einer bestimmten Formatierung unterworfen, die vordefiniert ist, für zum Beispiel (in einem Hörspiel): Rollen, Dialog, Produktionsnotizen, Stimme, Musik usw.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für Theaterskripte oder Drehbücher gibt es andere Absatz-Formatvorlagen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man muss also aus einer Liste am oberen Rand des Editors auswählen, was der Absatz, den man gerade bearbeitet nun eigentlich ist und prompt ändert sich dessen Formatierung. Das bedeutet zweierlei:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum einen ist es eine unglaubliche Erleichterung, wenn man im Editor Skripte verfasst. Ich gebe den Namen eines Charakters ein, informiere den Editor, dass es sich um eine "Rolle" handelt und drücke die Enter-Taste. Automatisch springt Celtx nun auf die Formatierung für Dialog. Ich tippe die wörtliche Rede, drücke Enter und automatisch springt der Editor auf die Formatierung für Rolle zurück. Auf die Art kann man Dialoge zwischen beliebig vielen Charakteren "herunter tippen" ohne auch nur einen Gedanken an Formatierung zu verschwenden.&lt;br /&gt;Es bedeutet aber auch, dass das Einfügen bestehender und fertig formatierter Skripte in den Editor die Hölle ist, denn Celtx erkennt nicht etwa, was bei eingefügtem Text Rolle und was Dialog ist, so dass der gesamte eingefügte Text zum Beispiel als Rolle formatiert wird. Hernach muss man sich also mühsam durch den Text hangeln und jeden Absatz von Hand formatieren. Ich habe das mal gemacht und bin nun froh, dass ich das Skript in Celtx weiter bearbeiten kann - ich kann aber auch sagen, dass es keinen Spaß macht und lange dauert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Formatieren von Produktionsnotizen und anderen Textstellen wie Musik usw. ist ein Kinderspiel, denn man kann auch über Tastaturkürzel (Strg-Taste + Zahl) auf die Formatvorlagen zurückgreifen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neben dem Texteditor aber wartet Celtx auch mit sehr sinnvollen Zusatzfunktionen auf. So kann man alle Rollen, aber auch benötigte Requisite oder Klänge, Ausstattung und Sets in einem Hauptkatalog ablegen, wo sie detailliert beschrieben werden können. Tippt man dann zum Beispiel den Anfang eines Rollennamens im Editor, erkennt Celtx, wohin man will und schlägt eine Vervollständigung vor.&lt;br /&gt;Die Szenen lassen sich einzeln in Karteikarten zusammenfassen, was einem auf Wunsch ein schnelles Exposée ermöglicht. &lt;br /&gt;Da die Arbeit an solchen Skripten nicht selten Teamarbeit ist, kann man zudem jede Textstelle mit Notizen versehen, die in einer seitlichen Leiste abgelegt werden. Verschiebt man eine solche Textstelle, wird die Notiz mit verschoben. Gegenseitige Korrekturvorschläge sind so sehr bequem möglich.&lt;br /&gt;Zusätzlich gibt es noch ein Klemmbrett für Textbausteine, von denen man noch nicht so recht weiß, wohin damit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Szenenauflistung zur Linken entsteht aus genau denjenigen Absätzen im Skript, die als "Überschrift" formatiert sind. Man kann und sollte sich also sinnvollere Szenen-Namen überlegen als "Szene 3", denn man kann in der Szenenauflistung auch eine komplette Szene am Schopf packen und woanders hin verschieben. Die Liste kümmert sich um die korrekte Nummerierung, was bedeutet, dass bspw. eine "Szene 3" hinterher an Listenposition 8 wieder auftaucht, was verwirrt. "Schlachthof" passt jedoch an jede Position (ich weiß nicht, wie ich auf "Schlachthof" komme, aber jetzt, wo ich es hingeschrieben habe, bekomme ich Lust, eine Schlachthofszene zu verfassen…)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie kommt man nun an ein versandfertiges Skript heran? Nun, man öffnet die Registerkarte "Formatierung/PDF" und schon nimmt Celtx die Arbeit auf. Erst jetzt wird das Skript in Seiten unterteilt, wobei nicht nur Seitenzahlen vergeben werden, sondern auch die Dialoge mit üblichen Anmerkungen beschriftet werden wie "CONT." oder "MORE". Die Skriptformatierung ist tadellos. Ausgespuckt wird erwartungsgemäß eine PDF-Datei mit Titelseite (welche in Celtx separat bearbeitet werden kann).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser Skriptexport ist schlicht genial, kurioser weise aber meiner Meinung nach gleichzeitig der größte Schwachpunkt. Denn bei PDF hört es auch schon wieder auf. &lt;br /&gt;Kein weiteres Textformat ist hier als Ausgabe möglich, so dass man sich mit seinem Skript auf Gedeih und Verderb Celtx ausliefert. Natürlich kann man im Editor alles markieren und kopieren, aber wenn man das dann in einem anderen Programm einfügt sind alle Einrückungen usw. futsch. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin etwas paranoid, was die Langlebigkeit meiner Texte angeht. Wer weiß, wie lange es Celtx geben wird? Ich will einfach einen Text in mehreren offenen Formaten vorliegen haben, damit ich auch in zehn oder fünfzehn Jahren eine Datei einfach öffnen und lesen kann. Hier versagt Celtx jedoch auf ganzer Linie. Auch Software, die aus PDF-Dateien wieder editierbare Klartext-Dateien macht, ist mit Vorsicht zu genießen, denn das habe ich getestet: die resultierende Textdatei bestand aus lauter ineinander verschachtelten Textfeldern anstatt aus Fließtext. So etwas lässt mir graue Haare wachsen. Wer hier als Abhilfe einen Workaround weiß, soll mir gerne einen Kommentar schreiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Celtx kost nix. Das ist toll und reimt sich auch noch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Geld soll mit der Software darüber verdient werden, dass Kollaboration an einem Skript auf den Celtx-Servern ermöglicht wird, das heißt, man kann dort Speicherplatz kaufen, kommt in den Genuß einer Versionsverwaltung und kann mit anderen angemeldeten Benutzern chatten und eben an all seinen Skripten arbeiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das habe ich nicht getestet, obwohl ich an einem Skript mit einem anderen Autor arbeite. Hierfür nutze ich nämlich Dropbox, doch das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal - nämlich morgen - erzählt werden…&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-6273397976306370070?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/6273397976306370070/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=6273397976306370070' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/6273397976306370070'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/6273397976306370070'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2010/02/werkzeug-fur-autoren-starke-kombo-celtx.html' title='Werkzeug für Autoren - Starke Kombo: Celtx und Dropbox'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-3453733646521139803</id><published>2010-02-14T17:48:00.000+01:00</published><updated>2010-02-14T17:48:00.650+01:00</updated><title type='text'>Live - Willi und ich bei Guten Tacheles!</title><content type='html'>&lt;div id="jwplayer11"&gt;&lt;embed allowfullscreen="true" allownetworking="all" allowscriptaccess="always" flashvars="bufferlength=3&amp;amp;controlbar=bottom&amp;amp;frontcolor=#ffffff&amp;amp;icons=true&amp;amp;image=http://www.muratkayi.de/jm/&amp;amp;lightcolor=#ffcc00&amp;amp;file=http://www.muratkayi.de/jm/media/audio/Lesungen/Mu_Willi_und_Erna.mp3&amp;amp;playlistsize=0&amp;amp;repeat=none&amp;amp;screencolor=#000000&amp;amp;backcolor=#000000&amp;amp;volume=50" height="20" id="ply" name="ply" quality="high" src="http://www.muratkayi.de/jm/modules/mod_jwmedia/player.swf" type="application/x-shockwave-flash" width="200" wmode="transparent"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/div&gt;&lt;script src="http://www.muratkayi.de/jm/modules/mod_jwmedia/swfobject.js" type="text/javascript"&gt;&lt;/script&gt;&lt;script type="text/javascript"&gt;var so11 = new SWFObject('http://www.muratkayi.de/jm/modules/mod_jwmedia/player.swf', 'ply','200','20','9');so11.addParam('allownetworking','all');so11.addParam('allowscriptaccess','always');so11.addParam('wmode','transparent', 'false');so11.addParam('allowfullscreen','true');so11.addVariable('bufferlength','3');so11.addVariable('controlbar','bottom');so11.addVariable('frontcolor','#ffffff');so11.addVariable('icons','true');so11.addVariable('image','http://www.muratkayi.de/jm/');so11.addVariable('lightcolor','#ffcc00');so11.addVariable('file','http://www.muratkayi.de/jm/media/audio/Lesungen/Mu_Willi_und_Erna.mp3');so11.addVariable('playlistsize','0');so11.addVariable('repeat','none');so11.addVariable('screencolor','#000000');so11.addVariable('backcolor','#000000');so11.addVariable('volume','50');so11.write('jwplayer11');&lt;/script&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich gestehe null Kreativität beim Erstellen dieses Textes, denn es handelt sich um eine 1:1 Transkription eines Gesprächs mit dem besten aller Klempner.&lt;br /&gt;Der Mitschnitt stammt vom &lt;a href="http://www.guten-tacheles.de/" mce_href="http://www.guten-tacheles.de" target="_blank"&gt;Guten Tacheles! &lt;/a&gt;Auftritt am 06.02.2010.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-3453733646521139803?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.guten-tacheles.de' title='Live - Willi und ich bei Guten Tacheles!'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/3453733646521139803/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=3453733646521139803' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/3453733646521139803'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/3453733646521139803'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2010/02/live-willi-und-ich-bei-guten-tacheles.html' title='Live - Willi und ich bei Guten Tacheles!'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-2288772529019209794</id><published>2010-02-13T17:47:00.000+01:00</published><updated>2010-02-13T17:47:21.358+01:00</updated><title type='text'>Live - Gedichtspiel bei Guten Tacheles</title><content type='html'>&lt;div id="jwplayer12"&gt;&lt;embed allowfullscreen="true" allownetworking="all" allowscriptaccess="always" flashvars="bufferlength=3&amp;amp;controlbar=bottom&amp;amp;frontcolor=#ffffff&amp;amp;icons=true&amp;amp;image=http://www.muratkayi.de/jm/&amp;amp;lightcolor=#ffcc00&amp;amp;file=http://www.muratkayi.de/jm/media/audio/Lesungen/Mu_Gedichtspiel.mp3&amp;amp;playlistsize=0&amp;amp;repeat=none&amp;amp;screencolor=#000000&amp;amp;backcolor=#000000&amp;amp;volume=50" height="20" id="ply" name="ply" quality="high" src="http://www.muratkayi.de/jm/modules/mod_jwmedia/player.swf" type="application/x-shockwave-flash" width="200" wmode="transparent"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/div&gt;&lt;script src="http://www.muratkayi.de/jm/modules/mod_jwmedia/swfobject.js" type="text/javascript"&gt;&lt;/script&gt;&lt;script type="text/javascript"&gt;var so12 = new SWFObject('http://www.muratkayi.de/jm/modules/mod_jwmedia/player.swf', 'ply','200','20','9');so12.addParam('allownetworking','all');so12.addParam('allowscriptaccess','always');so12.addParam('wmode','transparent', 'false');so12.addParam('allowfullscreen','true');so12.addVariable('bufferlength','3');so12.addVariable('controlbar','bottom');so12.addVariable('frontcolor','#ffffff');so12.addVariable('icons','true');so12.addVariable('image','http://www.muratkayi.de/jm/');so12.addVariable('lightcolor','#ffcc00');so12.addVariable('file','http://www.muratkayi.de/jm/media/audio/Lesungen/Mu_Gedichtspiel.mp3');so12.addVariable('playlistsize','0');so12.addVariable('repeat','none');so12.addVariable('screencolor','#000000');so12.addVariable('backcolor','#000000');so12.addVariable('volume','50');so12.write('jwplayer12');&lt;/script&gt;&lt;br /&gt;Bei &lt;a href="http://www.guten-tacheles.de/" mce_href="http://www.guten-tacheles.de" target="_blank"&gt;Guten Tacheles! &lt;/a&gt;lassen wir das Publikum auch mitmachen... Hier gibt uns das Publikum vor der Pause Stichwörter, die in Gedichten vorkommen müssen, die wir nach der Pause vorstellen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-2288772529019209794?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.guten-tacheles.de' title='Live - Gedichtspiel bei Guten Tacheles'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/2288772529019209794/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=2288772529019209794' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/2288772529019209794'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/2288772529019209794'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2010/02/live-gedichtspiel-bei-guten-tacheles.html' title='Live - Gedichtspiel bei Guten Tacheles'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-1683453621253676476</id><published>2010-02-09T15:11:00.001+01:00</published><updated>2010-02-11T21:14:49.699+01:00</updated><title type='text'>Stolpersteine für Wettbewerbsteilnehmer</title><content type='html'>Hallo alle!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir sind nach wie vor begeistert von der regen Teilnahme.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bitte beachtet folgende Dinge, die eure Teilnahme gefährden könnten:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Postet richtige Links! Es mussten schon Beiträge korrigiert werden. Können wir euch nicht finden, nehmt ihr nicht teil (is ja logisch...)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Postet Profil &lt;b&gt;und &lt;/b&gt;Beiträge! Wir werden jemanden außerhalb der Jury bitten, für uns eine Liste aller Stories zu machen, ohne Profile, so dass wir uns ganz auf die Texte konzentrieren können. Bitte macht dieser Person die Arbeit nicht zu schwer. So viel Arbeit ist das Einfügen der Tweetlinks nicht. Wer hierzu Fragen hat, liest bitte den Weblogeintrag für die Wettbewerbsteilnahme noch einmal sorgfältig oder postet eine DM via Twitter oder eine E-Mail an mich über &lt;a href="http://www.muratkayi.de/"&gt;www.muratkayi.de&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Achtet darauf, dass die Tweets innerhalb der Wettbewerbslaufzeit veröffentlicht sein müssen! Vom 11.01.2010 00:00:00 - 14.02.2010 23:59:59!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Viel Spaß noch&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;wünscht euch&lt;br /&gt;das DTKP-Team&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-1683453621253676476?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/1683453621253676476/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=1683453621253676476' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/1683453621253676476'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/1683453621253676476'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2010/02/stolpersteine-fur-wettbewerbsteilnehmer.html' title='Stolpersteine für Wettbewerbsteilnehmer'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-7358983385964951819</id><published>2010-02-07T17:39:00.000+01:00</published><updated>2010-02-07T17:39:45.571+01:00</updated><title type='text'>Ergänzungen zum Twitter Kurzgeschichtenwettbewerb</title><content type='html'>Hallo alle!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So viele Beiträge - wir können es kaum erwarten, alle zu lesen! In der Tat hat uns das Ausmaß des Interesses sehr überrascht und uns war bald klar, dass wir darauf reagieren sollten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Deswegen gibt es folgende Ergänzung zu den Wettbewerbspreisen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Siegertext erhält 140€ (wie bisher).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Außerdem, und das ist neu, sind nun aber auch der zweitplatzierte und der drittplatzierte Text mit jeweils 50€ prämiert. Vielen Dank in dem Zusammenhang für das kontinuierliche Engagement &lt;a href="http://www.dew21kultur.de"&gt;des Sponsors, der DEW21!&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das heißt, eure Chancen auf einen Gewinn erhöhen sich. Wir waren einfach der Auffassung, dass bei so vielen Texten mehr als nur einer mit einem Geldgewinn ausgezeichnet werden sollten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Darüber hinaus werde ich in den nächsten Tagen und auch in der Zeit zwischen Einsendeschluss und Bekanntgabe der Gewinner ein paar neue Ideen vorstellen, die momentan aber noch ungelegte Eier sind. Außerdem bin ich krank und gehöre ins Bett.&lt;br /&gt;Sollte also die Veröffentlichung von Kommentaren (und damit Beiträgen) etwas länger dauern als bisher: nicht nervös werden! Es zählt vor allem die Timeline auf Twitter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daher auch noch einmal der Hinweis: checkt die Daten der Veröffentlichung eueres Beitrags!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis hierher schon einmal vielen Dank (und sagt es ruhig weiter auf Twitter)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-7358983385964951819?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/7358983385964951819/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=7358983385964951819' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/7358983385964951819'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/7358983385964951819'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2010/02/erganzungen-zum-twitter.html' title='Ergänzungen zum Twitter Kurzgeschichtenwettbewerb'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-5946645519373243484</id><published>2010-02-01T16:46:00.001+01:00</published><updated>2010-02-01T16:47:22.044+01:00</updated><title type='text'>Wettbewerb im Radio Dortmund</title><content type='html'>Am Wochenende berichtete Radio Do 91.2 kurz über den Twitterwettbewerb.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.muratkayi.de/jm/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=123:deutscher-twitter-kurzgeschichtenpreis-im-radio&amp;catid=46:journal&amp;Itemid=67"&gt;Hier kann man noch einmal nachhören&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-5946645519373243484?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/5946645519373243484/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=5946645519373243484' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/5946645519373243484'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/5946645519373243484'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2010/02/wettbewerb-im-radio-dortmund.html' title='Wettbewerb im Radio Dortmund'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-501470346922423169</id><published>2010-01-29T13:17:00.002+01:00</published><updated>2010-01-29T13:17:47.224+01:00</updated><title type='text'>Gegen Parallelwelten</title><content type='html'>Ich möchte nicht, dass irgendjemand auf die Idee kommt, ich würde die Existenz von Parallelwelten leugnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich weiß so gut wie jeder andere, dass es Gegenden in Deutschland gibt, wo man sich als Deutscher nicht sicher fühlen kann, wo man befremdet feststellt, dass man mit der eigenen Sprache nicht weiter kommt und man im Gegenzug niemanden versteht.&lt;br /&gt;Natürlich weiß ich, dass mancherorts Menschen, die eigentlich gesamtgesellschaftlich betrachtet eine Minderheit sind, derart gehäuft aufeinanderhocken, dass sie de facto das gesamte Leben mit ihren Ansichten und ihrer Mentalität bestimmen - auch für die, die eben nicht zu ihnen gehören.&lt;br /&gt;Und diese Ansichten und diese Mentalität sind eben nur schwer bis gar nicht mit der freiheitlich-westlichen Lebensart zu vereinbaren. Da werden elementare Menschenrechte mit den Füßen getreten und Frauen auf die Hausfrau/Mutter-Rolle reduziert, als hätte es die Frauenbewegung nie gegeben. Da wird offen und aggressiv gegen das Grundgesetz Stellung bezogen und die Abschaffung der parlamentarischen Demokratie angestrebt. Ich weiß auch, dass da Risse quer durch die Familien gehen, weil nicht wenige eben verblendete Jugendliche sind, die Fanatikern und Fundamentalisten hörig geworden sind. Die ratlosen Eltern haben sich oft in Apathie und Resignation zurück gezogen, genau wie immer öfter auch Teile der Behörden und des Staatsapparates. Bürgermeister, die kapitulieren, Polizisten, die bestimmte Gegenden gleich ganz meiden, Jugendämter, die die Betreuung der Jugendlichen tatenlos Vereinen mit klar fanatischer und extremistischer Ausrichtung überlassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir müssen alle dagegen halten. &lt;br /&gt;Darum auch der ganz klare Apell an dieser Stelle: "Liebe Bürger Sachsens und Sachsen-Anhalts, wir haben hier Regeln. Die gelten auch für euch!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mir ist klar, dass es national befreite Zonen auch anderswo geben wird. Die Entwicklung zeichnet sich jedenfalls ab. Natürlich sind wir alle dazu aufgerufen, Stellung zu beziehen.&lt;br /&gt;Deswegen ist es gerade als türkischstämmiger Deutscher gut und beruhigend zu wissen, dass alle demokratischen Deutschen an unserer Seite stehen und sich auf dieses wichtige Problem konzentrieren. Denn ich registriere, dass der Begriff "Parallelwelt" immer mehr öffentliche Diskussionen prägt. Auch wenn das nach meinem Dafürhalten recht spät kommt (Jeder mit wachem Verstand beklagt die Existenz dieser Parallelwelten spätestens seit den 90er Jahren), bin ich doch froh, dass jetzt endlich die gesellschaftliche Aufmerksamkeit sich auf ein Problem richtet, das ganz real und oft genug vor der eigenen Haustür auftaucht. Dortmund ist da ein unrühmliches Beispiel, auch wenn im vergangenen Herbst der rechten Aufmarsch-Strategie sehr ermutigende Gegenentwürfe in den Weg gelegt wurden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So bin ich also erleichtert, dass die Menschen in diesem Land die wichtigen Probleme erkannt haben und nun klare Zeichen für die Anwesenheit von Einwanderern setzen, für das Grundgesetz und die Menschenrechte eintreten und also denjenigen Deutschen in unserer Mitte, die mit all diesen Werten nichts anfangen können, aktiv entgegen treten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oder wie war das jetzt mit den Parallelwelten gemeint?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-501470346922423169?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/501470346922423169/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=501470346922423169' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/501470346922423169'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/501470346922423169'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2010/01/gegen-parallelwelten.html' title='Gegen Parallelwelten'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-2794965183859467423</id><published>2010-01-16T14:00:00.000+01:00</published><updated>2010-01-16T14:00:00.594+01:00</updated><title type='text'>Des Assischen mächtig - Auszug Juicybeats 2009</title><content type='html'>Ich gebe einen Crashkurs in Assisch und erläutere direkt einmal, warum es diese Sprache überhaupt gibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object width="445" height="364"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/8LY_0yPylMM&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999&amp;border=1"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/8LY_0yPylMM&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999&amp;border=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="445" height="364"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-2794965183859467423?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/2794965183859467423/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=2794965183859467423' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/2794965183859467423'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/2794965183859467423'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2010/01/des-assischen-machtig-auszug-juicybeats.html' title='Des Assischen mächtig - Auszug Juicybeats 2009'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-1613433679516279531</id><published>2010-01-15T14:00:00.000+01:00</published><updated>2010-01-15T14:00:10.231+01:00</updated><title type='text'>Der Dichter wendet sich ans Volk - Juicybeats 2009</title><content type='html'>Ein Gedicht ans Ruhrgebiet und die Leute darin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object width="445" height="364"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/vElT-Ehm83U&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999&amp;border=1"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/vElT-Ehm83U&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999&amp;border=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="445" height="364"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-1613433679516279531?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/1613433679516279531/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=1613433679516279531' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/1613433679516279531'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/1613433679516279531'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2010/01/der-dichter-wendet-sich-ans-volk.html' title='Der Dichter wendet sich ans Volk - Juicybeats 2009'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-1552066308230287666</id><published>2010-01-14T12:35:00.002+01:00</published><updated>2010-01-14T12:35:48.469+01:00</updated><title type='text'>Werkzeug für Autoren - Tabbles</title><content type='html'>Ordnung in die Textsammlungen zu bekommen mag nicht besonders kreativ klingen. Wenn ich im Informationsstau stecke, habe ich aber auch keinerlei kreativen Antrieb. Die Dokumente wollen verwaltet sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neulich war ich kurz davor, eine Datei zu kopieren und in einen anderen Ordner zu verschieben, einfach, um mir zu merken, dass dieser Text Teil sowohl des einen Lesungsprogramms war, als auch des anderen. Das ist der Weg in den Wahnsinn. Wenn man so etwas eine Zeit lang macht, erwartet einen die Versionshölle: Welche Datei ist die richtige? Welche Änderung für das, was ich gerade vorhabe relevant? Ganz zu schweigen von: Wie zum Henker finde ich diese Drecksdatei, wenn ich sie benötige?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Ordner für meine Texte befinden sich rund 650 Dateien in zahllosen Unterordnern. Viele Texte dienen vielerlei Zwecken. Ein Text kann zum Beispiel für eine Lesung gedacht sein und als Kurzgeschichte konzipiert sein. Vielleicht ging der Text auch noch zusätzlich zu einer Redaktion. Außerdem gibt es immer wieder zahllose Rechercheergebnisse, die natürlich in Unterordnern namens Recherche abgelegt werden. Und zwar fein säuberlich pro Manuskript ein Rechercheordner. So hat es uns Windows beigebracht und so funktionieren Rechner nun mal seit Jahrzehnten. Alles immer schön ineinander und untereinander. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So, allerdings, funktioniert meine Birne nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Hirn pappt eher kleine Aufkleber auf Sachen. Eine Videokassette von einem Auftritt, beispielsweise, zeichnet mein Hirn mit folgenden Schildchen aus: Videofilm, Audioquelle, Internet, Marketing, Lesung, Training, Hörbeispiel und so weiter. Im Rechner müsste ich also, um dieses Denkmodell abzubilden, mindestens sieben Ordner anlegen und ein- und dieselbe Datei mehrfach ablegen, damit ich sie in all diesen Zusammenhängen wieder finde. Denn das ist es, was mein Hirn eigentlich macht: Es stellt Zusammenhänge her. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider kann ich nicht an den Idioten heran kommen, der bei Microsoft dafür verantwortlich ist, dass das Dateisystem seit den frühen 80er Jahren nicht mehr angerührt wurde. Das ist sein verdammtes Glück. &lt;br /&gt;Statt dessen ging ich auf die Suche nach einem Programm, das mir dabei helfen konnte, dieses hierarchische Ordnersystem zu umgehen oder zu ignorieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.tabbles.net/" mce_href="http://www.tabbles.net/" target="_blank"&gt;Auftritt Tabbles.&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.tabbles.net/" mce_href="http://www.tabbles.net" target="_blank"&gt;(www.tabbles.net)&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tabbles ist eine Software, die den Speicherort (also in welchem Ordner die Datei auf meinem Rechner tatsächlich liegt) vollkommen unverändert lässt, es mir aber trotzdem ermöglicht, Zusammenhänge her zu stellen - und zwar mit den "Tabbles". &lt;br /&gt;Ein Tabble ist nicht etwa ein kleiner dickbäuchiger Zwerg, obwohl das Wort stark danach klingt, sondern eine Wortkombination aus Tag/Bubble (also Schildchenblase, was irgendwie nach Spongebob klingt, aber lassen wir das…).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Tabble sieht so aus und lässt sich öffnen wie ein Ordner, auch wenn es keiner ist.&lt;br /&gt;&lt;img alt="" class="story" mce_src="images/stories/tabbles4.jpg" src="http://www.muratkayi.de/jm/images/stories/tabbles4.jpg" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img alt="" class="story" mce_src="images/stories/tabbles3.jpg" src="http://www.muratkayi.de/jm/images/stories/tabbles3.jpg" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img alt="" class="story" mce_src="images/stories/tabbles2.jpg" src="http://www.muratkayi.de/jm/images/stories/tabbles2.jpg" /&gt;&lt;br /&gt;Wie nutzt man das nun?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich kreiere beispielsweise einen Tabble namens "Marketing". Wenn ich nun den Explorer öffne und mir alles, was nach Marketing aussieht schnappe und auf den Marketing-Tabble werfe, dann kann ich später diesen Tabble öffnen und habe auf einen Schlag alles versammelt, was ich für marketingrelevant halte, egal wo und wie weit verstreut es auf dem Rechner liegt.&lt;br /&gt;Tabbles lassen sich auch kombinieren! Ich lege also noch einen Tabble an für "Lesung", schmeiße alles, was mit Lesung zu tun hat auf diesen Tabble und kann fürderhin beim Suchen beide Tabbles verknüpfen, was mir die Schnittmenge aus beiden Suchresultaten liefert.&lt;br /&gt;So finde ich einen Videofilm einer Lesung, den ich für marketingrelevant hielt ruckzuck wieder, ohne die Datei zu kopieren und an -zig Stellen auf dem Rechner zu hinterlegen, damit ich beim Suchen ständig mit dem Kopf davor stoße.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Außerdem kann Tabbles eigenständig und automatisch Schildchen kleben (sprich: Zusammenhänge herstellen). Wenn ich beispielsweise einen ganzen Ordner in Tabbles importiere und verkünde: "Alles in diesem Ordner soll ausgezeichnet werden mit: Fiktional, Kurzgeschichte, Sci-Fi", dann wird jede neue Datei in diesem Ordner automatisch so ausgezeichnet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beispiel für eine Such nach allem, was Soloprogramm &lt;i&gt;und &lt;/i&gt;Texte ist, aber &lt;i&gt;nicht &lt;/i&gt;zu "Was Sache ist" gehört:&lt;br /&gt;&lt;img alt="" class="story" mce_src="images/stories/tabbles1.jpg" src="http://www.muratkayi.de/jm/images/stories/tabbles1.jpg" /&gt;&lt;br /&gt;Tabbles ist ein Tierchen, das man eine Weile dressieren muss, aber wenn man diese Zeit investiert, vollführt es ganz entzückende Kunststückchen. Ich bin auf der Suche nach den OpenOffice-Quelldateien von Lesungstexten, die Teil des einen Programms &lt;i&gt;und &lt;/i&gt;des anderen Programms waren? Ich suche alle fiktionalen Dateien, die nicht PDFs sind? Ich will wissen, wie viele Audiofiles ich für Marketing nutzen kann?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Kombinationen und Zusammenhänge sind endlos. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Projekt Tabbles hat gerade erst begonnen, war mir aber schon in diesem Zustand den Appel und das Ei für eine Home-Lizenz wert.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-1552066308230287666?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.tabbles.net' title='Werkzeug für Autoren - Tabbles'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/1552066308230287666/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=1552066308230287666' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/1552066308230287666'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/1552066308230287666'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2010/01/werkzeug-fur-autoren-tabbles.html' title='Werkzeug für Autoren - Tabbles'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-677090069029139975</id><published>2010-01-11T16:41:00.001+01:00</published><updated>2010-02-03T12:18:44.776+01:00</updated><title type='text'>Deutscher Twitter Kurzgeschichtenpreis 2010</title><content type='html'>Alle Informationen zum von mir initiierten Twitter Kurzgeschichtenpreis findet ihr &lt;a href="http://www.muratkayi.de/jm/index.php?option=com_content&amp;amp;view=category&amp;amp;id=48&amp;amp;Itemid=75"&gt;auf der entsprechenden Seite meiner Homepage&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als kürzerer Link auch erreichbar unter: &lt;a href="http://dtkp.muratkayi.de/"&gt;dtkp.muratkayi.de&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser Weblogeintrag dient der Archivierung der Wettbewerbsbeiträge. Bitte kopiert einen Link zum Wettbewerbsbeitrag (also dem Tweet) sowie einen Link zu eurem Profil in einen Kommentar zu diesem Beitrag!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;EDIT: Den Link zu einem Einzeltweet findet ihr, indem ihr auf die Veröffentlichungszeit unterhalb des Tweets klickt!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-677090069029139975?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/677090069029139975/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=677090069029139975' title='322 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/677090069029139975'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/677090069029139975'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2010/01/deutscher-twitter-kurzgeschichtenpreis.html' title='Deutscher Twitter Kurzgeschichtenpreis 2010'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>322</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-7217110526655886311</id><published>2010-01-08T12:38:00.002+01:00</published><updated>2010-01-08T20:17:20.456+01:00</updated><title type='text'>Song: Mit Dir im Winter</title><content type='html'>Eine winterliche Liebesgeschichte, die - wie alle zünftigen Liebesgeschichten - unglücklich endet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div id="jwplayer9"&gt;&lt;embed allowfullscreen="true" allownetworking="all" allowscriptaccess="always" flashvars="bufferlength=3&amp;amp;controlbar=bottom&amp;amp;frontcolor=#ffffff&amp;amp;icons=true&amp;amp;image=http://www.muratkayi.de/jm/&amp;amp;lightcolor=#ffcc00&amp;amp;file=http://www.muratkayi.de/jm/media/audio/Mit-dir-im-Winter.mp3&amp;amp;playlistsize=0&amp;amp;repeat=none&amp;amp;screencolor=#000000&amp;amp;backcolor=#000000&amp;amp;volume=50" height="20" id="ply" name="ply" quality="high" src="http://www.muratkayi.de/jm/modules/mod_jwmedia/player.swf" type="application/x-shockwave-flash" width="200" wmode="transparent"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;script src="http://www.muratkayi.de/jm/modules/mod_jwmedia/swfobject.js" type="text/javascript"&gt;&lt;/script&gt;&lt;script type="text/javascript"&gt;var so9 = new SWFObject('http://www.muratkayi.de/jm/modules/mod_jwmedia/player.swf', 'ply','200','20','9');so9.addParam('allownetworking','all');so9.addParam('allowscriptaccess','always');so9.addParam('wmode','transparent', 'false');so9.addParam('allowfullscreen','true');so9.addVariable('bufferlength','3');so9.addVariable('controlbar','bottom');so9.addVariable('frontcolor','#ffffff');so9.addVariable('icons','true');so9.addVariable('image','http://www.muratkayi.de/jm/');so9.addVariable('lightcolor','#ffcc00');so9.addVariable('file','http://www.muratkayi.de/jm/media/audio/Mit-dir-im-Winter.mp3');so9.addVariable('playlistsize','0');so9.addVariable('repeat','none');so9.addVariable('screencolor','#000000');so9.addVariable('backcolor','#000000');so9.addVariable('volume','50');so9.write('jwplayer9');&lt;/script&gt;Ich kann deinen Atem sehen.&lt;br /&gt;Ich möchte dich die ganze Zeit berühren.&lt;br /&gt;Mir egal, wohin wir gehen.&lt;br /&gt;Du dürftest mich überall hinführen.&lt;br /&gt;Dein Lächeln strahlt, es strahlt.&lt;br /&gt;Mit dir im Winter.&lt;br /&gt;Mit dir im Winter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schneeregen auf der Windschutzscheibe&lt;br /&gt;Ich kann dich schon lange nicht mehr sehen.&lt;br /&gt;Ob ich im Auto sitzen bleibe?&lt;br /&gt;Oder soll ich dir schon wieder hinterher gehen?&lt;br /&gt;Und es wird kalt, so kalt.&lt;br /&gt;Mit dir im Winter.&lt;br /&gt;Mit dir im Winter.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-7217110526655886311?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/7217110526655886311/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=7217110526655886311' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/7217110526655886311'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/7217110526655886311'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2010/01/song-mit-dir-im-winter.html' title='Song: Mit Dir im Winter'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-7757231823404839028</id><published>2010-01-06T11:19:00.000+01:00</published><updated>2010-01-06T11:19:24.127+01:00</updated><title type='text'>Späte Einsichten in Bezug auf "The Village"</title><content type='html'>Im Falle von M. Night Shyamalans "The Village" fühle ich mich verdummt. Und zwar von den Kritikern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Über ein halbes Jahrzehnt musste nach seiner Veröffentlichung vergehen, bis ich den Film sah. Das hatte zwei Gründe:&lt;br /&gt;Zum einen war ich von "Signs" und "Unbreakable" enttäuscht. Die Filme haben einfach nichts bei mir hinterlassen. Nach "The Sixth Sense" war ein ähnlicher Höhepunkt nicht mehr zu erwarten - das nehme ich niemandem übel, genau so wenig, wie ich Rage Against The Machine nie vorgeworfen habe, kein weiteres Mal den Nagel derart auf den Kopf getroffen zu haben wie mit ihrem ersten Album. &lt;br /&gt;Aber die beiden Filme waren einfach langweilig.&lt;br /&gt;Das, in Verbindung mit einem Heer von Kritikern, die ihre von langer Hand vorbereiteten Rezensionen um ein paar Fakten anreicherten und Verriss um Verriss publizierten hat mich ernsthaft davon abgehalten dieses herrliche Stück Kino zu erleben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wahrscheinlich bin ich einer der ganz wenigen, die den Film bis vor Kurzem noch nicht gesehen hatten - daher gibt es nun auch keine Guckempfehlung. Ich führe nur mal rasch ein paar Gründe für meine Begeisterung an:&lt;br /&gt;Konsequentes Filmvokabular (Farben, Schnittempo, Klänge - vor allem die Klänge), intensive Bildsprache und eine wirklich berührende Liebesgeschichte zeugen von handwerklichem Können. Ich weiß nicht, wie man zu dem Schluss kommen kann, der Film sei schlecht gemacht. Es ist bestimmt ein schlechter Horrorfilm, in einem Sinne wie auch "Marnie" ein schlechter Horrorfilm wäre. Da gab es eine Menge irreführendes Marketing im Vorfeld.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Schauspieler spielen nicht etwa hölzern, wie es manchmal heißt, sondern sie spielen hölzerne Menschen, und das so eindringlich und schlicht, dass es einem die Sprache verschlägt. Im Gegenzug sind die jungen Menschen im Dorf, und hier besonders die beiden Hauptfiguren, quicklebendig ohne überdrehte Spaßrituale, die normalerweise und bei fantasieärmeren Regisseuren Lebendigkeit anzeigen sollen. Wer also eine Portion gutes Schauspiel genießen kann, sollte nicht unzufrieden aus dem Film heraus kommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die überraschende Wendung. Wie viele der Kritiker sich darüber beschweren, dass es mal wieder eine überraschende Wendung hat nehmen müssen. Ich wende ein, dass ich auch einen Hitchcock in der Erwartung sehe, dass die Hauptfigur ohne ihr Zutun in einen Strudel von Verfolgung und Bedrängnis gerät. Ich gucke Polanski und bin auf kranke Charaktere eingestellt. Ich gucke Shyamalan und weiß, es wird noch eine krasse Wendung geben.&lt;br /&gt;Diese Wendung passt wie die Faust aufs Auge zu allem, was vorher war. Fühlt man sich veräppelt und hinters Licht geführt? Natürlich! Diese oft vorgebrachte Kritik ist doch die beste Bestätigung für die Mechanik der Täuschung!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schließlich ein Wort zu meiner Lieblingsszene:&lt;br /&gt;Die blinde Ivy im dunklen Nachtwald in nacktem Schrecken unter ihrem Lederschirm singt und hält sich die Ohren zu, während die Kamera langsam nach oben zurückweicht und den Blick auf die kahlen Zweige und Äste freigibt und die Geräusche immer weiter in den Vordergrund rücken. Nichts Übernatürliches, nichts Bedrohliches von außen wirkt hier. Tatsächlich weiß Ivy ja schon längst, dass es im Wald nichts bedrohliches gibt. Aber die Geschichten, die man ihr erzählt hat, wirken nach. Man kann den Mythen seiner Kultur nie entkommen. Man muss schon aus Stein sein, um hier keine Gänsehaut zu bekommen. Ca. zehn Sekunden nackter Angst auf Film.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-7757231823404839028?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/7757231823404839028/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=7757231823404839028' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/7757231823404839028'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/7757231823404839028'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2010/01/spate-einsichten-in-bezug-auf-village.html' title='Späte Einsichten in Bezug auf &quot;The Village&quot;'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-6040891158944913233</id><published>2009-12-18T09:32:00.000+01:00</published><updated>2009-12-18T09:32:20.062+01:00</updated><title type='text'>Poser Bitch</title><content type='html'>&lt;img alt="Poser Bitch car" class="story" mce_src="images/stories/dsc00343.jpg" src="http://www.muratkayi.de/jm/images/stories/dsc00343.jpg" title="Poser Bitch car" /&gt;&lt;br /&gt;Kürzlich scharwenzelte ich im Kreuzviertel herum, welches nach wie vor als Studentenviertel bezeichnet werden kann, auch wenn es voll von bereits verbeamteten Lehrern ist, die von der Vergangenheit nicht lassen wollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei stieß ich auf einen lila Jeep, durch dessen groben Kühlergrill deutlich ein glanzvernickelter Kühlpropeller sichtbar war. Sofort sah ich den Papa, der zum gelungenen Abi die Schlüssel zur Klimakillerkarre überreicht, auch wenn niemandem klar ist, wozu in aller Welt das frischgebackene Twen-Häschen in der Dortmunder Innenstadt einen geländegängigen Wagen benötigt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während ich also innerlich aufstöhnte, ohne jedoch irgendeine greifbare Formulierung zur Hand zu haben, die dieses Gefährt und seine Wirkung auf mich hätten beschreiben können, sah ich, dass jemand etwas in den Neuschnee auf der Motorhaube geschrieben hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich trat näher und brauchte einen Augenblick, bis ich es entziffert hatte. Dann aber gellte mein Lachen durch die kalte Dortmunder Morgenluft: "Poser Bitch". &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Niemand hat je trefferendere zwei Wörter auf eine Motorhaube gekritzelt. Mit einem Mal, waren mir meine eigenen Gedanken klarer, denn man hatte mir zwei kurze Wörter gegeben, die zwei Minuten verschwommenes Gedankengut zusammenfassten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danke, unbekannter Autor.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-6040891158944913233?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/6040891158944913233/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=6040891158944913233' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/6040891158944913233'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/6040891158944913233'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2009/12/poser-bitch.html' title='Poser Bitch'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-851281843292213509</id><published>2009-12-16T12:57:00.000+01:00</published><updated>2009-12-16T12:57:23.696+01:00</updated><title type='text'>Musikalische Skizzen aus den 90er Jahren - Opium Eater</title><content type='html'>&lt;embed allowfullscreen="true" allownetworking="all" allowscriptaccess="always" flashvars="bufferlength=3&amp;amp;controlbar=bottom&amp;amp;frontcolor=#ffffff&amp;amp;icons=true&amp;amp;image=http://www.muratkayi.de/jm/&amp;amp;lightcolor=#ffcc00&amp;amp;file=http://www.muratkayi.de/jm/media/audio/OpiumEater.mp3&amp;amp;playlistsize=0&amp;amp;repeat=none&amp;amp;screencolor=#000000&amp;amp;backcolor=#000000&amp;amp;volume=50" height="20" id="ply" name="ply" quality="high" src="http://www.muratkayi.de/jm/modules/mod_jwmedia/player.swf" type="application/x-shockwave-flash" width="200" wmode="transparent"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;script src="http://www.muratkayi.de/jm/modules/mod_jwmedia/swfobject.js" type="text/javascript"&gt;&lt;/script&gt;&lt;script type="text/javascript"&gt;var so7 = new SWFObject('http://www.muratkayi.de/jm/modules/mod_jwmedia/player.swf', 'ply','200','20','9');so7.addParam('allownetworking','all');so7.addParam('allowscriptaccess','always');so7.addParam('wmode','transparent', 'false');so7.addParam('allowfullscreen','true');so7.addVariable('bufferlength','3');so7.addVariable('controlbar','bottom');so7.addVariable('frontcolor','#ffffff');so7.addVariable('icons','true');so7.addVariable('image','http://www.muratkayi.de/jm/');so7.addVariable('lightcolor','#ffcc00');so7.addVariable('file','http://www.muratkayi.de/jm/media/audio/OpiumEater.mp3');so7.addVariable('playlistsize','0');so7.addVariable('repeat','none');so7.addVariable('screencolor','#000000');so7.addVariable('backcolor','#000000');so7.addVariable('volume','50');so7.write('jwplayer7');&lt;/script&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Jahrzehnt geht zu Ende, und da den Modeschöpfern nichts neues einfällt, werden demnächst die 90er wiederbelebt werden.&lt;br /&gt;In den 90er Jahren war die Decke meines Zimmers mit einem gigantischen nachtblauen Satinstoff ausgehangen, die Wände waren zitronengelb gestrichen und miroeske Wandmalereien verliehen dem Zimmer das fehlende bisschen Irrsinn.&lt;br /&gt;An einem Windows95 PC mit gefühlten 166Mhz und einer Festplatte von einem Gigabyte schraubte ich stunden- ja tagelang an Samples, Audiospuren und anderen Klängen herum, legte sie übereinander und verfremdete sie, bis ich im Marihuananebel die Orientierung verlor.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich erinnere mich noch daran, dass ich mit einem kleinen Diktiergerät durch die Gegend rannte und zum Beispiel das Quietschen der Türen an der U-Bahnstation Clarenberg aufnahm. Ich denke heute noch, dass dieses Quietschen mit einem bisschen Hall nicht von Walgesängen zu unterscheiden ist. Vielleicht könnte man so eine Kommunikation zwischen den Dortmunder Stadtwerken und Buckelwalen aufbauen, aber egal...&lt;br /&gt;Im Wesentlichen komme ich gerade darauf, weil ich letzte Nacht in einer ganz ganz üblen und verstaubten Gegend meiner externen Festplatte, in irgendwelchen ominösen Sub-Unterverzeichnissen, die nur noch abstruse Namen trugen wie "Zeugs", "Ideen" oder "Sachen" (Sachen? Ich muss den Verstand verloren haben, aber hey! Das waren die 90er!) auf sehr alte musikalische Skizzen stieß. Unfertiges, das mich mit einem verträumten Lächeln zurückließ.&lt;br /&gt;Diese Audioschnipsel haben praktisch alles, was zu den 90er Jahren gehört: Samples, Breakbeats, Gitarren und Didjeridoos.&lt;br /&gt;Ich schmeiße zur allgemeinen Unterhaltung ein paar davon ins Rennen. Das folgende Kleinod namens "Opium Eater" ist mit einem Midiklavier, einem viel zu lauten Drumsample und ein paar simulierten analogen Synthesizern instrumentiert, Gitarre muss ich wohl nicht extra erwähnen.&lt;br /&gt;Vielleicht spiel ich da mal Querflöte drüber?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-851281843292213509?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/851281843292213509/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=851281843292213509' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/851281843292213509'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/851281843292213509'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2009/12/musikalische-skizzen-aus-den-90er.html' title='Musikalische Skizzen aus den 90er Jahren - Opium Eater'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-9019578066721641888</id><published>2009-12-15T17:00:00.000+01:00</published><updated>2009-12-15T17:00:02.473+01:00</updated><title type='text'>Zu Gast bei Freunden - koste es, was es wolle.</title><content type='html'>Was hat es mit der türkischen Gastfreundschaft wirklich auf sich? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Gastfreundschaft ist ein gerne angeführtes Merkmal türkischer Mentalität, über das gerade Deutsche nach ihrem Urlaub in Verzückung geraten. Da wird nicht lang gefragt oder gefackelt: wildfremde Menschen werden ins traute Heim geladen und verköstigt, bis die Schwarte platzt, Fahrgelegenheiten werden organisiert, es wird sich gekümmert, gemacht und getan, ohne jede Gegenleistung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das begeistert.&lt;br /&gt;Von innen sieht die Sache jedoch nicht immer ganz so rosig aus. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn deutsche Freunde sich treffen, dann verabreden sie sich. Unter ganz engen Freunden reicht ein kurzer Anruf, ein paar Minuten, bevor man sich auf den Weg macht. &lt;br /&gt;Das türkische Ritual der Gastfreundschaft bedeutet jedoch, dass es eben vor allem der unangemeldete, der unerwartete Gast ist, den diese am meisten betrifft. Folglich hat es kein Gast nötig, sich anzumelden. Man sitzt also in aller Ruhe beisammen, der Berufsstress flaut gerade ab, das Fernseh läuft und jallert eine Volksweise ins Wohnzimmer, derweil duftet es aus der Küche nach Tee und heißen Speisen.&lt;br /&gt;Da klingelt es. &lt;br /&gt;Es sind die Verwandten, die Nachbarn, die Freunde, die flüchtige Bekanntschaft aus der Innenstadt, die Eingelegtes gemacht hat, was weiß ich - es ist auch einerlei. Das Diktat der Gastfreundschaft betrifft sie alle.&lt;br /&gt;Macht der gemeine Türke nun schier Luftsprünge aus Vorfreude über die gemeinsame Zeit mit dem Besuch, der gern bis spät abends bleibt? Zeigen sich Tränen der Dankbarkeit in seinem Augenwinkel, weil er nun endlich wieder seinem genetisch bedingten Drang nach Bewirtung nachgeben kann? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich nicht! Türken sind ja nicht bekloppt. Am liebsten würden sie in acht von zehn Fällen den Besuch hochkant über den Gartenzaun schicken, dringliche Geschäfte vortäuschen oder sich tot stellen. &lt;br /&gt;Aber nichts von alledem kommt in Frage. Statt dessen wird das gesamte Arsenal der schon oft und nicht zu unrecht besungenen türkischen Gastfreundschaft aufgefahren, vom unablässigen Nachschub an Nahrung und Tee, bis zum Ausschalten des Fernsehers und der aufmerksamen Präsenz aller Familienmitglieder.&lt;br /&gt;Gastfreundschaft ist kostspielig. Sie kostet vergelichsweise wenig Geld, aber viel Nerven. Man kann sie nur aufrecht erhalten, wenn man die eigenen Bedürfnisse immer und immer wieder dem Gast und seinem Wohlbefinden unterordnet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe oft darüber nachgedacht, woher diese Gastfreundschaft eigentlich kommt und bin inzwischen der Auffassung, dass diese ihre Wurzeln in der nomadischen Herkunft der Seldschuken hat. Nomaden halten das Gastrecht hoch, denn sie wissen, dass sie selbst im Grunde ständig überall zu Gast sind und es immer wieder sein werden. Da kann man sich verschlossene Zeltwände nicht lange leisten. Das Gastrecht wird so zu einem wichtigen sozialen Netz und mit fortdauernder Geltung zu einem identitätsstiftenden Ritual. Auf der Empfängerseite zu sein wird durch das Geben legitimiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Deutschen hingegen sind ja seit der indogermanischen Zuwanderung im Grunde mit der Scholle verwachsen. Wer unterwegs ist, ist verdächtig (hat er kein Zuhaus?). Diesem Generalverdacht kann sich der Gast nur durch tadelloses Verhalten entziehen. Der Gast muss also alle seine Bedürfnisse einstampfen und um Gnade winseln, die der Gastgeber entweder gewährt oder nicht. Schließlich ist es unter Deutschen kein Faux-pas zu sagen: "Ich kann heute abend nicht. Ich bin zu müde/zu gestresst." &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daraus ergeben sich folgende Konsequenzen, die Deutschen nicht immer bewusst sind:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im türkischen Gastrecht ist es die Pflicht des Gastes, sich gefälligst nicht anzustellen und die Gastfreundschaft in vollen Zügen auszukosten. Schließlich hat die Gastfreundschaft eine Menge gekostet (siehe oben) und niemand will sich dem Verdacht ausgesetzt sehen, dieses uralte Ritual als erster unterbrochen zu haben. Eine typisch deutsche und also bescheidene oder gar abwehrende Gast-Haltung ("bitte nicht solche Umstände") ist daher in höchstem Maße beunruhigend, weil eine Unterbrechung des Rituals nie in Frage kommt, einer von beiden aber nicht korrekt mit spielt. &lt;br /&gt;Dann werden meist die Anstrengungen verdoppelt oder aber die Nahrung wird mit einer an Aggression grenzenden Eindringlichkeit angeboten. Der Gastgeber hatte schließlich keine Wahl, warum sollte es dem Gast da besser gehen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht wird nun auch klar, wie katastrophal fehlgeleitet der Begriff "Gastarbeiter" wirklich ist, denn wie nun wirklich jeder weiß, haben die Türken vom Verhalten zwischen Gast und Gastgeber völlig andere Vorstellungen, als die Deutschen mit diesem Wort nahe legen wollten.&lt;br /&gt;Das Missverständnis wird praktisch jeden Tag schlimmer, wenn wieder eine bildungsferne Alleinerzieherin ihr Gesicht in die SuperRTL Fußgängerzonenkamera hält und betont: "Die sind hier nur zu Gast und sollen sich auch so benehmen!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eben, denken Türken dann. Tun wir doch!&lt;br /&gt;Vielleicht hilft ein Überssetzungsvorschlag?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was wohl eigentlich gemeint ist: "Wir wollen euch hier nicht haben, also schert euch zum Teufel!"&lt;br /&gt;Das versteht nun wirklich jeder.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-9019578066721641888?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/9019578066721641888/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=9019578066721641888' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/9019578066721641888'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/9019578066721641888'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2009/12/zu-gast-bei-freunden-koste-es-was-es.html' title='Zu Gast bei Freunden - koste es, was es wolle.'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-3528515360907773346</id><published>2009-12-14T16:00:00.001+01:00</published><updated>2009-12-14T16:00:01.476+01:00</updated><title type='text'>"sie waren stets bemüht..." - Weder Kinder noch Inder</title><content type='html'>Der Ruf nach einer Einwanderungspolitik mit Augenmaß wird immer lauter. Dazu gehört auch, dass man gewisse Ansprüche an die Einwanderer stellt, ganz getreu dem Motto "Fördern und Fordern". Für diese Wortblase, die der &lt;a href="http://hartz-iv-blog.de/2007/02/04/urteil-gegen-peter-hartz-rechtskraeftig/" mce_href="http://hartz-iv-blog.de/2007/02/04/urteil-gegen-peter-hartz-rechtskraeftig/" target="_blank"&gt;wegen millionenschwerer Veruntreuung und gesetzwidriger Betriebsratsförderung vorbestrafte Peter Hartz&lt;/a&gt; im Zuge seiner gleichnamigen Geldspar-Gesetze gegen Sozialhilfe erfand, haben die Deutschen besonders viel übrig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Ansprüche an Einwanderer umfassen immer wieder gerne auch deren Bildungsgrad. Nur der Crème de la Crème, so das Wunschdenken vieler, solle die Einwanderung erlaubt sein. Man will ja schließlich auch etwas von der Überfremdung haben.&lt;br /&gt;Um diesem Denken einmal kurz die kalte Dusche der Realität ins Gesicht zu halten, hier ein Beitrag aus der Reihe "Integrationsbemühungen der Vergangenheit":&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es wird einfach nach wie vor zu wenig gepimpert in Deutschland. Oder vielleicht ist das ungenau formuliert. Es wird von Deutschen zu wenig Sex gehabt. Oder vielleicht ist auch das nicht ganz korrekt. Die im Normalfall anstehende Konsequenz von Sex, Kinder nämlich, findet bei Deutschen zu wenig statt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das wusste bereits Rüttgers vor rund 10 Jahren. Damals herrschte Fachkräftemangel. Anders als vor 30 und 40 Jahren also, als es einfach nur an Leuten mangelte, die bestimmte Arbeit tun wollten, fehlten dieses Mal Leute, die eine bestimmte Arbeit tun konnten. Mit den Deutschen war nicht zu rechnen. Es gab einfach zu wenige von ihnen, die entsprechend Vorbildung genossen hatten. Also sollten es ein weiteres Mal Kräfte von auswärts richten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rüttgers jedoch hatte bemerkt, dass bereits die Gastarbeiter der vorangegangenen Jahrzehnte nicht wieder gegangen waren und &lt;a href="http://www.60xdeutschland.de/zuwanderung-debatte/" mce_href="http://www.60xdeutschland.de/zuwanderung-debatte/" target="_blank"&gt;trumpfte mit dem Spruch "Kinder statt Inder" auf.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wie dieser Spruch denn nun eigentlich genau zu verstehen ist - darum wurde im damaligen Wahlkampf viel Gewese gemacht. Eigentlich aber ist es ganz einfach. Die Aussage lautet im Detail: "Lieber sollen Deutsche mehr Kinder bekommen, als dass wir tausende von Indern samt Familie hereinlassen" oder auch "Ficken für den Volksfrieden".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erste Vorboten der inzwischen salonfähigen xenophoben Hyterie zeigten sich&amp;nbsp; damals in humorigen Plakaten, auf denen ein bis zum Wagondach überladener indischer Zug zu sehen war (naturgemäß voll mit Indern), zusammen mit der Schlagzeile: "Die Inder kommen!". Hin und her ging das Geschrei darum, welche Art Inder und wie viele von ihnen, vor allem aber, wie viele ihrer Verwandten der deutsche Volkskörper vertrüge. Wie weit durfte man von seinen Ansprüchen abrücken? Wen, außer der absoluten Top-Elite, sollte man im Lande dulden?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So sahen sich die Deutschen: zwei oder mehr Lager heftig debattierender Demokraten, jedes mit einer Hand auf der Türklinke, streiten darüber, wie weit man das Tor aufmachen darf, und wie der nachfolgende Ansturm arbeitswilliger Inder verkraftet werden kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann ging das Tor auf. Und nichts passierte. Ratlos lugten die Deutschen durch die Tür und wunderten sich.&lt;br /&gt;Wo blieben die Inder?&lt;br /&gt;Einige kamen tatsächlich. Rund 18.000 statt der von Rüttgers oft befürchteten 150.000. Von denen blieben nicht all zu viele, vielleicht, weil manche Deutsche in ihrer Begeisterung für den Inder als solchen &lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,500884,00.html" mce_href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,500884,00.html" target="_blank"&gt;ihm quer durch die Innenstadt nachjagten&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alles in allem kann man wohl sagen, dass auch die indischen Fachkräfte ihre Familien gern um sich haben. Sie werden nachverfolgt haben, wie in Deutschland über Einwanderer diskutiert wurde. Wahrscheinlich werden sie sich schlicht und einfach ein Land gesucht haben, in dem sie sich willkommener fühlen durften oder die Chancen für Elitekräfte im Allgemeinen besser sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das nämlich ist die Crux an dieser Haltung zur Einwanderung. Natürlich darf man sich auf den Standpunkt stellen, nur bestimmte Leute haben zu wollen. Natürlich dürfen sich alle zusammen darauf einigen, dass wenn man schon selbst nicht genug kluge Leute hervorbringt, die Neuen bitte schön etwas auf dem Kasten haben sollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nur tritt Deutschland dann augenblicklich in den internationalen Wettbewerb um eben diese Spitzenkräfte ein. Und all diese Spitzenkräfte haben Familie. Und sie sind naturgemäß recht wählerisch in ihren Optionen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Deutschen möchten die Tür nur für die Rosinen aus dem Einwanderungskuchen öffnen, aber diese picken sich ihrerseits die besten Optionen heraus. Wird Deutschland dazu gehören? Ich bin skeptisch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch ist Deutschland eben überwiegend Käsekuchen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-3528515360907773346?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/3528515360907773346/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=3528515360907773346' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/3528515360907773346'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/3528515360907773346'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2009/12/sie-waren-stets-bemuht-weder-kinder.html' title='&quot;sie waren stets bemüht...&quot; - Weder Kinder noch Inder'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-862739611941583956</id><published>2009-12-11T22:09:00.002+01:00</published><updated>2009-12-11T22:15:25.192+01:00</updated><title type='text'>e*lan - geniale Pop Art aus Essen</title><content type='html'>An dieser Stelle möchte ich heute einmal jemanden aus der Zunft der bildenden Künstler empfehlen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Pop Art ist ja ein alter und meist nicht besonders aufregender Hut. Jedenfalls konnte ich Campbell's Tomatensuppe oder Roy Liechtenstein nie etwas anderes abgewinnen als ein unbeteiligtes Zucken in den Augenbrauen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann jedoch kam ich auf dem Weg zum Musikalienhändler an der Rückseite eines Weihnachtsmarktbüdchens vorbei, die mit kleinen gesprayten Graffiti geschmückt war. Neugierig geworden warf ich einen Blick auf die Vorderseite des Standes, wo mir die Schwarz-Weiße Pracht ins Gesicht klatschte. Die Helden und Heldinnen der jüngeren Filmgeschichte waren hier auf Leinwand verewigt, wobei ich in diesem Moment entsetzt fest stellen muss, dass für jemanden meines Alters jüngere Filmgeschichte bis Anfang der 90er Jahre zurückreicht, also annähernd zwanzig Jahre umfasst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich kam von dem Anblick gar nicht mehr los, was um so schlimmer war, als dass ich nicht das Geld bei mir hatte, um auf der Stelle ein Bild zu kaufen, wie es sich gehört hätte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.elanelan.de/menu/new_iconic.html"&gt;Die Bilder von e*lan &lt;/a&gt;sind mit Schablonentechnik auf Leinwand in verschiedenen Formaten gesprayt, eine ähnliche Technik, wie man sie oft in der Graffiti-Szene vorfindet und zum Beispiel früher auch von &lt;a href="http://www.banksy.co.uk/outdoors/horizontal_1.htm"&gt;banksy&lt;/a&gt; benutzt wurde.&lt;br /&gt;Die Bildkomposition ist minimal - nicht nur Hintergrund und Texturen, auch Schattierungen und Details sind weg gelassen worden und machen einer Comic-Ästhetik Platz, die von Flächen statt von Linien lebt. Deswegen wird hier jede Kameraperspektive zur Ansicht einer Ikone.&lt;br /&gt;Auch die Ruhrgebietslandschaften sind derart gelungen, dass mich ein so eben noch bezähmbarer Impuls überfällt, auf der Stelle mein Konto für ein paar großformatige Ansichten der Dortmunder Skyline zu plündern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich möchte mal sagen: schockgefrorene Coolness in film-noir Vokabular. Schaut es euch einfach an!&lt;br /&gt;(am besten auf dem Dortmunder Weihnachtsmarkt, denn die Dinger sind in echt einfach lauter) &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.elanelan.de/menu/new_iconic.html"&gt;http://www.elanelan.de/menu/new_iconic.html&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-862739611941583956?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.elanelan.de' title='e*lan - geniale Pop Art aus Essen'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/862739611941583956/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=862739611941583956' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/862739611941583956'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/862739611941583956'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2009/12/elan-geniale-pop-art-aus-essen.html' title='e*lan - geniale Pop Art aus Essen'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-3466375933053492429</id><published>2009-12-08T14:39:00.001+01:00</published><updated>2009-12-08T14:44:36.528+01:00</updated><title type='text'>Christliche Mission - ich weiß doch, wie Du's brauchst...</title><content type='html'>Neulich stolperte ich ins kirchliche Radio hinein. Ich kann immer noch nicht mit Bestimmtheit sagen, welche Sendung es eigentlich genau war, aber ich nehme an, es handelte sich um "Himmel und Erde", die kirchliche Radiosendung auf Do 91.2 (obwohl die Frequenz eigentlich bei 91.7 lag, aber egal - wer es mit Bestimmtheit weiß, meldet sich!).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es unterhielten sich jedenfalls zwei Männer über Missionsradio in Indonesien, christliches Missionradio, versteht sich.&lt;br /&gt;Indonesien hat eine christliche Minderheit von ca. 8 % bei ca. 88% Muslime - es gibt keine vorgeschriebene Staatsreligion.&lt;br /&gt;Gegenstand des Gesprächs wurden bald auch Verfolgung von Christen im mehrheitlich islamischen Land. Der Gesprächspartner, der vor Ort gewesen war, berichtete nun über eine Christin, die sich vor ihren Ortsvorsteher gestellt und ihm folgendes mitgeteilt habe: &lt;br /&gt;"Ich bete für sie, aber auch sie müssen Christus als ihren Herrn anerkennen".&lt;br /&gt;Worauf hin der gute Mann die eifrige Missionarin mit einer Woche Hausarrest bedachte. Hernach habe sie zwar wieder vor ihren Ortsvorsteher treten dürfen, aber es sei ja doch ein Beispiel für Benachteiligung von Christen im Alltag. Mit bedächtigem Tonfall unterstrich der Moderator der Sendung diese Anekdote mit der Feststellung, dass es doch schade sei, dass manche Gruppen bestimmte Rechte nicht gewähren wollten, die sie hierzulande doch einforderten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun, ich weiß nicht, wann das letzte Mal ein indonesischer Moslem sich vorm Dortmunder OB aufgebaut hat und ihn hat wissen lassen, man bete für ihn, doch auch er müsse anerkennen, dass Allah nun mal Allah sei und Mohammed als dessen Propheten anerkennen. &lt;br /&gt;Ich bin außerdem nicht ganz sicher, welchen Gesamteindruck ein islamischer Missionssender in NRW im Moment machte.&lt;br /&gt;Ich bin jedoch sehr sicher, als wes Geistes Kind Moslems eingestuft würden, die beides im Jahre 2009 in Mitteleuropa versuchten. Aber vielleicht sehe ich da auch zu schwarz und die Tatsache, dass christliches Missionieren nach wie vor in großem Stil statt findet, ist eben kein Zeichen religiösen Hegemonialanspruchs oder ausgetragenen Kulturkampfes. Es kommt eben nicht zuletzt darauf an, wer gerade missioniert. Sind es die eigenen Leute? Oder die gegnerische Mannschaft?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist doch schade, dass solche Leute ungern Privilegien gewähren, die sie andernorts so gerne einfordern.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-3466375933053492429?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/3466375933053492429/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=3466375933053492429' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/3466375933053492429'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/3466375933053492429'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2009/12/christliche-mission-ich-wei-doch-wie.html' title='Christliche Mission - ich weiß doch, wie Du&apos;s brauchst...'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-3848943528975111317</id><published>2009-12-04T18:00:00.000+01:00</published><updated>2009-12-04T18:00:01.921+01:00</updated><title type='text'>Lesungskonzert beim LesArt Festival 2009 - des Asischen mächtig</title><content type='html'>In ewig dankbarer Erinnerung wird mir von diesem Abend in Bezug auf den hier vorgestellten Text bleiben, dass Tobi Katze mir hinterher berichtete, dass ein Asischsprachiger aus dem Publikum den Text kommentierte mit: "Ey, die schwule Schwuchtel!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object height="364" width="445"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/FMmIXNA_IJ4&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999&amp;border=1"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/FMmIXNA_IJ4&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999&amp;border=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="445" height="364"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-3848943528975111317?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/3848943528975111317/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=3848943528975111317' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/3848943528975111317'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/3848943528975111317'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2009/12/lesungskonzert-beim-lesart-festival.html' title='Lesungskonzert beim LesArt Festival 2009 - des Asischen mächtig'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-2890326395738651511</id><published>2009-12-03T18:00:00.004+01:00</published><updated>2009-12-04T12:01:31.150+01:00</updated><title type='text'>Was Willi und ich gemeinsam haben</title><content type='html'>Heute erfuhr ich von Willi und Erna.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit einiger Zeit sprang die Gastherme nicht an, so dass es mitten im Dezember kein warmes Wasser mehr gab. Da wir begannen, erste Anzeichen von Verwahrlosung zu zeigen, war ich froh, dass der Klempner kam und begann, die Therme zu säubern. &lt;br /&gt;Der gute Mann, wir wollen ihn Kemper nennen, öffnete die Therme, baute Kleinteile aus und reinigte sie, hielt das Ohr an Leitungen und nickte zufrieden, wenn er hörte, wie Gas ausströmte (ein Geräusch, das mich eher nervös gemacht hätte).&lt;br /&gt;Wie ich erfuhr, war Kemper bis gestern Nacht um 3.00 Uhr damit beschäftigt gewesen, Rechnungen zu schreiben, nachdem er zuvor bis 12.00 Uhr Nachts auf der Baustelle "zugange" war.&lt;br /&gt;Klempner Kemper macht den Job seit beinahe dreißig Jahren. Deswegen konnte er gleichzeitig erzählen und unsere Körperhygiene retten, so dass ich folgendes zu hören bekam:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ich gestern auf der Baustelle mit so einem 22-Kilo-Klo. Bis sie das hochgewuchtet haben, bricht ihnen schon der Rücken halb auseinander. Und dann waren da so Imbusschrauben drin, zum Festmachen. Jetzt hatte durch die Wackelei die eine sich so in das Loch hineingewackelt. Ich bin also so weit und will das Ding fest schrauben, ist die Schraube weg. Ich denk noch so, wo ist das Ding denn jetzt hin, kipp das Klo nach hier und nach da und auf einmal hör ich es! Ist die Scheiß Schraube durch das Loch in das Klo hinein gefallen! Ich also das Ding hoch gewuchtet und versucht, die Schraube durch das Loch wieder heraus zu friemeln. Und die ganze Zeit der kleine Mick, was der Sohn von denen ist, mit seiner neuen Stereoanlage im Bad auf volle Pulle und fragt mich die ganze Zeit: "Was machst du da? Und jetzt? Suchst du was?". Eine Stunde habe ich gebraucht, bis ich das Ding wieder heraus hatte! Ich setz das Klo ab, steck die Schraube ein, ist das Ding schon wieder weg! Aber da hatte ich ja schon Übung."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Zwischenzeit hatte ich bereits Tränen gelacht, wodurch ich allerlei Wissenswertes über den Beruf des Klempners erfuhr, wie zum Beispiel die Tatsache, dass man es als Klempner fast immer mit halb Bekloppten zu tun hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Neulich tausch' ich das Thermostat aus und guck mir das Ding so aus der Nähe an, da spür ich schon die Wangenhaare von dem Kunden auf meinem Gesicht, so nah war der neben mir. Ich sage nur, können sie alles sehen, weil gleich sitzen sie auf meinem Schoß! Ne, sagt er, alles klar, gute Sicht. Dann muss ich runter in den Firmenbully und Werkzeug holen. Ich kram in der Tasche auf dem Beifahrersitz, merk ich so, wie der Typ hinten in der Ladefläche sitzt! Ich so zu ihm: Hör mal, Verstecken geht aber anders! Da muss der eine die Augen zu machen, der andere zählt und dann muss einer suchen, aber wenn sie jetzt überall hingehen, wo ich hingehe, dann wird das nix! Aber das raffen die ja nicht, die wollen alles wissen, jeden Handgriff. Neulich sitzt mir wieder so einer seit ner halben Stunde auf dem Schoß und kontrolliert alles, was ich mache. Und ich brauch' ein Werkzeug und kram in meiner Kiste. &lt;br /&gt;Fragt der, was ich suche. &lt;br /&gt;Ja, wie was ich suche. &lt;br /&gt;Ja, was suchen sie denn? &lt;br /&gt;Sag ich ihm dies und das und er nur Aha! Das sind mir die richtigen Spezialisten. Ich renne den ganzen Tag von einer Baustelle zur anderen, die Heizung springt nicht an, es tropft durchs Dach oder eine Wand muss aufgestemmt werden, und dann rufen die an und sagen, ihr Wasserhahn tropft. Ganz wichtig! Dann müssen sie dreimal klingeln, weil der Idiot die Tür nicht aufmacht. Dann fahren sie weg und erfahren am nächsten Tag, dass der sich bei der Vermieterin beschwert, dass ein Mann in seine Wohnung will. Und dann, wenn er endlich so weit aufgeklärt ist, dass sie in die Wohnung dürfen, sitzt er ihnen die ganze Zeit im Nacken. Bei dem einen Anschluss musste ich durch den Wandschrank hindurch die Wand aufmeißeln, weil der das Rohr aufgerissen hat und jetzt das Wasser raus tröppelt. Und er die ganze Zeit neben mir und ich am hämmern wie so ein Bildhauer, wie Michelangelo, war ja total eng da drin, immer so ein kleines Stück. Fragt der mich, wofür die Öhrchen da am Anschluss sind. &lt;br /&gt;Ja was meinen sie denn, frage ich. &lt;br /&gt;Und er, keine Ahnung. &lt;br /&gt;Damit schraubt man den Anschluss an der Wand fest. &lt;br /&gt;Fragt der mich, haben sie das schon angebohrt? Er sitzt die ganze Zeit daneben! Ich also zu ihm, haben Sie einen Bohrer gehört? Hatte ich eine Bohrmaschine in der Hand? Meinen Sie ich habe gerade, als sie sich kurz mal umgedreht haben, meine Bohrmaschine hoch gezaubert und ganz schnell alles angebohrt, bevor sie wieder geguckt haben?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also, haben sie es jetzt angebohrt?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nein! Habe ich nicht! &lt;br /&gt;Und mit so etwas müssen sie sich den ganzen Tag beschäftigen."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An dieser Stelle schlug ich ihm vor, doch vielleicht einen Azubi einzustellen, aber einen Arbeitsplatz zu schaffen, ist in Deutschland mit einem derart hohen Aufwand verbunden, dass ein Kleinbetrieb im Grunde direkt Konkurs anmelden kann. Das spart Zeit. Also bleibt nur zeitweise Anstellung von Aushilfen.&lt;br /&gt;Und hier kommt Willi ins Spiel. Willi ist ein Kumpel von Kemper und seines Zeichens Maurer und Zauberer, oder jedenfalls müsste er Zauberer sein, denn sich in derartige Schwierigkeiten zu bringen, erfordert eigentlich schon höhere Magie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Wir auf dieser Baustelle im Dortmunder Süden, wo die ganzen hohen Tiere wohnen. Beste Wohngegend. Und es muss eine Tür versetzt werden, ich also zu Willi, hier zumauern, da hinten aufstemmen. Ich komme nach zwei Stunden wieder, ist die Tür zugemauert und Willi weg, nicht zu finden. Ich renne von einem Raum in den anderen, rauf und runter und immer Willi! Wiilli! Und dann hör ich ihn so dumpf wie hinter ner Wand. Hat der Idiot sich eingemauert und den Hammer vergessen und sitzt jetzt schön in einem Raum ohne Tür. Bis wir ihn da wieder heraus haben, hätte ich den Scheiß auch selber machen können. Also gebe ich ihm hinterher lieber eine andere Aufgabe. &lt;br /&gt;Ich so zu Willi, pass auf. &lt;br /&gt;Du bringst den Schutt hier nach unten, am besten nimmst du direkt zwei Eimer, gehst nach unten und schütts' das in den Container. Und so weiter und so weiter, bis der Haufen weg ist. Klare Ansage, soll man meinen, da kann eigentlich nichts schief gehen. Drei Stunden später habe ich die Polizei am Telefon. Ich geh nach vorn auf die Straße, liegt die ganze Gegend in Schutt und Asche. Wie bei einem Sandsturm, man sieht die Sonne schon nicht mehr, überall auf den dicken Autos so eine Schicht Staub. Was macht der faule Idiot? Seit drei Stunden kippt der Eimer um Eimer aus dem Fenster im zweiten Stock in den Container vorm Haus. Und der Wind natürlich schön durch die ganze Straße. Da dürfen sie dann bei jedem Haus antanzen und den Diener machen und Entschuldigung sagen und Auto reinigen. Man lernt eine Menge hoher Tiere kennen, nur leider gucken die alle so grimmig.&lt;br /&gt;Und Willi am nächsten Tag: Du, ich komme gleich und hole mir die Kohle von Arbeiten gestern. Ich nur so, was für ein Geld? Denk noch mal nach, Willi. Aber Willi und nachdenken, das wird nix. Ich weiß noch, irgendwann schicke ich ihn zu einer Baustelle und er ruft an: Hier is dunkel. &lt;br /&gt;Wie dunkel, sag ich. &lt;br /&gt;Ja, sagt Willi, hier is dunkel. &lt;br /&gt;Ich denk noch so, ist eine Sonnenfinsternis? Hömma Willi, ich bin hier in Mengede und da ist hell. &lt;br /&gt;Ja, aber hier in dem Raum ist keine Glühbirne! &lt;br /&gt;Ja, was soll ich denn da machen? Nimm' dir eine Taschenlampe oder fahr in den Baumarkt, aber Willi fährt ja überall mit dem Fahrrad hin. &lt;br /&gt;Neulich war ich bei Willi in der Wohnung und zeichne ihm mit der Wasserwaage an, wo er die Duschstange anbohren kann, für seinen neuen Duschkopf. Komme ich am nächsten Tag wieder, hat der eine Schraube abgebrochen, in dem Loch, dass er sich gebohrt hat, völlig krumm und schief, mitten auf der Fliese. &lt;br /&gt;Ich so, Willi. Warum meinst du wohl habe ich hier eine Linie hingezeichnet? &lt;br /&gt;Ja, ich habe mich schon gewundert, warum die so lang ist. &lt;br /&gt;Damit du da auf der Linie bohrst, du Dösbaddel.&lt;br /&gt;Das wusste ich nicht.&lt;br /&gt;Und warum hast du den Duschkopf so niedrig angebracht? Du bist einsfünfundsiebzig, das Ding hängt auf einssiebzig. Wenn du damit duscht, das ist, als ob du dir ein warmes Ei aufm Kopf schlägst, da kommst du ja noch nicht einmal mit der Hand drunter, um dir die Haare zu waschen. Bring das bloß in Ordnung, bevor Erna kommt. Die Erna, was Willis Frau ist, hat für Willi nur Wörter übrig wie "Arschloch" und "Idiot". &lt;br /&gt;Neulich streicht Willi die Wohnzimmertür, so eine Lammelentür, die hat er ausgehangen. Ich komm dazu, da seh' ich noch, wie ihm der Pinsel zu kurz wird, weil die Tür so ganz langsam umkippt. Zack, hat er die Tür auf dem Wohnzimmerteppich. Willi wuchtet die wieder hoch und guckt sich die Schweinerei an und meint, wie soll ich denn jetzt die ganzen Haare wieder von der Tür kriegen und ich sage Willi. Scheiß auf der Haare an der Tür, die kannst du von mir aus hinterher abrasieren. Guck dir lieber die Farbe auf dem Teppich an! Und Erna kommt wieder und sagt nur, guck mal, die Lammelentür wirft ja einen Schatten auf den Teppich, und ich sage nur tschüss, ich muss weg, damit ich aus dem Haus bin, bevor die Sonne weg ist und Erna merkt, dass der Schatten immer noch da ist.&lt;br /&gt;Am anderen Tag sitzen wir im Garten und Willi will die Regenrinne reinigen. Ich greif mir nur kurz mein Bier, ist er plötzlich weg. Grad noch auf der Leiter, jetzt nix zu sehen. Ich gucke mich um, und denk noch, haben sie den jetzt weg gebeamt? Ich so zu Erna, Erna, wo ist denn der Willi? Und sie, ohne von ihrer Zeitschrift hoch zu gucken: Der Arsch ist gerade von der Leiter gefallen. Und ich seh nur so ein weißes Bein aus dem Beet schauen. Da liegt der mit einer gebrochenen Rippe im Beet und die sagt nur, der Arsch ist gerade von der Leiter gefallen. Da weißt du Bescheid. Aber die sind auch beide, ich weiß nicht. Der Willi ist so… doof!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und hier hält Kemper sich die Stirn, weil er all die Episoden schon gar nicht mehr aushält. Aber eine muss er dann doch noch los werden, während ich nach Luft schnappe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"So doof. Da will er die Tür unten absägen, damit die besser zu geht. Und ich sitz unten und höre ihn sägen und er sägt und sägt und ich denk, Mann, sägt der die Tür der Länge nach in zwei Hälften, oder was macht der da? Und Erna sagt, er macht das mit der Stichsäge, was schon doof genug ist, weil das Wellen gibt, aber ich dacht noch, komm, sag mal nix. Und dann kommt Willi und ist fertig und wir gehen es uns angucken. Und er steht im Flur und ich sage Willi. Wenn die Tür zu ist und ich kann deinen Fußnägel sehen, was sagt dir das?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Huch, denke ich, da braucht er gar nicht weiter zu erzählen. Willi hatte unten zu viel abgesägt. &lt;br /&gt;Und hier, an dieser Stelle, fror mir kurz das Lachen fest, denn ich musste daran denken, wie die Liebste und ich bemerkten, dass nach dem Laminat verlegen keine Tür mehr richtig zu ging, und bei der Wohnungstür noch Schleifen ausreichte, aber die Küchentür auch nach einem ganzen Tag lang Schleifen noch nicht geschlossen hätte.&lt;br /&gt;Also leihen wir uns die Kreissäge vom Nachbarn, denn dass das Ganze mit der Stichsäge nichts wird, das war klar. Und ich messe, und ich messe noch einmal und setze mit der Kreissäge an und die Liebste sagt, du ich glaube, das ist ein bisschen viel, läuft das Sägeblatt nicht hier entlang? Und ich sage, jetzt lass mich hier in Ruhe sägen, denn es war ein harter Tag gewesen. Schon zur Mittagszeit wollte ich kurz das ganze Laminat durchs geschlossene Fenster schmeißen, weil ich nach ewigem Verlegen einen Schluck Cola vor dem Küchenfenster zu mir nahm und mich mit einem Mal fragte, warum ich bergauf gehen muss, als mir klar wurde, dass an der Stelle unter dem Laminat noch ein verdammter Abstandshalter herum liegt, und ich also den ganzen Scheiß noch einmal auseinander ziehen und neu verlegen musste. &lt;br /&gt;"Lass mich in Ruhe sägen!", rief ich also und die Kreissäge wie Butter durch die Tür und jetzt stehe ich hier vor Kemper und denke, hoffentlich geht nie etwas mit den Anschlüssen in der Küche kaputt, denn dann wird er in Zukunft seine Geschichten über Willi mit meiner verbinden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dann hat irgend jemand anderes etwas zu lachen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-2890326395738651511?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/2890326395738651511/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=2890326395738651511' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/2890326395738651511'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/2890326395738651511'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2009/12/was-willi-und-ich-gemeinsam-haben.html' title='Was Willi und ich gemeinsam haben'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-1256375838515965690</id><published>2009-12-02T20:20:00.000+01:00</published><updated>2009-12-02T20:20:03.996+01:00</updated><title type='text'>Blues in Münster - Live Mitschnitt im Cuba Nova</title><content type='html'>Hier ist ein Mitschnitt eines Bluessongs, den ich auf der &lt;a href="http://www.tatwortimnetz.de/"&gt;TatWort-Lesebühne&lt;/a&gt; im &lt;a href="http://www.cubanova.de/"&gt;CubaNova &lt;/a&gt;in Münster gespielt habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir befinden uns weit diesseits des Mississipi, aber die Leute gehen 1A mit!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object height="364" width="445"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/4i0dHfCIQZw&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999&amp;border=1"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/4i0dHfCIQZw&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999&amp;border=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="445" height="364"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-1256375838515965690?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/1256375838515965690/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=1256375838515965690' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/1256375838515965690'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/1256375838515965690'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2009/12/blues-in-munster-live-mitschnitt-im.html' title='Blues in Münster - Live Mitschnitt im Cuba Nova'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-8420963628874092326</id><published>2009-11-30T18:00:00.001+01:00</published><updated>2009-11-30T18:00:00.941+01:00</updated><title type='text'>Missverständnisse mit Udo Lindenberg</title><content type='html'>Ich erinnere mich an ein Gespräch, dessen Zeuge ich erstaunlicher weise werden musste, denn in gewissem Sinn ging es mich an, auch wenn es nicht vordergründig um mich ging.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich muss ca. zehn Jahre alt gewesen sein, als auf der Dorfstraße vor dem Haus meiner Pflegeeltern der Nachbarsjunge Carsten einem anderen Jungen begeistert vor sang: "…früher waren's die Juden! Und heute sind die Türken dran!".&lt;br /&gt;Hier hatte jemand aus der Hitparade ihm und seinen Zeitgenossen die Worte aus dem Mund genommen! Seine unverhohlene Begeisterung für diesen Liedtext übertrug sich auf den anderen Nachbarsjungen, wollte jedoch nicht recht auf mich überspringen. Der Andere erkundigte sich nach dem Ursprung dieser Zeilen, worauf Carsten begann, Udo Lindenberg und dessen Musik enthusiastisch zu loben.&lt;br /&gt;Dann entspann sich ein standardisiertes Gespräch, dessen Hergang sich in den letzten zwanzig Jahren kaum verändert hat: Die Gesprächsteilnehmer listen alle Verfehlungen des Türken als solchen auf, von seiner ungepflegten Gesamterscheinung über die geistige Minderbemittlung bis hin zum Diebstahl als Kulturmerkmal. Wie jeder weiß, klauen die Türken wie die Polen. &lt;br /&gt;Man muss im Kopf behalten, dass ich dabei stand, wie man halt dabei steht, wenn sich zwei unterhalten. &lt;br /&gt;Inzwischen war Carsten dazu übergegangen von, ich glaube es war Yüksel zu erzählen (Oder war es Mehmet? Einerlei…). Besagter Türke aus seinem Fußballverein nämlich zeichnete sich dadurch aus, dass er im Gespräch mit Deutschen die Türken aufs schärfste verurteilte, die meisten Vorurteile über sie auf Anfrage oder aber auch eigeninitiativ bestätigte und im Allgemeinen einen trefflichen Türkenhasser abgab, solange man gewillt war, den kleinen Umstand zu vernachlässigen, dass er eben selbst Türke war. Das sorgte bei dem anderen Nachbarsjungen für eine Art verwirrte Freude, als könne er derart überraschende Unterstützung kaum glauben.&lt;br /&gt;"Oh doch", beteuerte Carsten, "Yüksel ist voll cool."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieses Gespräch hat mich über all die Jahre begleitet. Es hatte vielerlei Bedeutung und überdies zur Folge, dass ich Udo Lindenberg bis weit in die Neunziger Jahre hinein für einen rechtsradikalen Sänger hielt. Wie Carsten angesichts des Songs &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=Sodjg3mOO6Y"&gt;"Sie brauchen keinen Führer"&lt;/a&gt; sich an der oben erwähnten Textzeile so berauschen konnte, dass er &lt;a href="http://www.google.de/search?hl=de&amp;amp;q=sie%20brauchen%20keinen%20f%C3%BChrer%20lyrics"&gt;den kompletten Rest des Textes&lt;/a&gt; nicht mal im Ansatz verstand und so die Komposition als Sprachrohr einer unterdrückten deutschen Mehrheit begriff, ist mir schleierhaft. Ich tippe auf geistige Minderbemittlung. &lt;br /&gt;Geistige Trägheit meinerseits hatte jedenfalls zur Folge, dass ich von Udo Lindenberg nichts mehr wissen wollte, und so entging mir, wie ich nun betrübt fest stellen muss, großartige deutschsprachige Rockmusik. Pech gehabt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie muss man sich meine Kindheit unter solchen Nachbarn vor stellen? Wurde ich etwa tagtäglich gehänselt? Machte man Jagd auf mich? Musste ich mich im Schutz der Dunkelheit von Dach zu Dach schleichen, um meine abgelegene Stelle im Wald auf zu suchen, wo ich mit imaginären Freunden herum tollte? &lt;br /&gt;Nichts dergleichen. Wir waren rund zehn Kinder in der Nachbarschaft, die jeder mit jedem spielten. Da wir ländlich wohnten, war der Spielplatz lediglich einer der vielen Orte, wo wir uns herum trieben. Unsere Eltern hatten stets nur eine ungefähre Ahnung von der Region, in der sich ihre Kinder aufhielten und mussten infolge dessen warten, bis wir wieder aufkreuzten oder eben nach uns suchen. Die Mutter besagten Carstens etwa pflegte sich um die Mittagszeit einmal nach vorn an die Haupstraße und hernach an den rückwärtigen Gartenzaun zu stellen und beschallte so zwei Mal das gesamte Dorf mit den Worten "Caaarsten! Mittaaag!". Dabei hielt sie die Stimme auf einem konstant hohen Ton. Immer wenn ich diese Szene vor meinem geistigen Auge sehe, habe ich unweigerlich die Stimme David Attenboroughs im Ohr, die im kontrolliert bebenden Tonfall eines National Geographic Naturfilms sagt: "Der Ruf des Muttertiers ist auf viele Meilen in der sengenden Mittagshitze zu hören." &lt;br /&gt;Kurz: Ich hatte eine Kindheit, wie man sie im Allgemeinen auf dem Land vor findet, und wer auf dem Land aufgewachsen ist, weiß, dass das vieles besagt, aber nicht unbedingt Kultur- und Straßenkämpfe bedeutet.&lt;br /&gt;Wie also war es möglich, dass ich so wenig von meinen Spielkameraden wusste? Wie hatte ich nur übersehen können, dass sie meine leibliche Mutter, meine Verwandten und natürlich die türkischen Freunde, die ich hatte, samt und sonders nur für Kümmeltürken hielten? Wie, schließlich und endlich, hatte ich übersehen können, dass ähnliche Ansichten höchstwahrscheinlich auch mir golten? Es war ein Augenblick, der mich misstrauisch gemacht hat. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oft denke ich außerdem über jenen Türken in Carstens Fußballverein nach, der sich in einer Art den Vorurteilen über Türken anschloss, dass er schon&amp;nbsp; fast als Wortführer auftreten konnte. Die Begeisterung für ihn hat mir vor Augen geführt, wie ein Türke sich gegenüber bestimmten Menschen zu verhalten hat, wenn er akzeptiert werden will. Ich muss immer wieder an dieses Phänomen denken, weil in der heutigen Kulturkampfpropaganda Türken, die für Verachtung gegenüber Türken Verständnis aufbringen können oder gar ihren eigenen Kampf gegen Missstände in der türkischen Kultur führen (hat jemand gedacht, es gebe keine?), jene schulterklopfende Unterstützung erfahren, die ich damals in Abwesenheit Yüksels beobachten durfte. Es handelt sich hierbei um ein Phänomen, das dem ähnelt, was Otto Weininger für die Nazis war. &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Weininger"&gt;Otto Weininger, der Antisemit mit jüdischen Wurzeln&lt;/a&gt;, sei für Hitler - so ist ein Ausspruch vom &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%B6faz"&gt;Gröfaz &lt;/a&gt;überliefert - der "einzig anständige Jude" gewesen. Weininger hatte sehr populäre juden- und frauenfeindliche Denkschriften veröffentlicht und sich 1903 folgerichtig selbst umgebracht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir stehen am Ende des ersten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts. Udo Lindenbergs Song "Sie brauchen keinen Führer" stammt aus dem Jahr 1984. Man merkt ihm das Alter nicht an, so frisch und aktuell kommt er daher.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-8420963628874092326?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/8420963628874092326/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=8420963628874092326' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/8420963628874092326'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/8420963628874092326'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2009/11/missverstandnisse-mit-udo-lindenberg.html' title='Missverständnisse mit Udo Lindenberg'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-2218804463062003851</id><published>2009-11-26T19:00:00.000+01:00</published><updated>2009-11-26T19:00:01.101+01:00</updated><title type='text'>Im Westen nix neues</title><content type='html'>Ich weiß nicht, was es genau ist, aber jedes Mal, wenn ich &lt;a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/2009/11/17/news-141168602/detail.html"&gt;diesen Artikel lese&lt;/a&gt;, kriege ich Kopfschmerzen.&lt;br /&gt;Und Augenschmerzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lassen wir einen Moment beiseit, dass er von jener unangenehmen Selbstgerechtigkeit durchzogen ist, die es dem Verfasser / der Verfasserin ermöglicht zu vergessen, dass der Frauenanteil in Physikstudiengängen doch wohl unabhängig von der kulturellen Herkunft viel zu niedrig ist, und man dieses Indiz mal zum Anlass nehmen könnte, generell über die Integration von Frauen in der deutschen Gesellschaft nachzudenken (nur mal so am Rande). &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lassen wir ebenfalls unbeachtet, dass mir nicht ganz klar ist, was im Grunde die Botschaft dieses Artikels vom Aufstieg dreier Akademikerinnen sein soll… Je höher auf der Rangleiter, desto besser integriert? Du hast es nur zur Frisörin gebracht, ergo ist dein Integrationsindex einstellig? Bei Arbeitslosigkeit gibt es Punktabzug?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was mir einen erhöhten Augeninnendruck beschert, ist die Tatsache, dass der&amp;nbsp; Artikel unter anderem mit den Worten beginnt: "Drei integrierte Aufsteigerinnen erzählen ihre Geschichte".&lt;br /&gt;Wer den Text jedoch genau liest, stolpert über Sätze wie:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Im Studienseminar, also im Referendariat, hat man mich spüren lassen, dass ich nicht erwünscht war."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Als Migrantin[…]reicht es nicht, 100 Prozent zu geben, um einen guten Job zu bekommen. Du musst 200 Prozent leisten."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Es gibt immer ein Ihr und ein Wir, und das ist auf die Dauer frustrierend"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und das ist meiner Meinung nach der Kern des Problems, über den nach wie vor nicht gesprochen wird. Man kann sich alle möglichen Maßnahmen ausdenken, die Einwanderer besser bilden, ihr Erscheinungsbild verändern und sie alles in allem so gelungen assimilieren wie die drei Frauen in besagtem Artikel. All das ändert nichts daran, dass diese Menschen auf die immer gleichen Vorbehalte treffen (siehe obige Zitate).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer gar ein Problem mit zu niedrigem Augeninnendruck hat und auf eine Cortisonspritze verzichten will, liest einfach die Kommentare unter dem verlinkten Artikel.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-2218804463062003851?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/2218804463062003851/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=2218804463062003851' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/2218804463062003851'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/2218804463062003851'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2009/11/im-westen-nix-neues.html' title='Im Westen nix neues'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-7096035506290506426</id><published>2009-11-25T19:00:00.004+01:00</published><updated>2009-11-26T20:54:58.410+01:00</updated><title type='text'>Thema heute: Christen helfen Christen</title><content type='html'>Warum nur sind alle Christen gewaltbereite, rassistische Egoisten, die keinen Sinn für Familie und Tradition haben und Frauen unterdrücken?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Christen sind natürlich Opfer ihrer Religion. Man darf Christen ihre Beschränkheit in diesen Dingen nicht übel nehmen.&lt;br /&gt;Man muss viel eher - auch und gerade als Außenstehender - die den Christen heilige Schrift zu Rate ziehen und anhand von aus dem Zusammenhang gerissenen Zitaten belegen, warum es die Glaubenssätze ihrer Religionsstifter sind, die sie zu schlechteren Menschen machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn Christen solchen Reden nur mit genügender Dialogbereitschaft und Geduld zuhören, wird sich auch bei ihnen schon bald diese wärmende innere Dankbarkeit einstellen, die sich ja immer einstellt, wenn man kluge Ratschläge bekommt, und die alsbald zu tief greifender Veränderung führt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;"Ich bin nicht gekommen, Frieden zu senden, sondern das Schwert."&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;(Matthäus 10,34)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist dieses ungezwungene Verhältnis zum Tötungshandwerk, dass Christen&lt;a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,155303,00.html"&gt; zu ihren eindrucksvollen Gewaltexzessen &lt;/a&gt;befähigt. Mit diesem Religionsstifter finden Christen einen kompromisslosen Anführer auf dem Pfad der körperlichen Auseinandersetzung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;"Darum gehet hin und lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes,"&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;(Matthäus 24,14)&lt;br /&gt;Diesem unverhohlenen spirituellen Hegemonialanspruch kann man sich schlecht entziehen. Eine Erfahrung, die Millionen von eingeborenen Völkern wie zum Beispiel die Sachsen, die Kelten oder die Azteken machen mussten. Widerstand war gleichermaßen zwecklos wie gefährlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;"So bekennt nun dem HERRN, eurer Väter Gott, und tut sein Wohlgefallen und scheidet euch von den Völkern des Landes und von den fremden Weibern."&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;(Esra 10,17)&lt;br /&gt;Autsch. Schon wieder die fremden Weiber. Wenn man die Bibel liest, spielen die fremden Weiber meist eine entscheidende Rolle beim Untergang ganzer Königshäuser.&lt;br /&gt;Die fremden Weiber scheinen über die Jahrhunderte hinweg ein ganz besonderes Problem für die Männer im nahen Osten gewesen zu sein - jedenfalls finden sich zahllose Ermahnungen, die darauf abzielen, die Reinheit des Blutes zu gewährleisten. Natürlich könnte man sagen, dass fremde Frauen für Männer jeder Glaubensrichtung und jeder Herkunft schon immer ein ernsthaftes Hindernis für ein tugendhaftes Leben darstellten. In diesem Zusammenhang sind aber natürlich speziell ungläubige fremde Frauen gemeint.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;"Und er sprach zu einem andern: Folge mir nach! Der sprach aber: HERR, erlaube mir, daß ich zuvor hingehe und meinen Vater begrabe. Aber Jesus sprach zu ihm: Laß die Toten ihre Toten begraben."&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;(Lukas 9,60)&lt;br /&gt;Die Absage an Tradition par excellence. Ich möchte sagen, hier muss das Totenritual pars pro toto herhalten, um überhaupt jedwede gesellschaftliche Konvention in Bausch und Bogen zu verdammen, denn…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;"Ich bin gekommen, den Menschen zu erregen gegen seinen Vater und die Tochter gegen ihre Mutter und die Schwiegertochter gegen ihre Schwiegermutter."&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;(Matthäus 10,35)&lt;br /&gt;…und den Schwippschwager gegen die angeheiratete Cousine zweiten Grades. Was heißen soll, dass von Christen gefordert ist, alles aufzugeben, soziales Umfeld, Verwurzelung in der Familie, Karriere, Beruf, alles. Schließlich gilt:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;"Wer Vater oder Mutter mehr liebt denn mich, der ist mein nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt denn mich, der ist mein nicht wert."&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;(Matthäus 10,37)&lt;br /&gt;Würde mir heute jemand einen Flyer mit diesen Worten übergeben und mich im Anschluss einladen, alles stehen und liegen zu lassen, so dass ich mit ihm und seiner Kommune obdachlos übers Land ziehen kann - wäre das ein Fall für den christlichen Sektenbeauftragten?&lt;br /&gt;Ich glaube nein.&lt;br /&gt;Sekte ist eben nicht, wenn die Menschen unfrei sind, sondern wenn nicht genug mitmachen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;"Denn ein Weib hatte von ihm gehört, deren Töchterlein einen unsauberen Geist hatte, und sie kam und fiel nieder zu seinen Füßen (und es war ein griechisches Weib aus Syrophönizien), und sie bat ihn, daß er den Teufel von ihrer Tochter austriebe. Jesus aber sprach zu ihr: Laß zuvor die Kinder satt werden; es ist nicht fein, daß man der Kinder Brot nehme und werfe es vor die Hunde. Sie antwortete aber und sprach zu ihm: Ja, HERR; aber doch essen die Hündlein unter dem Tisch von den Brosamen der Kinder."&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;(Markus 7,26)&lt;br /&gt;Wie die kleinen süßen Hündelein da unter dem Tisch herumkriechen und die Krümel aufsammeln, könnte man fast vergessen, dass dieses Bild gewählt wurde, um den Unterschied zwischen Einheimischen und Ausländern deutlich zu machen, zwischen Rechtgläubigen und Ungläubigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das wäre aber auch zu viel verlangt, wenn die zugewanderten ungläubigen Hunde den rechtgläubigen Kindern das Brot weg fressen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier findet sich die Wurzel der grundlegenden christlichen Unfähigkeit zur Integration fremder Kulturen.&lt;br /&gt;Sondert man also alles Unliebsame aus, bleiben vor Gottes Auge in christlichem Sinne im Grunde nur rechtgläubige Männer bestehen, denn&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;"Wie in allen Gemeinden der Heiligen lasset eure Weiber schweigen in der Gemeinde; denn es soll ihnen nicht zugelassen werden, daß sie reden, sondern sie sollen untertan sein, wie auch das Gesetz sagt."&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;(1. Korinther, 14,1)&lt;br /&gt;Es sind am Ende Textpassagen wie diese aus einem Brief des spirituellen Anführers Paulus, die auf eine nachhaltige Annäherung von Christen und anderen Religionen hoffen lassen. Denn dass Frauen Gläubige zweiter Klasse sind, darin sind sich fast alle Religionen von Weltrang einig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Schreiber dieser Zeilen kann leider die Aufgabe nicht wahr nehmen, mit der frischen Perspektive des Außenstehenden derlei Anregungen an Christen heran zu tragen.&lt;br /&gt;Er ist nach wie vor fideler türkischstämmiger Protestant und als solcher einfach viel zu sehr teil des eben christlichen Abendlandes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bleibt nur zu hoffen, dass vielleicht Angehörige einer anderen Religion den Mut finden, Christen kluge Ratschläge zur Ausübung ihrer Religion zu geben - selbst wenn Christen diese Gefälligkeit niemals mit Gleichem vergelten würden, denn sie sind alle bestrebt Lukas Kapitel 6, Vers 42 zu beherzigen, wo es heißt:&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;br /&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;"Du Heuchler, zieh zuvor den Balken aus deinem Auge und siehe dann zu, daß du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehest!"&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schade.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-7096035506290506426?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/7096035506290506426/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=7096035506290506426' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/7096035506290506426'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/7096035506290506426'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2009/11/thema-heute-christen-helfen-christen.html' title='Thema heute: Christen helfen Christen'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-8848038343496662625</id><published>2009-11-25T10:11:00.000+01:00</published><updated>2009-11-25T10:11:48.972+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schreiben'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Schreibwerkstatt'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Autoren'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Werkzeug'/><title type='text'>Werkzeug für Autoren - yWriter</title><content type='html'>Ich verabscheue es, Exposees zu schreiben. &lt;br /&gt;Das ist ungenau formuliert.&lt;br /&gt;Ich verabscheue Exposees, denn auch ein solches zu lesen ist eine Qual. Es ist nämlich bei weitem unterhaltsamer, das Buch zum Exposee zu lesen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun sind aber Exposees eine zwingende Notwendigkeit im Verkaufsprozess, es sei denn, man ist bereits durch anderweitige Aktionen ein derartiger Publikumsmagnet, dass der Verlagslandschaft praktisch gar nichts anderes übrig bleibt, als einen unter Vertrag zu nehmen. &lt;br /&gt;Bis es also so weit ist, hat ein Lektor einerseits keine Ahnung von dem Jahrhundertwerk das man selbst geschrieben hat, andererseits aber auch nicht die Zeit, in jeden unverlangt eingesandten Stoß Papier hinein zu lesen, ob sich nicht der neue Harry Potter darin versteckt hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So die Legende.&lt;br /&gt;Auftritt Exposee.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe es bei meinem Roman (unveröffentlicht) und auch Romanen von Kollegen bisher nur so erlebt, dass die Exposees im Nachhinein angefertigt wurden. &lt;br /&gt;"Angefertigt" klingt so harmlos, so fließend, als bräuchte man nur einen Nagel in die Wand zu hämmern und "fertig" (es steckt ja in dem Wort schon drin) ist die Laube. Tatsächlich aber habe ich Tage damit verbracht, mich verwundert zu fragen, was im Einzelnen in meinem Buch passiert. Dabei hatte ich es schon mit einem stark gegliederten und dazu nicht besonders langen Text zu tun. Eine gute Freundin, deren Manuskripte mitunter eine derart große Masse erreichen, dass sie beginnen Licht zu krümmen, bekommt bereits kreisrunden Haarausfall, wenn die Inhaltsangabe am Horizont ihrer To-Do-Liste auftaucht.&lt;br /&gt;Ich glaube, diese Schwierigkeiten haben mit einer grundlegenden Verwechslung zu tun: Der Schriftsteller denkt vielleicht sofort daran, dass es ja schließlich nicht ein ganzes Buch gebraucht hätte, wenn man die Geschichte auch auf ein bis fünf Seiten hätte erzählen können. Allerdings soll das Exposee ja nicht alle Informationen einschließlich der Atmosphäre, der inneren Kämpfe und der "Pferdestammbäume und Zahnarztbefunde" (Wonder Boys) enthalten. Es geht nur um das, was passiert!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einen Roman oder generell jede längere Erzählung von vornherein mit etwas mehr Planung anzugehen kann da helfen - habe ich mir sagen lassen.&lt;br /&gt;Das ist jedenfalls mein erklärtes Ziel für den nächsten Roman, den ich schreiben werde. Zielsetzungen hierbei sind unter anderem:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Klare Unterteilung des gesamten Plots in Szenen&lt;br /&gt;- Beschreibung der einzelnen Szenen im Voraus&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der lange Vorlauf in diesem Beitrag ist notwendig, um zu erklären, wieso &lt;a href="http://www.spacejock.com/yWriter5.html"&gt;yWriter &lt;/a&gt;einen so starken Eindruck auf mich gemacht hat. Diese Textverarbeitungs-Software, die speziell Romanschreiber im Visier hat, ordnet das eigentliche Erstellen von Text ganz der Planung unter. Ich muss sagen, dass ich mir nicht sicher bin, ob ich für das eigentliche Schreiben von Szenen auf WriteMonkey verzichten würde. Wahrscheinlich eher nicht. In dem Fall ist Kopieren/Einfügen das Mittel der Wahl.&lt;br /&gt;Dafür aber ist yWriter die am höchsten entwickelte Software, was die Planung von Texten angeht. &lt;br /&gt;Die gesamte Benutzeroberfläche von yWriter zwingt Autoren, in Szenen und Kapiteln zu denken. Das Inventar eines jeden fiktionalen Textes wie Charaktere, Orte, Gegenstände kann global angelegt und verwaltet werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich greife als Beispiel mal die Charaktere heraus. Ich weiß von Autoren, die Fotos aus Zeitungen ausschneiden und Collagen erstellen, um sich ein Bild ihrer wichtigsten Figuren zu machen. So gut wie alle schreiben kurze Biografien zu den Haupt- und vielleicht auch Nebenpersonen und benutzen Notizen und so weiter.&lt;br /&gt;yWriter bietet geordneten Platz für alle diese Informationen in seiner "Charakter"-Karte, inklusive Foto.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die zentrale Texteinheit für einen Roman gemäß yWriter ist die Szene. Diese kann mit Kurz- und Langbeschreibung versehen werden, es können angelegte Charaktere mit der Szene verbunden werden, die Erzählperspektive kann festgehalten werden (wer meint, er käme hier nie durcheinander: Respekt! Solche Fehler finden sich recht häufig in Manuskripten und im Falle von Kästners "Fabian" auch in Klassikern), und schließlich und endlich kann man die Zielsetzung, den Konflikt und das gewünschte Ergebnis für jede Szene festhalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch einmal zurück zu den obigen Roman-Manuskripten anderthalbfacher Erdmasse. Bei derart vielen Szenen machen Listen keinen Sinn mehr. Die Autorin ordnet mitunter die verschiedenen Szenen in einem Zeitstrahl auf Tapetenrollen an, bis Klarheit herrscht. Den Papierkleber könnte sie in Zukunft sparen, denn yWriter bietet eine Storyboardansicht aller Szenen, geordnet nach Erzählperspektiven!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich kann man sagen, das sei mehr Planung, als nötig ist. Man kann sich auf den Standpunkt zurück ziehen, dass Schreiben im eigenen Falle ein impulsiver Ausbruch kreativer Kräfte sei, die ungebunden und frei wie eine Herde Einhörner die Wohnung durchstreifen wollen, oder ähnliches. &lt;br /&gt;Bitte schön. &lt;br /&gt;Niemand hindert mich daran, genau das mit yWriter zu tun und am Ende doch von der Einordnung in Szenen zu profitieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sollte man sich jedoch durchringen können, mit einem von langer Hand vorbereiteten Plan zu arbeiten, kann man mit yWriter auf Knopfdruck die Kurz- und Langbeschreibungen aller Szenen zu einem Auto-Exposee zusammen setzen lassen! Und dass, werte Leser, ist ja wohl ein Hämmerchen. Einen besseren Ausgangspunkt für ein gutes Exposee wird man schwerlich finden können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Darüber hinaus wartet yWriter mit Besonderheiten auf wie Statistiken, Tageszielen, Arbeitsplänen (welche Szenen befinden sich noch im Entwurfsstadium? Was ist bis wann in welchem Stadium abzuliefern?) und sogar einer Suche nach Problem- bzw. Füllwörtern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also, warum nicht einfach mal ausprobieren? Immerhin ist es kostenlos.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-8848038343496662625?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/8848038343496662625/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=8848038343496662625' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/8848038343496662625'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/8848038343496662625'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2009/11/werkzeug-fur-autoren-ywriter.html' title='Werkzeug für Autoren - yWriter'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-5002573327104934118</id><published>2009-11-23T14:12:00.002+01:00</published><updated>2009-11-23T14:12:51.874+01:00</updated><title type='text'>Merkel in Alaska oder Der eine Idiot</title><content type='html'>Lesung zum Jubiläum der Ekamina-Lesungsreihe in Dortmund.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider ist der Ton beim Komprimieren durch youtube vor die Hunde gegangen. Ich übe mich noch in Videobearbeitung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object width="445" height="364"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/BlKphAWwTg8&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999&amp;border=1"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/BlKphAWwTg8&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999&amp;border=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="445" height="364"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-5002573327104934118?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.muratkayi.de' title='Merkel in Alaska oder Der eine Idiot'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/5002573327104934118/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=5002573327104934118' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/5002573327104934118'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/5002573327104934118'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2009/11/merkel-in-alaska-oder-der-eine-idiot.html' title='Merkel in Alaska oder Der eine Idiot'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-2899469604532325096</id><published>2009-11-19T19:30:00.002+01:00</published><updated>2009-11-19T19:30:00.714+01:00</updated><title type='text'>Simulant, Querulant, Elefant</title><content type='html'>Was haben die Deutschen für ein Problem mit Elefanten? Mal ehrlich. Ist es ihre furchteinflößende Größe? Ihre faltige Haut? Ist es ihr aufbrausendes Wesen, dem hin und wieder Tierpfleger zum Opfer fallen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum werden Elefanten als Gruppe so verachtet?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bitte jetzt keine Lippenbekenntnisse! Schließlich sind Elefanten mit jenem Suffix, der herrlichen Endsilbe -ant bedacht worden, die im Deutschen für Gruppen wie zum Beispiel Simulanten, Querulanten, Ignoranten, Spekulanten, Asylanten und Migranten reserviert ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich glaube, es ist an der Zeit, dass die Deutschen einen Schritt auf die Elefanten zu gehen, ihnen entgegen kommen. Immerhin haben die Elefanten bereits den ersten Schritt gemacht, haben ihre asiatische oder afrikanische Heimat aufgegeben und sich auf den langen Weg gemacht, Deutsche zu werden. &lt;br /&gt;Sie hatten Akklimatisierungsschwierigkeiten, zugegeben. &lt;br /&gt;Sie sind nicht ganz leicht. &lt;br /&gt;Einige von ihnen, sicherlich nicht überdurchschnittlich viele, neigen zu Gewalttaten. &lt;br /&gt;Aber ihnen ist auch unrecht geschehen. Viele wurden aus ihren Familien gerissen, ein nicht unbeträchtlicher Teil verdient seinen Lebensunterhalt im Teufelskreis der Manege, der Rest lebt in Ghettos, streng abgeriegelt vom Rest der deutschen Gesellschaft. Eingepfercht, angekettet, zur Schau gestellt: einige hoffen auf den zweiten Bildungsweg und eine Karriere im Schaustellergeschäft, aber die meisten zeigen ernste Anzeichen von Hospitalismus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Elefanten geschieht unrecht. Ihre Ausgrenzung manifestiert sich jeden Tag aufs neue in ihren Namen. Wir wollten sie haben. Jetzt sind sie da. Wir freuen uns, weil sie so exotisch sind. Das wird auf Dauer nicht reichen. &lt;br /&gt;Elefanten haben ein gutes Gedächtnis.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-2899469604532325096?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.muratkayi.de' title='Simulant, Querulant, Elefant'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/2899469604532325096/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=2899469604532325096' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/2899469604532325096'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/2899469604532325096'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2009/11/simulant-querulant-elefant.html' title='Simulant, Querulant, Elefant'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-2171264694551082816</id><published>2009-11-18T15:46:00.001+01:00</published><updated>2009-11-18T15:54:34.493+01:00</updated><title type='text'>Nachtrag zum Thema Vorurteile</title><content type='html'>Ich renne in Vorurteile über Türken und Moslems nach wie vor noch immer vollkommen unvorbereitet hinein. Zunächst verstehe ich meist nicht einmal, dass gerade von mir die Rede sein soll.&lt;br /&gt;Die Vorfälle häufen sich natürlich in dieser vom propagierten Kulturkampf hysterisierten Gesellschaft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich kann natürlich &lt;a href="http://www.muratkayi.de/jm/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=89:europa-der-schlimme-schlimme-kontinent&amp;amp;catid=46:journal&amp;amp;Itemid=67" mce_href="index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=89:europa-der-schlimme-schlimme-kontinent&amp;amp;catid=46:journal&amp;amp;Itemid=67" target="_blank"&gt;wissen, dass Vorurteile menschlich sind&lt;/a&gt;, dass sie mit der Wahrheit über mich nichts zu tun haben, dass sie mit der Wahrheit im Großen und Ganzen nichts zu tun haben, ich kann auch wissen, dass Vorurteile sich erübrigen, wenn man mich erst einmal kennen lernt. Aber das hilft alles überhaupt nicht, wenn ich von anderen Deutschen nach wie vor einsortiert oder besser und treffender "aussortiert" werde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich weiß nicht, was ich genau machen könnte, um endgültig und unverrückbar dazu zu gehören.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht ist die Lehre aus dem dritten Reich mit all den patriotischen Erzdeutschen 1.-Weltkriegs-Veteranen, die plötzlich feststellen mussten, dass sie in erster Linie eben doch nur Juden waren, dass man zu diesem Volk niemals endgültig gehören kann. Vielleicht verteidigen die Deutschen ihre merkwürdig einzigartige Exklusivität so vehement, weil es im Grunde ihr einziger Zusammenhalt ist. Ohne gemeinsame Grundlage bleibt nur das Ausschlussverfahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wo andere Einwanderer und Einwandererkinder in solchen Situationen ihren kulturellen Hintergrund, den unsäglichen Migrationshintergrund nämlich haben, um der Wucht der Ausgrenzung nach zu geben - gleichsam in einer Rückwärtsbewegung - bleibt mir natürlich fast nichts. Lediglich das vage Gefühl, wohin auszuweichen mir bliebe, wenn ich denn diesen Raum jemals hätte einnehmen können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abgesehen von diesem Schmerz der Ausgrenzung bleibt mir im Grunde nicht viel von meinen Wurzeln, jedenfalls nicht viel Greifbares.&lt;br /&gt;Den nicht greifbaren Teil meiner Wurzeln kann ich als Rückzugsgebiet nicht nutzen, denn mir fehlt ein wesentlicher Bestandteil des Manövers, der allen anderen Einwandererkindern zur Verfügung steht: das Teilen der Erfahrung. Das fängt bei der Sprachbarriere an und endet auch dort. Mir bleibt nichts und nichts anderes übrig, als nie zu vergessen, dass ich nun mal auf der Linie stehe, auf der Abgrenzung zweier Welten, die auf absehbare Zeit nicht zusammen wachsen werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Solange nicht die Religion als Fakt aus der Welt verschwunden ist, solange Menschen mehrheitlich nicht in der Lage sind, von dem grundsätzlichen Vourteils-Mechanismus auch nur einen Schritt weiter zu gehen, solange alles wie all die Jahrtausende hindurch in Ihr und Wir unterteilt bleibt, solange bin ich nicht Teil von irgendetwas kleinerem als der Gesamtheit aller Dinge.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht ist dies, das Eins-Sein, mein einziges Rückzugsgebiet, das einzige, das allen anderen grundsätzlich ebenfalls zur Verfügung stünde. Will ich dies aber spüren, will ich diese "Sprachbarriere" überwinden, dann muss ich die Erfahrung von Leere machen. Anders ist die Gesamtheit nicht wahrzunehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Darum vielleicht ist mir das &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Chen-Stil" mce_href="http://de.wikipedia.org/wiki/Chen-Stil"&gt;Taijiquan &lt;/a&gt;so wichtig. Weil ich instinktiv gespürt habe, dass hier übergeordnete Zugehörigkeit zu haben ist, Zugehörigkeit für jemanden, der sich der Welt als solcher über Jahrzehnte hinweg nicht verbunden gefühlt hat. Und &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wuji" mce_href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wuji"&gt;Wuji, die grenzenlose Leere&lt;/a&gt;, hält sich nicht mit Kleinigkeiten wie ethnischer Zugehörigkeit oder nationalen Grenzen auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Wuji finde ich den einen Fleck auf dieser Welt, wo ich nicht auf der Grenze stehe, sondern in der Mitte von allem. Und dieser eine Fleck, dieses kosmische Refugium, liegt unerreichbar für alle, die vom "Wir und Ihr" nicht lassen können.&lt;br /&gt;Eine unidirektionale Verbindung sozusagen, eine energetische Einbahnstraße:&lt;br /&gt;Ich spüre 'was, was du nicht spürst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir sind eins, auch wenn nur ich das weiß.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber das macht nichts. Hier benötige ich deine Zustimmung nicht, und niemandes Solidarität.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von hier aus bewege ich mich in deine Welt, wo du verwundert feststellst, dass ich uns beide meine, wenn ich "Wir" sage.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-2171264694551082816?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.muratkayi.de' title='Nachtrag zum Thema Vorurteile'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/2171264694551082816/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=2171264694551082816' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/2171264694551082816'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/2171264694551082816'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2009/11/nachtrag-zum-thema-vorurteile.html' title='Nachtrag zum Thema Vorurteile'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-2112780416604713407</id><published>2009-11-17T10:00:00.000+01:00</published><updated>2009-11-17T10:00:00.137+01:00</updated><title type='text'>Europa - der schlimme, schlimme Kontinent</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.migazin.de/2009/11/17/europa-ein-kontinent-mit-vielen-vorurteilen/?utm_source=feedburner&amp;amp;utm_medium=feed&amp;amp;utm_campaign=Feed%3A+migazin+%28MiGAZIN%29"&gt;Das Migazin berichtet&lt;/a&gt; über eine Studie des &lt;a href="http://www.uni-bielefeld.de/ikg/gmf/einfuehrung.html"&gt;Instituts für Konflikt und Gewaltforschung&lt;/a&gt;, der zu folge fast jeder zweite Europäer Vorurteile gegenüber Minderheiten, religiösen Gruppen oder Migranten hegt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was sagt es uns also, wenn wir erfahren, &lt;a href="http://www.uni-bielefeld.de/ikg/zick/Press%20release%2013Nov_deutsch.pdf"&gt;dass laut obiger Umfrage&lt;/a&gt; fast die Hälfte aller Europäer Vorurteile gegenüber Ausländern hat?&lt;br /&gt;Es sagt uns, dass die andere Hälfte bei der Beantwortung der Fragen wohl gelogen hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt kaum etwas, bei dem mir so unangenehm heiß und kalt im Gesicht wird, wie wenn mir jemand beteuert, dass er/sie frei von Vorurteilen sei.&lt;br /&gt;Vorurteile sind ein kaum zu unterdrückender zutiefst menschlicher mentaler Mechanismus, um zu einer Einschätzung des Gegenübers zu gelangen. Vorurteile sind der allererste Schritt auf dem Weg zur Wahrnehmung eines Gegenüber.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Darum ist es auch fortgeschrittener Betroffenheitsmumpitz, wenn Cem Özdemir von einer "dramatischen Situation" für Europa spricht. Man könnte vielleicht von einer dramatischen Situation für das menschliche Hirn auf diesem Planeten sprechen. Aber eine solche möchte ich mal generell konstatieren, unabhängig von der Frage nach Vorurteilen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vorurteile sind nicht das Problem. Sie sind noch nicht einmal das Symptom des Problems. Problematisch ist es, wenn wir bei Vorurteilen stehen bleiben. Man muss einfach nur ein paar Schritte weiter gehen, ohne sich in der Zwischenzeit die Geißel über den Rücken zu ziehen für etwas, das jeder Mensch in sich hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alles weitere entnehmen sie bitte folgender Lesung:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;embed allowfullscreen="true" allownetworking="all" allowscriptaccess="always" flashvars="bufferlength=3&amp;amp;controlbar=bottom&amp;amp;frontcolor=#ffffff&amp;amp;icons=true&amp;amp;image=http://www.muratkayi.de/jm/&amp;amp;lightcolor=#ffcc00&amp;amp;file=http://www.muratkayi.de/jm/media/audio/Lesungen/Keine_Option_auf_Integration.MP3&amp;amp;playlistsize=0&amp;amp;repeat=none&amp;amp;screencolor=#000000&amp;amp;backcolor=#000000&amp;amp;volume=50" height="20" id="ply" name="ply" quality="high" src="http://www.muratkayi.de/jm/modules/mod_jwmedia/player.swf" type="application/x-shockwave-flash" width="200" wmode="transparent"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;script src="http://www.muratkayi.de/jm/modules/mod_jwmedia/swfobject.js" type="text/javascript"&gt;&lt;/script&gt;&lt;script type="text/javascript"&gt;var so7 = new SWFObject('http://www.muratkayi.de/jm/modules/mod_jwmedia/player.swf', 'ply','200','20','9');so7.addParam('allownetworking','all');so7.addParam('allowscriptaccess','always');so7.addParam('wmode','transparent', 'false');so7.addParam('allowfullscreen','true');so7.addVariable('bufferlength','3');so7.addVariable('controlbar','bottom');so7.addVariable('frontcolor','#ffffff');so7.addVariable('icons','true');so7.addVariable('image','http://www.muratkayi.de/jm/');so7.addVariable('lightcolor','#ffcc00');so7.addVariable('file','http://www.muratkayi.de/jm/media/audio/Lesungen/Keine_Option_auf_Integration.MP3');so7.addVariable('playlistsize','0');so7.addVariable('repeat','none');so7.addVariable('screencolor','#000000');so7.addVariable('backcolor','#000000');so7.addVariable('volume','50');so7.write('jwplayer7');&lt;/script&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-2112780416604713407?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.migazin.de/2009/11/17/europa-ein-kontinent-mit-vielen-vorurteilen/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+migazin+%28MiGAZIN%29' title='Europa - der schlimme, schlimme Kontinent'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/2112780416604713407/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=2112780416604713407' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/2112780416604713407'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/2112780416604713407'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2009/11/europa-der-schlimme-schlimme-kontinent.html' title='Europa - der schlimme, schlimme Kontinent'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-2214861696206468638</id><published>2009-11-16T20:00:00.001+01:00</published><updated>2009-11-29T12:49:28.070+01:00</updated><title type='text'>Werkzeug für Autoren - WriteMonkey</title><content type='html'>Schreibwerkzeug muss schlicht sein, damit es einem nicht in die Quere kommt. Simpel ist außerdem meist gleichbedeutend mit schnell, weswegen Papier und Stift am Anfang aller Überlegungen standen.&lt;br /&gt;Wenn man denn aber schon auf den Rechner ausweichen muss, dann sollten zumindest die gleichen Grundsätze gelten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Deswegen ist &lt;a href="http://writemonkey.com/index.php" mce_href="http://writemonkey.com/index.php" target="_blank"&gt;meine erste Wahl bei Schreibprogrammen am Rechner: WriteMonkey.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Die Schreibsoftware WriteMonkey dient nur einem Zweck: dem Verfassen von Text.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie sieht ein Screenshot von WriteMonkey aus?&lt;br /&gt;Schwarz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img align="left" alt="WriteMonkey Screenshot" class="story" mce_src="images/stories/writemonkey.jpg" src="http://www.muratkayi.de/jm/images/stories/writemonkey.jpg" title="WriteMonkey Screenshot" /&gt;&lt;i&gt;"That," he said, "that... is really bad for the eyes."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;It was a ship of classic, simple design, like a flattened salmon, twenty yards long, very clean, very sleek. There was just one remarkable thing about it.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"It's so... black!" said Ford Prefect. "You can hardly make out its shape... light just seems to fall into it!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;The blackness of it was so extreme that it was almost impossible to tell how close you were standing to it.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Your eyes just slide off it…" said Ford in wonder. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Douglas Adams, "Restaurant at the End of the Universe")&lt;br /&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;WriteMonkey verspricht eine ablenkungsfreie Umgebung. Wenn man das Programm startet, verschwindet einfach alles vom Bildschirm. Übrig bleibt nur das lichtlose Schwarz des WriteMonkey-Programms, welches mit einem blinkenden Cursor nur eines vom Benutzer erwartet: Fang an zu schreiben!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Formatvorlagen? Seitenzahlen? Fußnoten? Menüleiste?&lt;br /&gt;Vergiss das alles mal für einen Moment, so die Botschaft dieser an Klarheit nicht zu übertreffenden Benutzeroberfläche. Konzentrier dich auf das Wesentliche, und das ist Text, sind Wörter, sind Zeichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damit wir uns nicht falsch verstehen: WriteMonkey bietet durchaus ein Benutzermenü (erreichbar durch Klick mit der rechten Maustaste). Dort finden sich auch viele der Funktionen, die man gemeinhin mit Textverarbeitung in Verbindung bringt, wie zum Beispiel Seitenzahlen für den Druck, Schriftarten, Textkürzel, Rechtschreibprüfung und was dergleichen Mumpitz noch mehr ist. &lt;br /&gt;Mumpitz, nämlich, in einer Phase, in der nicht die Verarbeitung von Text im Vordergrund steht, sondern die Erstellung! &lt;br /&gt;Jedes Mal, wenn WriteMonkey startet, bin ich einen kurzen Moment lang erschlagen von der Leere, die mir da entgegen schlägt. Das Gefühl ist derart nah an der Empfindung des berühmten leeren weißen Blatts Papier, dass sich in der Tat ein ähnlich intensives Schreibgefühl ergibt. Man will die Leere füllen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neben seinem minimalistischen Konzept sind die einzigen Dinge, die es neu hinzufügt genau jene Kleinigkeiten, die OpenOffice und Word zunächst fehlen: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- eine Fortschrittsanzeige für ein Tagesziel in Wörtern, Zeichen usw.&lt;br /&gt;- ein Countdown, bzw. Timer! Für machen Schreibübungen sehr wichtig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Fokussierung auf das Erstellen von Text wird noch unterstützt durch ein kleines Gimmick, das mir anfangs als zu vernachlässigender Entwicklerwitz erschien: beim Tippen gibt WriteMonkey auf Wunsch die Geräusche einer klassischen Schreibmaschine täuschend echt wieder (von der Leertaste, über "Zurück" bis natürlich zum stilvollen "Bing!" beim Zeilenwechsel!). &lt;br /&gt;Ich habe seinerzeit, als man unter "Computer" noch Amiga oder C64 verstand, sehr gern auf meiner mechanischen Schreibmaschine geschrieben. Ich war viel langsamer als mit dem Füllfederhalter und Papier, aber es gab und gibt vielleicht immer noch kaum etwas Befriedigenderes als das satte Gefühl des mechanischen Widerstands, wenn man eine Letter per Hebelwirkung aufs Papier schmettert. Damals war ich natürlich nur aus Geldnot auf eine mechanische Schreibmaschine ausgewichen und träumte Tag und Nacht vom emsigen Rattern des Druckkopfs einer elektrischen Schreibmaschine.&lt;br /&gt;Ich sparte dann das Geld für eine solche zusammen, die automatisch Wörter oder Zeilen löschen konnte (ich war damals sicher, im Editierhimmel angekommen zu sein). Die Geschwindigkeit und der Komfort waren besser - aber die Befriedigung, dem Papier seine Buchstaben förmlich um die Ohren zu hauen, hat sich in der Form nicht wieder eingestellt. &lt;br /&gt;Dann kamen die Personal Computer, und mit ihnen Word. Etwas ging hier verloren. Ich werde über komplexere Software zum Schreiben, also voll ausgerüstete Textverarbeitung noch mehrfach etwas erzählen, aber so viel sei vorweg genommen: An die schöne Schlichtheit der Benutzeroberfläche einer Schreibmaschine kam all die Jahre über keine Software mehr heran.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis WriteMonkey kam.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum steige ich dann nicht eigentlich wieder um und lege mir eine alte Schreibmaschine zu? &lt;br /&gt;Nun, um ehrlich zu sein, ich habe darüber nachgedacht. Oder sagen wir, ich habe mit dem Gedanken gespielt. Der Vorteil einer Schreibmaschine in der heutigen Zeit ist ja auch noch, dass der Rechner gar nicht läuft. Ich spreche von Gefahrenquellen wie einer "schnellen" Wikipedia-Recherche, einem "kurzen Infosurf", eingehenden E-Mails und so weiter, von Twitter mal ganz zu schweigen.&lt;br /&gt;Aber das Gedankenspiel endete natürlich schnell bei Kopierkosten und Korrekturband (es war immer dann verbraucht, wenn man am dringlichsten etwas zu korrigieren hatte). Außerdem ist der Schreibprozess eben fließend, was auch bedeutet, dass es vom Erstellen eben schnell in die Bearbeitungs- und Verarbeitunsphase kommt. Mein Texterkennungsprogramm am Scanner ist recht leidlich, aber ich will mich nicht darauf verlassen müssen, dass es meinen getippten Text erkennt, damit ich vernünftig damit weiterarbeiten kann.&lt;br /&gt;Alles in allem scheue ich also den etwas steinzeitlichen Charme einer Schreibmaschine. Aber wer weiß…?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;WriteMonkey, jedenfalls, hat mir etwas von diesen alten Tagen in meiner von Zigarettenqualm vernebelten Bude wieder gegeben, an denen ich auf der Couch saß, die Welt vergaß und einfach Seite um Seite mit Wörtern füllte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus den Lautsprechern hämmert das Schreibmaschinengeräusch, aber das Korrekturband ist auf unendlich eingestellt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-2214861696206468638?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.muratkayi.de/jm/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=88:werkzeug-fuer-autoren-writemonkey&amp;catid=47&amp;Itemid=69' title='Werkzeug für Autoren - WriteMonkey'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/2214861696206468638/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=2214861696206468638' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/2214861696206468638'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/2214861696206468638'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2009/11/werkzeug-fur-autoren-writemonkey.html' title='Werkzeug für Autoren - WriteMonkey'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-673801969641905412</id><published>2009-11-11T20:00:00.002+01:00</published><updated>2009-11-29T12:46:13.071+01:00</updated><title type='text'>Werkzeug für Autoren - der Brief, das Medium der Zukunft</title><content type='html'>&lt;img alt="Briefwerkzeug" class="story" mce_src="images/stories/brief.jpg" src="http://www.muratkayi.de/jm/images/stories/brief.jpg" title="Briefwerkzeug" /&gt;&lt;br /&gt;Autoren schreiben Briefe. Das gehört sich so.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun könnte man als Rebell sofort umstellen auf mündliche Überlieferung, alles Schreibgerät verdammen und nur noch "Audiofiles" und "Podcasts" ins Internet hochladen, um möglichst gegen den Strom zu schwimmen. Wer weiß, vielleicht ist das bereits mehrheitlich der Fall und der Strom definiert sich bereits anders.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie dem auch sei. Wer schreibt, und um diese Zunft geht es mir in diesem Teil, schreibt immer auch gegen Vergänglichkeit an. Vergänglichkeit bedeutet: keiner, der Texte wie diesen lesen kann, ist in hundert Jahren noch hier. Für die Langlebigen schlagen wir eine Hand voll Atemzüge drauf, aber dann tritt auch der sturste Überleber seine letzte Reise an. Mit allen Menschen verbinden sich aber so wunderbare und tiefe Geschichten, dass es Autoren schmerzt, mit ansehen zu müssen wie diese für immer verloren gehen. &lt;br /&gt;Also schreiben wir. &lt;br /&gt;Ich muss an geeigneter Stelle mal ein paar Worte darüber verlieren, dass dieses Vorgehen natürlich auf (sehr) lange Sicht zum Scheitern verurteilt ist. Das hat aber natürlich noch keinen Autoren vom Schreiben abgehalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im ersten Teil habe ich behauptet, Briefe seien das Medium der Zukunft. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Vergangenheit trug einst die CD diesen Titel. Inzwischen sind wir so weit, dass das eigentliche Medium für die Aufbewahrung digitaler Daten immer mehr in den Hintergrund rückt. Wenn ich eine MP3-Datei nutzen will, kann ich sie auf CD, Festplatte, USB-Stick oder Speicherkarten aufbewahren - &lt;a href="http://idw-online.de$e/news247166" mce_href="http://idw-online.de$e/news247166" target="_blank"&gt;wo ich meine Daten letztlich verliere, spielt ja keine Rolle&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Viele Forscher meinen, die Zeit zwischen 1990 und 2050 (oder wann auch immer das Umdenken einsetzt) werde in ein paar Jahrhunderten unter Historikern als "das dunkle Zeitalter" bekannt werden, weil man einfach nichts darüber in Erfahrung wird bringen können. Flüchtige Informationen in Unmengen bis zum Überdruss in schnellen mobilen Medien - nichts von dem wird bleiben. Vieles findet man schon nach wenigen Wochen nicht mehr wieder.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Säurefreies Papier hält ein halbes Jahrtausend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Briefe sind allein deswegen schon das Medium der Zukunft, weil sie all die Kommunikationswege wie Chat, E-Mail, Weblogs (man beachte die Ironie des Vorgangs) überdauern werden.&lt;br /&gt;Oder kann sich jemand vorstellen, dass es einst heißen wird:&lt;br /&gt;"Ich war auf dem Dachboden und habe einen alten Tweet meines Großvaters gefunden!"?&lt;br /&gt;Tja.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weitere Vorteile von Briefen sind ihre Authentizität und ihre Eigenschaft als literarische Gattung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die wenigsten Benutzer von E-Mail &lt;a href="http://www.muratkayi.de/jm/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=51&amp;amp;Itemid=58" mce_href="index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=51&amp;amp;Itemid=58" target="_blank"&gt;nutzen Verschlüsselungsverfahren&lt;/a&gt;, um die Authentizität des Versenders sowie die Integrität des Inhaltes zu gewährleisten. &lt;br /&gt;Ein Brief bringt all dies von sich aus mit: Er ist sehr persönlich und authentisch - das fängt bei der Handschrift an. &lt;a href="http://www.siegelgravur.de/" mce_href="http://www.siegelgravur.de/" target="_blank"&gt;Fügt man dem Gebilde noch ein Siegel hinzu&lt;/a&gt;, hat man die Integrität des Inhaltes geschützt, die Authentizität erhöht, die Haptik verbessert, das Ritual vervollkommnet und die Beachtung gesichert. Denn ein Brief mit Siegel sticht unter zwanzig (Fenster-)Briefen am ehesten heraus, darauf gebe ich sowohl Brief als auch Siegel. Da alle Künstler nach Aufmerksamkeit gieren, ist der Brief auch hier das Mittel der Wahl. Für einen versiegelten Brief lasse ich alle Twitter-Stati und was dergleichem mehr ist links liegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Briefe sind außerdem eine wichtige literarische Form, die man einüben sollte. Ein Brief sollte, wie jeder andere Text auch, gut und unterhaltsam zu lesen sein. &lt;br /&gt;Also, Feder gezückt und losgelegt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;P.S.: Für das Archivieren von Korrespondenz &lt;a href="http://www.muratkayi.de/jm/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=78:werkzeug-fuer-autoren-evernote&amp;amp;catid=47&amp;amp;Itemid=69" mce_href="index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=78:werkzeug-fuer-autoren-evernote&amp;amp;catid=47&amp;amp;Itemid=69" target="_blank"&gt;lest bitte hier hinein…&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;P.P.S: Und um mal wieder nicht zu sehr in die Technikpessimismus-Ecke abzurutschen, gebe ich noch bekannt, dass ich meist mit stampIT frankiert habe. Der Service ist jetzt umbenannt in internetmarke.de, ist aber dort noch nicht von mir getestet. Das wird beizeiten nachgeholt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-673801969641905412?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.muratkayi.de' title='Werkzeug für Autoren - der Brief, das Medium der Zukunft'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/673801969641905412/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=673801969641905412' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/673801969641905412'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/673801969641905412'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2009/11/werkzeug-fur-autoren-der-brief-das.html' title='Werkzeug für Autoren - der Brief, das Medium der Zukunft'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-2788966906408113535</id><published>2009-11-10T20:00:00.001+01:00</published><updated>2009-11-29T12:51:44.578+01:00</updated><title type='text'>Werkzeug für Autoren - der Brief Teil 1</title><content type='html'>Der Postbrief, das Medium der Zukunft.&lt;br /&gt;Ich meine es ernst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img align="left" alt="Briefwerkzeug" class="story" mce_src="images/stories/brief.jpg" src="http://www.muratkayi.de/jm/images/stories/brief.jpg" title="Briefwerkzeug" /&gt;Man könnte sich auf den Standpunkt stellen, dass Briefe zu schreiben ein Anachronismus sei. Allein die in Briefen vergangener Zeiten aufgelisteten Fragen nach dem Wohlbefinden des Familienanhangs oder dem Stand anderer Befindlichkeiten muten in Zeiten mobiler Statusmeldungen vom Handy aus antiquiert an. Ich kann alles mögliche über nahe wie entfernte, enge wie ferne Freunde und Bekannte erfahren, sobald ich Zugang zu einem der unzähligen sozialen Netzwerke hergestellt habe. Das geht schnell und anonym - denn wenn ich von jemandem lese "Bin auf dem Weg nach Berlin" oder gar in Eilmeldungen unterteilt wie "Steh auf dem Bahnsteig und friere", "noch einen Sitzplatz erwischt… Yes!" und so weiter, dann brauche ich noch nicht einmal Kontakt auf zu nehmen und weiß doch Bescheid.&lt;br /&gt;Liest die andere Seite dann auch noch meine Statusmeldungen, braucht man sich im Grunde gar nicht mehr gegenseitig anzusprechen. Man erfährt ja alles minutiös und mitten aus dem Geschehen heraus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wird es einmal länger, oder soll die Interaktion dann doch einmal direkter werden, bieten sich Kurznachrichten, Chat und schließlich und endlich die gute altmodische E-Mail an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wozu also, um alles in der Welt, sollte man ein Blatt Papier mit Dingen bekritzeln, die im Augenblick des Versands veralten?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Freundschaften zerbrechen in den seltensten Fällen. Meist welken sie einfach dahin. Man schaut ihrem Absterben ähnlich hilflos zu, wie einem Ficus Benjamini bei seinem rätselhaften Vertrocknen. Dabei ist örtliche Nähe oft ein größeres Hindernis als eine Fernfreundschaft. Die ständige Verfügbarkeit verwöhnt und macht träge. &lt;br /&gt;Auftritt Briefpost.&lt;br /&gt;Wann hast Du das letzte Mal einen Brief bekommen? Einen echten, per Briefpost versandten Brief auf Papier, ohne Fensterumschlag? &lt;br /&gt;Ich liebe dieses Gefühl, wenn ich den Briefkasten leere und inmitten von Rechnungen, Werbung oder Hausmitteilungen mit einem Mal erkenne: mir hat jemand geschrieben! Eine flirrende Aufregung macht sich in breit, denn gleich gibt es etwas wichtiges zu lesen. Briefe sind eine ausgezeichnete Beziehungspflege, denn der Empfänger fühlt sich immer beschenkt. Das gilt auch für Menschen, die in unmittelbarer Nähe wohnen! Umso größer nämlich ist zunächst die Verwunderung, aber auch das Gefühl der Wertschätzung für den Empfänger. Es macht Mühe, einen Brief zu schreiben. Wer sich diese Mühe für mich macht, dem muss ich etwas bedeuten. &lt;br /&gt;Was schreibt man aber seinen Freunden? Womöglich genau denen, die doch alle meine Stati kennen, die wissen, wann ich wo warum bin? &lt;br /&gt;Nun, ein Brief ist langsam. Es gilt, diesen Vorteil zu nutzen! In einem Brief berichtet man nicht mitten aus dem Geschehen heraus, übermittelt keine mikroskopischen Ansichten eines kleinlichen Alltags. In einem Brief darf man mal die Perspektive wechseln, sich ein- bis zweihundert Meter in die Luft begeben und das eigene Leben im größeren Rahmen beschreiben. Auch den Empfänger selbst darf man zum Thema etwas weitschweifigerer Betrachtungen machen - wer hört nicht gerne, was die Freunde über einen denken? Entgegen der landläufigen und spaßigen Definitionen von Freundschaft wie "Freunde erkennt man daran, dass sie immer da sind, wenn sie einen brauchen" ist doch ein wichtiges Zeichen von Freundschaft, dass man einem Freund immer verzeiht, wenn er einem die Wahrheit sagt.&lt;br /&gt;Zu guter Letzt: wer nicht weiß, was er einem Freund schreiben soll, befindet sich bereits in jener welken Zeit, die das Briefe schreiben um so dringlicher macht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So viel für die Allgemeinheit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum insbesondere Autoren Briefe schreiben müssen, was Briefe zudem zum Medium der Zukunft macht und warum das beileibe kein Scherz sondern starkbitterer Ernst ist, das berichte ich im nächsten Abschnitt zum Thema Briefe (morgen an dieser Stelle)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-2788966906408113535?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.muratkayi.de' title='Werkzeug für Autoren - der Brief Teil 1'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/2788966906408113535/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=2788966906408113535' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/2788966906408113535'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/2788966906408113535'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2009/11/werkzeug-fur-autoren-der-brief-teil-1.html' title='Werkzeug für Autoren - der Brief Teil 1'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-6402967625676983848</id><published>2009-11-08T19:00:00.003+01:00</published><updated>2009-11-08T21:11:27.702+01:00</updated><title type='text'>Fernsehen für Fettleibige und der Tag des Herrn</title><content type='html'>Heute begleitete ich die Liebste in die Dortmunder Innenstadt, da sie sich bereit erklärt hatte, in der Ballettschule Kostüme zu nähen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis 13:00 war der Sonntag in der Innenstadt angenehm kosumentenleer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Allerdings war heute ein verkaufsoffener Sonntag ab 13:00, und es füllte sich doch recht schnell auf. Mir fiel ein bekanntes Elektrofachgeschäft auf, das folgende Aktion bot: Beim Kauf eines Fernsehgeräts ab 500€ sollte man für jedes Kilogramm Körpergewicht einen Euro Rabatt erhalten. Das Angebot war auf ein Maximum von 150 Kilogramm Kampfgewicht beschränkt. Das ist ein sehr schönes Beispiel für "Öl ins Feuer gießen":&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ey! Je fetter du bist, desto billiger kommst du hier an Fernsehgeräte!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An der St. Petri-Kirche war ein interessantes Konzert beworben, für das ich gerne Karten erworben hätte, als mir plötzlich aufging, dass die Kirche heute geschlossen hatte.&lt;br /&gt;Ich weiß noch nicht, welche Schlussfolgerung ich endgültig daraus ziehen soll, aber mir erscheint es doch bemerkenswert, dass am Tag des Herrn das Gotteshaus als einziges Etablissement die Pforten verschlossen hielt.&lt;br /&gt;Andererseits ist das vielleicht auch folgerichtig. Wenn alle so irre sind, auch noch am Sonntag einkaufen zu müssen, und der raffgierige Einzelhandel seine Belegschaft am Ruhetag ins Geschäft knechtet, dann ist dies das letzte verbliebene Mittel: Einfach dicht machen, den Laden!&lt;br /&gt;Gott hat Feierabend - mach's nach.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-6402967625676983848?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.muratkayi.de' title='Fernsehen für Fettleibige und der Tag des Herrn'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/6402967625676983848/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=6402967625676983848' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/6402967625676983848'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/6402967625676983848'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2009/11/fernsehen-fur-fettleibige-und-der-tag.html' title='Fernsehen für Fettleibige und der Tag des Herrn'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-903150004843409497</id><published>2009-11-07T20:00:00.000+01:00</published><updated>2009-11-07T20:00:00.735+01:00</updated><title type='text'>Werkzeug für Autoren - Traumtagebuch</title><content type='html'>Wie intim ist Dein Verhältnis zu Deinen Träumen? Und was in aller Welt soll diese Frage mit dem Schreiben zu tun haben?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun, Träume sind für viele Autoren ein spannendes und lohnendes Thema gewesen. Mein Lieblingsbuch zum Thema Träume ist zweifelsohne &lt;a href="http://www.amazon.de/Spiegel-im-Michael-Ende/dp/3423204826"&gt;"Der Spiegel im Spiegel" von Michael Ende&lt;/a&gt; - eines seiner düstersten Bücher, welches ganz bestimmt kein Kinderbuch ist. Ähnlich wie "Fabian" von Kästner fristet es daher ein weit gehend unbeachtetes Dasein. Das hat man nun davon, wenn man seine Nische gefunden hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In "Der Spiegel im Spiegel" arrangiert Ende eine Reihe von Traumszenen handwerklich so geschickt, dass sie alle einander hervorrufen (tatsächlichen Traummechanismen also sehr nahe) und sich in einer zentralen Traumgeschichte spiegeln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Träume sind als Ausgangspunkt für Schreibübungen aus verschiedensten Gründen geeignet:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Autoren müssen über ihre Wahrheit Bescheid wissen. Entgegen aller Ansichten, die Träume auf reine Reizverarbeitung reduzieren wollen, sind Träume das nasse Handtuch des Unterbewusstseins, das man oft genug klatschend im Gesicht spürt. Wer seine Träume missachtet, verpasst eine ausgezeichnete Gelegenheit, mit dem Unterbewussten in direkten Dialog zu treten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Wer nicht weiß, was er schreiben soll, schreibt seine Träume auf. Einfach ein &lt;a href="http://www.muratkayi.de/jm/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=76:werkzeug-fuer-autoren-das-notizbuch&amp;amp;catid=47&amp;amp;Itemid=69"&gt;Traumtagebuch&lt;/a&gt; nebst &lt;a href="http://www.muratkayi.de/jm/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=75:werkzeug-fuer-autoren-der-fuellfederhalter&amp;amp;catid=47&amp;amp;Itemid=69"&gt;Schreibwerkzeug &lt;/a&gt;griffbereit auf dem Nachttisch aufbewahren. Träume, die es wert sind, aufgeschrieben zu werden, katapultieren einen meist ohnehin in eine kurze Wachphase. Diese gilt es zu nutzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Egal, was außen tatsächlich passiert -  unser aller Geschichten kommen aus unserem Inneren. Autoren müssen also ins Innere abtauchen können, sich als erfahrene Reisende ins Innen erweisen. Gibt es eine bessere Gelegenheit für die Innere Reise als die eigenen Träume? Hierfür sollte man bei Gelegenheit erlernen, &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Klartraum"&gt;Klarträume &lt;/a&gt;herbei zu führen.&lt;br /&gt;Klarträume sind Träume, in denen sich der oder die Träumende bewusst sind, dass sie träumen. Von dieser simplen Aussage zu einem völlig neuen Lebensgefühl ist es bemerkenswerter weise nur ein kleiner Schritt. Denn das Bewusstsein kann in die Traumwelt hinübergerettet werden - von hier aus ist im Traum buchstäblich alles möglich. Man wandelt also wissend durch das eigene Unterbewusste. Einige holen auf diese Art verschüttete Erinnerungen zurück, andere kontrollieren ihre Alpträume, dritte wiederum kreieren ganze Welten samt Personal. Und diese letzte Tätigkeit klingt schon wieder stark nach Schreiben, nicht wahr?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was, wenn man meint, nicht zu träumen?&lt;br /&gt;Nun, alle Menschen träumen. Das ist anhand von Beobachtungen von außen nachzuweisen, da alle Menschen die &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rapid_Eye_Movement"&gt;REM-Phase&lt;/a&gt; durchlaufen.&lt;br /&gt;Es gibt also jene, die sich an ihre Träume erinnern und solche, die es nicht tun. Auch die Klarheit der Erinnerung lässt sich trainieren. Das Traumtagebuch ist hier ein erster Schritt in die richtige Richtung. Allein seine Anwesenheit rückt das Traumgeschehen näher an das bewusste Tages-Ich heran. Wenn man nach dem Aufwachen partout nicht weiß, was man hier notieren soll, empfehle ich für ein paar Wochen einfach das morgendliche Befinden einzutragen. Wie fühlst du dich (neben müde)? Traurig? Beschwingt? Erregt? Neugierig? Das sind Überbleibsel der Traumerlebnisse! Je mehr du dich ihnen zuwendest, desto klarer wird die Erinnerung werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer es schließlich geschafft hat, während des Traums vollkommen zu Bewusstsein zu kommen, darf das selbe im Wachzustand versuchen…&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-903150004843409497?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.muratkayi.de/jm/index.php?option=com_content&amp;view=frontpage&amp;Itemid=29' title='Werkzeug für Autoren - Traumtagebuch'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/903150004843409497/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=903150004843409497' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/903150004843409497'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/903150004843409497'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2009/11/werkzeug-fur-autoren-traumtagebuch.html' title='Werkzeug für Autoren - Traumtagebuch'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-5503084970713479441</id><published>2009-11-05T20:00:00.001+01:00</published><updated>2009-11-05T20:00:03.681+01:00</updated><title type='text'>Murats rätselhafte Notizbuchfragmente</title><content type='html'>Wer weiß, dass ich Notizbücher nicht nur nutze, sondern ihnen regelrecht verfallen bin, und vielleicht selbst ein solches führt, weiß auch, dass gerade bei hastig hingeworfenen Gedanken nach ein paar Monaten Gefahr besteht, dass die Einträge recht mysteriös daher kommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich nachdenke, komme ich anhand der meisten Stichwörter wieder drauf, was es hatte heißen sollen, bei manchen hingegen bleibt der Vorhang zu. Bei praktisch allen ist der Rätselfaktor für Uneingeweihte recht hoch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daher hier eine verwirrende Auswahl:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Frauen stehen total auf diese unbeeindruckte männliche Distanz, was ein Segen ist, weil sie von normaler männlicher Begriffstutzigkeit kaum zu unterscheiden ist."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Brennende Theke, Rakibrennerei (Obacht Wortspielfalle!), Frontlicht flackert in den Schlaglöchern."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"So, wir machen jetzt mal reinen Tisch, wir zwei. Bei deinen Witzen wurd mir heiß und kalt, aber nicht vor lachen."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Schwitzhütte nackt auf allen vieren, nass auf dem Boden, auf dem Rücken, Blick hinunter ins Universum und ich erinnere mich an dich."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Links ist, wenn man für die Rechte der Arbeiterschaft eintritt, auch wenn man selbst noch nie ne Schüppe in der Hand hatte."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Traum von Robert-Gernhardt-Gedicht mit der superklaren Struktur und den Auslassungen (steigernd bis zur völligen Leere)"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ich glaub' an Triebe auf den ersten Blick."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erstaunlicher weise finden die meisten Fragmente noch den Weg in einen Text.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-5503084970713479441?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.muratkayi.de/jm/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=76:werkzeug-fuer-autoren-das-notizbuch&amp;catid=47&amp;Itemid=69' title='Murats rätselhafte Notizbuchfragmente'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/5503084970713479441/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=5503084970713479441' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/5503084970713479441'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/5503084970713479441'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2009/11/murats-ratselhafte-notizbuchfragmente.html' title='Murats rätselhafte Notizbuchfragmente'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-7806778746919640867</id><published>2009-11-04T13:52:00.001+01:00</published><updated>2009-11-04T13:53:37.077+01:00</updated><title type='text'>Sträter heißt jetzt Fritz!</title><content type='html'>&lt;a href="http://www.myspace.com/derstraeter"&gt;Torsten Sträter.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich den Mann zum ersten Mal traf, hat mich noch der Umstand verwirrt, dass er herumlief wie Peter Strohm samt Hafenarbeitermützchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber kaum, dass er den Mund auftat und begann zu erzählen, wusste ich: Dieser Mann muss ins Radio! Auf Poetry Slams drückte er sich herum und verwirrte dort die Leute, denn eine solche Qualitätsspitze verwindet man nicht so schnell.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ins Radio zu gehen ist eine Sache. Und zwar nicht die des Sträters - das war ihm zu wenig.&lt;br /&gt;Lieber tritt er die Tür ein, ballert ein Tausendermagazin Mantelgeschosse leer und steigt über Qualm und Leichen hinweg, um gleich das ganze Gebäude einzunehmen. So geschehen in Berlin, bei der &lt;a href="http://www.fritz.de/homepage/index.html"&gt;Fritz &lt;/a&gt;Radio &lt;a href="http://www.fritz.de/aktuell/2009/oktober/das_sind_die_gewinner.html"&gt;Nacht der Talente&lt;/a&gt;:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object width="425" height="344"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/KJBZWGap6Bg&amp;color1=0xb1b1b1&amp;color2=0xcfcfcf&amp;hl=en&amp;feature=player_embedded&amp;fs=1"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowScriptAccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/KJBZWGap6Bg&amp;color1=0xb1b1b1&amp;color2=0xcfcfcf&amp;hl=en&amp;feature=player_embedded&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowScriptAccess="always" width="425" height="344"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Glückwunsch, Sträterchen! Freu mich schon auf die gemeinsamen Abende im Februar mit &lt;a href="http://www.guten-tacheles.de"&gt;Guten Tacheles&lt;/a&gt;!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-7806778746919640867?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/7806778746919640867/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=7806778746919640867' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/7806778746919640867'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/7806778746919640867'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2009/11/strater-heit-jetzt-fritz.html' title='Sträter heißt jetzt Fritz!'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-1897767571752993424</id><published>2009-11-03T20:00:00.000+01:00</published><updated>2009-11-03T20:00:02.757+01:00</updated><title type='text'>Das Ei des Pazifisten</title><content type='html'>Das Töchterchen will einen Pfannkuchen. Kann sie haben. Ich versammle alle Zutaten um mich herum und schreite zur Tat. Eier schlage ich immer mit dem Messer auf, da ich den Profikochgriff (ein Ei mit dem anderen) nicht beherrsche, und das Aufschlagen am Topfrand das Tor zum Chaos ist (Schale im Essen, Eigeld auf dem Herd, Eiweiß an der Hand, Wasser kocht über, kein Lappen zur Hand).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während ich nun also in aller Ruhe die Schale mit einem gezielten Hieb einkerbe, bemerkt das Töchterchen enttäuscht: "Du kannst Eier ja nur mit Gewalt aufschlagen…"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Selten hat mich eine Bemerkung von ihr so verwirrt. Was soll das denn heißen "mit Gewalt" - und wieso "nur", und überhaupt?!&lt;br /&gt;Ich habe hier doch nicht das Ei in der bloßen Faust zerdrückt (was gar nicht so einfach sein soll, wenn man es falsch genug hält) oder an die Wand geklatscht. Das war immerhin ein Schlag mit chirurgischer Präzision: Die Hülle ist perforiert, bleibt aber erstmal zusammen, so dass man in aller Ruhe ansetzen kann.&lt;br /&gt;Aber davon abgesehen: Soll ich es zerreiben, auflösen oder mit einem Diamanten einritzen? Wie kommt man denn auf friedliche Art an sein Ei heran? Mit Telekinese, wie der anwesende Bekannte vorschlug? Oder soll ich an seine Vernunft appellieren?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich Christian Ströbele jemals treffe, nun weiß ich, was ich ihn fragen würde: Wie kommst Du an dein Ei heran, Mann?! Ich kann nur hoffen, dass er die Frage richtig einzuordnen weiß.&lt;br /&gt;Und wenn dann herauskommt, dass auch er als grundloser Aggressor auftritt und die Unverletzbarkeit der Grenzen missachtet, dann wäre ich vor meiner Tochter rehabilitiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es sei denn, Ströbele isst vegan.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-1897767571752993424?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.muratkayi.de' title='Das Ei des Pazifisten'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/1897767571752993424/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=1897767571752993424' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/1897767571752993424'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/1897767571752993424'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2009/11/das-ei-des-pazifisten.html' title='Das Ei des Pazifisten'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-683633566195849248</id><published>2009-11-02T20:00:00.001+01:00</published><updated>2009-11-29T12:41:17.724+01:00</updated><title type='text'>Werkzeug für Autoren - Evernote</title><content type='html'>Moment mal! Klangen die Kapitel über so altmodische oder gar archaische Geräte wie &lt;a href="http://www.muratkayi.de/jm/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=75:werkzeug-fuer-autoren-der-fuellfederhalter&amp;amp;catid=47:werkzeug-fuer-autoren&amp;amp;Itemid=69" mce_href="index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=75:werkzeug-fuer-autoren-der-fuellfederhalter&amp;amp;catid=47:werkzeug-fuer-autoren&amp;amp;Itemid=69"&gt;Füllfederhalter&lt;/a&gt;, &lt;a href="http://www.muratkayi.de/jm/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=77:werkzeug-fuer-autoren-das-lesen&amp;amp;catid=47:werkzeug-fuer-autoren&amp;amp;Itemid=69" mce_href="index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=77:werkzeug-fuer-autoren-das-lesen&amp;amp;catid=47:werkzeug-fuer-autoren&amp;amp;Itemid=69"&gt;Bücher lesen&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.muratkayi.de/jm/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=76:werkzeug-fuer-autoren-das-notizbuch&amp;amp;catid=47:werkzeug-fuer-autoren&amp;amp;Itemid=69" mce_href="index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=76:werkzeug-fuer-autoren-das-notizbuch&amp;amp;catid=47:werkzeug-fuer-autoren&amp;amp;Itemid=69"&gt;klassische Notizbücher&lt;/a&gt;, als wäre ich ein Gegner moderner Werkzeuge? Bin ich gar nicht!&lt;br /&gt;In der Tat bin ich ein hingebungsvoller Technikfreak, dem an den Möglichkeiten des 21. Jahrhunderts (fast) eben so viel liegt, wie an denen des 19. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu den aufregendsten Technologien gehören die jüngsten Online- bzw. Internetdienste, die eine komplette Anwendung im Netz laufen lassen.&lt;br /&gt;Neudeutsch, bzw. Hypedeutsch sagt man hierzu "Cloud Computing", was nichts anderes besagen will, als dass wichtige Daten im Netz (in der "Cloud") liegen, statt auf der heimischen Platte. Auch wenn ein Programm seine wichtigsten Funktionen nur bei Onlineverbindung zur Verfügung stellt, kann man von Cloud Computing sprechen. Doch dazu später mehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der erste Service, den ich hier empfehlend vorstellen will, ist &lt;a href="http://www.evernote.com/about/learn_more/" mce_href="http://www.evernote.com/about/learn_more/"&gt;Evernote&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;Wie der Name schon sagt, handelt es sich hierbei um ein digitales Notizbuch. Wer &lt;a href="http://www.muratkayi.de/jm/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=76:werkzeug-fuer-autoren-das-notizbuch&amp;amp;catid=47:werkzeug-fuer-autoren&amp;amp;Itemid=69" mce_href="index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=76:werkzeug-fuer-autoren-das-notizbuch&amp;amp;catid=47:werkzeug-fuer-autoren&amp;amp;Itemid=69"&gt;das Kapitel über klassische Notizbücher&lt;/a&gt; gelesen hat, weiß, dass ich an einem solchen Dienst nicht teilnahmslos vorübersurfen konnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Was heißt digitales Notizbuch? Welche Daten bewahrt man darin auf?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun, Evernote schluckt einfach alles!&lt;br /&gt;Ob getippte Notizen, Audiodateien, eingescannte Texte, gescannte Bilder, digitale Fotos, Handy-Schnappschüsse, E-Mails, Internetseiten (ganz oder in Auszügen), Dokumente (PDF und andere Formate) oder Kombinationen aus all diesen Informationen - völlig einerlei. Alles findet in Evernote Platz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Wie kommen die Daten hinein?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich kann Evernote öffnen und lostippen oder auch von Hand schreiben, wenn ich ein Grafiktablett besitze. Evernote erkennt das Grafiktablett und bietet mir an, Skizzen zu begradigen, das heißt, aus einem hingekrikelten Ei wird ein vollendeter Kreis, wenn ich es will.&lt;br /&gt;Ich kann beim Browsen im Internet Text und Bilder markieren und per Knopfdruck an Evernote schicken (ohne das Programmfenster überhaupt öffnen zu müssen), ich kann Scans und andere Dateien in einem speziellen Ordner auf dem Computer ablegen, den Evernote überwacht und automatisch aussaugt wie ein Datenvampir. Ich kann unterwegs mit dem Handy eine MMS mit Foto an Evernote schicken, oder eine SMS an Twitter, welches den Text wiederum an Evernote weiterleitet. Es wird schwer, sich ein Szenario auszumalen, in dem man seine Daten nicht irgendwann in Evernote ablegen kann, denn auch Visitenkarten scanne ich inzwischen ein und lege sie in Evernote ab. Es gibt noch so viele weitere Wege, Evernote mit Daten zu füttern, dass es müßig ist, sie alle aufzulisten. Wichtig ist, dass ich Evernote oft gar nicht erst öffnen muss, um Notizen darin abzulegen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Wie finde ich meine Notizen wieder?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bleiben wir einmal kurz bei den Visitenkarten. Ich erinnere mich vielleicht an den Vornamen, oder an den Nachnamen oder an beides, aber nicht an die Adresse eines Ansprechpartners. Also tippe ich in der Suche los. Augenblicklich wird die Liste aller Notizen eingeengt auf die Notizen, die den Suchbegriff enthalten. Das Tolle ist, Evernote findet auch Text in Bilddateien, also auch Text in eingescannten Visitenkarten! Alle Notizen laufen bei Evernote durch die Texterkennung und werden ensprechend durchsuchbar gemacht. Wenn ich in Blockbuchstaben oder sehr leserlich schreibe, findet Evernote auch solchen Text wieder.&lt;br /&gt;Schön ist das Ganze auch für Plakate, wobei die Textsuche in Bildern unabhängig von der Ausrichtung ist und außerdem leichte perspektivische Verzerrungen (Litfaßsäule usw.) gut verträgt. (Suchbegriff war hier Chris Rea, mit der gelben Markierung sagt Evernote Bescheid, wo es den Begriff gefunden hat)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img alt="Evernote screenshot" class="story" mce_src="images/stories/screen.png" src="http://www.muratkayi.de/jm/images/stories/screen.png" title="Evernote screenshot" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich findet die Suche auch Text, den ich in Evernote eintippe, aber gerade die Texterkennung in Bildern und Scans ist ein echter Segen. Manches, was ich sonst ewig in irgendwelchen Schubladen aufbewahre, landet so digital in Evernote, während der Zettel in der realen Welt in den Papierkorb wandert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Suche ist also wirklich gelungen. Zusätzlich aber bietet Evernote auch die Möglichkeit, Notizen mit Schlagworten zu versehen (Neudeutsch: "tag") sowie die Notizen in gesonderten "Notizbüchern" abzulegen. Ich habe im Moment ein geschäftliches Notizbuch, ein Allgemeines (Standardnotizbuch) und eines, in dem ich Notizen für einen Roman aufbewahre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Was kostet der Spaß?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nichts. Man registriert sich lädt ggf. Software herunter und legt los. Man kann Evernote im Browser, von Windows oder MacOS aus betreiben. Kostenpflichtig sind lediglich Zusatzdienste für fortgeschrittene Benutzer (wie zum Beispiel größeres Datenvolumen beim Upload oder beschleunigte Texterkennung in Bildern)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und hier ein paar Beispiele, wie ich Evernote nutze:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Ich bin beim Arzt und lese in der regionalen Zeitschrift von einem Wettbewerb. Handy heraus, Seite fotografieren und an Evernote senden ist eine Aktion von ca. 15 Sekunden.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Ich recherchiere im Internet und stoße auf jede Menge Informationen. Meine Lesezeichenliste ist aber bereits so tief verschachtelt wie eine Babuschkapuppe und ängstigt mich jedes Mal, wenn ich sie öffne. Wenn ich nur die Info einer Seite brauche, aber nicht die Internetseite selbst, warum sollte ich ein Lesezeichen anlegen? Statt dessen markiere ich, was ich wichtig finde, vergebe ein Schlagwort und finde alles in Evernote wieder.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Ich schreibe Briefe. Natürlich mit dem Füllfederhalter und auf Papier. Aber eine eingescannte Kopie landet vor dem Postversand in Evernote unter dem Schlagwort "Briefe" mit ein paar getippten Zusatzinfos (wann an wen). &lt;/li&gt;&lt;li&gt;Ich liebe Listen! To-Do-Listen, Planlisten, Kontrolllisten, Wunschlisten, Setlists für Auftritte, Listen von Listen! Im Text meiner Notizen kann ich an jeder beliebigen Stelle kleine Kästchen zum Abhaken einbauen - später, bei der Suche findet Evernote auf Wunsch Notizen mit einer solchen checkbox wieder, getrennt nach "erledigt" und "nicht erledigt". Ich kann also wie der unorganisierte Trottel, der ich im Grunde bin, wild in irgendwelchen weit verstreuten Notizen To-Do Einträge hinterlassen und sie regelmäßig wiederfinden, indem ich nach allen Notizen mit unerledigten (nicht abgehakten) Kästchen suche.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Ich bekomme eine E-Mail mit Infos, die ich jetzt noch nicht, aber bald... irgendwann... benötige (Telefonnummern und Adressen von Veranstaltern sind die Lieblingskandidaten für solche E-Mails). Ich drücke auf einen "An Evernote senden"-Knopf in meinem E-Mail-Programm (Thunderbird) oder leite der Einfachheit halber einfach die komplette E-Mail weiter an meine Evernote-E-Mail.&lt;br /&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;Wenn man einmal angefangen hat, landen über kurz oder lang immer mehr Informationen zusätzlich in Evernote, darunter auch Seiten aus meinen handschriftlichen Notizbüchern. Evernote ist einer der ganz wenigen Online-Dienste, für den ich im Laufe des kommenden Jahres Geld ausgeben werde.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-683633566195849248?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.muratkayi.de/jm/index.php?option=com_content&amp;view=category&amp;layout=blog&amp;id=47&amp;Itemid=69' title='Werkzeug für Autoren - Evernote'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/683633566195849248/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=683633566195849248' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/683633566195849248'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/683633566195849248'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2009/11/werkzeug-fur-autoren-evernote.html' title='Werkzeug für Autoren - Evernote'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-747954780505896641</id><published>2009-11-01T20:00:00.001+01:00</published><updated>2009-11-01T20:00:02.208+01:00</updated><title type='text'>Werkzeug für Autoren - das Lesen</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;img class="story" src="http://www.muratkayi.de/jm/images/stories/dsc00289.jpg" mce_src="images/stories/dsc00289.jpg" alt="Lesestoff" title="Lesestoff" align="left" /&gt;&lt;b&gt;Lies, um Gottes Willen, lies!&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mögen andere lediglich bemerken, dass ein Buch "gut zu lesen" war, mögen sie unterschiedslos den fetten Schmöker wie den Gedichtband für den Urlaub vertilgen. Für uns Autoren ist Lesen Handwerk.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Liest sich ein Text als habe es kein Schlusslektorat gegeben? Erschlagen dich die Worthäufungen? Zu viele Ellipsen? Kommt der Held erst in Kapitel 10 an Wissen heran, das er in Kapitel 8 nutzt?&lt;br /&gt;Wunderbar!&lt;br /&gt;Es ist so viel eleganter, auch aus den Fehlern anderer zu lernen, statt nur aus den eigenen.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wichtiger jedoch sind Erfahrungen wie die, als ich um 20:00 Uhr begann zu lesen und um 2:30 das erste Mal wieder im Hier und Jetzt ankam, denn ich verspürte Hunger. Die ganze Nacht hindurch las ich, am nächsten Morgen las ich beim Zähne putzen, beim Weg zur Bahn, im Bus - es war wie im Wahn. Oder Zustände, in denen man "fast brechen muss vor Lachen", wie eine liebe Freundin sich ausdrückte oder man blöde grinsend auf der Couch sitzt vor verzückter Freude, denn man hat neue Freundschaften geschlossen.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bekommt man also beim Lesen Gänsehaut, vernachlässigt man gar mit der Zeit soziales Umfeld und Beruf, Körperpflege und Nahrung, nur um weiter umblättern zu dürfen, schlägt man am Ende ein Buch zu und stürzt hilflos in jene Leere, wenn man weiß, man wird dieses Buch nie wieder zum ersten Male lesen - dann hat man als Leser/Leserin Teil gehabt am Wunder des Orms.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und wenn du nun nicht weißt, was das Orm ist, dann gilt wieder der erste Satz: "Lies, um Gottes Willen, lies!"&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-747954780505896641?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.muratkayi.de/jm/index.php?option=com_content&amp;view=category&amp;layout=blog&amp;id=47&amp;Itemid=69' title='Werkzeug für Autoren - das Lesen'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/747954780505896641/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=747954780505896641' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/747954780505896641'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/747954780505896641'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2009/11/werkzeug-fur-autoren-das-lesen.html' title='Werkzeug für Autoren - das Lesen'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-3477512377804238467</id><published>2009-10-31T20:00:00.002+01:00</published><updated>2009-11-01T18:17:47.199+01:00</updated><title type='text'>Werkzeug für Autoren - Das Notizbuch</title><content type='html'>&lt;p&gt;Was dem Kaufmann sein Lager, ist dem Autor sein Notizbuch, &lt;a mce_href="index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=75:werkzeug-fuer-autoren-der-fuellfederhalter&amp;amp;catid=47:werkzeug-fuer-autoren&amp;amp;Itemid=69" href="http://www.muratkayi.de/jm/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=75:werkzeug-fuer-autoren-der-fuellfederhalter&amp;amp;catid=47:werkzeug-fuer-autoren&amp;amp;Itemid=69"&gt;hat ein kluger Kopf einmal gesagt.&lt;br /&gt;&lt;/a&gt;Notizen lassen sich auf verschiedenste Weise sammeln, Auch können Notizen selbst unterschiedlichster Natur sein.&lt;br /&gt;In diesem Abschnitt möchte ich aber zunächst ein paar Worte über das klassische Notizbuch verlieren, jenen hart oder weich eingebundenen Stoß Papier, versehen mit Bändchen oder ohne, Fächern, Kalender oder anderen haptischen Kostbarkeiten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das klassische Notizbuch hat eine erstaunliche Rückkehr erlebt, obwohl die wenigsten Käufer Hemingway oder Chatwyn gelesen haben. Tiefen Grübeleien ergeben im Café zu sitzen, eine Selbstgedrehte zwischen den erschlafften Lippen und dabei einen neumodischen Milchkaffee griffbereit mag ein romantisches Bild sein, aber für raumgreifende Schreibübungen bietet mir das Standardformat schlicht zu wenig Platz. Bei Schreibübungen aller Art (dazu später mehr) ist es wichtig, Platz zu haben, in der Birne und allemal auf dem Papier. Denn wenn man auf drei Quadratzentimetern herumstochert, werden auch die Texte etwas kleinkariert. Ich zeichne sehr gerne und die besten Lehrer werden nicht müde zu betonen, dass der Schwung am besten aus dem ganzen Arm kommen müsse. Gleiches gilt fürs Schreiben.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt; Außerdem: wer kritzelt schon tollkühn ein Notizbuch für 11€ mit unausgegorenen Halbgedanken voll? Da überlegt man sich jeden Satz zwei Mal. Schon läuft mein innerer Kritiker auf Hochtouren. Dieser aber soll erst anspringen, wenn man den Text redigiert! Beim Erstellen darf er meckern, aber leise, sonst komme ich zu nix.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wer also nicht in der Lage ist, den Spruch der bildenden Künstler zu beherzigen: "Paint like a Millionaire!" (Farbe ist teuer) und also sein teures Moleskine behandelt wie den niedersten Schreibknecht, der sollte besser billig kaufen. Denn nichts ist wichtiger, als beim Schreiben in den Fluss zu kommen, der satte Formulierungen erst ermöglicht. Formulierungen sind das Salz in der Textsuppe.&lt;br /&gt;Wer sehr viel über einen Text nachdenkt, bevor er ihn niederschreibt, dem kommen mitunter wunderbare Formulierungen an den unpassendsten Orten. Wenn man diese nicht sofort in irgendeiner Form speichert, sind sie weg. Ich habe in all den Jahren viel zu wenig übers Schreiben gelernt, aber wenn eine gute Formulierung an einem unpassenden Ort auftaucht, gerate ich in Panik. Denn ich weiß inzwischen, dass Formulierungen flüchtig sind. Ähnlich verhält es sich mit Motiven in der Musik, aber das nur am Rande. Für solche Syntaxüberfälle, jedenfalls, eignet sich ein kleiner Begleiter im Moleskineformat sehr gut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fürs Abschweifen und Ausufern jedoch müsst ihr entweder wie Millionäre schreiben oder ihr kauft ein Blanko-Textbuch, ohne Lesebändchen, ohne Kalender, ohne handgeschöpftes Büttenpapier, ohne Gummizug und ohne 40er Jahre Paris-Flair.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich verfolge im Übrigen beide Ansätze. das liegt aber im Wesentlichen daran, dass ich ein Notizbuchproblem habe. Ich kann sie nicht &lt;i&gt;nicht&lt;/i&gt; kaufen. Inzwischen bekomme ich zum Geburtstag stets mehrere Notizbücher geschenkt, bunt oder edel, teuer oder billig, egal wie es daherkommt - jedes einzelne dämmt den Kaufrausch in den Folgewochen etwas ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schließlich und endlich ist es stets eine aufregende und verwirrende Reise in die eigene Vergangenheit, wenn ich alte Notizbücher aus dem Regal nehme und zu blättern beginne. Gedankenwelten, die den Normalsterblichen irgendwann verloren gehen - dem Autoren bleiben sie erhalten, solange die Notizen überleben; zu seiner Erbauung oder zu seinem Verdruss. Gegen das Vergessen anschreiben ist eben nur eine Seite der Medaille. Am Ende muss man lernen, mit seinen Erinnerungen zu leben.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-3477512377804238467?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.muratkayi.de/jm/index.php?option=com_content&amp;view=category&amp;layout=blog&amp;id=47&amp;Itemid=69' title='Werkzeug für Autoren - Das Notizbuch'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/3477512377804238467/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=3477512377804238467' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/3477512377804238467'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/3477512377804238467'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2009/10/werkzeug-fur-autoren-das-notizbuch.html' title='Werkzeug für Autoren - Das Notizbuch'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-1614540296108700118</id><published>2009-10-30T20:41:00.005+01:00</published><updated>2009-11-03T13:20:38.647+01:00</updated><title type='text'>Werkzeug für Autoren - Der Füllfederhalter</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;img src="http://www.muratkayi.de/jm/images/stories/federhalter.jpg" mce_src="images/stories/federhalter.jpg" alt="Füllfederhaltere" title="Füllfederhaltere" align="left" /&gt;Schreib, um Gottes Willen, schreib!&lt;br /&gt;Nichts kann das wichtigste Handwerkzeug des Autoren ersetzen - das Schreiben selbst. Es steht am Anfang und am Ende aller Bemühungen. Schreibend erschließen sich mir Probleme und Lösungen und schreibend nur erfahre ich etwas über den eigenen Standort.&lt;br /&gt;Alles Planen, Gestalten, Beschreibung und Ordnen, das für das Erzählen einer Geschichte notwendig ist, hilft nicht darüber hinweg, dass irgendwann mit dem Schreiben begonnen werden muss. Das heißt, wenn man nicht sowieso kontinuierlich schreibt. Deswegen geht es hier um den Füllfederhalter anstatt um Schreibmaschine oder PC - solche Werkzeuge folgen in einem späteren Kapitel, welches mir ebenfalls am Herzen liegt.&lt;br /&gt;Aber der Füllfederhalter ist das Schreibwerkzeug schlechthin - der Hammer des Autors, sozusagen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eine Fotodatei einer Aufnahme mit einer Digital-Mittelformat-Kamera mag das Nonplusultra an Bildqualität liefern - die technologische Schwelle für die Erstellung als auch die Betrachtung ist unglaublich hoch. Ich brauche einen PC, einen Monitor, nicht zu vergessen Elektrizität und eine gewisse Kompetenz beim Umgang mit der Technologie, damit ich die Datei geöffnet bekomme.&lt;br /&gt;Mit einem analogen Farbdia brauche ich nichts als Tageslicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Worauf ich hinaus will?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich finde immer gute Gründe, nicht zu schreiben. Das Zimmer ist nicht aufgeräumt, es muss gespült werden, man könnte auch mal wieder Taiji trainieren. Wenn der Rechner läuft, locken E-Mails und Abstürze Autoren ins Verderben.&lt;br /&gt;Es ist ein Mysterium.&lt;br /&gt;Papier muss man nicht hochfahren. Es ist blitzschnell und unkompliziert. Es verträgt die Kalligrafie genau so gut wie die hingeschmierten Notizen meines Traumtagebuchs (in welchem auch im Halbdunkel Eintragungen vorgenommen werden, doch dazu an anderer Stelle mehr…)&lt;br /&gt;Ich kann im schmierigsten Siff, im größten Chaos schreiben, wenn ich einen Füllfederhalter dabei habe, denn Papier lässt sich schnorren. Schreibfläche entsteht da, wo ich ansetze, notfalls kritzele ich auf meine Handinnenfläche. Notizen sind überlebensnotwendig für Autoren. Was dem Kaufmann sein Lager, ist der Autorin ihr Notizbuch. Und auch hier ist die niedrigste technologische Hemmschwelle Füllfederhalter und Papier.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum "Füllfederhalter" und nicht "Bleistift" oder "Kugelschreiber", "Inkroller" oder gar "Gänsefederkiel"?&lt;br /&gt;Der Bleistift ist ungeeignet, denn er ist zu flüchtig. Schreiben ist ein Akt gegen die Vergänglichkeit, und den Graphitstaub kann man fast vom Papier pusten.&lt;br /&gt;Der Kugelschreiber ist die Schlampe unter den Schreibwerkzeugen - ein Kugelschreiber macht alles mit. Wer mit Kugelschreiber Satiren schreibt, endet damit, dass er Witze über Namen macht. Glaubt mir, ich spreche aus eigener, bitterer Erfahrung.&lt;br /&gt;Inkroller sind meist Einwegstifte, was verwerflich ist.&lt;br /&gt;Ein Füllfederhalter, versehen mit einer Nachfüllpatrone, ist umweltfreundlich, elegant, die letze Bastion der Hochkultur in den Niederungen eines unfertigen Textes. Er hält Jahrzehnte, und da man ihn nicht achtlos weg wirft, nur weil er leer oder aufgebraucht ist, entwickelt man eine innige Beziehung zu diesem Werkzeug. Es entsteht ein tief reichendes energetisches Geflecht zwischen Material und Künstler, welches sich am Ende auf die Beziehung zum Schreiben selbst positiv auswirkt. Ich drücke meinen Füller nicht Hinz und Kunz für irgendwelche Notizen in die Hand - genau so, wie ich auch meine Gitarren nicht irgendwelchen Deppen zum darauf Herumzupfen überlasse.&lt;br /&gt;Ich fand es immer schon unflätig, andere Gitarristen um ihr Instrument anzugehen (wird auf Festivals backstage gerne versucht…).&lt;br /&gt;Es gilt, eine solche Beziehung zum Schreiben und zum Schreibwerkzeug aufzubauen, speziell zu diesem einem Werkzeug mit Tradition und Zukunft, einer "Waffe aus zivilisierteren Tagen".&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-1614540296108700118?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.muratkayi.de/jm/index.php?option=com_content&amp;view=category&amp;layout=blog&amp;id=47&amp;Itemid=69' title='Werkzeug für Autoren - Der Füllfederhalter'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/1614540296108700118/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=1614540296108700118' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/1614540296108700118'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/1614540296108700118'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2009/10/werkzeug-fur-autoren-der.html' title='Werkzeug für Autoren - Der Füllfederhalter'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-5646871486510016563</id><published>2009-10-30T16:30:00.000+01:00</published><updated>2009-10-30T16:06:50.655+01:00</updated><title type='text'>Kannibalismus im Alltag</title><content type='html'>&lt;p&gt;Es sind immer die Randgruppen, die zuerst verspeist werden...&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;img class="story" src="http://www.muratkayi.de/jm/images/stories/dsc00096.jpg" mce_src="images/stories/dsc00096.jpg" alt="Zigeunerleber" title="Zigeunerleber" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-5646871486510016563?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.muratkayi.de' title='Kannibalismus im Alltag'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/5646871486510016563/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=5646871486510016563' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/5646871486510016563'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/5646871486510016563'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2009/10/kannibalismus-im-alltag.html' title='Kannibalismus im Alltag'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-397924495439196580</id><published>2009-10-25T00:18:00.004+02:00</published><updated>2009-10-25T00:22:17.045+02:00</updated><title type='text'>Meister der Synopsis</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://www.muratkayi.de/jm/index.php?option=com_content&amp;view=category&amp;layout=blog&amp;id=46&amp;Itemid=67"&gt;&lt;img style="cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 300px;" src="http://www.muratkayi.de/jm/images/stories/bilda40.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alles klar?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich verbeuge mich in Ehrfurcht vor dieser Gabe, alles in eine kurze Monsterschlagzeile zu packen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-397924495439196580?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.muratkayi.de/jm/index.php?option=com_content&amp;view=category&amp;layout=blog&amp;id=46&amp;Itemid=67' title='Meister der Synopsis'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/397924495439196580/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=397924495439196580' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/397924495439196580'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/397924495439196580'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2009/10/meister-der-synopsis.html' title='Meister der Synopsis'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-2243885630405635687</id><published>2009-10-24T10:35:00.005+02:00</published><updated>2009-10-24T11:32:25.401+02:00</updated><title type='text'>Privacy Nightmare clicktale.com</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;"We record every single thing you do on our customers' websites - mouse moves, clicks everything. And we record the stuff you type in forms, even if you don't submit them. Then we put it on film."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Clicktale.com is a new way of doing website traffic analysis. If you want to use the service for a website you run all you have to do is sign up for free and paste a bit of JavaScript on your website's HTML code.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Then, the individual browsing sessions of a user get basically filmed while the website is in use: the mouse movements, scrolling, timing (hesitation before clicking a link)... it's like peeking over the user's shoulder.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So far, so interesting.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;I stumbled over clicktale.com while looking for an alternative to google analytics to analyze traffic on my website www.muratkayi.de. Google keeps and owns the data you produce which I did not like. &lt;br /&gt;Believe me: for a website owner the thought of being able to watch a user trying to make use of your website definitely is a tempting idea. Clicktale.com had this kinda creepy feel to it, though, from the very beginning.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;What really shocked me though is, that clicktale.com advertises its ability to record every single keystroke of a user! To put it bluntly: clicktale.com is a keylogging service!&lt;br /&gt;As it says on their FAQ: &lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;"if a visitor decides to identify themselves to a website by logging in, and the specific login page is being recorded, then ClickTale will capture the visible information"&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Again: when you log in to a website which makes use of clicktale.com everything you type in, will be transmitted to their servers, regardless of wether the connection is SSL-encrypted. In fact, the whole purpose of an SSL-connection (to prevent a third party from obtaining sensitive data) is being rendered completely inoperative by the website owners themselves as they transmit the data to clicktale.com.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Clicktale.com instructs its users to block sensitive fields from recording. Ohh! No problem, then, I guess?&lt;br /&gt;Judging from the repeated questions by their customers about why some form data is masked in videos I would say relying on a website owner who feels it should be possible to watch your every move is laughable at best.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Why is some form data masked? &lt;br /&gt;Up until January 2008, clicktale.com used to record and show everything you typed into a form, even if you decided not to submit it in the end! &lt;br /&gt;Now, only submitted form data is being shown. Is that better?&lt;br /&gt;"Between you and user XY", "Private messaging" - better say farewell to these concepts when using a clicktale infested website, because the website owner will watch a video of you typing and rephrasing. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So, what's the clicktale.com user experience like? Well, as the actual clicktale user is the website owner, &lt;a href="http://www.youtube.com/watch?v=Q2g_BJt_v30"&gt;I guess it must be a bit like this&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;Funny, as long as you are not the person taking a shower.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;What can you do?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;You may decide not to give a damn.&lt;br /&gt;You may be concerned, but decide to trust clicktale.com when they say that &lt;a href="http://www.clicktale.net/disable.html"&gt;disabling their "services" for you individually per setting up a cookie works&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;You might try to find out which websites you use make use of clicktale.com. This is a bit harder as quite frequently, website owners "forget" to announce the fact that they track website usage.&lt;br /&gt;I guess welcoming a user on the homepage with &lt;span style="font-weight:bold;"&gt;"Hey, welcome, I film every fucking move you do in here and install a keylogger as we speak!"&lt;/span&gt; is not likely to make people stay. Go figure.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;All in all: website analysis and tracking is a good thing. It helps people build working websites and reduce clutter, improving user experience. This is true for accumulated statistics. In my opinion, you cross the line to "creepy" when you decide you also need individual videos including every thing a person typed while on your website. &lt;br /&gt;For test purposes with a well instructed team of test users on an unpublished website, clicktale.com is a spectacular progression from guesswork to eye-opening clarity. However, gapless surveillance on your everyday customers is an outrage.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-2243885630405635687?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.clicktale.com/default.aspx' title='Privacy Nightmare clicktale.com'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/2243885630405635687/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=2243885630405635687' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/2243885630405635687'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/2243885630405635687'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2009/10/privacy-nightmare-clicktalecom.html' title='Privacy Nightmare clicktale.com'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-4081142726861395630</id><published>2009-07-15T00:25:00.001+02:00</published><updated>2009-07-15T00:27:15.696+02:00</updated><title type='text'>Zwitscher</title><content type='html'>Ich bin weich geworden. Ich liebe einfach hippe Online-Dienste.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also...&lt;br /&gt;&lt;a href="http://twitter.com/MuratKayi"&gt;Wer mir zusätzlich auch unter twitter folgen will, klickt hier!&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-4081142726861395630?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/4081142726861395630/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=4081142726861395630' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/4081142726861395630'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/4081142726861395630'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2009/07/zwitscher.html' title='Zwitscher'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-9043053552730489515</id><published>2009-06-04T14:14:00.003+02:00</published><updated>2009-06-04T14:23:32.455+02:00</updated><title type='text'>ADS</title><content type='html'>Das Töchterchen berichtet aufgeregt vom Schulweg:&lt;br /&gt;"Da waren Große und die haben ein Feuer gemacht, vor einer Tür!"&lt;br /&gt;"Wo?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie klettert auf die Fensterbank und zeigt mir den Brandherd. Auf dem Bürgersteig zwei Häuser weiter reibt schon ein verwunderter Nachbar mit der Fußspitze im Ruß. Unter unserem Fenster betrachten ein paar ca. Zwölfjährige die Inspektion mit wachsender Nervosität.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Guck mal", frage ich, "sind das die dort?"&lt;br /&gt;Das Töchterchen bejaht. Die Gegenüberstellung war erfolgreich. Pflichtbewusst öffne ich das Fenster und rufe:&lt;br /&gt;"Hey, habt ihr da ein Feuer vor der Tür gemacht?!" &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Blitzschnell zeigen mehrere Zeigefinger auf einen Jungen, der auf dem Bürgersteig herumhüpft.&lt;br /&gt;"Hey, du kannst doch kein Feuer vor der Haustür da machen! Das ist gefährlich!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ich hab ADS!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Entgegnung kam unerwartet. Ich bin nicht sicher, ob das in Richtung Erklärung oder Entschuldigung oder gar Freifahrtschein gehen soll. Ich umgehe den Wahnsinn großräumig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Mir Scheißegal - jedenfalls machst Du kein Feuer hier auf der Straße, klar?!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Warum nicht?!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier leidet jemand nicht etwa an ADS. Es handelt sich um althergebrachte Dummheit. Was soll man da machen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Ist dir nicht klar, dass dich hier jeder sehen kann, wenn du so etwas machst?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Licht der Erkenntnis glimmt an einem dumpfen Horizont auf. Wahrscheinlich verlegt er sich nun auf die Nacht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-9043053552730489515?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/9043053552730489515/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=9043053552730489515' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/9043053552730489515'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/9043053552730489515'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2009/06/ads.html' title='ADS'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-5945466881590072753</id><published>2009-01-12T20:25:00.002+01:00</published><updated>2009-01-12T20:34:31.726+01:00</updated><title type='text'>Spielzeug... für Eltern und Kinder</title><content type='html'>Ich möchte hier mal eine Webseitenempfehlung aussprechen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;auf der Seite &lt;a href="http://www.arvindguptatoys.com/toys.html"&gt;"Toys from Trash"&lt;/a&gt; stellt Arvind Gupta Spielzeug vor, das alles andere als Müll ist.&lt;br /&gt;Von simplen Fingerspielen fürs Multiplizieren bis hin zu äußerst abgedrehtem Kram, wie dem selbst gebauten Hovercraft-Luftkissenboot in der herrlich benannten Kategorie "Newton unplugged" findet man hier so einiges, was das Nachbasteln lohnt. Und ich sage das als jemand, der das Hantieren mit Klebe und Schere seit Kindergartenzeiten aufs Tiefste verabscheut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das gemeinsame Basteln macht natürlich Spaß und erhöht den Spaß und die Neugier für die dahinter steckenden naturwissenschaftlichen Themen. Aber ich glaube, selbst wenn ich kein Vater wäre, hätte ich das eine oder andere schon nachgebastelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt auch Videos auf video.google.com von ihm - aber ich versteh kein Wort davon...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-5945466881590072753?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.arvindguptatoys.com/toys.html' title='Spielzeug... für Eltern und Kinder'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/5945466881590072753/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=5945466881590072753' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/5945466881590072753'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/5945466881590072753'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2009/01/spielzeug-fr-eltern-und-kinder.html' title='Spielzeug... für Eltern und Kinder'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-2464228217045220712</id><published>2008-12-28T17:58:00.002+01:00</published><updated>2008-12-28T18:03:05.371+01:00</updated><title type='text'>Silvesterwunderland</title><content type='html'>Im Winter fängt das neue Jahr an. Oder das alte geht zu Ende. Oder es passiert beides, wenn man Glück hat.&lt;br /&gt;Es gibt ja die Sitte, diese Ereignis mit einem kleinen Umtrunk und Feuerwerk zu begehen. Soweit ich weiß, kann beides einhergehen mit Feierlichkeiten, deren Intensität nicht selten von der Ernsthaftigkeit abhängt, die beim Umtrunk an den Tag gelegt wird.&lt;br /&gt;Bis ich bereits Vater eines entzückenden Töchterchens und im fortgeschrittenen Alter von etwa siebenundzwanzig Jahren war, kannte ich den Hergang nur vom Hörensagen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn während in meiner Umgebung irgendwann ab dem vierzehnten Lebensjahr ein schleichender Prozess der Ablösung eingesetzt hatte, in dessen Verlauf Silvesterpartys ohne Eltern statt fanden, gab es bei mir die feste Tradition, Silvester zu der Zeit des Jahres zu machen, in der ich meine Mutter besuchte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Mutter lebte einsam und fern der anatolischen Heimat im schönen Ostwestfalen, genauer: in Detmold. &lt;br /&gt;Detmold ist eine Stadt, von der ich erst kürzlich las, dass ihre Einwohner bundesweit mit die höchsten Bewertungen für die Lebensqualität ihrer Heimatstadt vergaben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun, meine Mutter lebte in zwei getrennten Zimmern unterm Dach, und das Klo war auf dem Flur, wo es vom Nachbarn mit genutzt wurde. &lt;br /&gt;Im Spar an der Ecke wollte sie nicht mehr einkaufen, weil ihr der dortige Filialleiter an den verkaufsschwächeren Tagen, wenn wenige Kunden anwesend waren, merkwürdige Aufforderungen zuraunte, und vom Wein, der die Hauswände der Altbauten in der Innenstadt bedeckte, wusste offensichtlich niemand, dass er essbar war, &lt;br /&gt;weswegen die Hausbesitzer ihr auch auf mehrfache Anfrage hin verboten, Weinblätter zum Kochen abzuzupfen – wahrscheinlich befürchteten sie, dass im Zuge der einmaligen Erlaubnis ganze Horden von anatolischen weinblatthungrigen Mütterchen aufkreuzte und ihnen die Häuser kahl fraß – jedenfalls hatte diese Sturheit zur Folge, dass meine Mutter gezwungen war, in aller Herrgottsfrühe aufzustehen, nur um Weinblätter zu klauen, schließlich hatte sie den Hausbesitzern ja oft genug Gelegenheit gegeben, sich nicht wie ein Idiot zu verhalten und die Dinger freiwillig herauszurücken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich finde das sagt einiges aus – über Ostwestfalen wie über Türken. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jedenfalls konnte meine Mutter mit Weinblättern kochen, dass es einem die Sprache verschlug. Gerichte mit frischen Weinblättern sind in keinster Weise den halb fermentierten, angedunkelten, in Salzlake aufgeweichten Röllchen vergleichbar, die ich seit dem Tod meiner Mutter im Supermarkt kaufen muss. &lt;br /&gt;Und wie jeder weiß, der schon mal Äpfel aus Nachbars Garten stibitzt hat: geklaut schmeckt immer am besten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich mochte Detmold. Die Stadt war klein, verwinkelt, langweilig, aber immer für eine Überraschung gut. &lt;br /&gt;Irgendwann entdeckte ich am Ende einer Passage einen Innenhof von vielleicht zwanzig mal zwanzig Metern, an den Rändern von alten Fachwerkhäusern eingerahmt, die von Gestrüpp wie von leckerem Wein gleichermaßen überwuchert wurden. &lt;br /&gt;In seiner Mitte hatte man eine Leere durch Pflasterung zu erfassen gesucht, denn dort hatte einst die Synagoge des Ortes gestanden. Es war eine kleine, heimliche Wunde mitten in der Stadt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wann immer ich dort eintraf, herrschte eine vollkommene Stille. &lt;br /&gt;Keine andächtige oder bedrückte Stille. &lt;br /&gt;Menschen, die den Ort aufsuchten oder an ihm strandeten fühlten sich eigentümlich heimisch, so als hätten sie da draußen in der Welt eine Entsprechung für einen inneren Ort gefunden. &lt;br /&gt;Wenn man sich dort begegnete, grüßte man sich still und war still beieinander. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Detmold gibt es außerdem noch ein Heimat- und ein Naturkundemuseum zu sehen, welche ich immer beide aufsuchte, da man für ein Ticket den Besuch beider Bildungsstätten angetragen bekam.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In fast fünfzehn Jahren, die ich Detmold und meine Mutter regelmäßig besuchte, hatte sich keine Veränderung in beiden Museen ergeben. Allerorten traf ich auf alte Bekannte, vom ausgestopften Frettchen bis zur „Lippischen Sonntagstracht um 1865“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So ging das den Tag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gegen Abend drohten zahllose Gala-Live-Übertragungen oder TV-Feierlichkeiten, die lediglich den Hintergrund für ausufernde Festessen bildeten, die wir meist zu zweit zu uns nahmen, wenn es auch Jahre gab, in denen wir Verwandte oder Bekannte besuchten, was bei Türken bedeutet, dass sich die Essensmenge drastisch erhöhte, &lt;br /&gt;der Rest der Veranstaltung jedoch gleich verlief. &lt;br /&gt;Getrunken wurde schwarzer Tee bis zum Abwinken, aber jedes andere übersüßte Getränk wie Cola und so weiter war ebenfalls willkommen.&lt;br /&gt;Im schlimmsten Fall wurde getanzt und gesungen und vor allem viel gekreischt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach ein bis zwei Unterbrechungen der Silvesterroutine in diesem Stil waren meine Mutter und ich uns einig, dass wir mehr Ruhe in der Umgebung vorzogen, wenn wir uns überfraßen, und kehrten also zur stillen Zweisamkeit zurück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich an Silvester über die Stränge schlug, so konnte das bedeuten, dass ich um zwei Uhr nachts noch auf den Vorspann irgendeines Westerns mit John Wayne stieß und in die Küche zurückschlich, in der meine Mutter schlief, wenn ich zu Besuch war, denn ich hatte inzwischen Gaststatus, und Gäste schlafen natürlich im einzigen Bett, und dort von den gefüllten Weinblättern stibitzte, um dann auf das Thema „Überfressen vorm Fernseher“ noch einmal in aller Deutlichkeit zurück zu kommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den ganzen Abend über hatte ich nicht eine Lunte gezündet. Wir pflegten das Feuerwerk am Fenster zu betrachten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich schildere dies so ausufernd, um den Kulturschock begreiflich zu machen, den die deutschen Silvesterparties für mich bedeuteten. Lag bei meinen Erlebnissen mit türkischen Feiern der Schwerpunkt auf dem Essen, stand bei den Feiern meiner Klassenkameraden eher das Trinken im Vordergrund.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zunächst erfuhr ich davon ja nur bei meiner Rückkehr nach Westwestfalen, dass aus irgendeinem Grund aber nur Westfalen heißt, ohne dass außerdem irgendjemand sagen könnte, ob es jemals ein Ostfalen gegeben hatte und wo es gegebenenfalls lag, aber das nur am Rande.&lt;br /&gt;In Westfalen, jedenfalls, wo ich lebte, war es zwar auch überschaubar und klein, aber die Menschen waren seit mehreren Generationen Bergmänner, oder eben Kinder und Ehefrauen von Bergmännern. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So etwas prägt. &lt;br /&gt;Ein Bergmann ist durstig. Und den Durst von Bergmännern löscht man nicht mit Wasser oder gar mit einem isotonischen Elektrolytgetränk. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den ganz normalen Durst, diesen Durst, denn man hat, wenn man den ganzen Tach über Staub frisst und schwitzt wie ein Schwein – den löscht man einfach mit Bier. &lt;br /&gt;Immer und immer wieder. &lt;br /&gt;Auch diesen Feierabenddurst, wenn man dann geduscht am Esstisch sitzt, kann eben nur ein Pils bewältigen.&lt;br /&gt;Das sollte einem Rheinländer oder generell Nicht-Westfalen einen Eindruck davon vermitteln, was erst geschieht, wenn ein Bergmann beschließt, sich richtig zünftig zu besaufen.&lt;br /&gt;Die Söhne von Bergmännern wissen, dass Männer Bier trinken, wenn sie Durst haben. Deswegen haben sie in meiner Straße alle sehr früh begonnen, sich den bitteren Sud hinein zu würgen.&lt;br /&gt;Da ich mit vierzehn einer Hepatitis zum Opfer fiel, was bekanntlich ja nichts anderes als eine Leberentzündung ist, fiel ich als Alkoholanfänger für mehrere Jahre ärztlich verordnet aus. Welche Dramen sich auf Feten von Fünfzehnjährigen schon übers Jahr abspielen, kann man nur erfassen, wenn man nüchtern bleibt. &lt;br /&gt;Ich möchte es mit einem B-Movie-Schocker vergleichen, in dem plötzlich alle zu Zombies werden. &lt;br /&gt;Mit vereinfachter und verzögerter Motorik schwankten Menschen durch den Raum, mit denen ich vor kurzem noch jede Menge Spaß gehabt hatte. &lt;br /&gt;Sie verströmten einen Geruch nach Verwesung, der meist daher rührte, dass sie im Suff nicht in der Lage gewesen waren, alles Erbrochene restlos von der Kleidung zu entfernen. &lt;br /&gt;Hätten sie sich mit ausgestreckten Armen auf mich zu bewegt und wehklagend nach „Hirrrn Hiiiirn“ verlangt, wäre das Bild perfekt gewesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Silvester jedoch schien alles in den Schatten zu stellen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alle Sitten schienen zu verrohen. &lt;br /&gt;Selbstvergessen und im Taumel völliger Enthemmung taumelten ganze Cliquen in den Abgrund.&lt;br /&gt;Ich begann, mich bereits in Detmold auf die späteren Erzählungen von den Silvesterpartys zu freuen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mädchen mit zuvor tadellosem Leumund tauchten mit verschmiertem Lippenstift und notdürftig wieder zusammen gesteckter Kleidung auf, brillentragende Streber verwandelten sich in rauflustige Schwerenöter, und die Jahrgangsgrazie wurde beim Knutschen mit irgendeinem unscheinbaren Pickelgesicht ertappt. &lt;br /&gt;Affären erblühten und erstarben für die Dauer eines Rausches und rissen Beziehungen mit sich in die Tiefe, die man als bombensicher eingestuft hätte – vor Silvester jedenfalls. &lt;br /&gt;Elterliche Wohnungen wurden unrettbar verwüstet, marodierende Horden Wildfremder fielen ein und tranken alle Vorräte leer, was aber niemand hindern konnte, weil man entweder bei irgendjemandem mit Wiederbelebungsversuchen beschäftigt war, oder die Klassenbeste sich vom Balkon zu stürzen drohte, weil ihr Freund ... siehe oben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute feiere ich mit Nachbarn und Freunden. Und da ich assimiliert bin, trinke ich auch ausgiebig. &lt;br /&gt;Aber nach wie vor gibt es etwas, das mir bei einem Ritual für den Neubeginn und das zu Grabe Tragen des Vergangenen sehr wichtig ist und bei alledem dringend fehlt.&lt;br /&gt;Stille.&lt;br /&gt;Keine andächtige oder bedrückte Stille. Die ganz einfache Stille, wie sie zum Beispiel in Ostwestfalen herrscht, wenn man in aller Herrgottsfrühe aufsteht, um wilden Wein zu stehlen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie meine Schwägerin mir kürzlich erzählte, hat sie von dem Wein meiner Mutter vor deren Tod ein paar Setzlinge mitgehen lassen, die sie dann zum Gedenken an die Weindiebin in der Nähe Bonns an einer ungestörten Stelle eingepflanzt hat. &lt;br /&gt;Dort rankt nun der Wein meiner Mutter mehrere Meter in die Höhe, so dass man ihn immer wieder abernten kann, was ich auch bald tun werde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da sag noch einer „Unrecht Gut gedeihet nicht“.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-2464228217045220712?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/2464228217045220712/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=2464228217045220712' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/2464228217045220712'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/2464228217045220712'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2008/12/silvesterwunderland.html' title='Silvesterwunderland'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-3283063205514463659</id><published>2008-11-29T15:05:00.002+01:00</published><updated>2008-11-29T15:10:23.721+01:00</updated><title type='text'>Welle tanzen</title><content type='html'>Beim Erstellen des vorigen Posts fiel mir auf, dass ich mal auf eine wunderbare Gelegenheit hinweisen sollte, sich die Zurückhaltung von den Knochen zu tanzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Großvater meiner Tochter und "ihm seine" Frau machen die Tür zu Räumen auf, in denen das auf sehr gelassene und konzentrierte Weise geschehen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wobei tanzen hier nicht bedeutet, sich zur Musik bewegen. Tanzen bedeutet hier, sich zu den Geräuschen aus dem Innern zu bewegen. Die Musik von außen ist schmückendes Beiwerk. Tanzen bedeutet hier, das zu bewegen, was ist. Klingt nicht spektakulär, ich weiß. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber der überwiegende Großteil von uns hat genau das verlernt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.5rhythmen-unna.de/concms/cms/front_content.php?idcat=39"&gt;Also tanzt, Leute, tanzt!&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-3283063205514463659?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/3283063205514463659/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=3283063205514463659' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/3283063205514463659'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/3283063205514463659'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2008/11/welle-tanzen.html' title='Welle tanzen'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-3281591942035761267.post-6443466574882772825</id><published>2008-11-29T14:58:00.005+01:00</published><updated>2008-11-29T15:01:16.700+01:00</updated><title type='text'>Bericht über eine Schwitzhütte an einem verschneiten und zertanzten Wochenende</title><content type='html'>Wenn Stille sich bewegt,&lt;br /&gt;Flocken leise schweben,&lt;br /&gt;Das Feuer sich erregt&lt;br /&gt;Tiefe Träume leben&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann gibt es nichts zu tun, &lt;br /&gt;Gibt es nichts zu schaffen.&lt;br /&gt;Denn wenn Gedanken ruh'n,&lt;br /&gt;werden sie zu Waffen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/3281591942035761267-6443466574882772825?l=muratkayi.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='related' href='http://www.5rhythmen-unna.de/concms/cms/front_content.php?idcat=39' title='Bericht über eine Schwitzhütte an einem verschneiten und zertanzten Wochenende'/><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://muratkayi.blogspot.com/feeds/6443466574882772825/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=3281591942035761267&amp;postID=6443466574882772825' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/6443466574882772825'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/3281591942035761267/posts/default/6443466574882772825'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://muratkayi.blogspot.com/2008/11/bericht-ber-eine-schwitzhtte-einem.html' title='Bericht über eine Schwitzhütte an einem verschneiten und zertanzten Wochenende'/><author><name>Murat Kayi</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17984442034254712714</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='21' src='http://bp0.blogger.com/_E7jefbq6hD8/R5ztxf69gmI/AAAAAAAAAAo/uuG3vUOesxc/S220/kopfzeile.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
